Die 10 berühmtesten Hexen

Die 10 berühmtesten Hexen

Welche Hexen sind weltweit am berühmtesten? Diese Top 10 bewertet Bekanntheit, kulturelle Wirkung, literarische Bedeutung und Wiedererkennungswert. Enthalten sind mythologische Zauberinnen, literarische Hexen, historische Opfer von Hexereivorwürfen und moderne Popkultur-Figuren.

Übersicht

  1. Circe
  2. Medea
  3. Baba Yaga
  4. Morgan le Fay
  5. Die Hexe von Endor
  6. Die Böse Hexe des Westens
  7. Die drei Hexen aus Macbeth
  8. Hermione Granger
  9. Tituba
  10. Jeanne d’Arc
Rang Name Herkunft Typ Berühmt durch Besonderheit
1 Circe Griechische Mythologie Zauberin Homers Odyssee verwandelt Männer in Tiere
2 Medea Griechische Mythologie Zauberin Argonautensage und Euripides Liebe, Magie und Rache
3 Baba Yaga Slawische Folklore Märchenhexe Volksmärchen lebt in einer Hütte auf Hühnerbeinen
4 Morgan le Fay Artussage Fee/Zauberin mittelalterliche Romane Heilerin, Gestaltwandlerin und Gegenspielerin
5 Die Hexe von Endor Biblische Überlieferung Totenbeschwörerin 1. Buch Samuel ruft den Geist Samuels für König Saul
6 Die Böse Hexe des Westens US-Literatur/Film Fantasy-Hexe Der Zauberer von Oz eine der bekanntesten Filmhexen
7 Die drei Hexen aus Macbeth Shakespeare Prophetische Hexen Macbeth lösen mit ihren Prophezeiungen Macbeths Fall aus
8 Hermione Granger Harry Potter moderne Zauberschülerin Romane und Filme Symbol für Wissen, Mut und Freundschaft
9 Tituba Salem historisch Beschuldigte Hexenprozesse von Salem eine der ersten Beschuldigten und Geständigen
10 Jeanne d’Arc Frankreich historisch Angeklagte Prozess wegen Häresie und Hexerei später heiliggesprochen

Circe

Rang: 1

Circe ist vielleicht die einflussreichste Zauberin der westlichen Literaturgeschichte. In der griechischen Mythologie begegnet sie Odysseus auf der Insel Aiaia und wird berühmt durch eine Szene, die bis heute sofort verständlich ist: Sie verwandelt Männer in Schweine. Genau dieses Motiv machte sie zur Urform der gefährlichen, verführerischen und zugleich hochgebildeten Hexe. Circe ist keine einfache Märchenbösewichtin. Sie ist göttlicher Herkunft, kennt Kräuter, Tränke, Zaubersprüche und die Macht der Täuschung. Zugleich ist sie Gastgeberin, Liebende, Lehrerin und Grenzfigur zwischen menschlicher Welt, Tierwelt und göttlicher Sphäre. Diese Vieldeutigkeit erklärt ihren Rang. Sie steht nicht nur für Magie, sondern auch für die Angst vor Kontrollverlust: Männer verlieren bei ihr ihre Gestalt, ihre Sprache, ihren Status und ihre Selbstsicherheit. In späteren Jahrhunderten wurde Circe immer wieder neu gelesen – als Verführerin, als unabhängige Frau, als dämonische Magierin oder als missverstandene Außenseiterin. Moderne Romane und Interpretationen haben sie zusätzlich aus der Rolle der bloßen Gefahr befreit und stärker als eigene Hauptfigur sichtbar gemacht. Ihre Berühmtheit reicht von antiker Epik über Renaissancekunst bis zur Gegenwart. Kaum eine Hexenfigur hat so früh ein so dauerhaftes Bild geprägt: die Frau, deren Wissen über Natur, Körper und Verwandlung größer ist als die Sicherheit der Helden.

