17 WSOP-Bracelets, über 80 Millionen Dollar Live-Gewinne und Legenden aus Cashgames, Turnieren und Fernseh-Poker: Die besten Pokerspieler der Welt lassen sich nicht allein nach Preisgeld sortieren. Moderne High-Roller-Turniere verzerren Geldranglisten, weil Buy-ins riesig sind und Re-Entries die Summen stark erhöhen. Historische Spieler hatten dagegen weniger Turniere, kleinere Preisgelder und oft vor allem Cashgame-Erfolge.
Dieses Ranking bewertet deshalb mehrere Faktoren: Turniertitel, WSOP-Bracelets, Main-Event-Erfolge, Cashgame-Ruf, Vielseitigkeit in verschiedenen Pokervarianten, Dauer der Weltklasse, Einfluss auf die Pokerkultur und aktuelle beziehungsweise historische Geldgewinne. Berücksichtigt wurden Live-Poker-Spieler aus unterschiedlichen Epochen. Reine Online-Spezialisten wurden nur dann berücksichtigt, wenn ihre Live-Erfolge ebenfalls außergewöhnlich waren. Datenstand der live geprüften Quellen: 18. Juni 2026.
So wurde gewertet
Gewertet wurde nicht nach einer einzelnen Statistik. Die wichtigsten Kriterien waren WSOP-Erfolge, große internationale Titel, Cashgame-Reputation, Erfolge gegen Top-Konkurrenz, Vielseitigkeit in No-Limit Hold’em, Mixed Games und High-Roller-Formaten, Langlebigkeit, Einfluss auf die Pokerstrategie und öffentliche Wahrnehmung. Preisgeldlisten wurden nur als ein Faktor genutzt, weil historische Preisgelder, Buy-ins, Sponsoring und Staking die Vergleichbarkeit stark einschränken.
Übersicht
| Rang | Spieler | Land | Geboren | WSOP-Bracelets | Wichtige Titel | Stärke | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Phil Ivey | USA | 1977 | 11 | WSOP, WPT | Allrounder, Cashgames, Mixed Games | Von vielen Profis als komplettester Spieler angesehen |
| 2 | Phil Hellmuth | USA | 1964 | 17 | WSOP Main Event, WSOPE Main Event | Turnierpoker, Exploit-Spiel | Rekordhalter der WSOP-Bracelets |
| 3 | Daniel Negreanu | Kanada | 1974 | 7 | WSOP, WPT, Poker Players Championship | Reads, Anpassung, Popularität | Einer der einflussreichsten Botschafter des Pokers |
| 4 | Doyle Brunson | USA | 1933 | 10 | 2-mal WSOP Main Event | Cashgames, No-Limit Hold’em | Prägte Poker über mehr als 60 Jahre |
| 5 | Stu Ungar | USA | 1953 | 5 | 3-mal WSOP Main Event | Turnier-No-Limit, Gin Rummy | Gilt als eines der größten Naturtalente |
| 6 | Chip Reese | USA | 1951 | 3 | $50.000 H.O.R.S.E. | Mixed Cashgames | Legende der höchsten Cashgames in Las Vegas |
| 7 | Erik Seidel | USA | 1959 | 10 | WSOP, WPT, EPT High Roller | Langlebigkeit, Variantenvielfalt | Seit den 1980ern auf Weltklasseniveau |
| 8 | Bryn Kenney | USA | 1986 | 2 | Triton High Roller, WSOP | Super-High-Roller | Führend in vielen Geldranglisten |
| 9 | Justin Bonomo | USA | 1985 | 3 | Big One for One Drop, Super High Roller Bowl | High Roller, Heads-up | Dominante High-Roller-Phase ab 2018 |
| 10 | Stephen Chidwick | Großbritannien | 1989 | 2 | WSOP, Triton, High Roller | Konstanz, Theorie, Vielseitigkeit | Britischer Ausnahmeprofi der modernen Ära |
Phil Ivey
Rang: 1 Allround-GOAT
Phil Ivey steht auf Platz 1, weil er wie kaum ein anderer Spieler Turniererfolge, Cashgame-Reputation, Variantenvielfalt und Respekt der Konkurrenz verbindet. Seine 11 WSOP-Bracelets liegen nur hinter Phil Hellmuths Rekordmarke, doch Iveys Titel verteilen sich stärker über verschiedene Pokervarianten. Genau das ist ein zentrales Argument: Ivey war nicht nur in No-Limit Hold’em gefährlich, sondern auch in Omaha, Stud und Mixed Games Weltklasse.
