Wer sind die erfolgreichsten Athletinnen und Athleten der olympischen Geschichte? Diese Liste rankt absteigend nach Gesamtzahl offizieller Olympia-Medaillen (Sommer und Winter zusammen). Team- und Einzelmedaillen zählen gleich. Ergänzend ordnen wir jede Karriere sporthistorisch ein und zeigen, welche Disziplinen und Spiele die Bilanz tragen. Mehr Rankings in der Kategorie Sport. Stand: 2024
Übersicht
Medaillenvergleich der Top-10
Maßstab: 28 Medaillen = 100 %. Quelle pro Eintrag unten verlinkt.
Michael Phelps
Rang: 1
Der US-Schwimmer definierte über vier Spiele hinweg, wie olympische Dominanz aussieht: Mehrfachstarts am selben Abend, Vorlauf-Taktik mit Minimalaufwand und präzise Periodisierung auf die Finalsessions. Phelps gewann in Athen, Peking, London und Rio in Sprint-, Mittelstrecken- und Lagenwettbewerben sowie in mehreren Staffeln. Seine 2008er Serie mit acht Goldmedaillen setzte neue Maßstäbe für Regeneration, Rennplanung und Staffelchemie. Auch nach Regel- und Anzugwechseln blieb er anpassungsfähig und verteidigte Titel über verschiedene Zyklen.
- 28 Medaillen: 23× Gold, 3× Silber, 2× Bronze
- Spiele: 2004, 2008, 2012, 2016
- Kerndisziplinen: Schmetterling, Lagen, Freistil, Staffeln
- Nation
- USA
- Sportart
- Schwimmen
- Quelle
- Olympics.com – Michael Phelps
Larissa Latynina
Rang: 2
Die sowjetische Turnikone dominierte die späten 1950er und frühen 1960er mit technischer Sauberkeit und kaum gekannter Konstanz. Zwischen Melbourne 1956 und Tokio 1964 sammelte Latynina Medaillen im Mehrkampf, an Geräten und mit dem Team. Ihr Rekord als größte Medaillensammlerin hielt über ein halbes Jahrhundert, bevor Phelps ihn überholte. Ihre Erfolge trieben Methodik und Trainingssteuerung im Frauenkunstturnen maßgeblich voran.
- 18 Medaillen: 9× Gold, 5× Silber, 4× Bronze
- Spiele: 1956, 1960, 1964
- Mehrkampf-, Geräte- und Teamtitel
- Nation
- UdSSR
- Sportart
- Kunstturnen
- Quelle
- Britannica – Larisa Latynina
Marit Bjørgen
Rang: 3
Die Norwegerin ist die erfolgreichste Athletin der Winterspiele. Ihre Medaillen stammen aus allen Rennformaten des Langlaufs: Sprint, Skiathlon/Verfolgung, Distanz und Staffeln. Bjørgen überstand Regel- und Materialänderungen, wechselte zwischen klassischer und freier Technik und hielt über drei Spiele Spitzenform. PyeongChang 2018 krönte sie mit Medaillen in Einzel und Team und festigte damit ihren Allzeit-Rekord für Winterolympioniken.
- 15 Medaillen: 8× Gold, 4× Silber, 3× Bronze
- Spiele: 2002–2018
- Stärke: Vielseitigkeit in allen Technikarten
- Nation
- Norwegen
- Sportart
- Skilanglauf
- Quelle
- Olympics.com – Marit Bjørgen
Nikolai Andrianov
Rang: 4
In den 1970ern war Andrianov das Maß im Männerturnen. Er gewann Medaillen in der kompletten Gerätepalette und prägte die Ära mit hoher Schwierigkeit und sauberer Ausführung. Besonders im Mehrkampf zeigte er Stabilität über Qualifikationen, Finals und Mannschaftswettbewerbe hinweg. Sein Medaillenkonto vereint Peak-Leistungen und bemerkenswerte Langlebigkeit in einem traditionell jungen Feld.
- 15 Medaillen: 7× Gold, 5× Silber, 3× Bronze
- Spiele: 1972, 1976, 1980
- Mehrkampf-Olympiasiege und Teampräsenz
- Nation
- UdSSR
- Sportart
- Kunstturnen
- Quelle
- Britannica – Nikolay Andrianov
Ole Einar Bjørndalen
Rang: 5
„Der König des Biathlons“ gewann in allen Formaten: Einzel, Sprint, Verfolgung, Massenstart und Staffeln. Seine Stärke lag in der Kombination aus hoher Laufgeschwindigkeit und stabiler Schießleistung unter maximalem Druck. Bjørndalen blieb über zwei Jahrzehnte konkurrenzfähig und setzte mit vier Goldmedaillen in Salt Lake City 2002 eine Benchmark, an der spätere Generationen gemessen wurden.
