Die 10 besten Weihnachtsfilme

Die 10 besten Weihnachtsfilme

Welche Weihnachtsfilme schauen Menschen immer und immer wieder – egal ob im linearen TV, im Stream oder auf der alten DVD? Diese Liste versammelt die 10 besten Weihnachtsfilme, die sich weltweit als Klassiker oder moderne Kultfilme etabliert haben. Berücksichtigt werden traditionelle Familienfilme, romantische Komödien und sogar Action – Hauptsache, Weihnachten spielt eine zentrale Rolle und der Film ist rund um die Feiertage ein Dauerbrenner.

Sortiert wird nach einer Mischung aus filmischer Qualität, Weihnachtsatmosphäre und popkulturellem Einfluss. Entscheidend ist also nicht nur Nostalgie, sondern auch, wie stark ein Film das Bild von Weihnachten im Kino geprägt hat.

Übersicht

  1. Ist das Leben nicht schön? (It’s a Wonderful Life, 1946)
  2. Kevin – Allein zu Haus (Home Alone, 1990)
  3. Stirb langsam (Die Hard, 1988)
  4. Tatsächlich… Liebe (Love Actually, 2003)
  5. Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street, 1947)
  6. Buddy – Der Weihnachtself (Elf, 2003)
  7. Schöne Bescherung (National Lampoon’s Christmas Vacation, 1989)
  8. A Christmas Story (1983)
  9. Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (The Muppet Christmas Carol, 1992)
  10. Nightmare Before Christmas (The Nightmare Before Christmas, 1993)
Top-10-Übersicht der besten Weihnachtsfilme
Rang Film (Originaltitel) Jahr Land Subgenre Weihnachtsfaktor (0–100)
1 Ist das Leben nicht schön? (It’s a Wonderful Life) 1946 USA Fantasy-Drama

100 / 100

2 Kevin – Allein zu Haus (Home Alone) 1990 USA Familienkomödie

97 / 100

3 Stirb langsam (Die Hard) 1988 USA Actionthriller

90 / 100

4 Tatsächlich… Liebe (Love Actually) 2003 UK/USA/FR Romantikkomödie

95 / 100

5 Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street) 1947 USA Familienfilm

94 / 100

6 Buddy – Der Weihnachtself (Elf) 2003 USA Comedy

93 / 100

7 Schöne Bescherung (Christmas Vacation) 1989 USA Slapstick-Komödie

92 / 100

8 A Christmas Story 1983 USA/Kanada Nostalgie-Komödie

91 / 100

9 Die Muppets-Weihnachtsgeschichte 1992 USA/UK Musical-Familienfilm

90 / 100

10 Nightmare Before Christmas 1993 USA Stop-Motion-Fantasy

88 / 100

Ist das Leben nicht schön? (It’s a Wonderful Life, 1946)

Rang: 1

Kaum ein Film ist so sehr mit Weihnachten verschmolzen wie Frank Capras „It’s a Wonderful Life“. Die Geschichte von George Bailey, der kurz vor Heiligabend glaubt, sein Leben sei gescheitert, wirkt wie ein emotionaler Gegenentwurf zu oberflächlichem Feiertagsglitter. Der Schutzengel Clarence zeigt ihm, wie Bedford Falls ohne ihn aussehen würde – eine düstere Parallelwelt, in der Solidarität und Nächstenliebe fehlen. Erst dadurch erkennt George, dass sein scheinbar unspektakulärer Alltag unzählige Menschen berührt hat. Genau diese Botschaft macht den Film zu einem Dauerklassiker: Weihnachten ist nicht die große Geste oder das perfekte Geschenk, sondern die Summe kleiner, menschlicher Entscheidungen. Formal verbindet der Film Fantasy-Elemente mit sozialkritischem Drama, ohne jemals zynisch zu werden. Die Schwarzweiß-Bilder, der Schneefall in der finalen Straßenszene und das gemeinsame Singen von „Auld Lang Syne“ sind so ikonisch, dass viele TV-Sender den Film jedes Jahr wiederholen. Zudem wurde er in den USA in das National Film Registry aufgenommen und gilt als einer der inspirierendsten Filme der amerikanischen Kinogeschichte. Wer nur einen einzigen Weihnachtsfilm sehen möchte, findet hier den Prototyp dessen, was „Weihnachtsgefühl“ im Kino bedeutet.

