50 Jahre Weltkino, zwei Oscars und einige der berühmtesten Figuren der Filmgeschichte: Robert De Niro gehört zu den Schauspielern, an denen man das moderne amerikanische Kino erklären kann. Vom jungen Vito Corleone über Travis Bickle und Jake LaMotta bis zu Jimmy Conway, Neil McCauley und Frank Sheeran hat De Niro Rollen geprägt, die nicht nur Filmfans kennen, sondern ganze Genres beeinflusst haben.
Dieses Ranking der besten Robert-De-Niro-Filme bewertet nicht nur Beliebtheit, sondern vor allem schauspielerische Leistung, filmhistorische Bedeutung, Kritikeranerkennung, Auszeichnungen und langfristige Wirkung. Berücksichtigt wurden nur Spielfilme, in denen De Niro eine zentrale oder besonders prägende Rolle spielt. Reine Cameos, Ensemblefilme mit sehr kleiner De-Niro-Präsenz und Filme, die eher wegen anderer Stars im Gedächtnis blieben, wurden ausgeschlossen.
So wurde gewertet
Gewertet wurden sechs Kriterien: schauspielerische Leistung von Robert De Niro, filmhistorische Bedeutung, Auszeichnungen und Nominierungen, Kritikerstatus, Einfluss auf spätere Filme sowie die Bedeutung der Rolle innerhalb von De Niros Karriere. Als Datenbasis dienten Oscar-Informationen, AFI- und National-Film-Registry-Einträge, Box-Office-Daten, BFI- und Criterion-Einordnungen sowie etablierte Filmdatenbanken. Neuere Filme wurden nur aufgenommen, wenn sie bereits eine klare kulturelle oder institutionelle Wirkung erreicht haben.
Übersicht
| Rang | Film | Jahr | Regie | De Niro als | Genre | Awards / Fakten | Warum wichtig? |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Der Pate – Teil II | 1974 | Francis Ford Coppola | Vito Corleone | Mafia-Epos | 6 Oscars; De Niros erster Oscar | Perfekte Verbindung aus Zurückhaltung, Mythos und Filmgeschichte |
| 2 | Taxi Driver | 1976 | Martin Scorsese | Travis Bickle | Psychodrama / New Hollywood | Palme d’Or; 4 Oscar-Nominierungen | Eine der ikonischsten Figuren des 1970er-Kinos |
| 3 | Raging Bull | 1980 | Martin Scorsese | Jake LaMotta | Boxdrama | Oscar als bester Hauptdarsteller | De Niros radikalste körperliche und psychologische Transformation |
| 4 | Goodfellas | 1990 | Martin Scorsese | Jimmy Conway | Mafiafilm | National Film Registry; AFI-Gangster-Top-10 | De Niro als kontrollierter Gegenpol zu Pescis Chaos |
| 5 | The Deer Hunter | 1978 | Michael Cimino | Michael Vronsky | Kriegsdrama | 5 Oscars, darunter Bester Film | Starke Ensembleleistung über Trauma, Freundschaft und Verlust |
| 6 | Heat | 1995 | Michael Mann | Neil McCauley | Crime-Thriller | 187 Mio. US-Dollar weltweit | Legendäres Duell De Niro gegen Al Pacino |
| 7 | Casino | 1995 | Martin Scorsese | Sam „Ace“ Rothstein | Mafia- und Las-Vegas-Epos | Sharon Stone Oscar-nominiert; 178 Minuten Laufzeit | De Niro als kühler Manager des organisierten Verbrechens |
| 8 | The King of Comedy | 1982 | Martin Scorsese | Rupert Pupkin | Mediensatire | Heute Kultfilm; starker Einfluss auf spätere Außenseiterfiguren | Eine seiner unterschätztesten Rollen |
| 9 | Joker | 2019 | Todd Phillips | Murray Franklin | Comic-Drama / Thriller | Über 1 Mrd. US-Dollar weltweit; 11 Oscar-Nominierungen | Späte Spiegelrolle zu De Niros Scorsese-Vergangenheit |
| 10 | The Irishman | 2019 | Martin Scorsese | Frank Sheeran | Mafia-Epos | 10 Oscar-Nominierungen; 209 Minuten | Spätes, melancholisches Resümee des De-Niro-Mafiafilms |
Der Pate – Teil II
Rang: 1 Oscar-Rolle
Der Pate – Teil II steht auf Platz 1, weil Robert De Niro hier mit vergleichsweise wenig Dialog eine der größten Schauspielerleistungen des New-Hollywood-Kinos liefert. Als junger Vito Corleone spielt er keine bloße Marlon-Brando-Imitation, sondern baut die Figur von innen neu auf: vorsichtig, beobachtend, höflich und doch zunehmend gefährlich. Gerade diese Zurückhaltung macht die Rolle so stark. De Niro zeigt, wie aus einem armen sizilianischen Einwanderer ein Mann wird, der Schutz, Macht und Gewalt zu einem eigenen System verbindet.