  • Circe ist vor allem aus Homers Odyssee bekannt.
  • Ihr berühmtestes Motiv ist die Verwandlung von Männern in Schweine.
  • Sie verbindet göttliche Herkunft, Kräuterkunde, Verführung und Verwandlungsmagie.
Ursprung
Griechische Mythologie
Bekanntestes Werk
Odyssee
Quelle
Britannica

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Medea

Rang: 2

Medea ist eine der mächtigsten und zugleich verstörendsten Zauberinnen der Antike. In der Argonautensage hilft sie Jason, das Goldene Vlies zu gewinnen, nutzt ihr Wissen über Magie, Heilkunst und Täuschung und verlässt für ihn ihre Heimat. Doch ihre Geschichte endet nicht als Liebesroman, sondern als Tragödie aus Verrat, Exil, Rache und Gewalt. Gerade diese Mischung macht Medea so berühmt. Sie ist nicht nur „die Hexe“, sondern eine Figur, die zwischen Opfer und Täterin, Fremder und Königin, Liebender und Rächerin schwankt. Euripides machte sie in seiner Tragödie zu einer der komplexesten Frauenfiguren der Weltliteratur. Ihre Zauberkraft ist dabei mehr als ein dekoratives Detail: Sie gibt ihr Handlungsmacht in einer Welt, in der Frauen und Fremde politisch schwach sind. Gleichzeitig macht diese Macht sie furchteinflößend. Medea kann helfen, heilen, schützen und zerstören. Sie verkörpert die Angst vor einer Frau, die nicht mehr gehorcht, nicht vergisst und nicht bereit ist, die Demütigung still zu tragen. In der Kulturgeschichte wurde sie immer wieder neu gedeutet – als Monster, als Verratene, als Fremde in einer feindlichen Gesellschaft oder als radikale Gegenfigur zur passiven Heldin. Ihr Platz so weit oben ist verdient, weil kaum eine andere Zauberin so lange, so intensiv und so widersprüchlich diskutiert wurde.

  • Medea hilft Jason in der Sage um das Goldene Vlies.
  • Sie gilt in der Mythologie als Zauberin und Frau von göttlicher Abstammung.
  • Euripides machte sie zur zentralen Figur einer berühmten Tragödie.
Ursprung
Griechische Mythologie
Zentrales Motiv
Magie, Liebe, Verrat und Rache
Quelle
Britannica

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Baba Yaga

Rang: 3

Baba Yaga ist die berühmteste Hexe der slawischen Märchenwelt und eine der eindrucksvollsten Figuren der internationalen Folklore. Schon ihr Umfeld ist unvergesslich: Sie lebt in einer Hütte, die auf Hühnerbeinen steht, bewegt sich in einem Mörser fort, verwischt ihre Spuren und erscheint mal als grausame Bedrohung, mal als schwierige Helferin. Diese Ambivalenz macht sie stärker als viele eindeutig böse Märchenhexen. Baba Yaga ist nicht einfach eine Gegnerin, die besiegt werden muss. Sie prüft, erschreckt, verschlingt, warnt, belohnt und zwingt Heldinnen und Helden, klug zu handeln. Wer respektlos, faul oder töricht ist, gerät in Gefahr; wer Mut, Höflichkeit und Einfallsreichtum zeigt, kann von ihr Wissen oder magische Hilfe erhalten. Damit steht Baba Yaga für eine alte Vorstellung von Wildnis und Schwellenräumen: Sie lebt am Rand der menschlichen Ordnung, im Wald, dort, wo Regeln unsicher werden. Ihre Hässlichkeit, Macht und Unberechenbarkeit machten sie zu einer Ikone der Hexendarstellung. Gleichzeitig wird sie heute häufig feministischer und psychologischer gelesen: als ältere Frau, die sich keiner höfischen Schönheit, keiner Mutterrolle und keiner männlichen Kontrolle unterordnet. Ihr dritter Platz ergibt sich aus ihrer enormen Wiedererkennbarkeit. Die Hütte auf Hühnerbeinen, der Mörser, der Wald und die gefährliche Prüfung gehören zu den stärksten Bildern, die je mit einer Hexe verbunden wurden.

