20.000 Menschen können die größte klassische Multifunktionsarena Deutschlands bei maximaler Bestuhlung beziehungsweise Stehplatzkonfiguration füllen. Doch welche Hallen folgen dahinter, und warum unterscheiden sich Konzert-, Eishockey- und Sportkapazitäten teilweise um mehrere Tausend Plätze? Dieses Ranking vergleicht die zehn größten Arenen in Deutschland nach der offiziell genannten maximalen Veranstaltungskapazität. Berücksichtigt werden überdachte Multifunktionshallen, in denen regelmäßig Konzerte, Shows oder Hallensport stattfinden. Fußballstadien mit verschließbarem Dach, Messehallen ohne dauerhafte Tribünen sowie reine Freiluftarenen bleiben ausgeschlossen.
Die Angaben wurden im Juli 2026 anhand von Betreiberseiten, kommunalen Portalen und offiziellen Veranstaltungsinformationen geprüft. Weil Bühnenposition, Innenraumbestuhlung, Fluchtwege und Produktionsaufbauten die tatsächlich nutzbare Besucherzahl verändern, ist die maximale Kapazität nicht mit der Kartenmenge jeder Veranstaltung gleichzusetzen. Bei Gleichstand entscheiden Veranstaltungsfläche, feste Sitzplätze, historische Bedeutung und Vielseitigkeit über die Reihenfolge. Weitere Ranglisten zu Architektur und Veranstaltungsorten finden sich in der Kategorie Gebäude.
So wurde gewertet
Entscheidend ist die höchste belastbar dokumentierte Gesamtkapazität einer dauerhaft überdachten Multifunktionsarena. Verwendet wurden primär Angaben der Betreiber und Eigentümer; ergänzend wurden kommunale Standortseiten herangezogen. Die Kapazität bezieht sich meist auf eine Konzertkonfiguration mit unbestuhltem Innenraum und kann bei Eishockey, Handball, Basketball oder einer Endbühne deutlich geringer ausfallen. Arenen mit identischer Maximalgröße wurden nach nutzbarer Fläche, Anzahl fester Plätze, Flexibilität und überregionaler Bedeutung eingeordnet. Datenstand: Juli 2026.
Übersicht
| Rang | Arena | Stadt | Max. Kapazität | Eröffnung | Typische Sportnutzung | Nutz-/Innenraumfläche | Logen/Suiten | Markante Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | LANXESS arena | Köln | bis 20.000 | 1998 | Eishockey, Handball, Basketball | 83.700 m² Nutzfläche | Logen und Businessbereiche | 76 Meter hoher Außenbogen |
| 2 | Uber Arena | Berlin | bis 17.000 | 2008 | Eishockey, Basketball | 60.000 m² Gesamtfläche | 59 Event- und Entertainment-Suiten | Heimstätte zweier Spitzenteams |
| 3 | Westfalenhalle | Dortmund | bis 16.140 | 1952 | Radsport, Handball, Boxen | 3.550 m² Innenraum | variable Hospitalitybereiche | Denkmalgeschützte Traditionsarena |
| 4 | Barclays Arena | Hamburg | bis 16.000 | 2002 | Sport- und Showevents | ca. 3.800 m² Veranstaltungsfläche | 66 Logen | Eine der größten Hallen Norddeutschlands |
| 5 | Olympiahalle | München | bis 15.273 | 1972 | Turnen, Handball, Eissport | variable Arenaebene | Business Area und Clubbereiche | Teil des Olympiaparks von 1972 |
| 6 | PSD BANK DOME | Düsseldorf | bis 15.151 | 2006 | Eishockey, Handball, Leichtathletik | 491.000 m³ umbauter Raum | VIP-Logen und Business Club | Umbau von Eis zu Konzert in rund acht Stunden |
| 7 | SAP Arena | Mannheim | bis 15.000 | 2005 | Eishockey, Handball, Basketball | 403.000 m³ Bruttorauminhalt | 42 Logen | Zusätzliche Trainingshallen |
| 8 | Festhalle Frankfurt | Frankfurt am Main | bis 15.000 | 1909 | Reitsport, Tennis, Boxen | rund 6.000 m² Innenraum | an Messekomplex angebunden | Historischer Kuppelbau |
| 9 | ZAG Arena | Hannover | bis 14.000 | 2000 | Handball, Eishockey | max. Spielfläche 76 × 38 m | Logen und VIP-Lounge | Für die Expo 2000 errichtet |
| 10 | ÖVB-Arena | Bremen | bis 14.000 | 1964 | Reitsport, Radsport, Handball | variable Innenraumfläche | Logenbereiche | Zentral an der Bürgerweide gelegen |
1. LANXESS arena in Köln
Rang: 1 Rekordhalter
Mit bis zu 20.000 Zuschauerinnen und Zuschauern setzt sich die LANXESS arena deutlich an die Spitze der größten Arenen in Deutschland. Der Vorsprung auf die Berliner Uber Arena beträgt rund 3.000 Plätze – ungefähr so viele Menschen, wie in eine kleinere Theaterkonfiguration der Kölner Halle passen. Ausschlaggebend ist die große Konzertvariante, bei der neben den Tribünen auch der Innenraum genutzt wird. Bei Eishockeyspielen oder aufwendigen Endbühnenproduktionen fällt die Kapazität naturgemäß geringer aus.