Der Film gewann sechs Oscars, darunter Bester Film, und De Niro erhielt seinen ersten Academy Award als bester Nebendarsteller. Besonders bemerkenswert: Er und Marlon Brando wurden für dieselbe Figur in unterschiedlichen Filmen mit Oscars ausgezeichnet. Gegenüber Taxi Driver und Raging Bull ist die Rolle weniger explosiv, aber filmhistorisch noch größer eingebettet. De Niros Vito ist kein lauter Starauftritt, sondern ein präzises Fundament für eine der bedeutendsten Familiensagas des Kinos. Genau deshalb reicht es für Rang 1.
- De Niros erster Oscar
- Der Film gewann 6 Oscars, darunter Bester Film
- Eine der berühmtesten Prequel-Leistungen der Filmgeschichte
- Jahr
- 1974
- Rolle
- Vito Corleone
- Entscheidende Kennzahl
- Oscar-Gewinn plus außergewöhnliche filmhistorische Bedeutung
- Quelle
- Oscars – Academy Awards 1975
Taxi Driver
Rang: 2 Kultfigur
Taxi Driver ist De Niros ikonischste Rolle. Travis Bickle, der einsame Taxifahrer im heruntergekommenen New York der 1970er, ist zugleich Opfer, Täter, Beobachter und tickende Zeitbombe. De Niro spielt ihn nicht als klassischen Bösewicht, sondern als Mann, dessen Isolation langsam in Wahn und Gewaltfantasie kippt. Die berühmte Spiegelprobe mit „You talkin’ to me?“ wurde zur Popkulturformel, aber der Film ist weit mehr als ein Zitatgenerator.
Martin Scorseses Film gewann 1976 die Goldene Palme in Cannes und erhielt vier Oscar-Nominierungen. Im Vergleich zu Der Pate – Teil II ist Taxi Driver stärker auf De Niros Präsenz zugeschnitten: Fast jede Szene hängt an seiner Körperhaltung, seinem Blick, seiner inneren Spannung. Warum dann nicht Rang 1? Weil Der Pate – Teil II die größere Oscar- und Genrewirkung besitzt. Als Studie urbaner Entfremdung und als De-Niro-Mythos ist Taxi Driver jedoch unübertroffen.
- Gewinner der Goldenen Palme in Cannes 1976
- 4 Oscar-Nominierungen, darunter Bester Film
- Travis Bickle gehört zu den bekanntesten Figuren des New Hollywood
- Jahr
- 1976
- Rolle
- Travis Bickle
- Entscheidende Kennzahl
- Maximale kulturelle Wiedererkennbarkeit einer De-Niro-Figur
- Quelle
- Festival de Cannes – Taxi Driver
Raging Bull
Rang: 3 Transformation
Raging Bull ist De Niros radikalste Schauspielarbeit. Für Jake LaMotta trainierte er nicht nur wie ein Boxer, sondern veränderte später auch sichtbar seinen Körper, um den gealterten, selbstzerstörerischen LaMotta glaubwürdig zu spielen. Doch die körperliche Transformation ist nur ein Teil der Leistung. Noch stärker ist, wie De Niro Eifersucht, Gewalt, Scham, Stolz und Selbsthass in eine Figur legt, die kaum sympathisch ist und trotzdem nie uninteressant wird.
Der Film brachte De Niro den Oscar als bester Hauptdarsteller. Scorseses Schwarzweiß-Inszenierung, der harte Schnitt und die fast opernhafte Darstellung der Boxkämpfe machen Raging Bull zu einem der wichtigsten Sportdramen überhaupt. Gegenüber Taxi Driver ist der Film weniger popkulturell zitierbar, aber handwerklich vielleicht noch konzentrierter. Rang 3 entsteht deshalb aus einem knappen Abwägen: Raging Bull ist De Niros intensivste Performance, während die beiden oberen Plätze noch stärker als kulturelle Monumente wirken.
