Die 10 gefährlichsten Länder der Welt

Die 10 gefährlichsten Länder der Welt

Welche Länder gelten derzeit als besonders gefährlich – und nach welchem Maßstab? Diese Liste orientiert sich am Global Peace Index 2025, der 163 Staaten nach gesellschaftlicher Sicherheit, laufenden Konflikten und Militarisierung bewertet. Gemeint ist nicht die „Gefährlichkeit“ der Bevölkerung, sondern das aktuelle Risiko durch Krieg, politische Gewalt, Terrorismus, bewaffnete Gruppen, Unsicherheit und staatliche Instabilität.

Übersicht

  1. Russland
  2. Ukraine
  3. Sudan
  4. Demokratische Republik Kongo
  5. Jemen
  6. Afghanistan
  7. Syrien
  8. Südsudan
  9. Israel und Palästinensische Gebiete
  10. Mali
Rang Land/Gebiet GPI-Rang 2025 Hauptgrund Risikoprofil
1 Russland 163 von 163 Krieg gegen die Ukraine, Militarisierung, Repression bewaffneter Konflikt, Grenz- und Sicherheitsrisiken
2 Ukraine 162 von 163 anhaltender Angriffskrieg Luftangriffe, Minen, Frontnähe, Infrastrukturzerstörung
3 Sudan 161 von 163 Bürgerkrieg zwischen Armee und RSF Massengewalt, Vertreibung, Hungerkrise
4 Demokratische Republik Kongo 160 von 163 Konflikt im Osten, M23, Milizen bewaffnete Gruppen, Vertreibung, regionale Eskalation
5 Jemen 159 von 163 unaufgelöster Bürgerkrieg und regionale Eskalation Luftangriffe, Minen, maritime Konflikte, Hunger
6 Afghanistan 158 von 163 Instabilität, Terrorrisiken, Menschenrechtslage Anschläge, Grenzkonflikte, Rechtsunsicherheit
7 Syrien 157 von 163 Nachwirkungen des Bürgerkriegs und neue Machtkonflikte Milizen, fragile Sicherheitsstrukturen, regionale Bruchlinien
8 Südsudan 156 von 163 Rückfallrisiko in großflächige Gewalt Milizen, politische Spaltung, Vertreibung
9 Israel und Palästinensische Gebiete 155 von 163 Krieg, Terrorgefahr, regionale Eskalation Raketen, Anschläge, militärische Operationen
10 Mali 154 von 163 Sahel-Konflikt, Jihadisten, Militärregierung Terrorismus, Entführungen, Kämpfe im Norden und Zentrum

Russland

Rang: 1 GPI-Schlusslicht

Russland steht im Global Peace Index 2025 auf dem letzten Platz. Ausschlaggebend ist vor allem der anhaltende Krieg gegen die Ukraine, dazu kommen hohe Militarisierung, innenpolitische Repression, Grenzrisiken und die Auswirkungen von Drohnen- und Sabotagevorfällen. Das bedeutet nicht, dass jeder Ort im Land gleich gefährlich ist, aber das Gesamtrisiko ist im internationalen Vergleich extrem hoch. Besonders relevant sind Regionen nahe der ukrainischen Grenze, militärische Einrichtungen, große politische Versammlungen und die rechtliche Unsicherheit für Ausländer. Auch westliche Reisehinweise warnen vor willkürlicher Durchsetzung lokaler Gesetze und begrenzter konsularischer Hilfe.

  • Global Peace Index 2025: Rang 163 von 163.
  • Stark belastet durch Krieg, Militarisierung und politische Repression.
  • Erhöhte Risiken in Grenzregionen, bei Protesten und im Umfeld militärischer Ziele.
  • Für Reisende gelten besonders strenge Warnhinweise vieler westlicher Staaten.
Region
Osteuropa / Nordasien
Hauptrisiko
Krieg, Militarisierung, staatliche Repression
GPI-Rang 2025
163
Quelle
U.S. Department of State

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Ukraine

Rang: 2 Krieg

Die Ukraine ist wegen des russischen Angriffskriegs eines der gefährlichsten Länder der Welt. Das Risiko ist nicht auf die unmittelbare Front beschränkt: Raketen- und Drohnenangriffe können Städte im ganzen Land treffen, kritische Infrastruktur wird regelmäßig angegriffen, und Minen sowie Blindgänger bleiben langfristige Gefahren. Der Luftraum ist geschlossen, viele Bewegungen hängen von Sicherheitslage, Stromversorgung und Ausgangssperren ab. Im Global Peace Index 2025 liegt die Ukraine direkt vor Russland auf Platz 162. Für Zivilisten, Hilfskräfte und Journalisten bleibt das Land stark risikobehaftet.