  • Baba Yaga stammt aus slawischen Volksmärchen.
  • Ihre Hütte auf Hühnerbeinen gehört zu den bekanntesten Motiven der Folklore.
  • Sie kann Gegnerin, Prüferin oder sogar Helferin sein.
Ursprung
Slawische Folklore
Typisches Motiv
Waldhexe, Prüfung und magische Hütte
Quelle
Britannica

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Morgan le Fay

Rang: 4

Morgan le Fay gehört zu den faszinierendsten Gestalten der Artussage, weil sie nicht in eine einfache Kategorie passt. Sie ist Fee, Heilerin, Zauberin, Schwester oder Halbschwester König Arthurs, Gegenspielerin, Verführerin und manchmal sogar Retterin. In frühen Überlieferungen erscheint sie stärker als heilkundige, übernatürliche Frau von Avalon; spätere mittelalterliche Romane machten sie zunehmend zur gefährlichen Intrigantin. Genau diese Wandelbarkeit machte sie berühmt. Morgan ist keine Märchenhexe, die nur Kinder erschreckt, sondern eine politische und magische Figur in einer Welt von Rittern, Königen, Liebesverrat und höfischer Macht. Ihre Magie kann heilen, täuschen, verwandeln und kontrollieren. Sie steht damit für eine Form weiblicher Macht, die in der Artuswelt zugleich gebraucht und gefürchtet wird. Besonders spannend ist ihr Verhältnis zu Arthur und Guinevere: Morgan gehört zur königlichen Ordnung und unterläuft sie zugleich. Sie kennt die Spielregeln des Hofes, aber sie bewegt sich auch außerhalb von ihnen. In modernen Adaptionen wurde sie mal als Schurkin, mal als tragische Außenseiterin, mal als souveräne Zauberin erzählt. Ihr Platz auf Rang vier ergibt sich aus ihrer langen literarischen Karriere. Vom Mittelalter bis zu Fantasyromanen, Filmen, Serien und Spielen bleibt Morgan le Fay eine der bekanntesten Namen, wenn es um mächtige Zauberinnen und ambivalente Hexenfiguren geht.

  • Morgan le Fay stammt aus der Artussage.
  • Sie erscheint je nach Überlieferung als Heilerin, Fee, Zauberin oder Gegenspielerin.
  • Avalon, Gestaltwandel und höfische Intrige gehören zu ihren zentralen Motiven.
Ursprung
Arthurische Literatur
Rolle
Zauberin, Fee und ambivalente Machtfigur
Quelle
Britannica

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Die Hexe von Endor

Rang: 5

Die Hexe von Endor ist eine der ältesten und einflussreichsten Hexenfiguren der religiösen Überlieferung. In der hebräischen Bibel wird sie von König Saul aufgesucht, obwohl dieser zuvor Totenbeschwörer und Wahrsager aus dem Land verbannt hatte. Saul befindet sich in einer verzweifelten Lage und sucht Rat vor dem Kampf gegen die Philister. Die Frau von Endor ruft daraufhin den Geist des Propheten Samuel herauf. Gerade diese Szene machte sie berühmt: Eine verbotene Frau, eine nächtliche Begegnung, ein König in Verkleidung und eine Botschaft aus dem Totenreich. Sie ist weniger eine Märchenhexe als eine Grenzfigur zwischen Religion, Politik, Nekromantie und Angst vor dem Jenseits. Ihr Ruf beruht nicht auf vielen Abenteuern, sondern auf einer einzigen, äußerst starken Episode. In der Kulturgeschichte wurde sie immer wieder dargestellt, kommentiert und theologisiert. War sie Betrügerin, Medium, Zauberin, Sünderin oder Werkzeug einer göttlichen Botschaft? Genau diese Unsicherheit macht sie so dauerhaft interessant. Sie zeigt, dass Hexenbilder nicht erst in europäischen Märchen entstanden, sondern tief in religiösen und politischen Erzählungen verwurzelt sind. Ihr fünfter Rang erklärt sich aus ihrer historischen Tiefe: Wer über Hexerei, Totenbeschwörung und verbotene weibliche Macht in der westlichen Tradition spricht, kommt an der Hexe von Endor kaum vorbei.

