102 Millionen internationale Ankünfte in Frankreich, 96,8 Millionen Touristen in Spanien und 60,6 Millionen internationale Ankünfte in der Türkei: Europas beliebteste Reiseziele sind längst nicht mehr nur Urlaubsorte, sondern gewaltige Wirtschafts- und Gesellschaftsfaktoren. Sie prägen Städte, Arbeitsmärkte, Verkehr, Wohnraum, Kultur und ganze Küstenregionen.
Dieses Ranking zeigt die 10 beliebtesten Reiseziele Europas nach aktuellen internationalen Besucherzahlen, touristischer Bedeutung, Übernachtungen, Einnahmen und Nachfragebreite. Bewertet wurden Länder, nicht einzelne Städte. Paris zählt also zu Frankreich, Rom zu Italien, Barcelona zu Spanien und London zum Vereinigten Königreich. Reine Binnenreisen wurden ergänzend berücksichtigt, aber nicht als Hauptkriterium gewertet. Datenstand: Juni 2026. Der Artikel gehört zur Kategorie Gesellschaft.
So wurde gewertet
Hauptkriterium sind internationale touristische Ankünfte beziehungsweise inbound visits nach aktuellen offiziellen oder anerkannten Quellen. Wo 2025-Werte belastbar veröffentlicht wurden, wurden sie bevorzugt. Wo nur 2024-Werte offiziell verfügbar sind, wurden diese verwendet und im Text gekennzeichnet. Zusätzlich flossen Übernachtungen, touristische Einnahmen, Ganzjahresnachfrage, kulturelle Strahlkraft, internationale Markenwirkung und aktuelle Belastungen durch Overtourism ein. Da Länder Besucher unterschiedlich zählen, wird die Rangfolge redaktionell eingeordnet und nicht als mathematisch perfekte Weltstatistik verstanden.
Übersicht
| Rang | Reiseziel | Aktueller Vergleichswert | Datenjahr | Top-Orte | Stärkster Reisetyp | Tourismus-Einnahmen / Nächte | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Frankreich | 102 Mio. internationale Ankünfte | 2025 | Paris, Côte d’Azur, Provence, Loire, Alpen | Kultur, Städte, Küste, Natur | 77,5 Mrd. € internationale Einnahmen | weltweit meistbesuchtes Land |
| 2 | Spanien | 96,8 Mio. internationale Touristen | 2025 | Barcelona, Madrid, Mallorca, Kanaren, Andalusien | Sonne, Inseln, Städte | 134,7 Mrd. € Ausgaben ausländischer Touristen | Europas sichtbarste Overtourism-Debatte |
| 3 | Italien | 74,97 Mio. Visitor Arrivals | 2025 | Rom, Venedig, Florenz, Toskana, Amalfiküste | Kultur, Kulinarik, Städte | starke internationale Reiseausgaben | extreme Kulturerbe-Dichte |
| 4 | Türkei | 60,6 Mio. internationale Ankünfte | 2024 | Istanbul, Antalya, Kappadokien, Ägäis | Strand, Kultur, Preis-Leistung | 56,3 Mrd. US-$ Tourism Receipts | Brücke zwischen Europa und Asien |
| 5 | Vereinigtes Königreich | 42,6 Mio. inbound visits | 2024 | London, Edinburgh, Oxford, Cornwall, Lake District | Städte, Kultur, Sprache | 32,5 Mrd. £ Ausgaben, 293 Mio. Nächte | London als globaler Tourismusmagnet |
| 6 | Griechenland | 37,98 Mio. inbound visitors | 2025 | Athen, Kreta, Santorini, Mykonos, Rhodos | Inseln, Antike, Sommerurlaub | 22,4 Mrd. € Einnahmen berichtet | Rekordwerte trotz Insel-Überlastung |
| 7 | Deutschland | 85,3 Mio. internationale Übernachtungen | 2024 | Berlin, München, Hamburg, Schwarzwald, Rhein | Städte, Messen, Kultur | 85,3 Mio. Nächte ausländischer Gäste | stark bei Geschäfts- und Städtereisen |
| 8 | Österreich | 26,2 Mio. internationale Gäste | aktuelle nationale Angabe | Wien, Tirol, Salzburg, Salzkammergut, Alpen | Alpen, Kultur, Winter | 136,9 Mio. Übernachtungen insgesamt | sehr hohe Übernachtungsintensität |
| 9 | Portugal | 19,7 Mio. ausländische Gäste | 2025 | Lissabon, Porto, Algarve, Madeira, Azoren | Städte, Küste, Kulinarik | 32,5 Mio. Gäste insgesamt | stark wachsendes Ganzjahresziel |
| 10 | Kroatien | 17,6 Mio. ausländische Touristen | 2025 | Dubrovnik, Split, Istrien, Hvar, Plitvicer Seen | Küste, Inseln, Natur | 85,6 Mio. ausländische Nächte | außergewöhnlich tourismusintensiv |
Frankreich
Rang: 1 Spitzenreiter
Frankreich ist Europas beliebtestes Reiseziel und bleibt auch weltweit die Nummer 1. Atout France nennt für 2025 rund 102 Millionen internationale Ankünfte. Damit liegt Frankreich weiterhin vor Spanien und deutlich vor allen anderen europäischen Reisezielen. Der Vorsprung entsteht nicht nur durch Paris, sondern durch eine außergewöhnliche touristische Breite: Weltstadt, Mittelmeerküste, Atlantik, Alpen, Weinregionen, Schlösser, Museen, Kulinarik und ländliche Kulturlandschaften.
