Die 10 ältesten Vasen der Welt

Die 10 ältesten Vasen der Welt

20.000 Jahre: So alt sind die frühesten heute bekannten Keramikgefäße – und damit entstanden sie rund 10.000 Jahre vor den ersten großen Städten Mesopotamiens. Wer bei einer antiken Vase an Griechen, Römer oder Ägypter denkt, beginnt die Geschichte der Keramik deshalb erstaunlich spät. Die ältesten Gefäße der Welt wurden von mobilen Jägern, Sammlern und Fischern hergestellt, lange bevor Landwirtschaft zum dominierenden Lebensmodell wurde.

Für dieses Ranking wird der Begriff „Vase“ im archäologischen Sinn als keramisches Gefäß verstanden. Die ältesten Stücke sind keine dekorativen Blumenvasen, sondern Töpfe, Schalen und Behälter, die heute meist nur noch als Scherben erhalten sind. Sortiert wird nach dem frühesten belastbaren beziehungsweise in der Fachliteratur diskutierten kalibrierten Alter des jeweiligen Fundkomplexes. Weil Radiokarbondaten Spannbreiten besitzen und einzelne frühe Datierungen umstritten sind, ist die Reihenfolge keine auf ein einzelnes Kalenderjahr exakte Rekordtabelle. Nicht aufgenommen wurden paläolithische Tonfiguren, obwohl Keramiktechnologie selbst noch deutlich älter ist. Datenstand: September 2026. Weitere archäologische und naturwissenschaftliche Rankings finden sich in der Kategorie Wissenschaft.

So wurde gewertet

Entscheidend ist das früheste wissenschaftlich publizierte Alter eines keramischen Gefäßfundes oder eindeutig gefäßbezogenen Scherbenkomplexes. Vorrang haben AMS-Radiokarbondaten an Speiseresten, organischer Magerung oder eng mit der Keramik verbundenem Material sowie gut untersuchte stratigraphische Zusammenhänge. „BP“ bedeutet „Before Present“ und verwendet konventionell das Jahr 1950 als Bezugspunkt; „cal BP“ bezeichnet kalibrierte Kalenderjahre vor 1950. Da einige Fundplätze mehrere Datierungen mit großen Spannweiten besitzen und Neubewertungen zu Verschiebungen führen können, werden Altersbereiche transparent angegeben. Ausgeschlossen sind gebrannte Tonfiguren wie jene aus Dolní Věstonice, da sie keine Gefäße sind. Mehrere Fundplätze derselben frühen Keramiktradition werden getrennt geführt, wenn eigenständige Fund- und Datierungskomplexe vorliegen.

Übersicht

  1. Xianrendong – China
  2. Miaoyan – China
  3. Yuchanyan – China
  4. Odai Yamamoto I – Japan
  5. Gotenyama – Japan
  6. Gromatukha – Russland
  7. Gasya und frühe Osipovka-Keramik – Russland
  8. Fukui-Höhle – Japan
  9. Hyakunincho – Japan
  10. Ust-Karenga – Sibirien
Rang Fundort Land Frühestes Alter Alter heute grob Gefäßtyp / Fund Besonderheit
1 Xianrendong China 20.000–19.000 cal BP ca. 20.000 Jahre Keramische Kochgefäße / Scherben Älteste weithin akzeptierte Keramikgefäße
2 Miaoyan China teils ca. 19.000–15.800 cal BP bis ca. 19.000 Jahre Handgeformte Gefäßkeramik Sehr frühe südchinesische Töpfertradition
3 Yuchanyan China 18.300–15.430 cal BP bis ca. 18.300 Jahre Mindestens zwei Gefäße Teilweise rekonstruierter konischer Topf
4 Odai Yamamoto I Japan ca. 17.200–16.200 cal BP ca. 16.500–17.000 Jahre Frühe Jōmon-Keramik Einer der frühesten japanischen Keramikkomplexe
5 Gotenyama Japan ca. 16.500–15.600 cal BP bis ca. 16.500 Jahre Tiefe Schalen / Töpfe Gefäße bei mobilen Jägern und Sammlern
6 Gromatukha Russland bis ca. 16.300 cal BP ca. 16.300 Jahre Pflanzenfaser-gemagerte Keramik Früheste Amur-Tradition
7 Gasya / Osipovka Russland um 16.000 cal BP ca. 16.000 Jahre Flachbodige Kochgefäße Fischverarbeitung am Amur
8 Fukui-Höhle Japan ca. 16.200–15.700 cal BP ca. 16.000 Jahre Frühe Jōmon-Keramik Keramik zusammen mit Mikroklingen
9 Hyakunincho Japan 15.270–14.940 cal BP ca. 15.000 Jahre Linearrelief-Keramik Direkt datierte verkohlte Rückstände
10 Ust-Karenga Russland etwa 13.800–13.000 cal BP über 13.000 Jahre Frühe sibirische Gefäßkeramik Sehr frühe Keramik weit im Landesinneren
Warum keine griechischen Vasen? Die berühmten bemalten Vasen des antiken Griechenlands sind überwiegend etwa 2.500 bis 3.000 Jahre alt. Die ersten Keramikgefäße dieses Rankings sind mehr als sechsmal so alt. Sie entstanden sogar Jahrtausende vor Landwirtschaft, Schrift, Bronzeverarbeitung und den ersten Staaten.

