Die 10 ältesten Stadien in Deutschland

Die 10 ältesten Stadien in Deutschland

Mehr als 120 Jahre Fußballgeschichte an derselben Adresse: Deutschlands älteste Stadien entstanden lange vor Bundesliga, Flutlicht und überdachten VIP-Logen. Einige begannen als einfache umzäunte Fußballplätze mit Holztribüne, andere entwickelten sich schon vor dem Ersten Weltkrieg zu Anlagen für mehrere Tausend Zuschauer. Gerade deshalb ist die Frage nach dem ältesten Stadion komplizierter, als eine Jahreszahl vermuten lässt. Ein heutiges Stadion kann auf einem Platz von 1905 stehen, obwohl sämtliche Tribünen später erneuert wurden.

Dieses Ranking sortiert nach dem frühesten belastbar dokumentierten Beginn des Stadion- beziehungsweise Fußballplatzbetriebs am heute noch bestehenden Standort. Voraussetzung ist eine erkennbare bauliche und sportliche Standortkontinuität. Ein früher Sportplatz, der später an völlig anderer Stelle durch ein Stadion ersetzt wurde, zählt nicht. Zusätzlich vergleichen wir heutige Kapazität, historische Zuschauerrekorde, Spielfläche, Heimverein, Tribünen, große Umbauphasen und erhaltene historische Elemente. Bei zeitlich nur auf ein Jahr datierbaren Anlagen wird keine Scheingenauigkeit erzeugt. Datenstand ist der 20. August 2026. Weitere Architektur- und Bauwerksrankings finden sich in der Kategorie Gebäude.

So wurde gewertet

Hauptkriterium ist das früheste belegte Eröffnungsjahr beziehungsweise der erste dokumentierte Spielbetrieb am heutigen Stadionstandort. Dabei zählt ausdrücklich die Kontinuität des Ortes, nicht das Alter jeder einzelnen Tribüne. Stadien wie das Ellenfeld wurden am selben Platz später weitgehend neu errichtet und bleiben deshalb im Ranking, werden aber entsprechend gekennzeichnet. Komplett aufgegebene und abgerissene Anlagen wie der alte Tivoli in Aachen oder das Stadion Wilschenbruch in Lüneburg wurden ausgeschlossen. Ebenso reicht ein älterer Sportplatz allein nicht aus, wenn das heutige Stadion erst deutlich später und ohne klare bauliche Kontinuität entstand. Die Plätze 9 und 10 stammen beide aus dem Jahr 1913; weil für Hof kein belastbarer Eröffnungstag vorliegt, ist zwischen diesen beiden Rängen keine taggenaue Altersaussage möglich. Ergänzende Kriterien wie Kapazität und Denkmalschutz beeinflussen die Reihenfolge grundsätzlich nicht.

Wichtig zur Einordnung: „Ältestes Stadion“ bedeutet hier ältester noch bestehender Stadionstandort mit nachweisbarer Nutzungskontinuität. Das GAZi-Stadion auf der Waldau stammt deshalb historisch von 1905, obwohl seine heutige Haupttribüne erst 2015 fertiggestellt wurde. Alter des Standorts und Alter der heutigen Bausubstanz werden konsequent getrennt.

Übersicht

  1. GAZi-Stadion auf der Waldau
  2. Stadion Hoheluft
  3. Adolf-Jäger-Kampfbahn
  4. Stadion am Schönbusch
  5. Sportpark Ronhof
  6. Grünwalder Stadion
  7. Holstein-Stadion
  8. Ellenfeld-Stadion
  9. Stadion Grüne Au
  10. Stadion im Brötzinger Tal
Rang Stadion Stadt Eröffnung Alter 2026 Kapazität heute Heimverein Spielfeld Zuschauerrekord Historischer Bestand Besonderheit
1 GAZi-Stadion auf der Waldau Stuttgart 18.06.1905 121 Jahre rund 11.400 Stuttgarter Kickers Naturrasen historisch deutlich über heutiger Kapazität Standort original, Tribünen mehrfach erneuert ältester noch bespielter Fußballstadion-Standort Deutschlands
2 Stadion Hoheluft Hamburg 1907 119 Jahre max. ca. 8.000; Fußball meist ca. 5.000 SC Victoria Hamburg Kunstrasen historisch über 10.000 Tribünentradition seit 1911 erste überdachte Sitzplatztribüne Norddeutschlands
3 Adolf-Jäger-Kampfbahn Hamburg 1908 118 Jahre ca. 8.000 Altona 93 Naturrasen historisch fünfstellig historisches Stadionensemble seit 1908 Heimat von Altona 93
4 Stadion am Schönbusch Aschaffenburg 23.05.1909 117 Jahre ca. 6.620 Viktoria Aschaffenburg Naturrasen, ca. 109 × 70 m historisch deutlich höher mehrfach modernisiert einer der ältesten bayerischen Fußballstandorte
5 Sportpark Ronhof | Thomas Sommer Fürth 11.09.1910 115 Jahre 16.626 SpVgg Greuther Fürth Naturrasen 32.000 Spielfeld am historischen Standort älteste Spielstätte im deutschen Profifußball
6 Städtisches Stadion an der Grünwalder Straße München 1911 115 Jahre 15.000 TSV 1860 München u. a. Naturrasen über 58.000 nach Krieg stark wiederaufgebaut ältestes Stadion Münchens
7 Holstein-Stadion Kiel 15.10.1911 114 Jahre 15.034 Holstein Kiel Naturrasen 30.000 Haupttribüne im Kern von 1950 seit 1911 am selben Standort
8 Ellenfeld-Stadion Neunkirchen 1912 114 Jahre ca. 23.000 Borussia Neunkirchen Naturrasen über 30.000 heutiges Stadion überwiegend 1964/65 seit 2025 denkmalgeschützt
9 Stadion Grüne Au Hof 1913 113 Jahre 8.100 SpVgg Bayern Hof Naturrasen 19.100 mehrfach modernisiert Sanierung 2025–2027
10 KRAMSKI-ARENA / Brötzinger Tal Pforzheim 07.09.1913 112 Jahre ca. 4.500 1. CfR Pforzheim Naturrasen mehr als 10.000 mehrfach belegt historischer Standort, modernisiert 30.000 m³ Erde für den Bau bewegt