Paris allein wäre bereits ein globaler Tourismusgigant. Eiffelturm, Louvre, Versailles, Montmartre, Notre-Dame und die Seine ziehen Millionen Menschen an. Frankreich besteht touristisch aber nicht nur aus der Hauptstadt. Die Côte d’Azur steht für Mittelmeer und Luxus, die Provence für Landschaft und Genuss, die Loire für Schlösser, die Normandie für Geschichte, die Alpen für Wintersport und der Südwesten für Wein, Atlantik und Dörfer.
Der entscheidende Unterschied zu Spanien ist die Vielfalt der Motive. Spanien ist stärker von Sonne, Küste und Inseln geprägt, Frankreich verteilt seine Nachfrage über Kultur-, Stadt-, Natur-, Genuss-, Transit- und Wintersporttourismus. Ein Teil der internationalen Ankünfte entsteht durch Kurzaufenthalte und Durchreisen, trotzdem bleibt die Gesamtwirkung enorm. 77,5 Milliarden Euro internationale Tourismuseinnahmen 2025 zeigen, dass Frankreich nicht nur viele Menschen anzieht, sondern touristisch auch wirtschaftlich außergewöhnlich stark bleibt.
- 102 Millionen internationale Ankünfte im Jahr 2025
- 77,5 Milliarden Euro internationale Tourismuseinnahmen
- Breitestes touristisches Angebot Europas
- Land
- Frankreich
- Internationale Ankünfte
- 102 Mio. im Jahr 2025
- Tourismus-Einnahmen
- 77,5 Mrd. Euro internationale Einnahmen 2025
- Wichtigste Reiseziele
- Paris, Côte d’Azur, Provence, Loire, Normandie, Alpen
- Stärkste Segmente
- Kulturreisen, Städtereisen, Genussreisen, Strand, Wintersport
- Hauptmärkte
- europäische Nachbarn, Nordamerika, Fernmärkte
- Aktuelle Entwicklung
- weiterhin weltweit führend nach internationalen Ankünften
- Kontroverse
- Überlastung in Paris, an Küsten und in berühmten Kulturerbe-Orten
- Warum Rang 1?
- höchste internationale Besucherzahl und größte touristische Breite Europas
- Quelle
- Atout France
Spanien
Rang: 2 Sonnenmagnet
Spanien liegt auf Platz 2 und rückt immer näher an die 100-Millionen-Marke heran. Das spanische Statistikamt INE meldet für 2025 insgesamt 96,8 Millionen internationale Touristen. Damit ist Spanien Europas stärkstes Sonnen-, Insel- und Küstenziel und zugleich eines der wichtigsten Tourismusländer der Welt. Die touristischen Ausgaben ausländischer Besucher erreichten 134,7 Milliarden Euro – deutlich mehr als in vielen Ländern mit ähnlicher oder sogar höherer Besucherzahl.
Spaniens Erfolg beruht auf einer einfachen, aber extrem starken Kombination: Klima, Küste, Fluganbindung, Hotelkapazität und internationale Bekanntheit. Mallorca, Ibiza, die Kanaren und die Costa del Sol stehen für Badeurlaub. Barcelona, Madrid, Sevilla, Valencia und Bilbao bedienen Städtereisen, Kultur und Kulinarik. Andalusien, Galicien, Asturien und Kastilien zeigen, dass Spanien weit mehr ist als Strand und Sangria.