  • Wird seit Jahrzehnten rund um Weihnachten im Fernsehen gezeigt und gilt als Inbegriff des klassischen Weihnachtsfilms.
  • Verknüpft ein warmherziges Familienfinale mit existenziellen Fragen nach Sinn, Verantwortung und Gemeinschaft.
  • Wurde von der Library of Congress als „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutsam“ ins National Film Registry aufgenommen.
Regie / Jahr
Frank Capra, 1946
Stimmung
emotional, hoffnungsvoll, leicht nostalgisch
Weihnachtsfaktor
Spielt direkt an Weihnachten und kulminiert in einem berührenden Fest der Gemeinschaft.

100 / 100

Quelle
Encyclopædia Britannica – It’s a Wonderful Life

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Kevin – Allein zu Haus (Home Alone, 1990)

Rang: 2

„Home Alone“ ist der vielleicht perfekteste Familien-Weihnachtsfilm der 90er: gleichzeitig herrlich albern und überraschend warmherzig. Die Ausgangslage ist legendär: Die Großfamilie fliegt hektisch nach Paris, der achtjährige Kevin bleibt versehentlich allein im Haus zurück – und bekommt es mit zwei unfähigen Einbrechern zu tun. Was folgt, ist ein Feuerwerk aus Slapstick-Fallen, die wie ein Live-Action-Cartoon funktionieren und Kinderherzen höherschlagen lassen. Zugleich erzählt der Film von Einsamkeit, Überforderung und dem Wunsch, von der eigenen Familie wirklich gesehen zu werden. Kevin genießt zunächst seine Freiheit, merkt aber schnell, dass Weihnachten ohne Menschen, die man liebt, hohl ist. Die Versöhnung mit der Mutter und die stille Nebenhandlung um den einsamen Nachbarn geben dem Chaos eine emotionale Tiefe, die viele moderne Familienkomödien vermissen lassen. John Williams’ Musik und das festlich geschmückte Chicago-Haus sorgen für unverwechselbare Weihnachtsoptik. Dazu kommt der enorme kulturelle Fußabdruck: Der Film dominierte damals weltweit die Kinokassen und wird bis heute in Endlosschleife im TV wiederholt. Für viele ist „Kevin – Allein zu Haus“ zum Ritual geworden – man kennt jede Falle, lacht aber trotzdem jedes Mal aufs Neue.

  • Weltweit erfolgreicher Familienfilm, der Weihnachten, Slapstick und Coming-of-Age-Geschichte kombiniert.
  • Brach Anfang der 1990er mehrere Box-Office-Rekorde und machte Macaulay Culkin zum Kinderstar.
  • Das Haus und Kevins Fallenarsenal gehören zu den ikonischsten Bildern moderner Weihnachtsfilme.
Regie / Jahr
Chris Columbus, 1990
Stimmung
laut, verspielt, sehr familienkompatibel
Weihnachtsfaktor
Spielt komplett in der Vorweihnachtszeit, inklusive Heiligabend-Finale mit Familienversöhnung.

97 / 100

Quelle
Wikipedia – Home Alone

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Stirb langsam (Die Hard, 1988)

Rang: 3

Kaum ein Film wird so hitzig als Weihnachtsfilm diskutiert wie „Die Hard“. Objektiv betrachtet spielt der Actionthriller an Heiligabend, während einer Firmenweihnachtsfeier, inklusive Weihnachtsdeko, Geschenken und „Let It Snow“ im Abspann. Inhaltlich folgt er dem Polizisten John McClane, der im Nakatomi Plaza in Los Angeles eine Geiselnahme vereiteln muss – mit nackten Füßen, bissigem Humor und jede Menge improvisiertem Heldentum. Was den Film für viele zum Weihnachtsklassiker macht, ist der Kontrast: Zwischen Lichterketten und Pseudo-Weihnachtsfrieden entlarvt er gierige Gangster, korrupte Autoritäten und die bröckelnde Oberfläche der 80er-Businesswelt. Gleichzeitig erzählt er von einem Mann, der alles riskiert, um seine Ehe zu retten und zu seiner Familie zurückzufinden – ein sehr weihnachtliches Motiv, nur eben inmitten von Explosionen und Glasscherben. Die ikonische Figur Hans Gruber, Bruce Willis’ lakonische One-Liner und die klaustrophobische Hochhausatmosphäre machten „Die Hard“ zu einem der einflussreichsten Actionfilme überhaupt. Ob man ihn als „richtigen“ Weihnachtsfilm einordnet, ist fast schon nebensächlich – zur festen Dezember-Tradition vieler Fans gehört er längst.