1. GAZi-Stadion auf der Waldau – Fußball am selben Ort seit 1905

Rang: 1 ältestes Stadion seit 1905

Am 18. Juni 1905 empfingen die Stuttgarter Kickers auf ihrem neuen „Kickers-Platz“ Phönix Karlsruhe. Mehr als 120 Jahre später tragen sie ihre Heimspiele noch immer auf genau diesem Gelände aus. Der Verein bezeichnet die Waldau deshalb als ältestes noch bespieltes Fußballstadion Deutschlands. Der Rekord bezieht sich auf den Standort, nicht auf die heutige Architektur: Fast sämtliche Tribünen wurden im Laufe der Jahrzehnte ersetzt oder grundlegend erneuert.

Gerade diese Entwicklung erzählt viel über die Geschichte des deutschen Stadionbaus. Bis 1975 besaß die Waldau eine markante Holztribüne, die nach Angaben der Kickers einer Arsenal-Tribüne im Maßstab 1:3 nachempfunden war. Sie musste später einer moderneren Konstruktion weichen. Steile Stehränge hinter den Toren, Flutlicht und eine überdachte Gegengerade folgten. Die jüngste große Zäsur war der Neubau der Haupttribüne 2014/15 einschließlich Rasenheizung. Heute fasst das Stadion rund 11.400 Zuschauer. Mit knapp 500 Metern über dem Meer liegt die Waldau zudem ungewöhnlich hoch; vor Einbau der Rasenheizung sorgten Wintereinbrüche regelmäßig für Spielabsagen. Zwar mussten die Kickers während einzelner Umbau- und Bundesligaphasen ausweichen, doch kein anderer noch bestehender deutscher Fußballstadionstandort kann eine vergleichbar frühe Vereinsheimat seit 1905 vorweisen. Genau diese Standortkontinuität entscheidet Rang eins.

  • Erstes Spiel auf dem Kickers-Platz am 18. Juni 1905 gegen Phönix Karlsruhe.
  • Stuttgarter Kickers seit mehr als 120 Jahren mit dem Standort verbunden.
  • Historische Holztribüne bis Mitte der 1970er-Jahre.
  • Neue Haupttribüne und Rasenheizung seit 2015.
  • Heutige Kapazität rund 11.400 Zuschauer.
  • Stadion liegt knapp 500 Meter über dem Meeresspiegel.
  • Mehrfach modernisiert, aber Spielfeld- und Stadionstandort erhalten.
Ort
Stuttgart-Degerloch, Baden-Württemberg
Eröffnung
18. Juni 1905
Alter 2026
121 Jahre
Historischer Name
Kickers-Platz, später Kickers-Stadion und Waldau-Stadion
Heutiger Name
GAZi-Stadion auf der Waldau
Heimverein
SV Stuttgarter Kickers
Kapazität
rund 11.400 Plätze
Spielfläche
Naturrasen
Höhenlage
knapp 500 m über Meereshöhe
Historische Holztribüne
bis 1975
Neue Haupttribüne
2015
Rasenheizung
seit 2015
Warum Rang 1?
ältester bis heute bespielter deutscher Fußballstadionstandort
Quelle
Stuttgarter Kickers

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2. Stadion Hoheluft – Hamburger Fußballgeschichte seit 1907

Rang: 2 seit 1907

1907 ließ der SC Victoria Hamburg seinen neuen Sportplatz an der Hoheluft bauen – und fand damit eine Heimat, die der Verein bis heute nutzt. Schon wenige Jahre später entwickelte sich die Anlage zu einem für ihre Zeit außergewöhnlich modernen Fußballstadion. 1910 entstand eine erhöhte Stehtribüne. Ein Jahr danach folgte eine überdachte Holztribüne mit 1.000 Sitzplätzen, die der Verein als erste überdachte Sitzplatztribüne Norddeutschlands bezeichnet.