Seine Legende entstand zusätzlich in den höchsten Cashgames der Welt. Während Turnierergebnisse öffentlich messbar sind, bleiben Cashgame-Gewinne oft undokumentiert. Trotzdem gilt Ivey in der Szene seit Jahrzehnten als einer der gefürchtetsten Spieler überhaupt. Im Vergleich zu Hellmuth hat er weniger Bracelets, aber den breiteren Ruf als kompletter Spieler. Im Vergleich zu modernen High-Roller-Spezialisten bewies Ivey seine Klasse über mehr Formate und längere Zeit. Deshalb ist er in einem Gesamturteil über Pokerfähigkeit der stärkste Kandidat für Platz 1.
- 11 WSOP-Bracelets
- Erfolge in Turnieren, Mixed Games und High-Stakes-Cashgames
- 2017 in die Poker Hall of Fame aufgenommen
- Land
- USA
- Spitzname
- „Tiger Woods of Poker“
- Kernargument
- Komplettester Spieler über viele Formate
- Quelle
- WSOP – Phil Ivey
Phil Hellmuth
Rang: 2 Bracelet-Rekord
Phil Hellmuth ist der erfolgreichste WSOP-Turnierspieler der Geschichte. Mit 17 Bracelets hält er den Rekord, und dieser Wert ist besonders stark, weil er sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt. Sein erster großer Triumph war der Sieg im WSOP Main Event 1989, als er Johnny Chan im Heads-up besiegte. Später gewann er auch das WSOP Europe Main Event und wurde damit zum ersten Spieler, der sowohl das klassische WSOP Main Event in Las Vegas als auch das europäische Main Event gewinnen konnte.
Warum steht Hellmuth trotz Bracelet-Rekord nicht auf Platz 1? Weil sein Ruf stärker auf Turnier-No-Limit und Exploit-Spiel fokussiert ist, während Phil Ivey als vielseitigerer Allrounder gilt. Hellmuths Stärke liegt jedoch in einem Bereich, den viele unterschätzen: Er erkennt Schwächen unerfahrener und mittelstarker Gegner extrem gut und passt sein Spiel an Turnierfelder an. Seine emotionale Tischpräsenz ist berüchtigt, aber seine Resultate sind historisch kaum wegzudiskutieren. Wer nach messbaren WSOP-Erfolgen sortiert, kommt an Hellmuth nicht vorbei.
- Rekordhalter mit 17 WSOP-Bracelets
- WSOP Main Event Champion 1989
- Erster Sieger von WSOP Main Event und WSOPE Main Event
- Land
- USA
- Spitzname
- „Poker Brat“
- Kernargument
- Größter WSOP-Turniersammler
- Quelle
- WSOP – Phil Hellmuth
Daniel Negreanu
Rang: 3 Botschafter
Daniel Negreanu gehört zu den bekanntesten und einflussreichsten Pokerspielern der Welt. Seine Stärke liegt nicht nur in Titeln, sondern in der Kombination aus Live-Reads, Anpassungsfähigkeit, Medienpräsenz und langfristiger Konstanz. Er gewann mehrere WSOP-Bracelets und WPT-Titel und erreichte über Jahrzehnte Finaltische auf höchstem Niveau. Besonders bemerkenswert ist seine Fähigkeit, Gegner öffentlich nachvollziehbar zu analysieren: Negreanu wurde berühmt dafür, gegnerische Handbereiche laut einzugrenzen und komplexe Entscheidungen verständlich zu machen.
Im Ranking liegt er vor vielen Spielern mit höheren modernen Geldsummen, weil sein Einfluss größer ist. Negreanu war für den Pokerboom nach 2003 eine Schlüsselfigur: sympathisch, kommunikativ und strategisch stark genug, um Gelegenheitsspieler und Profis gleichermaßen anzusprechen. 2024 gewann er zudem die prestigeträchtige WSOP Poker Players Championship, ein wichtiges Mixed-Game-Turnier. Das widerlegte den Eindruck, er sei nur ein früher Fernsehstar. Im Vergleich zu Ivey und Hellmuth fehlt ihm der eine absolute Rekord, aber als Gesamtpaket aus Leistung, Langlebigkeit und Popularität gehört er klar in die Top 3.