Der zweite Platz ist aber auch ein Warnsignal. Spanien ist Europas sichtbarstes Beispiel für Overtourism. In Barcelona, Málaga, auf Mallorca und den Kanaren gibt es Proteste gegen steigende Mieten, Ferienwohnungen, Wasserverbrauch und überfüllte Innenstädte. Genau deshalb ist Spanien ein Schlüsselziel dieses Rankings: Es zeigt, wie Tourismus Wohlstand schafft und gleichzeitig soziale Konflikte verschärfen kann. Gegenüber Frankreich fehlt etwas touristische Breite, doch bei Sonne, Inseln und Ausgaben pro Jahr ist Spanien kaum zu schlagen.
- 96,8 Millionen internationale Touristen im Jahr 2025
- 134,7 Milliarden Euro Ausgaben ausländischer Touristen
- Europas stärkste Debatte über Overtourism und Ferienwohnungen
- Land
- Spanien
- Internationale Touristen
- 96,8 Mio. im Jahr 2025
- Tourismus-Ausgaben
- 134,7 Mrd. Euro durch internationale Touristen 2025
- Wichtigste Reiseziele
- Barcelona, Madrid, Mallorca, Kanaren, Andalusien, Costa del Sol
- Stärkste Segmente
- Strandurlaub, Inselurlaub, Städtereisen, Kultur, Kulinarik
- Hauptmärkte
- Vereinigtes Königreich, Frankreich, Deutschland
- Aktuelle Entwicklung
- neuer Rekord 2025, weiteres Wachstum Anfang 2026
- Kontroverse
- Overtourism, Ferienwohnungen, Wasserverbrauch und Wohnraumpreise
- Warum Rang 2?
- fast 100 Mio. internationale Touristen, aber knapp hinter Frankreich
- Quelle
- INE Spanien
Italien
Rang: 3 Kulturerbe
Italien steht auf Platz 3. CEIC weist für 2025 rund 74,97 Millionen Visitor Arrivals aus. Damit liegt Italien nach aktuellen Vergleichsdaten vor der Türkei und hinter Spanien. Der Rang ist vor allem deshalb überzeugend, weil Italien nicht nur viele Besucher anzieht, sondern weltweit eine der stärksten emotionalen Tourismusmarken besitzt: Rom, Venedig, Florenz, Toskana, Amalfiküste, Sizilien, Sardinien, Dolomiten, Mode, Wein und Küche.
Der Unterschied zu Spanien liegt im Reisetyp. Italien ist weniger ein reines Sonnenziel, sondern ein Kultur- und Sehnsuchtsland. Rom verbindet Antike, Vatikan und Barock. Venedig ist weltweit einzigartig, aber stark überlastet. Florenz steht für Renaissancekunst, Mailand für Mode und Design, Neapel für Lebensgefühl und Pompeji, die Toskana für Landschaft, Wein und Landgüter. Kaum ein anderes Land bietet eine solche Dichte an Orten, die Reisende schon vor der Ankunft aus Filmen, Kunstbüchern, Schulunterricht oder Social Media kennen.
Italien liegt vor der Türkei, weil die 2025 ausgewiesenen Visitor Arrivals höher sind. Gleichzeitig ist die Datenlage schwieriger als bei Spanien oder Frankreich, weil Ankünfte, Unterkunftsstatistiken, Grenzerhebungen und Visitor Arrivals nicht immer dasselbe messen. Redaktionell bleibt Italien dennoch klar in den Top 3: Es verbindet hohe Zahlen, starke Aufenthaltsqualität, globale Bekanntheit und eine außergewöhnliche kulturelle Tiefe. Die Schattenseite ist Overtourism in Venedig, Florenz, Rom und an der Amalfiküste.