Diese Konstruktion überstand die Geschichte allerdings nicht unverändert. 1921 brannte die Tribüne nahezu vollständig nieder, 1922 wurde sie wiederaufgebaut. Das Stadion blieb dennoch ein bedeutender Schauplatz des frühen deutschen Fußballs. 1911 fand hier ein Länderspiel zwischen Deutschland und Schweden statt. Noch wichtiger war der 26. Mai 1912: Vor rund 10.000 Zuschauern gewann Holstein Kiel auf der Hoheluft das Endspiel um die deutsche Meisterschaft gegen den Karlsruher FV mit 1:0. Damit war Hamburg Schauplatz eines der bedeutendsten Spiele der Vorkriegsgeschichte.

Heute wirkt die Hoheluft gegenüber modernen Bundesligaarenen beinahe intim. Je nach Veranstaltung können ungefähr 8.000 Menschen auf das Gelände; bei regulären Fußballspielen liegt die zugelassene Zahl aufgrund moderner Sicherheits- und Trennanforderungen häufig niedriger. Seit 2017 wird auf Kunstrasen gespielt. Dass ein Stadion von 1907 im dicht bebauten Hamburg bis heute als Fußballstätte funktioniert, ist mindestens so bemerkenswert wie sein Alter.

  • Sportplatz Hoheluft seit 1907 Heimat des SC Victoria.
  • Erhöhte Stehtribüne seit 1910.
  • 1911 erste überdachte Sitzplatztribüne Norddeutschlands mit 1.000 Plätzen.
  • Historische Tribüne 1921 fast vollständig abgebrannt und 1922 wiederaufgebaut.
  • Länderspiel Deutschland–Schweden 1911.
  • Finale um die deutsche Meisterschaft 1912 vor rund 10.000 Zuschauern.
  • Kunstrasen seit 2017.
Ort
Hamburg-Hoheluft
Eröffnung
1907
Alter 2026
119 Jahre
Heimverein
SC Victoria Hamburg
Maximale Kapazität
etwa 8.000, veranstaltungsabhängig
Fußballkapazität
bei vielen Spielen etwa 5.000 aufgrund Sicherheitsanforderungen
Spielfläche
Kunstrasen
Erste Stehtribüne
1910
Überdachte Sitztribüne
1911, ursprünglich 1.000 Plätze
Tribünenbrand
1921
Historisches Großereignis
Finale der deutschen Meisterschaft 1912
Besonderheit
einer der ältesten bis heute genutzten Fußballplätze Deutschlands
Quelle
Stadion Hoheluft / SC Victoria Hamburg

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3. Adolf-Jäger-Kampfbahn – Altonas Fußballwohnzimmer seit 1908

Rang: 3 1908 Traditionsstadion

Seit 1908 ist die heutige Adolf-Jäger-Kampfbahn eng mit Altona 93 verbunden. Der Verein spielte dort zunächst ein Jahrhundert lang, wich 2008 kurzzeitig aus und kehrte bereits zur Saison 2009/10 zurück. Kaum ein deutsches Stadion vermittelt deshalb so unmittelbar den Charakter des frühen Vereinsfußballs: enge Stehränge, eine klassische Haupttribüne und ein Naturrasenplatz mitten im gewachsenen Hamburger Stadtgebiet.

Der heutige Name erinnert an Adolf Jäger, einen der bedeutendsten deutschen Fußballspieler vor dem Ersten Weltkrieg. Der Altonaer Nationalspieler bestritt 18 Länderspiele und prägte seinen Klub über Jahrzehnte. Die Anlage selbst wurde wiederholt angepasst, blieb aber im Vergleich zu vielen großen Arenen erstaunlich kompakt. Rund 8.000 Zuschauer gelten als Größenordnung für das Fassungsvermögen; moderne Sicherheitsvorgaben können die tatsächlich freigegebene Zahl bei einzelnen Veranstaltungen reduzieren. Gerade dieser Unterschied zu heutigen Arenen ist historisch interessant: Frühe Stadien entstanden nicht als abgeschlossene Multifunktionskomplexe, sondern wuchsen schrittweise mit Verein und Stadtviertel.

Die Zukunft der Kampfbahn ist allerdings begrenzt. Altona 93 plant den Wechsel in einen Neubau am Diebsteich; die Zeitplanung wurde in den vergangenen Jahren mehrfach verschoben. Am Datenstand 20. August 2026 wird die AJK weiterhin genutzt. Damit bleibt sie aktuell eines der ältesten noch regelmäßig bespielten Stadien Deutschlands – ein lebendes Denkmal, dessen historischer Wert gerade durch den bevorstehenden Standortwechsel besonders sichtbar wird.