1. Xianrendong – Keramik aus der letzten Eiszeit

Rang: 1 Weltrekord

Die unscheinbaren Scherben aus der Xianrendong-Höhle in der chinesischen Provinz Jiangxi verschoben die Geschichte der Töpferei um mehrere Jahrtausende. Die archäologischen Schichten mit den frühesten Fragmenten wurden auf 20.000 bis 19.000 Kalenderjahre vor heute datiert. Damit gelten sie weithin als älteste bekannte Keramikgefäße der Welt. Bemerkenswert ist nicht nur ihr Alter, sondern der historische Kontext: Diese Töpfe entstanden mitten in der Endphase der letzten Eiszeit.

Ihre Hersteller waren keine sesshaften Bauern. Die Menschen von Xianrendong lebten als Jäger und Sammler. Das widerlegte die ältere Vorstellung, Keramik sei erst zusammen mit Landwirtschaft und dauerhaften Dörfern entstanden. Wahrscheinlich wurden zumindest einige Gefäße zum Erhitzen beziehungsweise Kochen von Nahrung verwendet. Damit war Keramik zunächst eine Technologie der Nahrungsverarbeitung und nicht des repräsentativen Kunsthandwerks.

Die Datierung wurde durch eine detaillierte Untersuchung der Sedimentschichten abgesichert. Forschende analysierten nicht einfach einzelne Kohlereste, sondern rekonstruierten die Ablagerungsprozesse der Höhle. Genau das macht Xianrendong stärker als manche konkurrierende Frühdatierung. Zwischen diesen Gefäßen und einer klassischen attischen Vase liegen ungefähr 17.000 Jahre – ein Zeitabstand, der fast die gesamte bekannte Geschichte komplexer Zivilisationen mehrfach umfasst.

  • Früheste Keramikschichten: etwa 20.000–19.000 cal BP
  • Fundort: Xianrendong-Höhle in Jiangxi
  • Hersteller waren spätpaläolithische Jäger und Sammler
  • Keramik entstand hier rund 10.000 Jahre vor etablierter Landwirtschaft
Fundort
Xianrendong, Provinz Jiangxi, China
Alter
20.000–19.000 cal BP
Epoche
Spätpaläolithikum
Erhaltung
Gefäßscherben
Datierung
Radiokarbon und stratigraphische Analyse
Lebensweise
Jäger und Sammler
Mögliche Nutzung
Kochen und Verarbeitung von Nahrung
Rekord
Älteste weithin anerkannte Gefäßkeramik
Forschungsergebnis
Töpferei entstand lange vor der Landwirtschaft
Quelle
Peking University

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2. Miaoyan – ein weiterer möglicher 19.000 Jahre alter Keramikkomplex

Rang: 2 Datierung diskutiert

Miaoyan in Südchina zeigt, warum eine Rangliste der ältesten Vasen nicht auf ein einzelnes Kalenderjahr genau sortiert werden kann. Für die dortige handgeformte Keramik wurden unterschiedliche Radiokarbondaten und stratigraphische Einordnungen veröffentlicht. Neuere wissenschaftliche Übersichten diskutieren für den relevanten Keramikkomplex eine mögliche Zeitspanne von ungefähr 19.000 bis 15.800 cal BP. Andere Bewertungen setzen einzelne Funde jünger an.

Gerade diese Unsicherheit macht Miaoyan archäologisch interessant. Frühe Keramik wird häufig in Höhlen gefunden, deren Sedimente über Jahrtausende von Menschen, Tieren, Wasser und natürlichen Umlagerungen beeinflusst wurden. Eine alte Kohleprobe neben einer Scherbe beweist deshalb nicht automatisch, dass beide exakt gleich alt sind. Archäologen vergleichen Datierungen mit Schichtfolge, Material und Erhaltungszustand.

