Wer ist der „beste Golfer aller Zeiten“? An den Stammtischen wird heftig gestritten: Zählt die Zahl der Majors, die totale Dominanz, die globale Wirkung – oder all das zusammen? In dieser Liste ordnen wir die 10 besten Golfspieler der Geschichte ein, über alle Epochen hinweg, vom hölzernen Schläger bis zum Hightech-Driver.
Die Reihenfolge basiert auf einer Kombination aus Major-Titeln, Gesamtbilanz, Ära-Dominanz, Einfluss auf das Spiel und dem, was Legendenstatus wirklich ausmacht: unvergessene Momente, Rekorde, die Generationen überdauern, und die Art, wie diese Spieler Golf für immer verändert haben.
Übersicht
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| Rang | Spieler | Nation | Majors (Herren) | Profi-Siege gesamt | Ära | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Jack Nicklaus | USA | 18 | 117+ | 1960er–1980er | Rekordhalter bei Major-Siegen |
| 2 | Tiger Woods | USA | 15 | 82 PGA-Tour-Siege | 1990er–2020er | dominanteste moderne Ära |
| 3 | Ben Hogan | USA | 9 | 60+ | 1940er–1950er | Meister des Ballstrikings, Karriere-Grand-Slam |
| 4 | Bobby Jones | USA | 13 (inkl. Amateure) | v. a. Amateur | 1920er–1930er | einziger Grand Slam in einem Jahr |
| 5 | Walter Hagen | USA | 11 | 50+ Pro-Siege | 1910er–1930er | „Vater des Profigolfs“ |
| 6 | Gary Player | Südafrika | 9 | 150+ weltweit | 1950er–1980er | globale Golf-Ikone, Karriere-Grand-Slam |
| 7 | Arnold Palmer | USA | 7 | 95 (62 PGA Tour) | 1950er–1970er | TV-Ikone, Popularisierung des Golfsports |
| 8 | Sam Snead | USA | 7 | 143 | 1930er–1960er | Rekordhalter PGA-Tour-Siege (82) |
| 9 | Tom Watson | USA | 8 | 70 | 1970er–1990er | fünf Open-Championship-Siege |
| 10 | Seve Ballesteros | Spanien | 5 | 90+ | 1970er–1990er | europäische Golf-Ikone & Ryder-Cup-Held |
Jack Nicklaus – der „Golden Bear“ als ewiger Major-König
Rang: 1
Jack Nicklaus ist der Maßstab, an dem sich alle anderen messen müssen. Der „Golden Bear“ gewann im Laufe seiner Karriere 18 Major-Championships – mehr als jeder andere Spieler in der Geschichte des Herrengolfs. Vom ersten Major-Sieg bei der U.S. Open 1962 bis zum legendären Masters-Triumph 1986 mit 46 Jahren streckte sich seine Erfolgsära über nahezu ein Vierteljahrhundert. Dabei gewann er nicht einfach „nur“ Turniere, sondern duellierte sich mit den jeweils besten seiner Zeit: Arnold Palmer in den 60ern, Gary Player in den 70ern, später Tom Watson. Dass Nicklaus gegen mehrere Generationen von Weltklassespielern dominierte, macht seine Bilanz noch beeindruckender.
Nicklaus’ Spiel war analytisch, strategisch und nervenstark. Er war kein Showman, sondern ein Architekt von Runden, der den Platz wie ein Schachbrett las. Seine Fähigkeit, an Sonntagen in Majors die entscheidenden Schläge zu setzen, ist legendär. Hinzu kommt seine Vielseitigkeit: Sechs Masters, fünf PGA Championships, vier U.S. Opens, drei Open Championships – er gewann auf allen großen Kursen und in allen Bedingungen. Gleichzeitig prägte er als Platzdesigner und Botschafter den Golfsport weit über seine aktive Zeit hinaus.
Die Kombination aus Rekordzahl an Majors, Beständigkeit über Jahrzehnte und dem Ruf als „komplettester Turnierspieler“ sichert Jack Nicklaus zurecht den ersten Platz in dieser Rangliste.
- Rekord: 18 Major-Titel im Herrengolf (1962–1986).
- Sechs Siege beim Masters, vier U.S. Opens, fünf PGA Championships, drei Open Championships.