  • Heimspielstätte von Altona 93 ab 1908.
  • Kurze Unterbrechung nach 2008, Rückkehr ab Saison 2009/10.
  • Benannt nach dem Altonaer Nationalspieler Adolf Jäger.
  • Traditionelle Fußballanlage mit Naturrasen und engem Zuschauerraum.
  • Kapazität in der Größenordnung von etwa 8.000 Plätzen.
  • Neuer Stadionstandort am Diebsteich geplant.
  • Am 20. August 2026 weiterhin regulär in Nutzung.
Ort
Hamburg-Altona
Erstnutzung
1908
Alter 2026
118 Jahre
Heimverein
Altonaer Fußball-Club von 1893
Kapazität
ca. 8.000, abhängig von Veranstaltung und Sicherheitsauflagen
Spielfläche
Naturrasen
Namensgeber
Adolf Jäger
Heimspielära
1908–2008 und erneut seit 2009/10
Bauform
klassisches reines Fußballstadion
Status 2026
weiterhin in Betrieb
Zukunft
Umzug von Altona 93 in einen Stadionneubau vorgesehen
Besonderheit
eines der letzten regelmäßig bespielten Vorkriegsstadien einer deutschen Großstadt
Quelle
Altona 93

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4. Stadion am Schönbusch – Aschaffenburgs Fußballadresse seit 1909

Rang: 4 1909

Am 23. Mai 1909 wurde der neue Fußballplatz am Schönbusch eröffnet. Viktoria Aschaffenburg bestritt dort Spiele gegen den 1. Hanauer FC; beim Hauptspiel gewann die Viktoria 7:1. Rund 1.200 Zuschauer sollen die frühe Anlage besucht haben. Damit begann eine Stadiongeschichte, die heute bereits mehr als 117 Jahre umfasst. Der Standort liegt bis heute unmittelbar am berühmten Landschaftspark Schönbusch und gehört zu den traditionsreichsten Sportstätten Bayerns.

Das Stadion wuchs schrittweise mit den Ansprüchen des Vereins. Eine Besonderheit der frühen Jahre war ein 1921 errichtetes Umkleidegebäude mit fließendem warmem und kaltem Wasser – damals keineswegs selbstverständlich. 1923 folgte eine Holztribüne mit rund 400 Sitzplätzen. Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit hinterließen Schäden, doch der Spielbetrieb wurde wiederhergestellt. Die heutige Haupttribüne entstand erst 1999; weitere Modernisierungen folgten unter anderem 2008. Damit ist der Schönbusch ein typisches Beispiel für dieses Ranking: Der Stadionstandort ist von 1909, die sichtbare Architektur stammt dagegen aus mehreren Generationen.

Heute fasst die Anlage rund 6.620 Zuschauer. Das ungewöhnlich großzügige Naturrasenfeld misst ungefähr 109 mal 70 Meter. Viktoria Aschaffenburg trägt auch in der Saison 2026/27 ihre Heimspiele dort aus. Im Vergleich zu den drei älteren Plätzen besitzt der Schönbusch weniger erhaltene Architektur aus der Pionierzeit, seine kontinuierliche Funktion als zentrale Aschaffenburger Fußballstätte ist jedoch außergewöhnlich.

  • Eröffnung am 23. Mai 1909.
  • Eröffnungsspiel gegen den 1. Hanauer FC vor rund 1.200 Zuschauern.
  • Umkleidebau mit warmem und kaltem Wasser bereits 1921.
  • Erste größere Holztribüne 1923 mit rund 400 Sitzplätzen.
  • Heutige Haupttribüne von 1999.
  • Kapazität heute rund 6.620 Zuschauer.
  • Großes Naturrasenspielfeld von etwa 109 × 70 Metern.
Ort
Aschaffenburg, Bayern
Eröffnung
23. Mai 1909
Alter 2026
117 Jahre
Heimverein
SV Viktoria Aschaffenburg
Kapazität
ca. 6.620
Spielfeld
Naturrasen
Spielfeldmaße
ca. 109 × 70 m
Eröffnungskulisse
rund 1.200 Zuschauer
Erste größere Tribüne
1923
Heutige Haupttribüne
1999
Aktuelle Nutzung
Ligaspiele von Viktoria Aschaffenburg
Besonderheit
über 117 Jahre Fußballtradition am selben Standort
Quelle
Bayerischer Fußball-Verband

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5. Sportpark Ronhof – Fürths Profifußball-Heimat seit 1910

Rang: 5 Profifußball-Rekord seit 1910

Als die Spielvereinigung Fürth 1910 ihr neues Gelände im damals noch selbstständigen Ronhof kaufte, kostete das Areal nach Vereinsangaben rund 60.000 Reichsmark. Am 11. September 1910 wurde der Sportpark gegen den amtierenden Deutschen Meister Karlsruher FV eingeweiht. Etwa 8.000 Zuschauer sahen ein 2:2 – eine enorme Kulisse in einer Zeit, in der der deutsche Fußball noch weitgehend Amateur- und Vereinssport war.

Der Ronhof entwickelte sich rasant. Bereits um 1920 bezeichnet die SpVgg das Gelände als größtes Sportgelände des Deutschen Reichs. Die sportlichen Erfolge halfen dabei: Fürth wurde 1914 erstmals Deutscher Meister und gehörte auch in den 1920er-Jahren zur nationalen Spitze. Besonders wertvoll für die historische Einordnung ist, dass das Hauptspielfeld noch heute an praktisch derselben Stelle liegt. Tribünen und Funktionsbereiche wurden dagegen immer wieder verändert. Kriegsschäden, Neubauten und die Anforderungen des modernen Profifußballs ließen vom Erscheinungsbild von 1910 wenig übrig.