- Rund 74,97 Millionen Visitor Arrivals im Jahr 2025
- Rom, Venedig und Florenz zählen zu Europas stärksten Kulturzielen
- Besonders hohe Dichte an Kulturerbe, Kunst, Kulinarik und Landschaft
- Land
- Italien
- Visitor Arrivals
- 74.968.015 im Jahr 2025
- Vorjahr
- 73.951.291 im Jahr 2024
- Wichtigste Reiseziele
- Rom, Venedig, Florenz, Mailand, Toskana, Amalfiküste, Sizilien
- Stärkste Segmente
- Kulturreisen, Städtereisen, Kulinarik, Küste, Kunst, Mode
- Besonderheit
- eine der stärksten Kulturtourismusmarken der Welt
- Aktuelle Entwicklung
- 2025 neuer Höchstwert in der verwendeten Datenreihe
- Kontroverse
- Venedig-Gebühren, Kreuzfahrten, Kurzzeitvermietungen, Überfüllung
- Warum Rang 3?
- höhere aktuelle Visitor Arrivals als Türkei und enorme kulturelle Markenstärke
- Quelle
- CEIC Data
Türkei
Rang: 4 Brückenland
Die Türkei erreicht Platz 4. Nach Angaben von Invest in Türkiye auf Basis des UN Tourism World Tourism Barometer verzeichnete das Land 2024 insgesamt 60,6 Millionen internationale touristische Ankünfte und 56,3 Milliarden US-Dollar internationale Tourismuseinnahmen. Damit ist die Türkei eines der größten Reiseziele Europas und zugleich ein Sonderfall: Sie liegt geografisch, kulturell und touristisch zwischen Europa und Asien.
Der touristische Kern besteht aus mehreren starken Säulen. Istanbul ist eine der faszinierendsten Metropolen der Welt und verbindet Hagia Sophia, Blaue Moschee, Bosporus, Topkapi-Palast, Basare und moderne Gastronomie. Antalya und die Türkische Riviera sind große Strand- und Resortziele. Kappadokien mit seinen Felslandschaften und Ballonfahrten gehört zu den markantesten Bildwelten des globalen Tourismus. Dazu kommen Ephesos, Pamukkale, Bodrum und die Ägäisküste.
Die Türkei steht hinter Italien, obwohl sie nach UN-Daten 2024 weltweit sehr weit oben lag, weil Italien für 2025 höhere Visitor Arrivals ausweist und im europäischen Kulturtourismus eine stärkere Traditionsmarke bleibt. Die Türkei punktet dagegen mit Preis-Leistung, Saisonlänge, Hotelkapazität und der Nähe zu mehreren Quellmärkten. Risiken sind Währungsschwankungen, Inflation und geopolitische Entwicklungen. Trotzdem ist die Türkei eines der robustesten und dynamischsten Reiseziele Europas.
- 60,6 Millionen internationale Ankünfte im Jahr 2024
- 56,3 Milliarden US-Dollar internationale Tourismuseinnahmen
- Stark bei Strandurlaub, Städtereisen, Kultur und Resorts
- Land
- Türkei
- Internationale Ankünfte
- 60,6 Mio. im Jahr 2024
- Tourismus-Einnahmen
- 56,3 Mrd. US-Dollar 2024
- Wichtigste Reiseziele
- Istanbul, Antalya, Kappadokien, Bodrum, Ephesos, Pamukkale
- Stärkste Segmente
- Strandurlaub, Städtereisen, Kultur, Gesundheitsreisen, Resorts
- Hauptmärkte
- Europa, Russland, Naher Osten, Zentralasien
- Aktuelle Entwicklung
- 2024 laut UN Tourism viertbeliebtestes Reiseziel weltweit
- Kontroverse
- Preissteigerungen, Währungsschwankungen, Abhängigkeit von Pauschalreisemärkten
- Warum Rang 4?
- sehr hohe internationale Ankünfte, aber knapp hinter Italiens aktuellem 2025-Wert
- Quelle
- Invest in Türkiye
Vereinigtes Königreich
Rang: 5 London-Faktor
Das Vereinigte Königreich steht auf Platz 5. VisitBritain nennt für 2024 insgesamt 42,6 Millionen inbound visits, 32,5 Milliarden Pfund Ausgaben und 293 Millionen Nächte. Der wichtigste Magnet ist London. Buckingham Palace, Tower Bridge, British Museum, West End, Camden, Premier League, Shopping, Popkultur und die englische Sprache machen die Hauptstadt zu einem der stärksten Städtereiseziele der Welt.
Das Land ist aber mehr als London. Edinburgh steht für Festivals, Altstadt und Schottlandbild. Oxford und Cambridge verkörpern Universitätsgeschichte. Bath ist ein Klassiker georgianischer Architektur. Cornwall, Wales, der Lake District und die Highlands bedienen Natur- und Landschaftsreisen. Dazu kommt ein enormer Film- und Literaturtourismus: Harry Potter, James Bond, Shakespeare, The Crown und historische Drehorte prägen die internationale Wahrnehmung.