- 13 Medaillen: 8× Gold, 4× Silber, 1× Bronze
- Spiele: 1994–2014
- Gold in vier Disziplinformaten
- Nation
- Norwegen
- Sportart
- Biathlon
- Quelle
- IBU – Athlete Profile
Takashi Ono
Rang: 6
Der Japaner war die prägende Figur der Nachkriegsära und Wegbereiter des japanischen Turnaufschwungs. Zwischen 1952 und 1964 gewann Ono Medaillen im Mehrkampf und an mehreren Geräten, glänzte besonders am Reck und am Barren und führte Japan zu Team-Titeln. Seine Bilanz dokumentiert einen seltenen Mix aus Langlebigkeit, Vielseitigkeit und Führungsqualität.
- 13 Medaillen: 5× Gold, 4× Silber, 4× Bronze
- Spiele: 1952–1964
- Stärken: Reck, Barren, Mehrkampf
- Nation
- Japan
- Sportart
- Kunstturnen
- Quelle
- Olympics.com – Takashi Ono
Bjørn Dæhlie
Rang: 7
Dæhlie dominierte die 1990er und verband Sprintqualitäten mit Ausdauerstärke auf klassischen Distanzen. Seine Goldserien in Albertville und Lillehammer sowie Staffel-Erfolge machten ihn zur Leitfigur einer norwegischen Dominanzphase. Trotz später Rückenprobleme blieb seine olympische Ausbeute unerreicht – bis Bjørgen ihn als erfolgreichsten Langläufer übertraf.
- 12 Medaillen: 8× Gold, 4× Silber
- Spiele: 1992–1998
- Siege in Einzel- und Staffelrennen
- Nation
- Norwegen
- Sportart
- Skilanglauf
- Quelle
- Olympics.com – Bjørn Dæhlie
Jenny Thompson
Rang: 8
Thompson prägte die US-Staffeln der 1990er/2000er und kombinierte diese Stärke mit Einzelmedaillen im Sprint. Ihre Start- und Wendequalität verschaffte den US-Teams in Freistil- und Medley-Staffeln wiederholt Vorsprünge. Die Karriere umfasste vier Spiele und dokumentiert, wie Spezialisierung auf Sprint-Rollen in Staffeln zu historischen Medaillensummen führen kann.
- 12 Medaillen: 8× Gold, 3× Silber, 1× Bronze
- Spiele: 1992–2004
- Disziplinen: Freistil, Schmetterling, Staffeln
- Nation
- USA
- Sportart
- Schwimmen
- Quelle
- World Aquatics – Jenny Thompson
Ryan Lochte
Rang: 9
Lochte war Phelps’ härtester Konkurrent seiner Generation und sammelte Medaillen über Lagen und Rücken sowie in Freistil-Staffeln. Seine Unterwasserphase und Wenden galten als Referenz im Kurz- und Langbahnbereich. Über drei Spiele hinweg sicherte er Titel und Podien, oft als Schlüsselschwimmer in den USA-Staffeln.
- 12 Medaillen: 6× Gold, 3× Silber, 3× Bronze
- Spiele: 2004–2016
- Stärken: 200/400 m Lagen, Rücken, Staffeln
- Nation
- USA
- Sportart
- Schwimmen
- Quelle
- Olympics.com – Ryan Lochte
Sawao Katō
Rang: 10
Katō war die dominierende Figur des japanischen Herrenturnens der späten 1960er und 1970er. Mit Mehrkampf-Titeln 1968 und 1972 sowie zahlreichen Geräte- und Teammedaillen prägte er die goldenen Serien Japans. Seine Eleganz in der Ausführung und Stabilität im Wettkampf machten ihn zum Eckpfeiler dieser Ära.
- 12 Medaillen: 8× Gold, 3× Silber, 1× Bronze
- Spiele: 1968–1976
- Mehrkampf-Olympiasieger 1968 und 1972
- Nation
- Japan
- Sportart
- Kunstturnen
- Quelle
- FIG – Athlete Profile