  • Spielt während einer Weihnachtsfeier im Nakatomi Plaza in Los Angeles, inklusive vieler visueller Festtagsmotive.
  • Gilt als Meilenstein des modernen Actionkinos und prägt bis heute das „Ein Held gegen viele Gegner im Gebäude“-Subgenre.
  • Der anhaltende Streit, ob es sich um einen Weihnachtsfilm handelt, hat dem Film zusätzlichen Kultstatus eingebracht.
Regie / Jahr
John McTiernan, 1988
Stimmung
spannend, ironisch, eher erwachsen
Weihnachtsfaktor
Weihnachtssetting und Familienmotiv, aber klarer Actionfokus – perfekt für alle, die es weniger besinnlich mögen.

90 / 100

Quelle
Rotten Tomatoes – Die Hard

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Tatsächlich… Liebe (Love Actually, 2003)

Rang: 4

„Love Actually“ ist so etwas wie der moderne Standard für romantische Weihnachtsfilme – geliebt, parodiert, diskutiert, aber kaum zu ignorieren. In neun miteinander verwobenen Geschichten rund um London kurz vor Weihnachten erzählt der Film von allen Schattierungen der Liebe: von jugendlicher Verknalltheit über frisch entstehende Beziehungen bis hin zu Ehekrisen und unerfüllter Zuneigung. Ein Premierminister verliebt sich in eine Mitarbeiterin, ein Witwer hilft seinem Stiefsohn beim ersten Liebeskummer, eine Ehefrau ahnt den Seitensprung ihres Mannes – und zwischendurch versucht ein abgehalfterter Rocker mit einem grob getexteten Weihnachtslied ein Comeback. Was den Film zum Weihnachtsklassiker macht, ist die Mischung aus Humor, Kitsch und ehrlichen, manchmal schmerzhaften Momenten. Die Kulisse aus Lichterketten, Weihnachtsfeiern und typischen London-Bildern verstärkt den Festtagscharakter, während der Soundtrack (von Mariah Carey bis Joni Mitchell) längst selbst zur Advents-Playlist gehört. Nicht jede Episode ist unumstritten, aber gerade die Vielfalt der Tonlagen sorgt dafür, dass sich viele Zuschauer irgendwo wiederfinden. „Tatsächlich… Liebe“ ist damit so etwas wie ein emotionales Wimmelbild der Vorweihnachtszeit.

  • Ensemblefilm mit Starbesetzung, der mehrere Liebesgeschichten rund um Weihnachten miteinander verknüpft.
  • Wurde zum internationalen Publikumserfolg und ist bis heute fester Bestandteil vieler TV-Programme im Dezember.
  • Vereint romcom-hafte Wunschträume mit bittersüßen Momenten und ikonischen Szenen (Stichwort: Pappschilder vor der Haustür).
Regie / Jahr
Richard Curtis, 2003
Stimmung
romantisch, humorvoll, stellenweise melancholisch
Weihnachtsfaktor
Spielt komplett in der Vorweihnachtszeit und kulminiert im Heiligabend-Flughafenfinale.

95 / 100

Quelle
Wikipedia – Love Actually

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Das Wunder von Manhattan (Miracle on 34th Street, 1947)