Das Vereinigte Königreich liegt deutlich hinter der Türkei, weil die Besucherzahl niedriger ist. Es liegt aber vor Griechenland, weil es eine sehr starke Ganzjahresnachfrage, hohe Ausgaben pro Gast und eine globale Städtemarke besitzt. Gleichzeitig gibt es Bremsfaktoren: hohe Preise, Brexit-Folgen, Visaregeln für manche Märkte und der Wegfall steuerfreier Einkäufe für internationale Gäste. Trotzdem bleibt das UK eines der wichtigsten europäischen Reiseziele für Kultur, Sprache, Events und Städtereisen.
- 42,6 Millionen inbound visits im Jahr 2024
- 32,5 Milliarden Pfund Ausgaben internationaler Besucher
- London ist einer der größten Städtemagnete der Welt
- Land
- Vereinigtes Königreich
- Inbound Visits
- 42,6 Mio. im Jahr 2024
- Ausgaben
- 32,5 Mrd. Pfund
- Nächte
- 293 Mio. Nächte
- Wichtigste Reiseziele
- London, Edinburgh, Oxford, Cambridge, Cornwall, Lake District
- Stärkste Segmente
- Städtereisen, Kultur, Sprache, Film- und Literaturtourismus
- Aktuelle Entwicklung
- 2024 wieder klar über 40 Mio. inbound visits
- Kontroverse
- hohe Preise, Brexit-Effekte, Wettbewerbsdruck durch EU-Ziele
- Warum Rang 5?
- hohe Besucherzahl, hohe Ausgaben und weltweite Anziehungskraft Londons
- Quelle
- VisitBritain
Griechenland
Rang: 6 Inselklassiker
Griechenland erreicht Platz 6. Für 2025 wurden 37,98 Millionen inbound visitors berichtet, ein Plus gegenüber 2024. Das Land gehört zu den emotional stärksten Reisezielen Europas: Athen, Kreta, Santorini, Mykonos, Rhodos, Korfu, Zakynthos, die Kykladen und die griechische Küche bilden eine Urlaubsmarke, die weltweit sofort funktioniert.
Griechenlands Stärke liegt in der Verbindung von Antike und Inselurlaub. Athen bietet Akropolis, Museen und urbane Dynamik. Kreta verbindet Strände, Geschichte und Gebirge. Santorini und Mykonos sind globale Bilderbuchziele, aber auch Symbole für Luxus, Social Media und Überfüllung. Rhodos, Korfu und die Ionischen Inseln bedienen klassische Sommerreisen, während kleinere Inseln zunehmend als ruhigere Alternativen vermarktet werden.
Griechenland liegt hinter dem Vereinigten Königreich, weil die Zahl der visits geringer ist und der Tourismus stärker saisonal konzentriert bleibt. Dafür ist die emotionale Reiseentscheidung oft stärker: Viele Gäste reisen nicht nur „nach Griechenland“, sondern suchen ein bestimmtes Lebensgefühl aus Meer, Licht, Essen, Geschichte und Inselarchitektur. Die Kehrseite sind Overtourism, Wasserknappheit, Kreuzfahrtdruck und Wohnraumprobleme in Athen. Griechenland bleibt eines der beliebtesten Reiseziele Europas, muss seinen Erfolg aber stärker über Qualität, Saisonverlängerung und regionale Verteilung steuern.
- 37,98 Millionen inbound visitors im Jahr 2025
- Stark bei Inselurlaub, Antike, Strand und Kulinarik
- Wachsende Belastung auf Santorini, Mykonos und in Athen
- Land
- Griechenland
- Inbound Visitors
- 37,98 Mio. im Jahr 2025
- Vorjahr
- 35,95 Mio. im Jahr 2024
- Tourismus-Einnahmen
- 22,4 Mrd. Euro laut Bericht
- Wichtigste Reiseziele
- Athen, Kreta, Santorini, Mykonos, Rhodos, Korfu
- Stärkste Segmente
- Inselurlaub, Antike, Kreuzfahrten, Strand, Kulinarik
- Aktuelle Entwicklung
- Rekordjahr 2025 mit weiterem Wachstum
- Kontroverse
- Overtourism auf Inseln, Kurzzeitvermietungen, Wasserknappheit
- Warum Rang 6?