- 7 WSOP-Bracelets
- 2 WPT-Titel
- Mehrfacher Player-of-the-Year-Gewinner und Poker-Hall-of-Famer
- Land
- Kanada
- Spitzname
- „Kid Poker“
- Kernargument
- Erfolg, Lesefähigkeit und globale Popularität
- Quelle
- World Poker Tour – Daniel Negreanu
Doyle Brunson
Rang: 4 Legende
Doyle Brunson war mehr als ein erfolgreicher Spieler: Er war eine Brücke zwischen dem rauen Glücksspiel-Milieu früherer Jahrzehnte und dem modernen Turnierpoker. Über mehr als 60 Jahre spielte er professionell, gewann 10 WSOP-Bracelets und siegte zweimal hintereinander im WSOP Main Event, 1976 und 1977. Seine Bedeutung reicht aber weit über diese Titel hinaus. Mit „Super/System“ veröffentlichte er eines der einflussreichsten Pokerbücher überhaupt und machte fortgeschrittene Strategien einer breiten Spielerschaft zugänglich.
Brunson steht nicht höher, weil moderne Spieler heute gegen größere, analytischere Felder antreten. Gleichzeitig wäre Poker ohne Brunson kaum dasselbe Spiel. Er prägte No-Limit Hold’em, High-Stakes-Cashgames und die öffentliche Vorstellung vom Pokerprofi. Besonders bemerkenswert ist seine Langlebigkeit: Viele Spieler dominieren einige Jahre, Brunson blieb über Jahrzehnte respektiert. Im Vergleich zu Stu Ungar war er weniger explosiv, aber stabiler; im Vergleich zu Ivey weniger modern, aber historisch grundlegender.
- 10 WSOP-Bracelets
- WSOP Main Event Champion 1976 und 1977
- Autor des Strategiewerks „Super/System“
- Land
- USA
- Spitzname
- „Texas Dolly“
- Kernargument
- Historische Wirkung auf No-Limit Hold’em
- Quelle
- WSOP – Doyle Brunson
Stu Ungar
Rang: 5 Naturtalent
Stu Ungar gilt als eines der größten Naturtalente, die je Karten gespielt haben. Er gewann das WSOP Main Event dreimal: 1980, 1981 und 1997. Damit gehört er zu einer extrem kleinen Gruppe von Spielern mit drei Main-Event-Titeln. Sein Comeback-Sieg 1997 gehört zu den berühmtesten Momenten der Pokergeschichte, weil Ungar nach Jahren persönlicher Probleme noch einmal das wichtigste Turnier der Welt gewann.
Sein Rang ist schwer zu bewerten. Rein nach Talent könnte Ungar sogar höher stehen. Er dominierte nicht nur Poker, sondern war zuvor auch im Gin Rummy legendär. Gegen ihn wollten viele Gegner schlicht nicht spielen. Gleichzeitig war seine Karriere kurz, instabil und von Suchtproblemen überschattet. Im Vergleich zu Brunson fehlt ihm die Langlebigkeit, im Vergleich zu Ivey die Vielseitigkeit über moderne Mixed Games. Trotzdem bleibt sein Turnier-No-Limit-Ruf außergewöhnlich: Wenn es um rohe Intuition, Aggression und Handverständnis geht, wird Ungar bis heute als Maßstab genannt.
- 3-maliger WSOP Main Event Champion
- 5 WSOP-Bracelets
- Auch als Gin-Rummy-Spieler legendär
- Land
- USA
- Spitzname
- „Stuey“
- Kernargument
- Vielleicht größtes Naturtalent der Pokerhistorie
- Quelle
- WSOP – Stu Ungar
Chip Reese
Rang: 6 Cashgame-Meister
Chip Reese ist ein Sonderfall, weil seine Größe nicht vollständig in Turnierdaten sichtbar wird. Er gewann 3 WSOP-Bracelets, darunter 2006 die damals extrem prestigeträchtige $50.000 H.O.R.S.E. World Championship. Doch seine eigentliche Legende entstand in den höchsten Mixed Cashgames von Las Vegas. Reese galt über Jahre als einer der besten, vielleicht sogar der beste Cashgame-Spieler seiner Generation.