  • Die Hexe von Endor erscheint im 1. Buch Samuel.
  • König Saul sucht sie auf, um den Geist Samuels befragen zu lassen.
  • Sie wurde zu einer Schlüsselfigur für Vorstellungen von Nekromantie.
Ursprung
Hebräische Bibel
Zentrales Motiv
Totenbeschwörung und verbotene Beratung eines Königs
Quelle
Britannica

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Die Böse Hexe des Westens

Rang: 6

Die Böse Hexe des Westens ist die wahrscheinlich bekannteste Filmhexe der Popkultur. Ihren Ursprung hat sie in L. Frank Baums Oz-Welt, doch ihre globale Ikonenform erhielt sie durch den Film The Wizard of Oz von 1939. Grünes Gesicht, spitzer Hut, Besen, bedrohliches Lachen und der Kampf gegen Dorothy: Diese Elemente wurden zu einem Bild, das bis heute sofort als „Hexe“ erkennbar ist. Interessant ist, dass sie im Film weniger vielschichtig ist als mythologische Figuren wie Circe oder Medea, aber ihre visuelle Wirkung ist gewaltig. Sie wurde zum Muster der bösen Hexe in Halloween-Kostümen, Parodien, Kinderbüchern, Musicals und Werbung. Spätere Werke wie Wicked haben die Figur umgedeutet und gefragt, ob die angeblich böse Hexe vielleicht nur von der Siegergeschichte falsch dargestellt wurde. Dadurch gewann sie zusätzliche kulturelle Tiefe. Ihr Name ist untrennbar mit der Frage verbunden, wie Bösewichte entstehen und wer eigentlich bestimmt, wer „böse“ ist. Im Ranking steht sie auf Platz sechs, weil ihre Bekanntheit enorm ist, auch wenn ihre mythologische Tiefe geringer ausfällt als bei den älteren Figuren. Kaum ein einzelnes Hexenbild hat das moderne Aussehen der Hexe so stark geprägt: grün, kantig, theatralisch, laut und unvergesslich. Sie ist Popkultur in Reinform.

  • Die Figur wurde durch The Wizard of Oz weltweit berühmt.
  • Ihr grünes Gesicht und der spitze Hut prägten das moderne Hexenbild.
  • Wicked machte aus der Schurkin später eine tragischere Figur.
Ursprung
Oz-Literatur und Hollywoodfilm
Bekanntestes Motiv
grüne Hexe mit Besen und spitzem Hut
Quelle
Library of Congress