  • Global Peace Index 2025: Rang 162 von 163.
  • Fast täglich Risiko durch Luftangriffe, besonders auf Infrastruktur und Städte.
  • Frontnahe Gebiete sind durch Artillerie, Minen und Kampfhandlungen extrem gefährlich.
  • Einreise und Mobilität sind stark von Sicherheitslage und Grenzübergängen abhängig.
Region
Osteuropa
Hauptrisiko
Angriffskrieg, Luftangriffe, Minen
GPI-Rang 2025
162
Quelle
Auswärtiges Amt

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Sudan

Rang: 3 Bürgerkrieg

Sudan zählt wegen des Kriegs zwischen der sudanesischen Armee und den Rapid Support Forces zu den akut gefährlichsten Staaten. Seit April 2023 hat sich der Konflikt von Khartum in viele Landesteile ausgeweitet, mit Massengewalt, ethnisch geprägten Angriffen, Plünderungen, Hunger und massiver Vertreibung. Der Global Peace Index 2025 führt Sudan als dritt-unfriedlichstes Land der Welt. Besonders gefährlich sind Darfur, Khartum, Kordofan und umkämpfte Versorgungsachsen. Die humanitäre Lage verschärft das Risiko zusätzlich: Zusammenbrechende Gesundheitsversorgung, blockierte Hilfe und unsichere Fluchtrouten treffen Millionen Menschen.

  • Global Peace Index 2025: Rang 161 von 163.
  • Bürgerkrieg zwischen Armee und paramilitärischen RSF.
  • Massive Binnenvertreibung und Flucht in Nachbarstaaten.
  • Sehr hohes Risiko durch Kämpfe, Plünderungen, Hunger und fehlende Versorgung.
Region
Nordostafrika
Hauptrisiko
Bürgerkrieg, Vertreibung, humanitäre Katastrophe
GPI-Rang 2025
161
Quelle
International Crisis Group

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Demokratische Republik Kongo

Rang: 4 Ostkongo

Die Demokratische Republik Kongo ist vor allem im Osten extrem gefährlich. Dort kämpfen Regierungsarmee, M23, lokale Milizen und ausländisch unterstützte Gruppen um Kontrolle, Rohstoffe und Einfluss. Besonders Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri sind seit Jahren von Gewalt, Vertreibung, sexueller Gewalt und Angriffen auf Zivilisten geprägt. 2025 verschärfte sich die Lage laut Crisis Group deutlich, unter anderem durch die M23-Offensive und die Einnahme strategisch wichtiger Gebiete. Im Global Peace Index 2025 steht die DR Kongo auf Rang 160 und damit unter den fünf unfriedlichsten Staaten der Welt.

  • Global Peace Index 2025: Rang 160 von 163.
  • Besonders gefährlich sind Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri.
  • M23, ADF und lokale Milizen prägen die Sicherheitslage.
  • Millionen Menschen sind intern vertrieben oder auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Region
Zentralafrika
Hauptrisiko
Milizen, regionale Stellvertreterkonflikte, Vertreibung
GPI-Rang 2025
160
Quelle
International Crisis Group

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Jemen

Rang: 5 Dauerkrise

Jemen bleibt trotz zeitweiser Deeskalation eines der gefährlichsten Länder der Welt. Der Bürgerkrieg ist politisch ungelöst, das Land ist zwischen Huthi, international anerkannter Regierung, südlichen Kräften und lokalen Milizen fragmentiert. Hinzu kommen Luftangriffe, Minengefahr, willkürliche Inhaftierungen, zerstörte Infrastruktur und eine tiefe humanitäre Krise. Seit den Huthi-Angriffen im Roten Meer ist Jemen außerdem stärker in regionale Konflikte eingebunden. Im Global Peace Index 2025 liegt Jemen auf Rang 159. Besonders riskant sind Frontgebiete, Küstenregionen mit militärischer Aktivität und Gebiete mit schwacher staatlicher Kontrolle.