- Über 100 Profisiege weltweit, insgesamt 117 gelistete Turniersiege.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Masters-Sieg 1986 mit 46 Jahren, jüngster und ältester mehrfacher Masters-Champion zugleich
- Quelle
- Guinness World Records – Most major wins (male)
Tiger Woods – die dominante Naturgewalt der Moderne
Rang: 2
Tiger Woods ist der Spieler, der Jack Nicklaus’ Rekorde am nächsten gekommen ist – und zugleich die Figur, die Golf in eine neue Ära katapultiert hat. Mit 15 Major-Titeln und 82 Siegen auf der PGA Tour (geteilter Rekord mit Sam Snead) dominierte er von Ende der 1990er bis weit in die 2010er Jahre eine globalisierte und tiefere Spielerszene als jede Generation vor ihm. In seiner Hochphase schien Tiger nahezu unbesiegbar: Bei Major-Turnieren mit geteilter oder alleiniger Führung nach drei Runden gewann er fast immer, und seine Rekorde bei Scoring-Averages sind bis heute unerreicht.
Sein „Tiger Slam“ – alle vier Majors gleichzeitig in seinem Besitz, wenn auch nicht im selben Kalenderjahr – war ein historischer Ausnahmezustand. Woods verband extreme Athletik mit mentaler Härte, modernem Fitness-Training und einer Aura, die Rivalen oft schon am ersten Abschlag zermürbte. Seine Comeback-Geschichte nach Verletzungen und persönlichen Rückschlägen, gekrönt vom Masters-Sieg 2019, machte ihn endgültig zu einer der größten Sportpersönlichkeiten überhaupt. Statistisch liegt er zwar noch hinter Nicklaus bei der Zahl der Majors, aber in Punkto Dominanz und globale Strahlkraft ist er einzigartig.
Ob Tiger Nicklaus’ 18 Majors noch erreicht, bleibt offen. Unabhängig davon ist sein Platz in den Top 2 der Golfgeschichte unbestritten – und viele Fans sehen ihn sogar als das größte Talent, das den Sport je gesehen hat.
- 15 Major-Siege, darunter fünf Masters, vier PGA Championships, drei U.S. Opens und drei Open Championships.
- 82 PGA-Tour-Siege – geteilter Rekord für die meisten Siege in der Tourgeschichte.
- Einziger Spieler, der alle vier modernen Majors gleichzeitig hielt („Tiger Slam“ 2000/2001).
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- „Tiger Slam“ 2000/2001 – alle vier Majors gleichzeitig im Besitz
- Quelle
- TigerWoods.com – Official Biography
Ben Hogan – Perfektionist des Schwungs und Meister des Comebacks
Rang: 3
Ben Hogan gilt als der größte „Ballstriker“ der Geschichte – ein Perfektionist, der den Golfschwung wie kaum ein anderer analysierte und systematisierte. Neun Major-Siege und eine fast mythische Aura umgeben seine Karriere. Besonders beeindruckend: Hogans beste Jahre wurden durch einen schweren Autounfall 1949 unterbrochen, bei dem Ärzte bezweifelten, dass er je wieder auf Topniveau spielen könne. Nur wenige Jahre später gewann er dennoch mehrfach die U.S. Open und Masters, legte eine der beeindruckendsten Comeback-Stories der Sportgeschichte hin und vollendete den modernen Career Grand Slam.
Hogan dominierte in den 1940er- und frühen 1950er-Jahren Geldlisten und Scoring-Statistiken, gewann unter anderem die U.S. Open 1950, 1951 und 1953 und war bekannt für seine unbarmherzige Trainingsdisziplin. Sein Buch „Five Lessons: The Modern Fundamentals of Golf“ wird bis heute von Spielern und Coaches weltweit zitiert und hat Generationen von Golfern geprägt. Neben seinen neun Majors gewann er Dutzende weitere Turniere und setzte mit seinem präzisen Eisen-Spiel Maßstäbe, die selbst moderne Profis als Referenz heranziehen.
Hogans Mischung aus technischer Genialität, mentaler Härte und einem legendären Comeback nach schwerer Verletzung sichert ihm einen Platz ganz weit oben in jeder GOAT-Diskussion.
- Neun Major-Siege, darunter Masters, U.S. Open, Open Championship und PGA Championship.
- Vollständiger Career Grand Slam – einer von nur wenigen Spielern, dem dies gelang.