Technologisch passt Miaoyan jedoch in ein größeres Muster Südchinas: dünn besiedelte Gruppen von Jägern und Sammlern experimentierten bereits am Ende des Pleistozäns mit handgeformten, relativ niedrig gebrannten Gefäßen. Rang zwei basiert auf der frühesten wissenschaftlich diskutierten Altersspanne, wird aber bewusst mit einem Unsicherheitsmarker versehen. Das unterscheidet eine archäologische Rangliste von einer Rekordliste moderner Bauwerke, deren Baujahr auf den Tag bekannt sein kann.

  • Mögliche frühe Datierung bis ungefähr 19.000 cal BP
  • Fundort in Guangxi im Süden Chinas
  • Handgeformte frühe Gefäßkeramik
  • Chronologie wegen komplexer Schichten wissenschaftlich diskutiert
Fundort
Miaoyan, Guangxi, China
Früheste diskutierte Datierung
ca. 19.000 cal BP
Datierungsbereich
je nach Bewertung etwa 19.000–15.800 cal BP
Material
gebrannter Ton
Herstellung
handgeformt
Kulturstufe
spätes Pleistozän
Lebensweise
Jäger und Sammler
Unsicherheit
komplexe Stratigraphie und unterschiedliche Datierungsansätze
Bedeutung
Teil des sehr frühen südchinesischen Keramikzentrums
Quelle
Russian Journal of Regional and Political Archaeology – Überblick zur frühesten Keramik

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3. Yuchanyan – die 18.000 Jahre alte „Vase“, die wieder zusammengesetzt wurde

Rang: 3 rekonstruiertes Gefäß

Yuchanyan kommt dem alltäglichen Bild einer „ältesten Vase“ besonders nahe. In der Höhle in Hunan fanden Archäologen Fragmente von mindestens zwei Keramikgefäßen. Ein Teil der Scherben ließ sich zu einem einfachen, konisch geformten Behälter zusammensetzen. Die Sedimente unmittelbar ober- und unterhalb der Keramik ergaben Alter um 18.000 Jahre; insgesamt ordnet die wissenschaftliche Untersuchung die Keramik in einen Bereich von 18.300 bis 15.430 cal BP ein.

Das rekonstruierte Gefäß war ungefähr 29 Zentimeter hoch. Es besaß weder die feinen Wandungen späterer Keramik noch die Bemalung antiker Kunstvasen. Seine Bedeutung liegt in der Funktion: Solche Behälter machten es möglich, Lebensmittel mit Wasser zu erhitzen, Pflanzen auszukochen oder Vorräte anders zu verarbeiten als mit Feuer, Stein und organischen Behältern.

Yuchanyan wurde besonders sorgfältig datiert. Forschende entnahmen Holzkohle und Knochenkollagen aus kleinen Abständen innerhalb der Sedimentfolge und prüften, ob das Alter mit zunehmender Tiefe konsistent zunahm. Diese Vorgehensweise reduzierte eines der größten Probleme prähistorischer Höhlenfundplätze: durchmischte Ablagerungen. Die Menschen von Yuchanyan waren dennoch keine Bauern. Die Höhle war ein Lager spätpaläolithischer Jäger und Sammler – ein weiterer Beleg dafür, dass Kochtopf und Ackerbau keineswegs gleichzeitig erfunden wurden.

  • Keramik zwischen 18.300 und 15.430 cal BP
  • Fragmente von mindestens zwei Gefäßen
  • Ein Gefäß teilweise rekonstruierbar
  • Etwa 29 cm hoher konischer Behälter
Fundort
Yuchanyan-Höhle, Hunan, China
Frühestes Alter
ca. 18.300 cal BP
Besonders gut belegter Bereich
um 18.000 Jahre
Anzahl Gefäße
Reste von mindestens 2
Rekonstruierte Höhe
ca. 29 cm
Form
konisch
Datierungsmaterial
Holzkohle und Knochenkollagen
Fundkontext
Lager von Jägern und Sammlern
Besonderheit
Eines der ältesten teilweise rekonstruierbaren Keramikgefäße
Quelle
Weizmann Institute of Science

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4. Odai Yamamoto I – Japans Keramikpioniere

Rang: 4 Jōmon-Pionier

Japan gehört neben Südchina und dem russischen Fernen Osten zu den entscheidenden Regionen für die Entstehung der Keramik. Einer der berühmtesten Fundplätze ist Odai Yamamoto I in der heutigen Präfektur Aomori. Die dort entdeckten Scherben werden ungefähr in den Bereich von 17.200 bis 16.200 cal BP eingeordnet; in der Literatur wird für den Beginn häufig ein Alter um 16.500 Jahre genannt.

Die frühen Stücke sehen noch nicht wie die spektakulär verzierten Jōmon-Gefäße späterer Jahrtausende aus. Viele Fragmente sind schlicht. Gerade das ist technologisch aufschlussreich: Die ersten Töpfer mussten zunächst kontrollieren, wie Ton vorbereitet, ein Gefäß aufgebaut, getrocknet und anschließend so erhitzt werden konnte, dass es nicht zerbrach.