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Die drei Hexen aus Macbeth

Rang: 7

Die drei Hexen aus Shakespeares Macbeth gehören zu den berühmtesten Hexengruppen der Theatergeschichte. Sie sind keine ausführlich psychologisierten Figuren, sondern erscheinen wie Stimmen eines dunklen Schicksals. Mit ihren Prophezeiungen setzen sie Macbeths Ehrgeiz in Bewegung und geben dem Stück eine Atmosphäre von Unsicherheit, Versuchung und moralischem Verfall. Ihre Macht liegt nicht darin, dass sie Macbeth direkt zwingen. Sie sagen etwas voraus, das er hören will, und genau dadurch wird er gefährlich. Diese Form von Hexerei ist besonders raffiniert: Die Hexen öffnen eine Möglichkeit, aber Macbeth entscheidet selbst, sie blutig zu verfolgen. Sprachlich sind sie unvergesslich, weil Shakespeare ihnen rätselhafte, rhythmische, beschwörende Sätze gab. Schon ihr Auftreten am Anfang des Stücks signalisiert, dass Ordnung und Natur aus dem Gleichgewicht geraten. Die drei Hexen sind zudem eng mit der Hexenangst der frühen Neuzeit verbunden. Zur Zeit Shakespeares waren Hexenprozesse und dämonologische Debatten keine bloße Fantasie, sondern Teil politischer und religiöser Wirklichkeit. Deshalb wirkten sie auf das zeitgenössische Publikum besonders stark. Im Ranking stehen sie auf Platz sieben, weil sie als Gruppe berühmter sind als viele Einzelhexen. Ihre Kulturwirkung reicht vom Theater über Oper, Film und Popmusik bis zu Schulunterricht und Alltagszitaten. Sie verkörpern die Hexe als Stimme der Versuchung: halb Prophetin, halb Falle.

  • Die drei Hexen eröffnen Shakespeares Macbeth.
  • Ihre Prophezeiungen befeuern Macbeths Ehrgeiz und Gewaltweg.
  • Sie gehören zu den bekanntesten Hexenfiguren des Welttheaters.
Ursprung
William Shakespeares Macbeth
Rolle
Prophetische Hexen und Auslöser moralischer Versuchung
Quelle
British Library

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Hermione Granger

Rang: 8

Hermione Granger ist die berühmteste moderne Hexe der Jugendliteratur und ein Gegenbild zu vielen älteren Hexenklischees. Sie ist nicht alt, böse, dämonisch oder geheimnisvoll am Rand der Gesellschaft. Sie ist eine Schülerin, Freundin, Denkerin und Kämpferin. In der Harry-Potter-Reihe steht Hermione für Wissen, Fleiß, Mut und moralische Klarheit. Ihre Magie ist nicht nur angeborenes Talent, sondern auch Ergebnis harter Arbeit. Genau das machte sie für Millionen Leserinnen und Leser so wichtig: Sie zeigt, dass Klugheit heldenhaft sein kann. Während Harry oft im Zentrum der Handlung steht, löst Hermione viele Probleme durch Recherche, Erinnerung, Analyse und Entschlossenheit. Sie bricht Regeln, wenn es notwendig ist, bleibt aber tief von Gerechtigkeit geprägt. Besonders bedeutsam ist ihre Rolle als „Muggle-born“: Sie kommt nicht aus einer alten Zaubererfamilie und muss sich gegen Vorurteile behaupten. Dadurch wurde sie zu einer Figur über Bildung, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung. Im Ranking steht sie auf Platz acht, weil ihre historische Tiefe natürlich geringer ist als bei Circe oder Baba Yaga, ihre aktuelle Bekanntheit aber enorm ist. Für eine ganze Generation ist Hermione die Hexe, die das Bild der Hexe verändert hat: nicht als Schreckgestalt, sondern als intelligente, loyale und mutige Heldin, die beweist, dass Magie und Verstand zusammen am stärksten sind.

  • Hermione Granger gehört zu den Hauptfiguren der Harry-Potter-Reihe.
  • Sie gilt als eine der klügsten Hexen ihrer Generation.
  • Ihre Rolle verbindet Magie, Bildung, Freundschaft und Widerstand gegen Vorurteile.
Ursprung
Harry-Potter-Reihe
Typ
moderne literarische Hexe und Zauberschülerin
Quelle
Harry Potter Official