- Oscar als bester Hauptdarsteller für De Niro
- Eine der berühmtesten körperlichen Rollenverwandlungen des Kinos
- Gilt als einer der besten Sportfilme aller Zeiten
- Jahr
- 1980
- Rolle
- Jake LaMotta
- Entscheidende Kennzahl
- De Niros stärkste Hauptrollen-Auszeichnung und extrem anspruchsvolle Rollenarbeit
- Quelle
- Oscars – Academy Awards 1981
Goodfellas
Rang: 4 Gangster-Essential
In Goodfellas ist De Niro nicht der lauteste Spieler, aber einer der gefährlichsten. Als Jimmy Conway verkörpert er eine Mafiafigur, deren Freundlichkeit jederzeit in Kalkül umschlagen kann. Der Film gehört Henry Hill und Joe Pescis Tommy, doch De Niro gibt dem Ganzen Gewicht: Jimmy ist der Mann, der lächelt, beobachtet und entscheidet, wann jemand verschwinden muss. Diese kontrollierte Kälte unterscheidet die Rolle deutlich von Travis Bickle oder Jake LaMotta.
Für Rang 4 spricht vor allem die enorme Genre-Wirkung. Goodfellas steht im AFI-Ranking der Gangsterfilme auf Platz 2 und wurde ins National Film Registry aufgenommen. Der Film prägt bis heute, wie moderne Mafia-Geschichten erzählt werden: mit Voice-over, Popmusik, Tempo, Alltagsbanalität und plötzlicher Gewalt. Gegenüber Raging Bull ist De Niros Rolle kleiner, aber der Film selbst gehört zu den wichtigsten Gangsterfilmen aller Zeiten. Deshalb ist Platz 4 klar verdient.
- Einer der einflussreichsten Mafiafilme nach Der Pate
- AFI listet Goodfellas auf Platz 2 der Gangsterfilme
- De Niro spielt Jimmy Conway als ruhigen, tödlichen Machtmenschen
- Jahr
- 1990
- Rolle
- Jimmy Conway
- Entscheidende Kennzahl
- Sehr hoher Genre-Einfluss bei starker Ensembleleistung
- Quelle
- AFI – Top Ten Gangster Movies
The Deer Hunter
Rang: 5 Kriegsdrama
The Deer Hunter ist kein typischer De-Niro-Starfilm, sondern ein großes Ensemble- und Traumadrama. De Niro spielt Michael Vronsky, einen Stahlarbeiter aus Pennsylvania, dessen Leben durch den Vietnamkrieg und dessen Folgen zerbrochen wird. Die Rolle verlangt weniger ikonische Gesten als innere Spannung: Michael ist Jäger, Freund, Überlebender und Zeuge einer zerstörten Gemeinschaft. Gerade diese Zurückhaltung macht De Niros Spiel so wirkungsvoll.
Der Film gewann fünf Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie, und erhielt insgesamt neun Nominierungen. Seine berühmten Russisch-Roulette-Szenen sind bis heute kontrovers, weil sie historisch nicht als realistische Vietnamdarstellung gelten, aber als filmisches Symbol für Trauma und Kontrollverlust enorm wirkungsvoll sind. Im Ranking landet The Deer Hunter hinter den Scorsese- und Coppola-Klassikern, weil De Niros Rolle weniger popkulturell dominant ist. Als ernstes Drama über Freundschaft, Krieg und Verlust gehört der Film aber klar in seine Top 5.
- 5 Oscars, darunter Bester Film
- De Niro erhielt eine Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller
- Wichtiger Film über Vietnam-Trauma und zerstörte Arbeitergemeinschaften
- Jahr
- 1978
- Rolle
- Michael Vronsky
- Entscheidende Kennzahl
- Oscar-prämiertes Ensemble-Drama mit starker De-Niro-Hauptrolle
- Quelle
- Oscars – Academy Awards 1979
Heat
Rang: 6 Crime-Klassiker
Heat ist der große moderne Crime-Thriller mit Robert De Niro und Al Pacino – und gerade deshalb filmhistorisch besonders reizvoll. De Niro spielt Neil McCauley, einen hochprofessionellen Räuber, der nach strengen Regeln lebt und jede Bindung aufgeben will, sobald sie zur Schwäche wird. Das macht ihn zum Gegenbild zu Pacinos Detective Hanna: Beide sind besessen von ihrem Beruf, beide sind einsam, beide erkennen im anderen einen Spiegel.