- Mehrfach führender Money- und Vardon-Trophy-Gewinner der PGA Tour in den 1940er-Jahren.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Triple 1953: Sieg bei Masters, U.S. Open und Open Championship in einem Jahr
- Quelle
- Encyclopedia Britannica – Ben Hogan
Bobby Jones – Amateurlegende und Mann des Grand Slam
Rang: 4
Bobby Jones ist der vielleicht außergewöhnlichste Name dieser Liste, weil er seine größten Erfolge als Amateur feierte. In den 1920er-Jahren dominierte er sowohl die Profi- als auch die Amateurturniere und gewann insgesamt 13 Majors, wenn man die damalige Zählweise zugrunde legt (U.S. Open, The Open, U.S. Amateur, British Amateur). Sein größter Triumph war der legendäre Grand Slam 1930, als er alle vier genannten Titel in einem Kalenderjahr holte – eine Leistung, die bis heute von niemandem wiederholt wurde.
Jones war nicht nur ein herausragender Spieler, sondern auch Architekt des modernen Turniergolfs. Er war Mitbegründer und Mitgestalter des Augusta National Golf Club und Mitinitiator des Masters Tournament, das später selbst zu einem der vier heutigen Majors wurde. Nach seinem Rückzug vom Wettkampfgolf mit nur 28 Jahren arbeitete er als Anwalt, Golflehrer und Autor – und prägte so die Kultur und Infrastruktur des Sports.
Seine sportliche Dominanz in einer Zeit, in der Reisen, Material und Trainingsbedingungen bei weitem nicht so komfortabel waren wie heute, macht seine Bilanz noch beeindruckender. In vielen historischen Rankings wird Bobby Jones daher zu Recht als einer der größten Golfer aller Zeiten geführt.
- 13 Majors nach damaliger Zählweise, darunter U.S. Open, The Open, U.S. Amateur und British Amateur.
- Einziger Spieler, der den klassischen Grand Slam (alle vier großen Titel in einem Jahr) gewann – 1930.
- Mitbegründer von Augusta National und Mitinitiator des Masters Tournament.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Grand Slam 1930 – alle vier großen Titel des Jahres gewonnen
- Quelle
- Encyclopedia Britannica – Bobby Jones
Walter Hagen – der Showman und „Vater des Profigolfs“
Rang: 5
Walter Hagen war der erste große Star des professionellen Golfs und trug maßgeblich dazu bei, dass Profigolfer gesellschaftlich anerkannt wurden. In einer Zeit, in der Amateure wie Bobby Jones als „feinere“ Vertreter des Sports galten, kämpfte Hagen für Preisgelder, bessere Bedingungen und mehr Respekt für Berufsspieler. Sportlich untermauerte er seinen Anspruch eindrucksvoll: 11 Major-Siege machen ihn bis heute zum dritterfolgreichsten Major-Gewinner hinter Jack Nicklaus und Tiger Woods.
Hagen gewann die U.S. Open, gleich mehrfach die Open Championship und dominierte vor allem die PGA Championship in ihrer Matchplay-Ära. Sein Ruf als Showman mit makellosen Outfits, großen Partys und enormer Ausstrahlung täuscht nicht darüber hinweg, wie hart er auf dem Platz war: starke Nerven im Matchplay, brillante Recovery-Schläge und ein Putter, der Gegner zur Verzweiflung brachte. Viele Zeitzeugen berichten, dass etliche Matches verloren waren, bevor der erste Abschlag gespielt wurde – so sehr beeindruckte Hagens Präsenz.
Sein Einfluss auf das Profigolf – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich – macht ihn zu einer Schlüsselfigur der Golfgeschichte und rechtfertigt seinen Platz unter den Top 10 aller Zeiten.
- 11 Majors: darunter zwei U.S. Opens, vier Open Championships und fünf PGA Championships.
- Einer der ersten großen Vollzeit-Profigolfer und Pionier des professionellen Golfsports.
- Wichtiger Botschafter für höhere Preisgelder, mehr Anerkennung und Zuschauerinteresse.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Vier Open-Championship-Siege und fünf PGA-Championship-Titel in Matchplay-Ära
- Quelle
- The Open – Player Profile Walter Hagen
Gary Player – der globale Botschafter mit Karriere-Grand-Slam
Rang: 6
Gary Player ist nicht nur einer der erfolgreichsten Golfer aller Zeiten, sondern auch der erste wirklich globale Superstar des Sports. Der Südafrikaner gewann neun Majors und holte als erster Nicht-Amerikaner den modernen Career Grand Slam – also Siege bei Masters, U.S. Open, Open Championship und PGA Championship. Insgesamt triumphierte er bei über 150 Profiturnieren auf sechs Kontinenten und machte seinem Spitznamen „The International Ambassador of Golf“ damit alle Ehre.