Rang: 5

„Miracle on 34th Street“ ist der Film, der die Frage „Glaubst du an den Weihnachtsmann?“ in ein warmherziges Gerichtsdrama verwandelt. Im Mittelpunkt steht Kris Kringle, ein älterer Herr, der als Kaufhaus-Weihnachtsmann beim New Yorker Macy’s arbeitet – und behauptet, der echte Santa Claus zu sein. Während er Kindern zuhört und ihnen unkonventionell hilft, geraten die Erwachsenen in einen Glaubenskonflikt: Ist Kris einfach nur freundlich exzentrisch oder steckt doch mehr dahinter? Die Handlung bewegt sich geschickt zwischen Alltagssatire (Kaufhäuser, Werbung, Konkurrenz) und echter Magie, ohne diese je vollständig zu erklären. Besonders stark ist die Dynamik zwischen Kris und der kleinen Susan, die von ihrer nüchternen Mutter zu rationalem Denken erzogen wurde und nun langsam lernt, dass ein bisschen Glaube und Fantasie zum Weihnachtsfest dazugehören. Der Film wurde mehrfach neu verfilmt, doch das Original von 1947 strahlt eine zeitlose Wärme aus, die moderne Remakes selten erreichen. New York zur Weihnachtszeit, klassische Schwarzweiß-Optik und eine Prise Rechtsdramatik machen „Das Wunder von Manhattan“ zu einem idealen Film für gemütliche Adventssonntage.

  • Spielt zwischen Thanksgiving-Parade und Weihnachtszeit im New York der 1940er Jahre.
  • Verbindet Kaufhaus-Satire, Familiengeschichte und märchenhafte Elemente rund um den „echten“ Weihnachtsmann.
  • Gehört in den USA zu den meistgezeigten klassischen Weihnachtsfilmen und prägte das Santa-Bild im Kino stark.
Regie / Jahr
George Seaton, 1947
Stimmung
herzlich, leicht, mit einem Hauch Märchen
Weihnachtsfaktor
Kaufhaus-Santa, Wunschzettel, Gerichtssaal-Wunder – hier dreht sich alles um den Weihnachtsmann.

94 / 100

Quelle
Encyclopædia Britannica – Miracle on 34th Street

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Buddy – Der Weihnachtself (Elf, 2003)

Rang: 6

„Elf“ ist die Sorte Weihnachtsfilm, bei der man anfangs denkt: Das kann doch nur albern werden – und dann plötzlich mitten in einem extrem charmanten Wohlfühlfilm sitzt. Will Ferrell spielt Buddy, einen Menschen, der als Baby versehentlich mit dem Geschenkesack zum Nordpol kam und dort von Weihnachtsmanns-Elfen großgezogen wurde. Als Erwachsener ist er immer noch komplett elfisch: naiv, überschwänglich, zuckersüchtig und grenzenlos optimistisch. Als Buddy erfährt, dass er eigentlich aus New York stammt, macht er sich in voller Elfenmontur auf den Weg in die Großstadt, um seinen leiblichen Vater zu finden. Aus dieser Kulturkollision – naiver Weihnachtsglaube trifft abgebrühte Metropole – zieht „Elf“ einen Großteil seines Humors. Gleichzeitig funktioniert der Film als Geschichte über zweite Chancen, familiäre Versöhnung und den Mut, sich kindliche Begeisterung zu bewahren. Die Mischung aus Slapstick, ehrlicher Rührung und liebevollen Referenzen an klassische Weihnachtsspecials hat dafür gesorgt, dass „Elf“ in nur zwei Jahrzehnten vom Newcomer zum festen Bestandteil vieler Advents-Programmpläne aufgestiegen ist.

  • Will Ferrells Verkörperung von Buddy gilt als eine seiner ikonischsten Comedy-Rollen.
  • Der Film kombiniert Nordpol-Fantasy mit New-York-Weihnachtsromantik in der Tradition klassischer Holiday-Movies.
  • „Elf“ entwickelte sich vom soliden Kinohit zum modernen Kultfilm mit hoher Wiederschau-Rate in der Weihnachtszeit.
Regie / Jahr
Jon Favreau, 2003
Stimmung
sehr verspielt, herzlich, familienfreundlich
Weihnachtsfaktor
Nordpol, Weihnachtsmann, Singerei im Kaufhaus – mehr Weihnachtsfeeling geht kaum.