Die berühmte Diner-Szene, in der De Niro und Pacino erstmals wirklich gemeinsam auftreten, ist ein stiller Höhepunkt des 1990er-Kinos. Dazu kommt die Bankraubsequenz in Los Angeles, die viele spätere Action- und Polizeifilme beeinflusste. Kommerziell spielte Heat weltweit rund 187 Millionen US-Dollar ein. Warum nicht höher? Weil De Niros größte Schauspielmomente in den Top 5 noch prägender sind. Als kontrollierter Profi-Gangster und als Teil eines der berühmtesten Schauspielduelle des Genres ist Heat trotzdem unverzichtbar.
- Legendäres Leinwandduell zwischen De Niro und Al Pacino
- Weltweites Einspiel von rund 187 Millionen US-Dollar
- Die Bankraubszene gilt als Referenz moderner Actioninszenierung
- Jahr
- 1995
- Rolle
- Neil McCauley
- Entscheidende Kennzahl
- Hohe Genre-Wirkung plus ikonisches De-Niro/Pacino-Aufeinandertreffen
- Quelle
- Box Office Mojo – Heat
Casino
Rang: 7 Las Vegas
Casino wirkt auf den ersten Blick wie ein Nachfolger von Goodfellas, ist aber deutlich stärker ein Film über Systeme. De Niro spielt Sam „Ace“ Rothstein, einen Glücksspiel-Experten, der für die Mafia ein Casino in Las Vegas kontrolliert. Anders als viele seiner Gangsterfiguren ist Ace kein Mann spontaner Gewalt, sondern ein Manager: präzise, eitel, aufmerksam und abhängig davon, dass eine kriminelle Ordnung geschäftlich funktioniert.
Diese Rolle ist wichtig, weil De Niro hier weniger eruptiv spielt als in seinen berühmtesten Arbeiten. Er zeigt Macht als Verwaltung, nicht als Ausbruch. Neben Sharon Stone und Joe Pesci entsteht ein großes Drama über Geld, Kontrolle und Zerfall. Casino erhielt eine Oscar-Nominierung für Sharon Stone und gilt heute als einer der detailreichsten Mafiafilme über Las Vegas. Gegenüber Goodfellas fehlt etwas Frische, dafür ist der Film als Wirtschaftsgeschichte des organisierten Verbrechens außergewöhnlich dicht. Rang 7 spiegelt genau diese Stärke wider.
- De Niro spielt Gangstermacht als Management und Kontrolle
- Sharon Stone erhielt eine Oscar-Nominierung
- 178 Minuten Laufzeit und enorme Detailfülle über Las Vegas und Mafia-Geld
- Jahr
- 1995
- Rolle
- Sam „Ace“ Rothstein
- Entscheidende Kennzahl
- Starke Spätphase der Scorsese-De-Niro-Mafiafilme
- Quelle
- Oscars – Academy Awards 1996
The King of Comedy
Rang: 8 Unterschätzt
The King of Comedy war bei Erscheinen kein großer Publikumserfolg, ist aber rückblickend einer der hellsichtigsten Filme in De Niros Karriere. Als Rupert Pupkin spielt er einen erfolglosen Möchtegern-Komiker, der Ruhm nicht erarbeitet, sondern erzwingen will. Die Figur ist unangenehm, peinlich und zugleich erschreckend modern: Pupkin lebt in einer Fantasiewelt, in der Prominenz wichtiger ist als Talent und Medienpräsenz zur Lebensberechtigung wird.
De Niro spielt hier gegen viele Erwartungen. Statt körperlicher Bedrohung oder stiller Mafia-Autorität zeigt er soziale Verzweiflung, narzisstische Kränkung und komische Fremdscham. Im Vergleich zu Taxi Driver ist der Film weniger düster, aber thematisch eng verwandt: Wieder geht es um einen Außenseiter, der sich in eine öffentliche Figur verwandeln will. Der Einfluss auf spätere Medien- und Außenseiterdramen ist groß, besonders sichtbar wurde das durch die Nähe zu Joker. Platz 8 würdigt diesen späten Bedeutungsgewinn.
- Heute deutlich höher geschätzt als bei Kinostart
- De Niro zeigt eine seltene Mischung aus Komik und Unbehagen
- Wichtiger Vorläufer moderner Filme über Ruhm, Medien und Kränkung
- Jahr
- 1982
- Rolle
- Rupert Pupkin
- Entscheidende Kennzahl
- Außergewöhnliche Langzeitwirkung als Mediensatire
- Quelle
- Criterion – The King of Comedy
Joker
Rang: 9 Spiegelrolle
Joker ist kein klassischer Robert-De-Niro-Film, aber ein wichtiger Spätauftritt, weil er De Niros eigene Filmgeschichte spiegelt. Als Talkshow-Moderator Murray Franklin steht er auf der anderen Seite jener Außenseiterdynamik, die De Niro Jahrzehnte zuvor in Taxi Driver und The King of Comedy verkörpert hatte. Er ist nicht Zentrum des Films, aber seine Figur wird zum Katalysator für Arthur Flecks endgültige Selbstinszenierung.