Sein Rang vor mehreren modernen Geldlistenstars erklärt sich durch diese Cashgame-Reputation. Turnierpoker ist messbar, Cashgame-Poker viel weniger. In den höchsten Partien zählt aber eine andere Qualität: stundenlange Konzentration, Anpassung an unterschiedliche Varianten, Bankroll-Management, psychologische Stabilität und Spiel gegen dieselben Elitegegner. Reese war gerade in Mixed Games gefürchtet, wo Schwächen in nur einer Variante teuer werden. Im Vergleich zu Hellmuth hatte er weniger öffentliche Titel, aber unter Profis einen außergewöhnlich hohen Respekt. Sein Sieg im $50.000 H.O.R.S.E. 2006 bestätigte öffentlich, was Cashgame-Insider längst wussten.
- 3 WSOP-Bracelets
- Sieger der $50.000 H.O.R.S.E. World Championship 2006
- 1991 in die Poker Hall of Fame aufgenommen
- Land
- USA
- Spitzname
- „Chip“
- Kernargument
- Legendärer Mixed-Cashgame-Spieler
- Quelle
- WSOP – David “Chip” Reese
Erik Seidel
Rang: 7 Langlebigkeit
Erik Seidel ist einer der konstantesten Spitzenspieler der Pokergeschichte. Bekannt wurde er durch seinen zweiten Platz im WSOP Main Event 1988 gegen Johnny Chan, eine Szene, die später durch den Film „Rounders“ zusätzlichen Kultstatus erhielt. Doch Seidel blieb nicht bei diesem frühen Erfolg stehen. Er gewann 10 WSOP-Bracelets, einen WPT-Titel und große High-Roller-Turniere, darunter Erfolge in einer Zeit, in der die Felder theoretisch deutlich stärker wurden.
Seidels Besonderheit ist die stille Langlebigkeit. Während viele Stars durch laute Tischpersönlichkeit, Sponsoring oder Fernsehauftritte berühmt wurden, baute Seidel seine Karriere über Resultate auf. Er ist stark in verschiedenen Varianten, hat sich an moderne High-Roller-Felder angepasst und blieb über Jahrzehnte relevant. Im Vergleich zu Chip Reese ist seine Turnierbilanz deutlich sichtbarer; im Vergleich zu Daniel Negreanu ist seine öffentliche Wirkung geringer. Genau deshalb liegt er auf Rang 7: sportlich herausragend, historisch dauerhaft, aber kulturell weniger prägend als die Namen vor ihm.
- 10 WSOP-Bracelets
- Poker Hall of Fame seit 2010
- Seit den 1980er Jahren auf höchstem Niveau erfolgreich
- Land
- USA
- Spitzname
- „Seiborg“
- Kernargument
- Außergewöhnliche Konstanz über Jahrzehnte
- Quelle
- Card Player – Erik Seidel
Bryn Kenney
Rang: 8 High-Roller-König
Bryn Kenney ist einer der erfolgreichsten Turnierspieler der modernen High-Roller-Ära. In Geldranglisten steht er regelmäßig ganz oben oder in unmittelbarer Nähe zur Spitze. Besonders prägend sind seine Erfolge bei Triton-Events, also Turnieren mit extrem hohen Buy-ins und kleinen, aber sehr starken Feldern. Dort zählen nicht nur Karten, sondern auch Erfahrung gegen Superprofis, Risikobereitschaft und ein sehr spezielles Verständnis für ICM, Short-Deck-Formate und High-Stakes-Dynamik.
Warum steht Kenney trotz gewaltiger Preisgelder nicht höher? Weil moderne High-Roller-Gewinne schwer mit historischen Karrieren vergleichbar sind. Ein einzelnes Event kann heute mehr Preisgeld bringen als frühere Legenden in ihrer gesamten Laufbahn gewinnen konnten. Außerdem sagen Bruttogewinne nichts über Buy-ins, Anteile, Staking oder tatsächlichen Profit. Dennoch ist Kenneys Platz in den Top 10 verdient: Er hat über viele Jahre in den teuersten Turnieren der Welt gewonnen und seine Dominanz nicht nur durch einen Ausreißer erzielt.
- Einer der erfolgreichsten Spieler der All-Time-Money-List
- Extrem stark bei Triton- und Super-High-Roller-Turnieren
- Mehrfacher Millionengewinner in einzelnen Events
- Land
- USA
- Geboren
- 1986
- Kernargument
- Modernes High-Roller-Preisgeldniveau und Konstanz
- Quelle
- Triton Poker – Bryn Kenney
Justin Bonomo
Rang: 9 High-Roller-Dominanz
Justin Bonomo war besonders in den späten 2010er Jahren einer der dominantesten Turnierspieler der Welt. 2018 gewann er das Big One for One Drop und kassierte 10 Millionen Dollar Preisgeld. Dazu kamen zahlreiche High-Roller- und Super-High-Roller-Erfolge. Bonomo ist außerdem ein starker Heads-up-Spieler und war früh sowohl online als auch live erfolgreich. Seine Karriere zeigt den Übergang von der Online-Generation in die moderne Live-High-Roller-Elite.