Player war seiner Zeit voraus, was Fitness und Professionalität angeht. Jahrzehnte bevor Fitness-Tracks und Gym-Sessions im Golf Alltag wurden, setzte er auf konsequentes Kraft- und Ausdauertraining und zeigte, wie physische Vorbereitung Leistung und Langlebigkeit steigern kann. Sein aggressiver, mutiger Stil – kombiniert mit mentaler Härte – verschaffte ihm Erfolge in sehr unterschiedlichen Bedingungen, vom windigen Links-Course bis zu engen Parkland-Plätzen.
Neben dem Platz engagierte sich Player intensiv für Golfplatz-Design, Wohltätigkeit und die globale Verbreitung des Sports. Seine Rolle in der berühmten „Big Three“-Ära mit Arnold Palmer und Jack Nicklaus prägte das Fernsehen und machte Golf weltweit populärer.
- Neun Major-Siege, darunter drei Masters, drei Open Championships, zwei PGA Championships und ein U.S. Open.
- Erster Nicht-Amerikaner, der den modernen Career Grand Slam vollendete.
- Über 150 Profisiege weltweit, einer der reisefreudigsten und erfolgreichsten Golfer aller Zeiten.
- Nation
- Südafrika
- Karriere-Highlight
- Vervollständigung des Career Grand Slam 1965 mit Sieg bei der U.S. Open
- Quelle
- Wikipedia – Gary Player
Arnold Palmer – der „King“, der Golf ins Fernsehen brachte
Rang: 7
Arnold Palmer war nicht nur ein großartiger Golfer, sondern auch ein Medienphänomen. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde er durch die aufkommende TV-Berichterstattung zu einem der bekanntesten Sportler der Welt. Mit seinem dynamischen Schwung, dem offensiven Risikostil und seiner nahbaren Art gewann er das Herz der Fans – „Arnie’s Army“ war geboren. Sportlich stehen bei ihm 62 PGA-Tour-Siege und 7 Major-Titel zu Buche, darunter vier Masters-Siege.
Palmer war der Spieler, der Golf in den USA vom exklusiven Elitesport zum Massensport machte. Er gewann in spektakulären Manieren, aber verlor ebenso dramatisch – und blieb dabei immer sportlich fair. Dieser Mix aus Menschlichkeit und Klasse machte ihn zum „King“. Wirtschaftlich ebnete er durch Werbeverträge und eigene Marken den Weg für spätere Stars wie Nicklaus und Woods, indem er zeigte, wie groß das Vermarktungspotenzial im Golf sein kann.
Rein von den Zahlen liegt Palmer hinter manch anderem in dieser Liste, doch sein Einfluss auf die Popularität des Golfsports ist kaum zu überschätzen. Ohne ihn sähen TV-Geld, Sponsoring und weltweite Fanbasis des Sports heute deutlich anders aus.
- 62 PGA-Tour-Siege und sieben Major-Titel – darunter vier Masters-Siege.
- Ikone der TV-Ära, verantwortlich für den massiven Popularitätsschub des Golfsports.
- Wichtiger Wegbereiter für modernes Golfmarketing und Spieler-Sponsoring.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Masters-Siege 1958, 1960, 1962 und 1964 als TV-Spektakel einer ganzen Generation
- Quelle
- USGA – Arnold Palmer: Lesser-Known Facts
Sam Snead – der Mann mit dem butterweichen Schwung
Rang: 8
Sam Snead ist der Inbegriff von Langlebigkeit und Eleganz im Golfsport. Sein flüssiger, scheinbar müheloser Schwung gilt bis heute als ästhetisches Ideal. Doch hinter der Leichtigkeit steckte enorme Effektivität: Snead gewann 82 PGA-Tour-Events – gemeinsam mit Tiger Woods Rekord – sowie 7 Majors. Seine Karriere spannte sich über vier Jahrzehnte, er gewann Turniere in den 1930ern bis hinein in die 1960er und blieb auch im hohen Alter konkurrenzfähig.
Besonders bemerkenswert: Snead ist der wohl beste Spieler, der nie die U.S. Open gewinnen konnte. Gleich viermal wurde er dort Zweiter, was seinem Legendenstatus aber keinen Abbruch tat. Er dominierte Masters und PGA Championship, gewann die Open Championship und war über viele Jahre die Messlatte im Profigolf. Seine Bestmarken – vom ältesten PGA-Tour-Sieger bis zum Spieler, der in sechs Jahrzehnten Turniere gewann – illustrieren seine unglaubliche Konstanz.
Auch wenn spätere Generationen durch TV und Social Media sichtbarer wurden, ist Sneads Einfluss auf Technik, Rhythmus und Langlebigkeit im Profisport enorm. Sein Name gehört daher zwingend in jede Liste der größten Golfer aller Zeiten.