  • Global Peace Index 2025: Rang 159 von 163.
  • Langjähriger Bürgerkrieg mit mehreren Machtzentren.
  • Risiken durch Luftangriffe, Landminen, Entführungen und Versorgungskollaps.
  • Regionale Eskalation durch Huthi-Aktivitäten im Roten Meer.
Region
Arabische Halbinsel
Hauptrisiko
Bürgerkrieg, Minen, Luftangriffe, Hungerkrise
GPI-Rang 2025
159
Quelle
International Crisis Group

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Afghanistan

Rang: 6 Instabil

Afghanistan liegt im Global Peace Index 2025 auf Rang 158 und bleibt trotz formaler Machtkonsolidierung der Taliban hochgefährlich. Das Risiko ergibt sich aus Anschlägen, repressiver Herrschaft, schwachen Institutionen, wirtschaftlicher Not und Spannungen an den Grenzen, besonders zu Pakistan. Für Frauen, Minderheiten, ehemalige Regierungsmitarbeiter, Journalisten und Aktivisten ist die Lage zusätzlich riskant. Auch wenn großflächige Gefechte seit 2021 seltener sind, ist Sicherheit nicht mit Stabilität gleichzusetzen: Terrorgruppen, willkürliche Festnahmen und eingeschränkte Rechtswege prägen das Umfeld.

  • Global Peace Index 2025: Rang 158 von 163.
  • Hohe Risiken durch Terroranschläge, Repression und Rechtsunsicherheit.
  • Grenzspannungen mit Pakistan können plötzlich eskalieren.
  • Frauen, Minderheiten und kritische Stimmen sind besonders gefährdet.
Region
Südasien / Zentralasien
Hauptrisiko
Terrorismus, Repression, Grenzkonflikte
GPI-Rang 2025
158
Quelle
International Crisis Group

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Syrien

Rang: 7 Nachkriegskrise

Syrien bleibt auch nach massiven politischen Verschiebungen eines der unsichersten Länder weltweit. Die staatlichen Strukturen sind geschwächt, bewaffnete Gruppen kontrollieren oder beeinflussen weiterhin verschiedene Regionen, und lokale Gewaltausbrüche können schnell eskalieren. Besonders schwierig sind Nordostsyrien, Teile des Südens, ehemalige Frontgebiete und Regionen mit Minen sowie Blindgängern. Der Global Peace Index 2025 führt Syrien auf Rang 157. Zusätzlich verschärfen zerstörte Infrastruktur, schwache Versorgung, Rückkehrkonflikte und ungeklärte Sicherheitsarrangements die Lage für Zivilisten.

  • Global Peace Index 2025: Rang 157 von 163.
  • Gefahren durch Milizen, Minen, lokale Machtkämpfe und fragile Institutionen.
  • Nordost- und Südsyrien bleiben besonders konfliktanfällig.
  • Humanitäre Lage und zerstörte Infrastruktur erhöhen Alltagsrisiken.
Region
Naher Osten
Hauptrisiko
Milizen, fragile Sicherheitsstrukturen, Minen
GPI-Rang 2025
157
Quelle
International Crisis Group

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Südsudan

Rang: 8 fragiler Frieden

Südsudan gehört seit seiner Unabhängigkeit zu den fragilsten Staaten der Welt. Rivalitäten zwischen politischen und militärischen Lagern, lokale Milizen, ethnisch geprägte Gewalt, Überschwemmungen und extreme Armut erzeugen ein dauerhaft hohes Risiko. 2026 warnte die International Crisis Group vor einem erneuten Abrutschen in größere Kriegshandlungen. Im Global Peace Index 2025 steht Südsudan auf Rang 156. Besonders gefährlich sind Regionen mit bewaffneten Auseinandersetzungen, unsichere Straßen, Viehkonflikte und Gebiete mit schwacher humanitärer Versorgung.