Heute verfügt der Sportpark offiziell über 16.626 Plätze, davon 8.126 Sitz- und 8.500 Stehplätze. Bei einzelnen Hochrisiko- oder Sonderkonfigurationen kann die freigegebene Zahl niedriger liegen. Der historische Zuschauerrekord beträgt 32.000 und stammt vom Derby gegen den 1. FC Nürnberg am 3. Februar 1952. Der Ronhof ist damit zwar fünf Jahre jünger als die Waldau, besitzt aber einen besonderen Rekord: Er gilt als älteste noch genutzte Spielstätte im deutschen Profifußball.

  • Gelände 1910 für rund 60.000 Reichsmark erworben.
  • Einweihung am 11. September 1910 gegen Karlsruher FV.
  • Rund 8.000 Zuschauer beim Eröffnungsspiel.
  • Um 1920 größtes Sportgelände des Deutschen Reichs.
  • Heutige Gesamtkapazität 16.626 Plätze.
  • 8.126 Sitz- und 8.500 Stehplätze.
  • Zuschauerrekord: 32.000 gegen Nürnberg am 3. Februar 1952.
Ort
Fürth, Bayern
Eröffnung
11. September 1910
Alter 2026
115 Jahre
Heimverein
SpVgg Greuther Fürth
Historischer Kaufpreis
ca. 60.000 Reichsmark für das Gelände
Eröffnungsgegner
Karlsruher FV
Eröffnungskulisse
rund 8.000
Kapazität heute
16.626
Sitzplätze
8.126
Stehplätze
8.500
Zuschauerrekord
32.000 am 3. Februar 1952 gegen 1. FC Nürnberg
Spielfläche
Naturrasen
Besonderheit
älteste weiterhin genutzte Spielstätte des deutschen Profifußballs
Quelle
SpVgg Greuther Fürth

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6. Grünwalder Stadion – Münchens Fußballtempel von 1911

Rang: 6 1911 15.000 Plätze

Das Stadion an der Grünwalder Straße gehört zu den Orten, an denen sich die Geschichte mehrerer großer Fußballklubs überschneidet. 1911 vom TSV 1860 München errichtet, entwickelte sich die Anlage in Giesing schnell zur wichtigsten Fußballarena der Stadt. Der FC Bayern zog 1925 ebenfalls ins Grünwalder, nachdem das Stadion auf rund 24.000 Plätze erweitert worden war. Bereits im April 1926 sollen 30.000 Menschen ein Bayern-Spiel gegen Fürth gesehen haben.

Die großen Zuschauerzahlen der Nachkriegszeit wirken aus heutiger Sicht fast unvorstellbar. 1948 drängten sich bei einem Münchner Derby mehr als 58.000 Zuschauer in die Anlage. Für den FC Bayern sind 52.000 Besucher beim Oberligaspiel gegen den 1. FC Nürnberg im Oktober 1961 dokumentiert. Möglich waren solche Zahlen, weil Sicherheitsabstände, Sitzplatzquoten und Komfortstandards völlig anders aussahen als heute. Der Krieg hatte das Stadion 1943 schwer zerstört; anschließend wurde es wiederaufgebaut und mehrfach erweitert.

Heute beträgt die genehmigte Kapazität 15.000. Das Grünwalder ist weiterhin Heimat des TSV 1860 München und wird außerdem von weiteren Münchner Mannschaften genutzt. Der Kontrast zum Olympiastadion und zur Allianz Arena macht seinen historischen Wert besonders sichtbar: Hier stehen die Zuschauer sehr nah am Spielfeld, die Anlage steckt mitten im Wohnviertel, und selbst die manuelle Anzeigetafel erinnert an eine andere Fußballära. Rang sechs ergibt sich aus dem Baujahr 1911; gegenüber Holstein Kiel liegt München wegen der früheren Eröffnung innerhalb desselben Jahres vorne.

  • 1911 vom TSV 1860 München errichtet.
  • FC Bayern nutzte das Stadion über insgesamt 47 Jahre als Heimspielstätte.
  • 1925 auf rund 24.000 Plätze erweitert.
  • 1943 bei Bombenangriffen schwer zerstört.
  • Mehr als 58.000 Zuschauer bei einem Derby 1948.
  • FC-Bayern-Rekord im Stadion: 52.000 Besucher im Jahr 1961.
  • Heutige Kapazität 15.000.
Ort
München-Giesing, Bayern
Eröffnung
1911
Alter 2026
115 Jahre
Erbauer
TSV 1860 München
Eigentümer heute
Landeshauptstadt München
Kapazität heute
15.000
Kapazität 1925
ca. 24.000
Historische Höchstkulisse
mehr als 58.000
FC-Bayern-Rekord
52.000 gegen 1. FC Nürnberg 1961
Kriegsschäden
1943 weitgehend zerstört
Spielfläche
Naturrasen
Heimverein heute
unter anderem TSV 1860 München
Besonderheit
ältestes Stadion Münchens
Quelle
FC Bayern München

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7. Holstein-Stadion – seit dem 15. Oktober 1911 Fußball in Kiel

Rang: 7 1911 30.000 Zuschauer

Holstein Kiel kann das Geburtsdatum seines Stadions auf den Tag genau nennen. Am 15. Oktober 1911 wurde der damalige Holsteinplatz gegen Preußen Berlin eröffnet. Die Gastgeber verloren zwar 3:4, doch der neue Platz erwies sich sportlich als hervorragende Basis: Nur wenige Monate später wurde Holstein Kiel 1912 Deutscher Meister. Seitdem blieb das Gelände am Westring die Heimat des Vereins.