Im Ranking liegt Bonomo knapp hinter Kenney, weil Kenney in der aktuellen Geldranglisten-Wahrnehmung noch stärker herausragt. Gegenüber historischen Legenden fehlt beiden die lange kulturelle Wirkung eines Brunson, Hellmuth oder Negreanu. Trotzdem ist Bonomos sportliche Qualität enorm. Er gewann nicht einfach nur große Felder mit viel Varianz, sondern wiederholt gegen extrem starke Gegner. Seine Ergebnisse sind ein Beleg dafür, wie stark modernes Poker von Mathematik, Solver-Denken, Vorbereitung und präzisem Bankroll-Management geprägt ist.
- 3 WSOP-Bracelets
- Sieger des Big One for One Drop 2018
- Über Jahre einer der stärksten Super-High-Roller-Spieler
- Land
- USA
- Spitzname
- „ZeeJustin“
- Kernargument
- Dominanz in der modernen High-Roller-Ära
- Quelle
- PokerNews – Justin Bonomo
Stephen Chidwick
Rang: 10 Theorie-Elite
Stephen Chidwick ist einer der besten europäischen Pokerspieler der modernen Ära. Er verbindet hohe Turniergewinne mit einem außergewöhnlich respektierten strategischen Ruf. Chidwick ist kein klassischer Fernsehstar, sondern eher ein Profi der Profi-Szene: analytisch, ruhig, extrem vorbereitet und in vielen Formaten gefährlich. Seine Erfolge reichen von WSOP-Bracelets über Triton-Resultate bis zu zahlreichen High-Roller-Finaltischen.
Sein Platz in den Top 10 beruht auf Konstanz gegen die stärksten Felder der Gegenwart. Moderne High-Roller sind klein, aber extrem dicht besetzt: Viele Gegner arbeiten mit Solver-Analysen, Coachingteams und intensiver Vorbereitung. In solchen Feldern dauerhaft zu gewinnen, ist ein anderes Kunststück als Massenfelder zu schlagen. Chidwick liegt nicht höher, weil ihm im Vergleich zu Negreanu, Hellmuth oder Ivey die breite kulturelle Wirkung fehlt. Rein nach technischer Turnierqualität gehört er jedoch zu den stärksten Spielern überhaupt.
- 2 WSOP-Bracelets
- Über 76 Millionen Dollar Live-Gewinne laut PokerNews-Angabe
- Gilt als einer der besten modernen Turnierspieler
- Land
- Großbritannien
- Geboren
- 1989
- Kernargument
- Konstanz in extrem starken High-Roller-Feldern
- Quelle
- PokerNews – Stephen Chidwick
FAQ: Die 10 besten Pokerspieler der Welt
Wer ist der beste Pokerspieler der Welt?
In diesem Ranking steht Phil Ivey auf Platz 1, weil er Turniererfolge, Cashgame-Ruf, Mixed-Game-Stärke und Respekt unter Profis am stärksten verbindet.
Warum ist Phil Hellmuth trotz 17 Bracelets nicht Platz 1?
Hellmuth ist der erfolgreichste WSOP-Bracelet-Spieler. Phil Ivey gilt jedoch als vielseitigerer Allrounder, besonders in Cashgames und Mixed Games.
Warum stehen moderne Geldlistenführer nicht ganz vorne?
Preisgeldlisten sind durch hohe Buy-ins, Re-Entries und Staking verzerrt. Deshalb zählen auch Titel, Gegnerqualität, Variantenvielfalt und historische Wirkung.
Wer war der größte Cashgame-Spieler?
Chip Reese wird häufig als einer der größten Cashgame-Spieler aller Zeiten genannt. Auch Phil Ivey und Doyle Brunson hatten in High-Stakes-Cashgames enorme Bedeutung.
Ist Poker ein Glücksspiel oder ein Geschicklichkeitsspiel?
Einzelne Hände enthalten viel Zufall. Langfristig entscheiden jedoch Strategie, Mathematik, Psychologie, Disziplin und Gegneranpassung stark über den Erfolg. Glücksspielrisiken bleiben trotzdem relevant.
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