Auch Odai Yamamoto verändert das klassische Bild der „neolithischen Revolution“. Die Bewohner waren noch keine Bauern im späteren Sinn. Keramik gehörte zu einer mobilen Jäger-und-Sammler-Wirtschaft und existierte zusammen mit Steinwerkzeugen. In Japan entwickelte sich daraus eine außergewöhnlich lange keramische Tradition. Der Begriff Jōmon – „Schnurmuster“ – bezieht sich auf die charakteristischen Abdrücke, die viele spätere Gefäße erhielten. Die ältesten Stücke zeigen jedoch, dass die technische Innovation zeitlich vor der berühmten dekorativen Vielfalt stand.

  • Früheste Keramik ungefähr 17.200–16.200 cal BP
  • Fundort in Nordjapan
  • Früheste Phase der japanischen Keramikentwicklung
  • Keramik entstand bei Jägern und Sammlern
Fundort
Odai Yamamoto I, Aomori, Japan
Alter
etwa 17.200–16.200 cal BP
Häufig genannter Richtwert
ca. 16.500 Jahre
Epoche
Beginn der Incipient-Jōmon-Phase
Erhaltung
Keramikscherben
Dekoration
überwiegend sehr schlicht
Wirtschaft
Jagen, Sammeln und Nutzung natürlicher Ressourcen
Bedeutung
Einer der frühesten japanischen Keramikkomplexe
Vergleich
nur wenige Jahrtausende jünger als Xianrendong
Quelle
Quaternary Science Reviews / ScienceDirect

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5. Gotenyama – tiefe Keramikschalen vor mehr als 15.000 Jahren

Rang: 5 frühe Kochkeramik

Gotenyama gehört zu einer Gruppe japanischer Fundplätze, die zeigen, dass die frühe Keramiktechnologie nicht auf einen einzigen außergewöhnlichen Ort beschränkt blieb. Für den Fundkomplex werden Daten von ungefähr 16.500 bis 15.600 cal BP angegeben. Damit überlappt Gotenyama zeitlich sowohl mit anderen frühen japanischen Fundplätzen als auch mit den frühen Keramiktraditionen am Amur.

Die Gefäßfragmente lassen sich tiefen Schalen beziehungsweise Töpfen zuordnen. Sand wurde dem Ton beigemischt, und die Gefäße wurden aus einzelnen Tonpartien aufgebaut. Solche Details sind wichtig, weil sie zeigen, dass bereits diese sehr frühen Keramikhersteller über reproduzierbare technische Verfahren verfügten. Ein brauchbares Gefäß erforderte mehr als nur Ton ins Feuer zu legen: Materialauswahl, Wandstärke, Trocknung und Brand mussten zusammenpassen.

Archäologisch besonders spannend ist die geringe Intensität der Besiedlung. Steinwerkzeuge und das Fehlen massiver dauerhafter Baustrukturen sprechen für relativ mobile Gruppen. Keramik galt früher wegen ihres Gewichts und ihrer Zerbrechlichkeit als typische Technologie sesshafter Gemeinschaften. Gotenyama und vergleichbare Fundorte zeigen dagegen, dass auch mobile Jäger und Sammler einen ausreichenden Nutzen in Töpfen sahen. Vermutlich waren die Vorteile beim Kochen bestimmter Nahrungsmittel größer als die Nachteile des Transports.

  • Datierung ungefähr 16.500–15.600 cal BP
  • Keramik in Form tiefer Gefäße
  • Ton mit mineralischen beziehungsweise sandigen Einschlüssen
  • Fundkontext spricht für relativ mobile Nutzer
Fundort
Gotenyama, Japan
Alter
ca. 16.500–15.600 cal BP
Gefäßform
tiefe Schalen / Töpfe
Material
Ton mit sandigen Einschlüssen
Herstellung
handgeformt
Nutzer
Jäger und Sammler
Siedlungsintensität
vergleichsweise gering
Technologische Bedeutung
Keramik trotz mobiler Lebensweise
Besonderheit
Teil der sehr frühen japanischen Gefäßtradition
Quelle
University of California, Merced – Forschungsübersicht

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6. Gromatukha – 16.000 Jahre alte Töpferkunst am Amur

Rang: 6 Amur-Tradition

Nicht nur China und Japan experimentierten am Ende der Eiszeit mit gebrannten Tongefäßen. Im russischen Fernen Osten entstand eine weitere der ältesten Keramiktraditionen der Menschheit. Der Fundplatz Gromatukha am mittleren Amur lieferte pflanzenfaser-gemagerte Keramik, für die einzelne direkte Datierungen bis ungefähr 16.300 cal BP reichen.