Schon in den 1920er-Jahren fasste der Holsteinplatz rund 15.000 Zuschauer. Im Viertelfinale um die deutsche Meisterschaft 1943 gegen Schalke 04 kamen 18.000 Menschen. Der bis heute unerreichte Rekord folgte am 23. März 1951: 30.000 Zuschauer sahen in der Oberliga Nord ein 3:3 gegen den Hamburger SV. Damit drängte sich damals ungefähr die doppelte Zahl der heutigen Maximalkapazität in das Stadion.

Heute können offiziell 15.034 Fans hinein. Die Haupttribüne wurde 1950 eröffnet und präsentiert sich nach Vereinsangaben in ihrer Grundstruktur noch nahezu unverändert – ein seltenes Stück Nachkriegs-Stadionarchitektur. Andere Bereiche wurden wiederholt umgebaut, besonders als Holstein in höhere Spielklassen zurückkehrte. Pläne für einen umfassenden Ausbau beziehungsweise Neubau beschäftigen Kiel seit Jahren. Historisch ist jedoch gerade das Weiterleben des alten Standorts bemerkenswert. Während zahlreiche Traditionsvereine in neue Arenen am Stadtrand gezogen sind, führt Holsteins Weg seit 1911 immer wieder an denselben Westring.

  • Eröffnung am 15. Oktober 1911.
  • Eröffnungsspiel gegen Preußen Berlin endete 3:4.
  • Schon in den 1920er-Jahren Kapazität von rund 15.000.
  • 18.000 Zuschauer gegen Schalke 04 im Jahr 1943.
  • Rekord: 30.000 gegen den HSV am 23. März 1951.
  • Heutige Kapazität 15.034.
  • Haupttribüne im konstruktiven Kern seit 1950 erhalten.
Ort
Kiel, Schleswig-Holstein
Eröffnung
15. Oktober 1911
Alter im August 2026
114 Jahre
Historischer Name
Holsteinplatz
Heimverein
Holstein Kiel
Eröffnungsgegner
Preußen Berlin
Eröffnungsergebnis
3:4
Kapazität heute
15.034
Kapazität in den 1920ern
ca. 15.000
Zuschauerrekord
30.000
Rekordspiel
23. März 1951 gegen Hamburger SV, 3:3
Heutige Haupttribüne
Grundstruktur von 1950
Besonderheit
durchgehend mit dem Vereinsstandort seit 1911 verbunden
Quelle
Holstein Kiel

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8. Ellenfeld-Stadion – von 1912 bis zum Denkmal der frühen Bundesliga

Rang: 8 Denkmalschutz seit 1912

1912 fand auf dem damaligen Borussia-Sportplatz im Neunkircher Ellenfeld das erste Fußballspiel statt. Damit gehört der Standort zur ältesten Generation noch bestehender deutscher Stadien. Wer heute die steilen Betonränge und die elegante Haupttribüne sieht, blickt allerdings nicht auf ein komplett erhaltenes Stadion von 1912. Die Kreisstadt Neunkirchen weist ausdrücklich darauf hin, dass das heutige Ellenfeld-Stadion überwiegend 1964/65 entstand – nach Borussia Neunkirchens Aufstieg in die Bundesliga.

Genau diese Bauphase macht die Arena inzwischen selbst historisch wertvoll. Seit Januar 2025 steht sie unter Denkmalschutz. Das Landesdenkmalamt bezeichnet das Ellenfeld nach Angaben der Stadt als einziges weitgehend erhaltenes Stadion der frühen Bundesliga. Während viele Arenen jener Epoche komplett ersetzt, überdacht oder zu modernen Multifunktionsbauten umgebaut wurden, vermittelt Neunkirchen noch unmittelbar den Stadiontyp der 1960er-Jahre: steile offene Betonränge, eine schlanke Dachkonstruktion und große Stehplatzbereiche.

In seinen besten Zeiten war das Ellenfeld wesentlich voller als heute. Bei wichtigen Aufstiegsspielen kamen mehr als 30.000 Zuschauer; das DFB-Pokalspiel gegen Bayern München 2003 lockte mit Zusatztribüne noch 23.400 Menschen an. Das kommunale Sportstättenkataster nennt rund 23.000 Plätze als Größenordnung. Das Ellenfeld steht deshalb auf Rang acht nicht wegen originaler Tribünen von 1912, sondern wegen eines seit diesem Jahr kontinuierlich genutzten Fußballstandorts, dessen heutige Architektur selbst bereits ein bedeutendes Denkmal der Bundesligageschichte geworden ist.