93 / 100

Quelle
Wikipedia – Elf (film)

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Schöne Bescherung (National Lampoon’s Christmas Vacation, 1989)

Rang: 7

Wer Weihnachten eher als Stress-Test denn als besinnliches Fest erlebt, fühlt sich bei den Griswolds bestens aufgehoben. In „Christmas Vacation“ versucht Familienoberhaupt Clark Griswold, die perfekte, altmodische Familienweihnacht auf die Beine zu stellen – mit Lichterketten-Overkill, großem Weihnachtsbaum und allen Verwandten unter einem Dach. Was folgt, ist ein chaotischer Reigen aus Stromausfällen, explodierenden Truthähnen, kaputten Fenstern und eskalierenden Nachbarschaftsstreitigkeiten. Der Humor ist teils derb, aber erstaunlich treffsicher, wenn es um familiäre Erwartungen und den Druck geht, an Weihnachten „alles richtig zu machen“. Gerade weil nichts funktioniert, bleibt der Film so sympathisch: Am Ende zählt nicht die perfekte Deko, sondern dass man trotz aller Pannen zusammenhält. „Schöne Bescherung“ ist damit eine Art Antithese zu idealisierten Weihnachtsfilmen, ohne die Festtagsstimmung komplett zu zerstören. Die exzessive Beleuchtung von Clarks Haus und die zahlreichen Katastrophen sind längst Kult – und für viele Zuschauende fast schon tröstlich, wenn das eigene Fest mal wieder anders läuft als geplant.

  • Dritter Teil der „Vacation“-Reihe, der sich ganz auf die Weihnachtszeit konzentriert.
  • Vereint Slapstick, Familienwahnsinn und beißende Alltagsbeobachtung rund um das Fest der Liebe.
  • Hat sich vom eher gemischt aufgenommenen Kinofilm zum TV-Dauerbrenner und Kultklassiker entwickelt.
Regie / Jahr
Jeremiah S. Chechik, 1989
Stimmung
chaotisch, laut, aber im Kern herzlich
Weihnachtsfaktor
Vom Baum über die Beleuchtung bis zur Firmen-Weihnachtsprämie dreht sich alles um das perfekte Fest – und dessen Scheitern.

92 / 100

Quelle
Wikipedia – Christmas Vacation

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A Christmas Story (1983)

Rang: 8

„A Christmas Story“ ist außerhalb des englischsprachigen Raums weniger bekannt, in den USA aber ein absoluter Kultfilm – so sehr, dass ihn einige Sender rund um Weihnachten in 24-Stunden-Schleife ausstrahlen. Erzählt wird aus der Perspektive des erwachsenen Ralphie, der sich an einen Weihnachtswinter in den 1940ern erinnert. Sein größter Wunsch: ein Red-Ryder-Luftgewehr. Zwischen diesem fixen Ziel und ihm stehen skeptische Eltern, eine überbesorgte Lehrerin und ein Kaufhaus-Weihnachtsmann, die alle denselben Satz parat haben: „You’ll shoot your eye out.“ Der Film lebt nicht von großen Wendungen, sondern von detailverliebten Beobachtungen: zu enge Schneeanzüge, peinliche Familienfotos, fragwürdige Geschenke, die erste Begegnung mit einem echten Santa im Kaufhaus. Dabei gelingt ihm der seltene Spagat, nostalgisch zu sein, ohne verklärt zu wirken. Die Kindheit wird als Mischung aus kleinen Demütigungen, absurden Ritualen und aufrichtiger Begeisterung gezeigt – genau so, wie viele ihre eigenen Weihnachts-Erinnerungen empfinden. Die Warmherzigkeit des Films und sein trockener Humor haben ihm letztlich sogar einen Platz im National Film Registry eingebracht.

  • Basierend auf semi-autobiografischen Geschichten von Jean Shepherd, der auch als Erzähler fungiert.
  • In Nordamerika fester Bestandteil der TV-Weihnacht, inklusive 24-Stunden-Marathons einer einzigen Sendergruppe.
  • Verbindet nostalgische 1940er-Atmosphäre mit Humor, der auch heute noch erstaunlich frisch wirkt.
Regie / Jahr
Bob Clark, 1983
Stimmung
nostalgisch, humorvoll, leicht schräg
Weihnachtsfaktor
Weihnachtswünsche, Kaufhaus-Santa, Familienchaos – alles dreht sich um ein einziges Fest.