- sehr starke Weltmarke und fast 38 Mio. Besucher, aber saisonaler als UK
- Quelle
- Euronews / Bank of Greece
Deutschland
Rang: 7 Städte & Messen
Deutschland steht auf Platz 7. Die Deutsche Zentrale für Tourismus nennt für 2024 insgesamt 85,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste. Nach internationalen Ankunftszahlen liegt Deutschland in der Größenordnung von rund 37 Millionen Besuchen und damit nahe an Griechenland. Für dieses Ranking ist Deutschland besonders interessant, weil es touristisch anders funktioniert als klassische Mittelmeerziele.
Der deutsche Tourismus ist stark bei Städten, Messen, Kultur, Geschäftsreisen und Natur. Berlin zieht mit Geschichte, Nachtleben, Museen und Kreativszene. München profitiert von Oktoberfest, Alpenzugang und bayerischer Marke. Hamburg bietet Hafen, Musicals und Elbe. Frankfurt ist Messe-, Finanz- und Flughafendrehkreuz. Dazu kommen Rhein, Schwarzwald, Ostsee, Nordsee, Schlösser, Fachwerkstädte und Weihnachtsmärkte.
Deutschland liegt hinter Griechenland, weil die emotionale Ferienmarke international weniger stark ist und Sonne-Strand-Reisen keine Hauptrolle spielen. Dafür ist Deutschland ganzjähriger und krisenfester. Geschäftsreisen, Messen und Städtereisen verteilen sich stärker über das Jahr. Außerdem spielt der Binnenmarkt eine enorme Rolle, wird in internationalen Statistiken aber nicht als inbound tourism erfasst. Der gesellschaftliche Wert des Tourismus zeigt sich hier besonders in Städten, Kulturinstitutionen, Messewirtschaft und Regionen mit Naturtourismus.
- 85,3 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste im Jahr 2024
- Stark bei Städtereisen, Messen, Kultur und Natururlaub
- Weniger saisonabhängig als viele Mittelmeerziele
- Land
- Deutschland
- Internationale Übernachtungen
- 85,3 Mio. im Jahr 2024
- Wichtigste Quellmärkte
- Niederlande, USA, Schweiz, Vereinigtes Königreich, Österreich
- Wichtigste Reiseziele
- Berlin, München, Hamburg, Frankfurt, Köln, Schwarzwald, Rhein
- Stärkste Segmente
- Städtereisen, Messen, Kultur, Natur, Geschäftsreisen
- Besonderheit
- starker Mix aus Freizeit- und Geschäftstourismus
- Aktuelle Entwicklung
- internationale Übernachtungen weiter in Richtung Vor-Pandemie-Niveau
- Kontroverse
- hohe Preise in Messezeiten, Fachkräftemangel, regionale Überlastung
- Warum Rang 7?
- hohe internationale Nachfrage, aber weniger klassische Ferienmarke als Griechenland
- Quelle
- Deutsche Zentrale für Tourismus
Österreich
Rang: 8 Alpenklassiker
Österreich steht auf Platz 8 und ist eines der tourismusintensivsten Länder Europas. Die nationale Tourismusstatistik nennt rund 39,8 Millionen Gäste, darunter 26,2 Millionen internationale Touristen, sowie 136,9 Millionen Übernachtungen. Diese Relation ist wichtig: Österreich hat weniger Gäste als Deutschland oder Griechenland, aber sehr viele Übernachtungen pro Einwohner und eine außergewöhnlich starke regionale Tourismuswirtschaft.
Der touristische Kern ist klar: Alpen, Winter, Natur, Kultur und Städte. Wien ist ein europäischer Städtereiseklassiker mit Habsburgergeschichte, Museen, Kaffeehauskultur und Musik. Tirol, Salzburg, Vorarlberg und Kärnten prägen den Alpenurlaub. Im Winter dominieren Skigebiete, im Sommer Wandern, Seen, Radfahren und Kulturfestivals. Das Salzkammergut, die Wachau und Salzburg verbinden Landschaft und Kultur besonders stark.