  • Erstes Fußballspiel am Standort 1912.
  • Heutiges Stadion im Wesentlichen 1964/65 gebaut.
  • Umbau erfolgte nach Borussia Neunkirchens Bundesliga-Aufstieg.
  • Seit Januar 2025 unter Denkmalschutz.
  • Weitgehend erhaltenes Beispiel eines frühen Bundesliga-Stadions.
  • Kapazität in kommunalen Unterlagen rund 23.000.
  • 23.400 Zuschauer beim DFB-Pokalspiel gegen Bayern München 2003 inklusive Zusatztribüne.
Ort
Neunkirchen, Saarland
Erster Spielbetrieb
1912
Alter des Standorts 2026
114 Jahre
Heimverein
Borussia Neunkirchen
Heutige Stadionstruktur
im Wesentlichen 1964/65
Kapazität
ca. 23.000 laut kommunalem Sportstättenbestand
Spielfläche
Naturrasen
Architektur
steile Betonränge und überdachte Haupttribüne
Denkmalschutz
seit Januar 2025
DFB-Pokal 2003
23.400 Zuschauer gegen Bayern München mit Zusatztribüne
Historische Spitzenwerte
bei großen Spielen mehr als 30.000 Zuschauer
Besonderheit
weitgehend erhaltenes Stadion der frühen Bundesliga
Quelle
Kreisstadt Neunkirchen

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9. Stadion Grüne Au – Hofer Fußballtradition seit 1913

Rang: 9 1913 Sanierung

Die Grüne Au in Hof wurde 1913 auf einem Gelände errichtet, das der damalige FC Bayern Hof zunächst nur gepachtet hatte. Erst 1930 erwarb der Verein das Areal; seit 1980 befindet sich das Stadion im Eigentum der Stadt Hof. Damit spiegelt die Eigentumsgeschichte bereits drei typische Phasen traditionsreicher Sportstätten wider: Vereinsinitiative, Ausbau zum regional bedeutenden Fußballort und spätere kommunale Sicherung.

Heute ist die Grüne Au mit 8.100 Plätzen das größte Stadion der Stadt. Ihr historischer Höhepunkt fällt in die späten 1960er-Jahre, als Bayern Hof unmittelbar an der Bundesliga anklopfte. Am 22. Mai 1968 kamen 19.100 Zuschauer zum Aufstiegsrundenspiel gegen Rot-Weiss Essen – mehr als doppelt so viele Menschen, wie heute zugelassen wären. Solche Zahlen erklären, wie eng Stadiongeschichte und veränderte Sicherheitsstandards zusammenhängen. Früher wurden riesige Stehplatzmengen auf Flächen zugelassen, die heute ganz anders organisiert werden müssen.

Auch 2026 ist die Grüne Au kein eingefrorenes Denkmal. Die Stadt saniert die Anlage in einem mehrjährigen Projekt. Erneuert werden unter anderem Funktionsbereiche und Infrastruktur; der Bund beteiligt sich mit Fördermitteln in Millionenhöhe. Der Spielbetrieb soll während der Arbeiten möglichst erhalten bleiben. Rang neun teilt sich historisch das Eröffnungsjahr mit Pforzheim. Da für Hof in der offiziellen Quelle nur 1913 und kein belastbarer Kalendertag genannt wird, behauptet die Platzierung ausdrücklich nicht, dass die Grüne Au vor dem 7. September eröffnet wurde.

  • Stadion 1913 auf zunächst gepachtetem Gelände errichtet.
  • Verein kaufte das Gelände 1930.
  • Seit 1980 Eigentum der Stadt Hof.
  • Heutige Kapazität 8.100 Plätze.
  • Größtes Stadion der Stadt Hof.
  • Zuschauerrekord 19.100 am 22. Mai 1968.
  • Umfangreiche Sanierungsphase 2025 bis 2027.
Ort
Hof, Bayern
Errichtung
1913
Alter 2026
113 Jahre
Heimverein
SpVgg Bayern Hof
Kapazität
8.100
Spielfläche
Naturrasen
Geländekauf durch Verein
1930
Städtisches Eigentum
seit 1980
Zuschauerrekord
19.100
Rekordspiel
22. Mai 1968 gegen Rot-Weiss Essen
Aktuelle Entwicklung
Sanierungsprogramm 2025–2027
Besonderheit
über 110 Jahre Fußballbetrieb am traditionellen Hofer Standort
Quelle
Stadt Hof

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10. Stadion im Brötzinger Tal – 30.000 Kubikmeter Erde für eine neue Heimat

Rang: 10 7. September 1913

Das Stadion im Brötzinger Tal verdankt seine Entstehung einem Infrastrukturprojekt außerhalb des Fußballs. Nachdem die Enz begradigt wurde, musste der damalige 1. FC Pforzheim 1911 eine neue Heimat suchen. Insgesamt 13 Grundstückseigentümer verkauften Flächen, aus denen das neue Stadiongelände zusammengesetzt wurde. Bevor dort überhaupt gespielt werden konnte, mussten rund 30.000 Kubikmeter Erde bewegt werden – eine beachtliche Erdbaumaßnahme in einer Zeit ohne moderne Großbaumaschinen.