Die Pflanzenfasern im Ton waren technisch nützlich. Magerungsmaterial verändert die Eigenschaften des Rohstoffs beim Trocknen und Brennen und kann die Gefahr reduzieren, dass ein Gefäß unkontrolliert reißt. Für Archäologen bot die organische Magerung zusätzlich einen glücklichen Nebeneffekt: Sie konnte mittels AMS-Radiokarbondatierung untersucht werden. Dadurch ließ sich die Keramik zeitlich direkter einordnen als bei Funden, deren Alter ausschließlich aus benachbarter Holzkohle erschlossen wird.

Gromatukha ist außerdem deshalb wichtig, weil die frühe Keramik des mittleren Amur nicht exakt dieselbe Tradition wie die Gefäße am unteren Flusslauf darstellt. Analysen deuten auf Unterschiede in Herstellung und Nutzung hin. Während an anderen Amur-Fundplätzen Fisch und aquatische Ressourcen eine zentrale Rolle spielten, weisen Rückstände aus Gromatukha auch auf die Verarbeitung von Wiederkäuern hin. Frühe Töpfe waren also schon vor 16.000 Jahren keine Technologie mit nur einem einzigen Verwendungszweck.

  • Einzelne Datierungen reichen bis rund 16.300 cal BP
  • Fundort am mittleren Amur
  • Organische Pflanzenfasern dienten als Magerung
  • Gefäße wurden unter anderem zur Verarbeitung tierischer Nahrung genutzt
Fundort
Gromatukha, russischer Ferner Osten
Früheste Datierung
bis ca. 16.300 cal BP
Region
Mittlerer Amur
Material
Ton mit Pflanzenfasern
Datierung
unter anderem AMS an organischer Magerung
Kultur
Gromatukha-Komplex
Nutzung
Verarbeitung von Nahrungsmitteln
Rückstände
unter anderem Hinweise auf Wiederkäuer
Besonderheit
eine der ältesten unabhängigen Keramiktraditionen Nordostasiens
Quelle
Quaternary International / ScienceDirect

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7. Gasya und die Osipovka-Keramik – Kochtöpfe für eiszeitliche Fischer

Rang: 7 Fischerkultur

Am unteren Amur liegt mit Gasya einer der Schlüsselfundplätze der sogenannten Osipovka-Tradition. Zusammen mit Fundorten wie Khummi und Goncharka belegt er Keramiknutzung ungefähr 16.000 Jahre vor heute. Die frühen Gefäße unterscheiden sich in einem auffälligen Detail von vielen späteren prähistorischen Töpfen: Rekonstruktionen zeigen flache Böden, die eine stabile Aufstellung ermöglichten.

Ein rekonstruierter früher Gasya-Topf war etwa 25 bis 27 Zentimeter hoch, besaß relativ massive Wände von ungefähr 1,2 bis 1,7 Zentimetern und dürfte rund 5,5 bis 6 Liter gefasst haben. Auf den Oberflächen wurden Rußspuren erkannt. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass solche Gefäße tatsächlich am Feuer standen und nicht primär zeremonielle Objekte waren.

Neuere Rückstandsanalysen an früher Keramik vom unteren Amur weisen besonders auf aquatische Fette hin. Fischerei – vermutlich einschließlich wandernder Lachsfische und anderer Süßwasserfische – war für diese Gruppen bedeutend. Keramik eröffnete neue Möglichkeiten, fettreiche Fische auszukochen und Nährstoffe zu gewinnen. Das macht Gasya zu mehr als einem Altersrekord: Der Fund zeigt, wie eine neue Technologie direkt mit der Nutzung einer besonders ergiebigen Umweltressource verbunden gewesen sein könnte.

  • Frühe Amur-Keramik ungefähr 16.000 cal BP
  • Rekonstruierter Gasya-Topf etwa 25–27 cm hoch
  • Fassungsvermögen ungefähr 5,5–6 Liter
  • Ruß und Lipidrückstände sprechen für praktische Kochfunktionen
Fundort
Gasya, unterer Amur, Russland
Alter der Tradition
ca. 16.000 cal BP
Kulturkomplex
Osipovka
Rekonstruierte Höhe
ca. 25–27 cm
Wandstärke
ca. 1,2–1,7 cm
Volumen
ca. 5,5–6 Liter
Boden
flach
Nutzung
Kochen, besonders Verarbeitung aquatischer Ressourcen
Besonderheit
Rußspuren an sehr früher Gefäßkeramik
Quelle
University of Arizona

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8. Fukui-Höhle – Keramik trifft auf Mikroklingen-Technologie

Rang: 8 Technologiewandel

Die Fukui-Höhle auf Kyūshū ist ein außergewöhnliches Archiv des Übergangs vom japanischen Paläolithikum zur frühen Jōmon-Zeit. In den relevanten oberen spätpleistozänen Schichten taucht Keramik zusammen mit einer Steinwerkzeugtechnologie auf, die noch stark von Mikroklingen geprägt war. Datierungen aus den keramikhaltigen Schichten reichen ungefähr in den Bereich von 16.200 bis 15.700 cal BP.