Österreich liegt hinter Deutschland, weil die internationale Gesamtzahl niedriger ist. Es liegt aber vor Portugal, weil die internationale Gästezahl höher und die Übernachtungsintensität außergewöhnlich stark ist. Die größte Zukunftsfrage ist der Klimawandel. Schneesicherheit, Verkehr in Alpentälern, Zweitwohnsitze und steigende Preise verändern viele Regionen. Österreich muss deshalb stärker auf Ganzjahrestourismus, Bahnreise, Kultur, Wellness und nachhaltige Bergangebote setzen. Als europäisches Reiseziel bleibt es dennoch ein Klassiker.
- 26,2 Millionen internationale Touristen
- 136,9 Millionen Übernachtungen insgesamt
- Stark bei Alpenurlaub, Wintersport, Wien und Kultur
- Land
- Österreich
- Internationale Touristen
- 26,2 Mio.
- Gäste insgesamt
- 39,8 Mio.
- Übernachtungen
- 136,9 Mio.
- Wichtigste Reiseziele
- Wien, Tirol, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Salzkammergut
- Stärkste Segmente
- Wintersport, Wandern, Städte, Kultur, Wellness
- Hauptmärkte
- Deutschland, Österreich, Niederlande
- Kontroverse
- Klimawandel im Skitourismus, Verkehr, Zweitwohnsitze
- Warum Rang 8?
- hohe internationale Gästezahl und sehr starke Übernachtungsintensität
- Quelle
- Bundesministerium Österreich
Portugal
Rang: 9 Aufsteiger
Portugal belegt Platz 9 und gehört zu den großen Gewinnern des europäischen Tourismusbooms. Turismo de Portugal meldet für 2025 insgesamt 32,5 Millionen Gäste, davon 19,7 Millionen aus dem Ausland. Das Land ist kleiner als Frankreich, Spanien oder Italien, hat aber eine sehr starke Marke aufgebaut: Lissabon, Porto, Algarve, Madeira, Azoren, Surfküste, Weinregionen und historische Städte ergänzen sich zu einem vielseitigen Angebot.
Der Erfolg beruht auf mehreren Faktoren. Portugal gilt als sicher, gastfreundlich, gut erreichbar und klimatisch angenehm. Lissabon wurde zu einem der beliebtesten Städtereiseziele Europas. Porto verbindet Altstadt, Douro und Wein. Die Algarve bleibt ein Klassiker für Sonne und Strand. Madeira und die Azoren stärken Portugal als Natur- und Ganzjahresziel. Dazu kommen Surfen, Kulinarik und ein im Vergleich zu vielen westeuropäischen Ländern lange attraktives Preisniveau.
Portugal steht hinter Österreich, weil die Zahl ausländischer Gäste niedriger ist. Im Vergleich zu Kroatien ist Portugal aber breiter aufgestellt: Städte, Küste, Inseln, Natur, Wein, Surfen und Kulinarik ziehen unterschiedliche Zielgruppen an. Der Erfolg hat jedoch Nebenwirkungen. In Lissabon und Porto haben Ferienwohnungen, internationale Nachfrage und digitale Nomaden den Wohnungsmarkt stark verändert. Portugal zeigt damit, wie ein Reiseziel wirtschaftlich profitieren und zugleich sozial unter Druck geraten kann.
- 19,7 Millionen ausländische Gäste im Jahr 2025
- 32,5 Millionen Gäste insgesamt
- Stark bei Städtereisen, Küste, Inseln, Natur und Kulinarik
- Land
- Portugal
- Ausländische Gäste
- 19,7 Mio. im Jahr 2025
- Gäste insgesamt
- 32,5 Mio. im Jahr 2025
- Wichtigste Reiseziele
- Lissabon, Porto, Algarve, Madeira, Azoren, Douro
- Stärkste Segmente
- Städtereisen, Strand, Surfen, Kulinarik, Natur, Inselurlaub
- Aktuelle Entwicklung
- Wachstum bei Gästen, Übernachtungen und Tourismuseinnahmen
- Besonderheit
- starkes Ganzjahrespotenzial durch mildes Klima
- Kontroverse
- Wohnraumdruck in Lissabon und Porto, Ferienwohnungen, Preissteigerungen
- Warum Rang 9?
- stark wachsendes, vielseitiges Ziel mit fast 20 Mio. ausländischen Gästen
- Quelle
- Turismo de Portugal
Kroatien
Rang: 10 Adria-Star
Kroatien schließt die Top 10 ab. Das kroatische Statistikamt meldet für 2025 insgesamt 17,6 Millionen ausländische Touristen und 85,6 Millionen ausländische Übernachtungen. Für ein Land mit weniger als vier Millionen Einwohnern ist das enorm. Kroatien ist damit eines der tourismusintensivsten Reiseziele Europas. Die Adria, Inseln, historische Städte und Nationalparks bilden eine sehr klare touristische Identität.