  • Global Peace Index 2025: Rang 156 von 163.
  • Sehr fragile politische Ordnung und wiederkehrende bewaffnete Gewalt.
  • Risiken durch Milizen, lokale Konflikte und schlechte Infrastruktur.
  • Humanitäre Not, Überschwemmungen und Vertreibung verschärfen die Sicherheitslage.
Region
Ostafrika
Hauptrisiko
Milizen, politische Spaltung, humanitäre Krise
GPI-Rang 2025
156
Quelle
International Crisis Group

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Israel und Palästinensische Gebiete

Rang: 9 Hochrisiko

Israel und die Palästinensischen Gebiete erscheinen im Global Peace Index 2025 unter den zehn unfriedlichsten Ländern beziehungsweise Gebieten. Das Risikoprofil ist vielschichtig: Krieg in Gaza, Raketen- und Drohnenangriffe, Terroranschläge, militärische Operationen, Unruhen, Siedlergewalt im Westjordanland und regionale Eskalationsgefahr. Die Sicherheitslage kann sich innerhalb weniger Stunden ändern, auch in Städten, die zeitweise stabil wirken. Besonders gefährdet sind Gaza, Grenzregionen, Teile des Westjordanlands und Orte mit hoher politischer oder religiöser Spannung.

  • Global Peace Index 2025: Rang 155 von 163.
  • Risiken durch Krieg, Terrorismus, Raketenbeschuss und militärische Operationen.
  • Gaza und Teile des Westjordanlands sind besonders gefährlich.
  • Regionale Eskalationen können Reisewarnungen kurzfristig verändern.
Region
Naher Osten
Hauptrisiko
Krieg, Terrorgefahr, regionale Eskalation
GPI-Rang 2025
155
Quelle
U.S. Department of State

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Mali

Rang: 10 Sahel-Konflikt

Mali ist ein Kernland der Sahel-Krise. Jihadistische Gruppen, separatistische Kräfte, lokale Milizen, transnationale Kriminalität und die Militärregierung prägen eine instabile Sicherheitslage. Besonders gefährlich sind der Norden, das Zentrum und Grenzregionen zu Burkina Faso und Niger. Entführungen, Anschläge, improvisierte Sprengsätze und Angriffe auf Militärposten oder Orte mit staatlicher Präsenz gehören zum Risikoprofil. Der Global Peace Index 2025 führt Mali auf Rang 154. Die Lage ist zusätzlich kompliziert, weil internationale Missionen reduziert wurden und neue Sicherheitsallianzen entstanden sind.

  • Global Peace Index 2025: Rang 154 von 163.
  • Starke Präsenz jihadistischer Gruppen und bewaffneter Netzwerke.
  • Hohe Risiken durch Entführungen, Anschläge und Gefechte.
  • Besonders instabil sind Nord- und Zentralmali sowie Grenzregionen.
Region
Westafrika / Sahel
Hauptrisiko
Terrorismus, Entführungen, bewaffnete Gruppen
GPI-Rang 2025
154
Quelle
International Crisis Group

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Häufige Fragen zu den gefährlichsten Ländern der Welt

Nach welchem Kriterium wurde diese Liste sortiert?

Die Reihenfolge folgt dem Global Peace Index 2025. Er bewertet Länder nach gesellschaftlicher Sicherheit, laufenden Konflikten und Militarisierung.

Ist ein Land auf dieser Liste überall gleich gefährlich?

Nein. In vielen Ländern gibt es große regionale Unterschiede. Frontgebiete, Grenzregionen, Städte mit Unruhen oder Gebiete unter Kontrolle bewaffneter Gruppen sind meist deutlich riskanter.

Ist diese Liste eine Reisewarnung?

Nein. Sie ist eine redaktionelle Einordnung. Vor Reisen sollten immer die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts oder der zuständigen Behörden geprüft werden.

Warum fehlen Länder mit hoher Kriminalität wie Venezuela oder Südafrika?

Diese Liste basiert auf Friedens- und Konfliktindikatoren. Reine Kriminalitätsrankings können andere Länder höher einstufen, messen aber nicht dasselbe wie der Global Peace Index.

Warum werden Israel und Palästinensische Gebiete zusammen genannt?

Der Global Peace Index führt Israel als Staat, die Sicherheitslage ist aber eng mit Gaza und dem Westjordanland verbunden. Für Reisende und Risikoanalysen werden diese Räume oft gemeinsam bewertet.

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