Am 7. September 1913 fand schließlich das erste Spiel statt. Gegner war der Karlsruher FV, das Ergebnis lautete 1:1. In den 1960er-Jahren besuchten regelmäßig mehr als 10.000 Menschen die Regionalligaspiele. Besonders eindrucksvoll war das DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen am 13. Februar 1988. Für die Partie wurde eine Zusatztribüne mit 4.000 Plätzen aufgebaut; rund 12.000 Zuschauer erlebten ein überraschendes 1:1 gegen den späteren Deutschen Meister.

Das heutige Erscheinungsbild ist wesentlich moderner. Über mehrere Jahre wurde die Anlage umfassend erneuert und erhielt unter anderem eine neue Tribüne, Funktionsräume und einen VIP-Bereich. Nach der Modernisierung liegt die Kapazität bei ungefähr 4.500 Zuschauern. Seit 2022 wird die Anlage unter dem Sponsornamen KRAMSKI-ARENA geführt. Platz zehn bedeutet dabei nicht sicher, dass Pforzheim 1913 jünger als Hof ist: Der 7. September ist für Brötzingen exakt dokumentiert, während die Grüne Au offiziell nur auf das Jahr 1913 datiert wird.

  • Neubau notwendig geworden durch Begradigung der Enz.
  • 13 Grundstückseigentümer verkauften Flächen für das Stadionareal.
  • Rund 30.000 m³ Erdreich wurden bewegt.
  • Erstes Spiel am 7. September 1913 gegen Karlsruher FV, 1:1.
  • In den 1960er-Jahren regelmäßig mehr als 10.000 Zuschauer.
  • DFB-Pokalspiel 1988 gegen Werder Bremen vor rund 12.000.
  • Nach umfassender Modernisierung heute etwa 4.500 Plätze.
Ort
Pforzheim, Baden-Württemberg
Erstes Spiel
7. September 1913
Alter im August 2026
112 Jahre
Historischer Verein
1. FC Pforzheim
Heimverein heute
1. CfR Pforzheim
Heutiger Sponsorname
KRAMSKI-ARENA
Grundstückseigentümer beim Bau
13
Bewegtes Erdreich
ca. 30.000 m³
Eröffnungsgegner
Karlsruher FV
Eröffnungsergebnis
1:1
Kapazität heute
ca. 4.500
Großspiel 1988
ca. 12.000 Zuschauer gegen Werder Bremen
Besonderheit
seit mehr als einem Jahrhundert Fußballstandort im Brötzinger Tal
Quelle
1. CfR Pforzheim

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FAQ: Die ältesten Stadien in Deutschland

Welches ist das älteste noch genutzte Stadion Deutschlands?

Nach der in diesem Ranking verwendeten Definition ist das GAZi-Stadion auf der Waldau in Stuttgart der älteste noch bespielte Fußballstadionstandort Deutschlands. Die Stuttgarter Kickers tragen dort seit 1905 ihre Heimspiele aus. Die heutigen Tribünen sind allerdings wesentlich jünger als der Stadionstandort.

Warum ist das Weserstadion nicht unter den zehn ältesten?

Auf dem Gelände an der Bremer Weser wurde bereits früh Sport betrieben, und Vorläuferanlagen reichen in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Das eigentliche große Stadion entwickelte sich jedoch erst in den 1920er-Jahren. Für dieses Ranking zählt der Beginn eines eindeutig als Stadion beziehungsweise dauerhaftem Fußballplatz genutzten heutigen Standortes nach einheitlicher Methodik. Die zehn aufgenommenen Anlagen sind bereits spätestens 1913 entsprechend dokumentiert.

Ist eine Tribüne von 1905 im GAZi-Stadion erhalten?

Nein. Die historische Bedeutung der Waldau liegt vor allem in der Kontinuität des Standorts. Die frühere Holztribüne bestand bis in die 1970er-Jahre, während die heutige Haupttribüne erst 2015 fertiggestellt wurde. Auch andere Stadionbereiche wurden mehrfach neu gebaut und modernisiert.

Welches der alten Stadien hatte den höchsten Zuschauerrekord?

Das Grünwalder Stadion in München erreichte bei einzelnen Nachkriegsspielen mehr als 58.000 Zuschauer. Der Sportpark Ronhof verzeichnet einen offiziellen Rekord von 32.000, das Holstein-Stadion 30.000. Solche Zahlen liegen weit über den heutigen Kapazitäten, weil Sicherheits- und Komfortstandards damals völlig anders waren.

Warum fehlen die Alte Försterei und das Stadion am Böllenfalltor?

Beide gehören zu den traditionsreichsten deutschen Fußballstadien, sind für diese Top 10 aber bereits zu jung. Die Alte Försterei wurde 1920 eröffnet, das Darmstädter Stadion am Böllenfalltor 1921. Zehn noch bestehende Stadionstandorte aus den Jahren 1905 bis 1913 liegen nach dem gewählten Alterskriterium davor.

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