Dubrovnik ist das bekannteste Symbol – durch seine Altstadt, Kreuzfahrttourismus und Film- beziehungsweise Serien-Tourismus. Split, Zadar, Rovinj, Hvar, Korčula, Istrien und die Plitvicer Seen zeigen, dass Kroatien mehr ist als Badeurlaub. Besonders stark ist das Land bei Küstenurlaub, Segeln, Camping, Inselhopping und Naturerlebnissen. Rovinj und Dubrovnik lagen 2025 bei den touristischen Nächten an der Spitze.
Kroatien steht hinter Portugal, weil die absolute Zahl ausländischer Gäste etwas niedriger ist und der Tourismus stärker auf Adria und Sommermonate konzentriert bleibt. Gleichzeitig ist die Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft und regionale Entwicklung außergewöhnlich hoch. Das ist Chance und Risiko zugleich. Dubrovnik kämpft mit Kreuzfahrtandrang, Inseln mit saisonaler Überlastung, und viele Regionen versuchen, den Tourismus stärker in Vor- und Nachsaison zu verlagern. Kroatien bleibt aber eines der beliebtesten europäischen Reiseziele für Meer, Altstädte und Natur.
- 17,6 Millionen ausländische Touristen im Jahr 2025
- 85,6 Millionen Übernachtungen ausländischer Gäste
- Sehr hohe Tourismusintensität im Verhältnis zur Einwohnerzahl
- Land
- Kroatien
- Ausländische Touristen
- 17,6 Mio. im Jahr 2025
- Ausländische Übernachtungen
- 85,6 Mio. im Jahr 2025
- Wichtigste Reiseziele
- Dubrovnik, Split, Istrien, Hvar, Zadar, Plitvicer Seen
- Stärkste Segmente
- Küstenurlaub, Inselhopping, Segeln, Camping, Natur
- Besonderheit
- ausländische Gäste stellen den Großteil der touristischen Nächte
- Aktuelle Entwicklung
- 2025 weiteres Wachstum bei ausländischen Ankünften und Nächten
- Kontroverse
- Kreuzfahrttourismus, Sommerüberlastung, hohe Abhängigkeit vom Tourismus
- Warum Rang 10?
- sehr hohe internationale Nachfrage und starke Adria-Marke, aber kleiner als Portugal
- Quelle
- Croatian Bureau of Statistics
FAQ – Fragen zu Europas beliebtesten Reisezielen
Welches ist das beliebteste Reiseziel Europas?
Frankreich ist nach internationalen Ankünften das beliebteste Reiseziel Europas und zugleich das meistbesuchte Land der Welt. Für 2025 nennt Atout France rund 102 Millionen internationale Ankünfte.
Warum liegt Spanien nicht auf Platz 1?
Spanien erreichte 2025 mit 96,8 Millionen internationalen Touristen einen Rekordwert. Frankreich liegt nach aktuellen Angaben aber weiterhin darüber und hat eine breitere Mischung aus Städte-, Kultur-, Natur-, Küsten-, Genuss- und Durchreisetourismus.
Warum steht Italien vor der Türkei?
Italien wird in der verwendeten 2025-Datenreihe mit rund 74,97 Millionen Visitor Arrivals geführt. Die Türkei liegt nach UN-Tourismusdaten 2024 bei 60,6 Millionen internationalen Ankünften. Wegen unterschiedlicher Zählweisen wird die Datenbasis im Artikel ausdrücklich eingeordnet.
Sind Paris, Rom oder Barcelona eigene Reiseziele?
Ja, aber dieses Ranking bewertet Länder. Paris zählt zu Frankreich, Rom zu Italien und Barcelona zu Spanien. Ein separates Ranking der beliebtesten Städtereiseziele Europas würde anders aussehen.
Was bedeutet Overtourism?
Overtourism beschreibt Situationen, in denen zu viele Besucher gleichzeitig ein Ziel belasten. Folgen können steigende Mieten, überfüllte Innenstädte, Verkehrsprobleme, Umweltbelastung und Konflikte mit Einheimischen sein.