91 / 100

Quelle
Wikipedia – A Christmas Story

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Die Muppets-Weihnachtsgeschichte (The Muppet Christmas Carol, 1992)

Rang: 9

Charles Dickens’ „A Christmas Carol“ wurde unzählige Male verfilmt, doch keine Version ist so verspielt und zugleich erstaunlich werkgetreu wie „The Muppet Christmas Carol“. Die Muppets übernehmen fast alle Rollen, aber an der Spitze steht ein sehr ernst spielender Michael Caine als Ebenezer Scrooge. Genau dieser Kontrast – ein knallharter, bitterer Geizhals, der von sprechenden Fröschen, Schweinen und Ratten umgeben ist – macht den Reiz des Films aus. Die Songs sind eingängig, die Kulissen wirken wie liebevoll gebaute Theaterbühnen, und dennoch bleiben die zentralen Themen des Originals intakt: Reue, Mitgefühl und die Möglichkeit, sich zu ändern. Für viele jüngere Zuschauer war diese Version der erste Kontakt mit der berühmten Weihnachtsgeschichte; für Erwachsene ist sie ein Fest aus Meta-Humor und Nostalgie. Der Film hat im Laufe der Jahre immer mehr Anerkennung gewonnen und gilt heute als eine der besten Dickens-Adaptionen überhaupt – gerade weil er zeigt, dass man eine moralische Geschichte erzählen kann, ohne auf kindlichen Spaß und anarchischen Humor zu verzichten.

  • Verbindet den klassischen Stoff von „A Christmas Carol“ mit den Figuren der Muppets und Musical-Elementen.
  • Michael Caine spielt Scrooge völlig ernst, was die Muppet-Gags noch besser wirken lässt.
  • Hat sich vom moderaten Kinoerfolg zu einem der beliebtesten Weihnachtsfilme vieler Familien entwickelt.
Regie / Jahr
Brian Henson, 1992
Stimmung
herzlich, musikalisch, mit viel augenzwinkerndem Humor
Weihnachtsfaktor
Klassische Weihnachtsgeschichte mit Geistern, Moral und Happy End – nur eben mit Muppets.

90 / 100

Quelle
Wikipedia – The Muppet Christmas Carol

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Nightmare Before Christmas (The Nightmare Before Christmas, 1993)

Rang: 10

Ist „Nightmare Before Christmas“ ein Halloween- oder ein Weihnachtsfilm? Die Antwort lautet im Grunde: beides – und genau das macht ihn so besonders. Jack Skellington, der „Kürbiskönig“ von Halloween Town, ist gelangweilt von immer denselben Schreckensritualen. Als er zufällig in Christmas Town stolpert, ist er fasziniert von Lichterketten, Geschenken und warmem Kerzenschein. In seiner Begeisterung beschließt er, Weihnachten kurzerhand selbst zu übernehmen – allerdings mit der ästhetischen Handschrift von Halloween. Heraus kommt eine herrlich schiefe Mischung aus Grusel und Festtagskitsch: giftgrüne Kränze mit Zähnen, Spielzeuge, die Kinder erschrecken, und ein entführter Weihnachtsmann. Visuell ist der Stop-Motion-Film ein Meilenstein, der Tim Burtons Gothic-Fantasy-Stil mit musikalischem Märchen verbindet. Thematisch dreht er sich um Identitätssuche, kreative Erschöpfung und die Frage, ob man eine Tradition einfach „verbessern“ darf, ohne sie zu verstehen. Dass der Film mittlerweile sowohl an Halloween als auch zu Weihnachten regelmäßig gesehen wird, zeigt seinen Sonderstatus: Er ist der vielleicht ungewöhnlichste Weihnachtsfilm dieser Liste – aber auch einer der künstlerisch einflussreichsten.

  • Aufwendig produzierter Stop-Motion-Film, der Halloween- und Weihnachtsmotive kunstvoll verschmilzt.
  • Hat im Laufe der Jahre Kultstatus erlangt und wird regelmäßig wiederveröffentlicht, im Kino wie im Streaming.
  • Wurde in den USA in das National Film Registry aufgenommen und gilt als Animationsklassiker mit einzigartigem Look.
Regie / Jahr
Henry Selick, 1993 (Produktion: Tim Burton)
Stimmung
düster-verspielt, musikalisch, leicht morbide
Weihnachtsfaktor
Weihnachten wird aus der Perspektive eines Halloween-Helden neu entdeckt – perfekt für alle, die es etwas schräger mögen.

88 / 100

Quelle
Wikipedia – The Nightmare Before Christmas

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