Dieser Fundzusammenhang ist wissenschaftlich wertvoll, weil er den technologischen Wandel Schicht für Schicht dokumentiert. Tiefer in der Höhle liegen ältere Horizonte ohne Keramik; darüber erscheinen Tongefäße, während bestimmte ältere Steinbearbeitungstraditionen zunächst weiterbestehen. Die Erfindung beziehungsweise Übernahme der Keramik bedeutete also keinen plötzlichen Austausch sämtlicher Werkzeuge und Lebensweisen.

Das ist ein wichtiger Gegenentwurf zum alten Modell einer abrupten „neolithischen Revolution“. In Ostasien verlief der Übergang mosaikartig. Menschen konnten keramische Gefäße verwenden und gleichzeitig hochmobile Jäger und Sammler bleiben. Landwirtschaft war keine Voraussetzung. Fukui steht auf Rang acht, weil einige andere japanische und kontinentale Fundkomplexe geringfügig ältere Daten liefern. Im archäologischen Maßstab liegen sie jedoch praktisch in derselben revolutionären Phase: Innerhalb weniger Jahrtausende tauchte Keramik an weit voneinander entfernten Orten Ostasiens auf.

  • Keramikhaltige Horizonte ungefähr 16.200–15.700 cal BP
  • Fundort auf Kyūshū im Süden Japans
  • Keramik zusammen mit Mikroklingen-Technologie
  • Tiefere Schichten dokumentieren eine ältere keramiklose Phase
Fundort
Fukui-Höhle, Kyūshū, Japan
Keramikhaltige Schichten
ca. 16.200–15.700 cal BP
Epoche
spätes Pleistozän / früheste Jōmon-Entwicklung
Begleitfunde
Mikroklingen und andere Steinwerkzeuge
Gefäßmaterial
gebrannter Ton
Lebensweise
Jäger und Sammler
Stratigraphie
ältere keramiklose Horizonte darunter
Bedeutung
dokumentiert schrittweisen Technologiewandel
Vergleich
ähnlich alt wie frühe Amur-Keramik
Quelle
Quaternary International / ScienceDirect

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9. Hyakunincho – 15.000 Jahre alte Essensreste datieren den Topf

Rang: 9 direkt datiert

Der Fundplatz Hyakunincho 3-chome Nishi im heutigen Tokio zeigt eine der elegantesten Methoden zur Datierung früher Keramik. An der Innenseite eines Gefäßfragments hafteten noch winzige verkohlte organische Rückstände. Diese konnten direkt mittels Radiokarbonmethode untersucht werden und ergaben ein Alter von 15.270 bis 14.940 cal BP.

Das ist methodisch besonders wertvoll. Wird nur Holzkohle aus derselben Erdschicht datiert, muss bewiesen werden, dass Feuerrest und Keramik tatsächlich gleichzeitig abgelagert wurden. Ein angebrannter Rückstand unmittelbar auf dem Gefäß besitzt dagegen eine viel engere Verbindung zu dessen Nutzung. Stabile Kohlenstoff- und Stickstoffisotope zeigten zusätzlich, dass das verkohlte Material aus terrestrischen Pflanzen beziehungsweise Tieren stammte.

Die Scherbe gehört zur sogenannten Linearrelief-Keramik am Beginn der Incipient-Jōmon-Zeit. Diese Tradition wurde nach heutigem Forschungsstand ungefähr zwei Jahrtausende lang hergestellt und begann bereits um 16.000 Jahre vor heute. Hyakunincho liegt deshalb trotz seiner hervorragend direkten Datierung nur auf Rang neun: Andere Fundplätze besitzen ältere Keramik. Wissenschaftlich ist der Fund jedoch qualitativ besonders wichtig, weil hier nicht nur die umgebende Schicht, sondern ein Rückstand der tatsächlichen Gefäßnutzung untersucht werden konnte.