Der Film spielte weltweit über eine Milliarde US-Dollar ein und erhielt elf Oscar-Nominierungen. Für De Niros Ranking ist entscheidend, dass seine Besetzung mehr bedeutet als ein prominenter Nebenrollenname. Sie stellt eine direkte Verbindung zum Kino der 1970er und 1980er her und macht Joker zu einer Art dunklem Echo auf frühere De-Niro-Figuren. Warum nur Rang 9? Weil Joaquin Phoenix klar im Mittelpunkt steht und De Niro keine Hauptrolle trägt. Als selbstreflexiver Spätauftritt bleibt der Film dennoch relevant.
- Weltweit über 1 Milliarde US-Dollar Einspiel
- 11 Oscar-Nominierungen, darunter Bester Film
- De Niros Rolle verweist bewusst auf Taxi Driver und The King of Comedy
- Jahr
- 2019
- Rolle
- Murray Franklin
- Entscheidende Kennzahl
- Größter kommerzieller Film mit zentralem De-Niro-Nebenauftritt
- Quelle
- Box Office Mojo – Joker
The Irishman
Rang: 10 Spätwerk
The Irishman ist kein explosiver Gangsterfilm, sondern ein langsames Alterswerk. De Niro spielt Frank Sheeran, einen Gewerkschaftsmann und Auftragskiller, dessen Leben über Jahrzehnte mit Mafia, Politik und Jimmy Hoffa verbunden ist. Der Film wirkt wie ein melancholischer Gegenentwurf zu Goodfellas und Casino: weniger Rausch, weniger Glamour, mehr Müdigkeit, Schuld und Leere.
Mit 209 Minuten Laufzeit und digitaler Verjüngung ist The Irishman auch technisch und erzählerisch ein Sonderfall. Der Film erhielt zehn Oscar-Nominierungen, darunter Bester Film und Beste Regie. De Niro selbst wurde nicht nominiert, doch seine ruhige, fast ausgebrannte Präsenz trägt den Film. Warum nur Rang 10? Weil die digitale Glättung und das sehr langsame Tempo umstritten bleiben. Als spätes Resümee der Scorsese-De-Niro-Mafiafilme ist The Irishman aber unverzichtbar.
- 10 Oscar-Nominierungen
- Spätes Wiedersehen von De Niro, Scorsese, Joe Pesci und Al Pacino
- Melancholischer Gegenentwurf zu den energiegeladenen Mafiafilmen der 1990er
- Jahr
- 2019
- Rolle
- Frank Sheeran
- Entscheidende Kennzahl
- Wichtiges Spätwerk mit hoher Oscar-Anerkennung
- Quelle
- Oscars – Academy Awards 2020
FAQ: Die besten Robert-De-Niro-Filme
Welcher ist der beste Robert-De-Niro-Film?
In diesem Ranking liegt Der Pate – Teil II vorne, weil De Niro dafür seinen ersten Oscar gewann und die Rolle des jungen Vito Corleone filmhistorisch außergewöhnlich bedeutend ist.
Warum ist Taxi Driver nicht auf Platz 1?
Taxi Driver ist De Niros ikonischste Rolle, aber Der Pate – Teil II verbindet Oscar-Erfolg, Genrewirkung und filmhistorische Bedeutung noch stärker.
Für welchen Film gewann Robert De Niro den Oscar als bester Hauptdarsteller?
Robert De Niro gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller für Raging Bull, in dem er den Boxer Jake LaMotta spielte.
Welche Robert-De-Niro-Filme mit Martin Scorsese sind besonders wichtig?
Besonders wichtig sind Taxi Driver, Raging Bull, Goodfellas, Casino, The King of Comedy und The Irishman.
Warum fehlt Cape Fear in der Top 10?
Cape Fear ist ein starker Thriller und De Niro wurde dafür Oscar-nominiert. Im Gesamtvergleich hatten die gelisteten Filme jedoch größeren Einfluss auf seine Karriere und die Filmgeschichte.