- 82 PGA-Tour-Siege – geteilter Rekord mit Tiger Woods.
- Sieben Major-Titel, darunter drei Masters- und drei PGA-Championship-Siege.
- Gewann Tour-Events in vier verschiedenen Jahrzehnten und blieb bis ins hohe Alter konkurrenzfähig.
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- PGA-Tour-Rekord von 82 Siegen bei gleichzeitig sieben Major-Titeln
- Quelle
- Wikipedia – Sam Snead
Tom Watson – Meister der Open Championship
Rang: 9
Tom Watson war in den 1970er- und frühen 1980er-Jahren der dominierende Turnierspieler der Welt und insbesondere auf Links-Plätzen eine Macht. Mit acht Major-Titeln, darunter sensationelle fünf Open-Championship-Siege, gilt er als einer der größten „Open-Champions“ der Geschichte. Seine Duelle mit Jack Nicklaus – besonders die „Duel in the Sun“-Open 1977 in Turnberry – sind legendär und stehen sinnbildlich für eine Ära außergewöhnlich hochklassigen Golfs.
Watson gewann nicht nur auf Links-Plätzen, sondern auch zwei Mal das Masters und einmal die U.S. Open. Fünfmal stand er am Ende der Saison an der Spitze der PGA-Tour-Geldrangliste, mehrfach wurde er Spieler des Jahres. Beeindruckend ist auch seine Langlebigkeit: Noch 2009, mit 59 Jahren, stand er bei der Open Championship bis zum letzten Loch auf Siegkurs, ehe er das Stechen knapp verlor – ein Beweis für sein zeitloses Spielgefühl und seine mentale Stärke.
Tom Watson steht für klassische Tugenden: solides Ballstriking, wenig Show, viel Substanz. In Kombination mit seinen Erfolgen – besonders in Großbritannien – gehört er klar in jede Top-10-Liste der größten Golfer.
- Acht Major-Siege: fünf Open Championships, zwei Masters, eine U.S. Open.
- Fünffacher Gewinner der PGA-Tour-Geldrangliste und mehrfacher „Player of the Year“.
- Bis ins hohe Alter konkurrenzfähig, fast Open-Sieger mit 59 Jahren (2009).
- Nation
- USA
- Karriere-Highlight
- Fünf Open-Championship-Siege, inklusive „Duel in the Sun“ 1977 gegen Jack Nicklaus
- Quelle
- Missouri Sports Hall of Fame – Tom Watson
Seve Ballesteros – der magische Künstler aus Spanien
Rang: 10
Seve Ballesteros war vielleicht nicht der statistisch dominanteste Spieler seiner Zeit – aber kaum jemand hat den Golfsport emotional so geprägt wie er. Der Spanier gewann fünf Majors (drei Open Championships, zwei Masters) und über 90 internationale Turniere. Vor allem in Europa war Seve der Motor des Golfbooms: Sein aggressiver Stil, seine unglaublichen Recovery-Schläge aus den unmöglichsten Lagen und seine Leidenschaft machten ihn zum Idol einer ganzen Generation.
Besonders groß war sein Einfluss im Ryder Cup. Ballesteros war Mitarchitekt der europäischen Erfolgsära und zeigte, dass Europa es mit den USA auf Augenhöhe aufnehmen konnte. Seine Partnerschaft mit José María Olazábal wurde legendär, und sein Charisma trug maßgeblich zum neuen Selbstbewusstsein des europäischen Golfs bei. Gleichzeitig öffnete er als Superstar aus Kontinentaleuropa Türen für nachfolgende Champions wie Faldo, Langer, Olazábal, Garcia und später McIlroy.
Auch wenn Seves Technik nicht immer „Lehrbuch“ war, bewies er, dass Instinkt, Kreativität und Kampfgeist im Golf genauso viel wert sein können wie perfekte Mechanik. Mit seiner Mischung aus Genie, Dramatik und Emotion ist er der ideale Schlussakkord für diese Top 10.
- Fünf Major-Titel: drei Open Championships (1979, 1984, 1988) und zwei Masters-Siege (1980, 1983).
- Über 90 Turniersiege weltweit, dominanter Spieler auf der European Tour.
- Schlüsselfigur des europäischen Ryder-Cup-Aufschwungs und Symbolfigur des europäischen Golfs.
- Nation
- Spanien
- Karriere-Highlight
- Erster europäischer Superstar der TV-Ära, mehrfacher Major-Sieger und Ryder-Cup-Held
- Quelle
- The Shire London – Seve Ballesteros