  • Direkte Datierung: 15.270–14.940 cal BP
  • Verkohlter Rückstand haftete an der Gefäßinnenseite
  • Zusätzliche Kohlenstoff- und Stickstoffisotopenanalyse
  • Teil der frühen japanischen Linearrelief-Keramik
Fundort
Hyakunincho 3-chome Nishi, Tokio, Japan
Alter
15.270–14.940 cal BP
Keramiktyp
Linearrelief-Keramik
Datierungsmaterial
verkohlter Rückstand auf der Keramik
Methode
Radiokarbondatierung
Zusatzanalyse
Kohlenstoff- und Stickstoffisotope
Rückstandsursprung
terrestrische Flora und Fauna
Kulturphase
Incipient Jōmon
Besonderheit
enge direkte Verbindung zwischen Datierung und Gefäßnutzung
Quelle
Japan Association for Quaternary Research / J-STAGE

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10. Ust-Karenga – frühe Keramik tief im sibirischen Binnenland

Rang: 10 Sibirien-Pionier

Ust-Karenga erweitert die Landkarte der frühen Töpferei weit über China, Japan und das Amurgebiet hinaus. Der Fundkomplex liegt im Transbaikal beziehungsweise östlichen Sibirien und gehört zu den ältesten bekannten Keramiktraditionen des kontinentalen Nordasiens. Radiokarbondaten an Holzkohle und organischer Magerung ordnen frühe Gefäße grob in eine Größenordnung von mehr als 13.000 Jahren ein; einzelne Kalibrierungen reichen noch weiter zurück.

Die geografische Lage ist mindestens so interessant wie das Alter. Keramik war offensichtlich nicht nur für Gruppen an produktiven Küsten oder großen Fischflüssen attraktiv. Auch im weitläufigen sibirischen Binnenland investierten Jäger und Sammler Arbeit in schwere, zerbrechliche Tongefäße. Das spricht dafür, dass Kochen, Auslassen von Fetten oder andere Formen der Nahrungsverarbeitung einen erheblichen praktischen Vorteil boten.

Im Vergleich zu Xianrendong ist Ust-Karenga mehrere Jahrtausende jünger. Dennoch existierte diese Keramik lange vor den ersten Hochkulturen des Nahen Ostens und Ägyptens. Der Fund zeigt außerdem, dass sich Töpferei in Nordasien nicht als einfache Welle von einem einzigen Ursprungsort aus erklären lässt. Forschung zu frühen Keramikzentren diskutiert mehrere regionale Innovationsräume und komplexe Ausbreitungsprozesse – ein deutlich interessanteres Bild als die Vorstellung einer einmaligen „Erfindung der Vase“.

  • Über 13.000 Jahre alte Gefäßtradition
  • Fundregion im östlichen Sibirien
  • Datierungen an Holzkohle und organischen Bestandteilen
  • Belegt sehr frühe Keramik weit außerhalb klassischer Agrargebiete
Fundort
Ust-Karenga, östliches Sibirien, Russland
Alter
grob über 13.000 Jahre
Region
Transbaikal / Vitim-Gebiet
Material
gebrannter Ton mit organischer Magerung
Datierung
Radiokarbon
Lebensweise
Jäger und Sammler
Umgebung
kontinentales Nordasien
Bedeutung
einer der frühesten sibirischen Keramikkomplexe
Besonderheit
zeigt die weite geografische Ausbreitung früher Gefäßtechnologie
Quelle
Quaternary International / ScienceDirect

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Warum sind die ältesten „Vasen“ eigentlich Kochtöpfe?

Der moderne Begriff Vase führt bei diesem Thema leicht in die Irre. Ein Gefäß muss nicht dekorativ sein und auch nicht zur Aufbewahrung von Blumen dienen. Archäologen sprechen bei den frühesten Funden allgemeiner von Keramikgefäßen. Viele waren dickwandig, grob geformt und für praktische Aufgaben vorgesehen.

Gerade das Kochen dürfte ein entscheidender Vorteil gewesen sein. Ein feuerfestes Gefäß erlaubt es, Fisch, Fleisch, Pflanzen und andere Zutaten zusammen mit Wasser zu erhitzen. Dadurch können Nährstoffe erschlossen werden, die bei direktem Rösten schwerer nutzbar sind. Fette und Brühen gehen nicht verloren, und manche harte oder bittere Pflanzen werden überhaupt erst genießbar.

Rückstandsanalysen aus Japan und vom Amur zeigen, dass frühe Töpfe tatsächlich zur Verarbeitung von Nahrungsmitteln verwendet wurden. Besonders aquatische Ressourcen spielten an mehreren Fundorten eine wichtige Rolle. Der erste große Erfolg der Töpferei war also wahrscheinlich nicht Kunst, sondern eine Verbesserung der Küche.

Keramik ist älter als die ältesten Keramikgefäße

Die Geschichte gebrannten Tons begann sogar lange vor Rang eins. In Dolní Věstonice und anderen Fundorten Mährens wurden bereits vor ungefähr 30.000 Jahren Tonfiguren gebrannt. Die berühmte Venus von Dolní Věstonice gehört zu den ältesten bekannten Keramikobjekten der Welt.