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Tituba

Rang: 9

Tituba ist keine berühmte Hexe, weil sie tatsächlich Magie betrieben hätte, sondern weil sie eine Schlüsselfigur der Hexenprozesse von Salem wurde. Sie war eine versklavte Frau im Haushalt des Pfarrers Samuel Parris und gehörte 1692 zu den ersten Personen, die in Salem der Hexerei beschuldigt wurden. Ihre Aussagen, Geständnisse und die Fantasien, die sich um sie bildeten, wirkten wie ein Katalysator für die sich ausbreitende Panik. Gerade ihre historische Rolle ist erschütternd: Eine rechtlose, abhängige Frau wurde in einem Umfeld aus religiöser Angst, sozialer Spannung, Rassismus, Kolonialgewalt und Gerüchten zur Projektionsfläche. Über Titubas Herkunft und Leben ist vieles unsicher, doch ihre Bedeutung für die Salem-Erzählung ist enorm. Sie wurde in Büchern, Theaterstücken, Filmen und historischen Darstellungen immer wieder neu geformt – oft stärker als Symbol denn als rekonstruierbare Person. Der Rang neun ist bewusst gewählt: Tituba gehört zu den berühmtesten Namen der Hexenverfolgung, aber ihre Berühmtheit ist tragisch, weil sie aus Anklage, Zwang und Machtlosigkeit entstand. Sie erinnert daran, dass „Hexe“ historisch oft kein selbstgewählter Titel war, sondern ein gefährliches Etikett. In dieser Liste steht sie deshalb auch stellvertretend für viele Menschen, besonders Frauen und Marginalisierte, die in Hexenpaniken nicht als magische Wesen, sondern als Opfer sozialer Gewalt berühmt wurden.

  • Tituba gehörte zu den ersten Beschuldigten der Salem-Hexenprozesse.
  • Sie lebte als versklavte Frau im Haushalt von Samuel Parris.
  • Ihr Geständnis trug zur Eskalation der Salem-Panik bei.
Ort
Salem Village, Massachusetts
Historische Rolle
Beschuldigte und Zeugin in den Hexenprozessen
Quelle
Smithsonian Magazine

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Jeanne d’Arc

Rang: 10

Jeanne d’Arc war keine Hexe im modernen historischen Sinn, sondern eine französische Nationalheldin, die im Prozess unter anderem mit Hexerei und Häresie in Verbindung gebracht wurde. Genau deshalb gehört sie auf diese Liste: Sie zeigt, wie politisch der Hexenvorwurf sein konnte. Jeanne führte im Hundertjährigen Krieg französische Truppen moralisch an, berief sich auf göttliche Stimmen und wurde nach ihrer Gefangennahme von kirchlichen und politischen Gegnern vor Gericht gestellt. Die Anklage zielte nicht nur auf Theologie, sondern auch auf Autorität. Eine junge Frau, die Männer in den Krieg führte, Männerkleidung trug und göttliche Führung beanspruchte, passte nicht in die erwartete Ordnung. Ihre Verurteilung und Hinrichtung machten sie zur Märtyrerfigur; später wurde sie rehabilitiert und schließlich heiliggesprochen. Im Zusammenhang mit berühmten Hexen ist Jeanne besonders wichtig, weil sie die Grenze zwischen Heiligkeit und Hexereivorwurf sichtbar macht. Was die eine Seite als göttliche Sendung verstand, konnte die andere als dämonische Täuschung deuten. Ihr Platz auf Rang zehn ist daher kein Urteil über sie, sondern über die Macht des Vorwurfs. Jeanne d’Arc gehört zu den bekanntesten historischen Frauen überhaupt, und ihr Prozess zeigt, wie gefährlich es war, als Frau außergewöhnliche religiöse, militärische oder politische Autorität zu beanspruchen. Sie erinnert daran, dass Hexengeschichte auch Geschichte von Deutungshoheit ist.

  • Jeanne d’Arc wurde im Prozess unter anderem mit Hexerei und Häresie konfrontiert.
  • Sie wurde 1431 hingerichtet und später rehabilitiert.
  • Heute gilt sie als Nationalheldin und Heilige, nicht als tatsächliche Hexe.
Land
Frankreich
Historische Rolle
Heldin, Angeklagte und später Heilige
Quelle
Britannica

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