Solche Figuren fehlen in diesem Ranking bewusst, weil sie keine Behälter sind. Das technologische Wissen, Ton durch Hitze dauerhaft zu verändern, existierte damit allerdings Jahrtausende vor dem ältesten bekannten Kochtopf. Bemerkenswert ist, dass diese frühe europäische Keramiktradition offenbar wieder verschwand. Eine kontinuierliche Entwicklung vom eiszeitlichen Tonfigürchen zum Gefäß lässt sich nicht nachweisen.

Warum entstanden die ersten Töpfe nicht bei Bauern?

Das lange verbreitete Lehrbuchmodell verband Keramik eng mit Landwirtschaft und Sesshaftigkeit: Bauern benötigen Vorratsbehälter, bleiben an einem Ort und können deshalb schwere Töpfe benutzen. Xianrendong, Yuchanyan, Japan und der russische Ferne Osten zeigen jedoch, dass diese Reihenfolge nicht universell gilt.

In Ostasien verwendeten Jäger, Sammler und Fischer Keramik Jahrtausende vor der Landwirtschaft. Entscheidend könnte die intensive Nutzung saisonal reichlich verfügbarer Nahrung gewesen sein. Große Fischmengen, Nüsse oder Wildpflanzen lassen sich mit Keramik anders verarbeiten als über offenem Feuer. Damit war der Topf möglicherweise eine Antwort auf eine zunehmend komplexe Ernährung – nicht zwangsläufig auf den Ackerbau.

Wie Archäologen eine 20.000 Jahre alte Vase datieren

Gebrannter Ton selbst enthält häufig nicht genügend geeignetes Material für eine klassische Radiokarbondatierung. Deshalb untersuchen Forschende Holzkohle, Knochen oder andere organische Reste aus unmittelbar benachbarten Sedimentschichten. Besonders wertvoll sind verkohlte Speisereste direkt auf einer Scherbe oder organische Pflanzenfasern, die dem Ton bei der Herstellung beigemischt wurden.

Die Datierung allein genügt jedoch nicht. Eine Höhle kann über Jahrtausende durch Tiere, Wasser und menschliche Aktivitäten durchmischt werden. Deshalb wird die Stratigraphie untersucht: Liegen ältere Proben tatsächlich tiefer als jüngere? Passen mehrere unabhängige Messungen zusammen? Genau solche Fragen erklären, warum sich Altersangaben in der Forschung verändern können und weshalb die Rangfolge der ältesten Keramikgefäße immer eine gewisse Unsicherheit behält.

FAQ: Häufige Fragen zu den ältesten Vasen der Welt

Was ist die älteste Vase der Welt?

Als älteste bekannte Gefäßkeramik gelten derzeit Scherben aus der Xianrendong-Höhle in China, deren archäologische Kontexte auf etwa 20.000 bis 19.000 Kalenderjahre vor heute datiert wurden. Es handelt sich nicht um eine dekorative Vase im modernen Sinn, sondern um Fragmente früher Keramikgefäße.

Wie alt ist das älteste erhaltene Keramikgefäß?

Die ältesten bekannten Gefäßscherben sind ungefähr 20.000 Jahre alt. Ein besonders anschaulicher früher Fund stammt aus Yuchanyan: Dort konnten Fragmente eines ungefähr 18.000 Jahre alten konischen Gefäßes teilweise zusammengesetzt werden.

Wo wurden die ältesten Vasen gefunden?

Die ältesten bekannten Keramikgefäße konzentrieren sich auf Ostasien. Besonders wichtige Fundregionen liegen in Südchina, Japan und am Amur im russischen Fernen Osten. Etwas später erscheint sehr frühe Keramik auch in Sibirien und anderen Teilen der Alten Welt.

Sind griechische Vasen die ältesten Vasen der Welt?

Nein. Berühmte griechische Keramik ist überwiegend etwa 2.500 bis 3.000 Jahre alt. Die frühesten chinesischen Keramikgefäße sind dagegen ungefähr 20.000 Jahre alt und damit mehr als sechsmal so alt.

Was ist das älteste Keramikobjekt der Welt?

Keramikobjekte sind älter als Keramikgefäße. Gebrannte Tonfiguren aus Fundplätzen wie Dolní Věstonice in Tschechien entstanden bereits vor ungefähr 30.000 Jahren. Sie werden in dieser Liste nicht berücksichtigt, weil es sich nicht um Gefäße handelt.

Weitere Rankings aus Archäologie, Geschichte, Naturwissenschaft und Forschung gibt es in der Kategorie Wissenschaft auf Top-10-Liste.de.

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