Die 1998 eröffnete Arena prägt mit ihrem 76 Meter hohen Stahlbogen die rechtsrheinische Kölner Skyline. Technisch beeindruckend ist nicht nur die Größe, sondern auch die Belastbarkeit: Der befahrbare Innenraum kann mit bis zu 2,5 Tonnen pro Quadratmeter belastet werden, während zwei Lastwagen gleichzeitig am Loading Dock abgefertigt werden können. Das beschleunigt den Wechsel zwischen Eishockey, Handball, Konzerten und Großshows. Die Halle ist damit mehr als ein großer Zuschauerraum – sie ist eine auf schnelle Produktionswechsel ausgelegte Veranstaltungsmaschine. Ihre internationale Bedeutung zeigt sich darin, dass sie regelmäßig in weltweiten Besucher- und Ticketverkaufsrankings großer Arenen auftaucht.
- 20.000 Plätze: höchste dokumentierte Maximalkapazität im Ranking
- 83.700 m²: außergewöhnlich große Nutzfläche
- 76 Meter: Höhe des weithin sichtbaren Arena-Bogens
- Maximalkapazität
- ca. 20.000 Personen
- Eröffnung
- 1998
- Standort
- Köln-Deutz, Nordrhein-Westfalen
- Nutzfläche
- 83.700 m²
- Höchste Innenraumhöhe
- 42 Meter
- Quelle
- LANXESS arena – Daten und Fakten
2. Uber Arena in Berlin
Rang: 2 Hauptstadtarena
Die Uber Arena erreicht mit maximal 17.000 Sitz- und Stehplätzen Rang zwei. Sie bleibt damit klar hinter Köln, übertrifft die Westfalenhalle jedoch um 860 Plätze. Entscheidend ist ihre Kombination aus hoher Konzertkapazität und einem dicht getakteten Sportbetrieb. Die Arena ist sowohl Heimstätte der Eisbären Berlin im Eishockey als auch von Alba Berlin im Basketball – eine Doppelrolle, die nur wenige deutsche Großhallen auf diesem Niveau erfüllen.
Seit der Eröffnung 2008 hat sich die Halle zu einem zentralen Baustein des Berliner Unterhaltungsviertels am Ostbahnhof entwickelt. Jährlich kommen nach Betreiberangaben durchschnittlich rund 1,3 Millionen Menschen zu mehr als 130 Veranstaltungen. Hinter der sichtbaren Show steckt erheblicher technischer Aufwand: Das Dach kann 142 Tonnen zusätzliche Last aufnehmen, was ungefähr dem Gewicht von 200 Kleinwagen entspricht. Für Eishockey wird die Betonfläche dauerhaft auf etwa minus zwölf Grad gekühlt; das Basketballparkett besteht aus 424 einzeln verlegbaren Platten. Diese schnelle Umrüstbarkeit erklärt, warum die Halle trotz zweier Profiteams noch genügend Termine für internationale Konzerttourneen bereitstellen kann.
- 17.000 Plätze: zweitgrößte Maximalkapazität Deutschlands
- 1,3 Millionen Gäste: durchschnittliches jährliches Besucheraufkommen
- 142 Tonnen: mögliche zusätzliche Dachlast
- Maximalkapazität
- 17.000 Personen
- Eröffnung
- September 2008
- Standort
- Berlin-Friedrichshain
- Gesamtfläche
- 60.000 m²
- Event-Suiten
- 59
- Quelle
- Uber Arena – Daten und Fakten
3. Westfalenhalle in Dortmund
Rang: 3 Historisch
Bis zu 16.140 Menschen passen in die Dortmunder Westfalenhalle. Damit verdrängt die Traditionsarena die Hamburger Barclays Arena um lediglich 140 Plätze auf Rang vier. Der knappe Abstand zeigt, wie stark die Maximalkapazität von der jeweiligen Bestuhlung abhängt: In den festen Rängen der Westfalenhalle stehen rund 9.000 Sitzplätze bereit, während der 3.550 Quadratmeter große Innenraum den entscheidenden Zuwachs für Konzerte ermöglicht.
Keine andere Halle in den Top 10 verbindet ihre heutige Größe mit einer vergleichbaren Veranstaltungsgeschichte. Der Vorgängerbau von 1925 wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört; die heutige Halle eröffnete 1952. Ihr freitragendes Dach galt damals als ingenieurtechnische Besonderheit. In den folgenden Jahrzehnten wurde Dortmund zu einer festen Adresse für Sechstagerennen, Boxkämpfe, Eiskunstlauf und Rockkonzerte. Künstler wie die Rolling Stones, Pink Floyd und Queen trugen zum legendären Ruf bei. Anders als moderne Arenen mit vielen Logen und umlaufenden Gastronomieebenen lebt die Westfalenhalle von ihrer kompakten, steilen Raumwirkung. Denkmalschutz und moderne Veranstaltungstechnik müssen deshalb fortlaufend miteinander in Einklang gebracht werden.
- 16.140 Plätze: nur 140 mehr als die Barclays Arena
- 9.000 feste Plätze: dauerhafte Reihenbestuhlung auf den Rängen
- Seit 1952: älteste Nachkriegsarena in der Spitzengruppe
- Maximalkapazität
- 16.140 Personen
- Eröffnung des heutigen Baus
- 1952
- Standort
- Dortmund, Nordrhein-Westfalen
- Innenraum
- 3.550 m²
- Lichte Innenraumhöhe
- 24 Meter
- Quelle
- Westfalenhalle Dortmund – offizielle Website
4. Barclays Arena in Hamburg
Rang: 4 Norddeutschlands Spitze
Die Barclays Arena bietet bei maximaler Konfiguration bis zu 16.000 Plätze und erreicht damit Rang vier. Gegenüber der nur geringfügig größeren Westfalenhalle fehlen 140 Plätze; zur Münchner Olympiahalle beträgt der Vorsprung 727 Plätze. Die Hamburger Halle wurde von Anfang an als moderne Multifunktionsarena geplant. Ihre Tribünengeometrie und der rund 3.800 Quadratmeter große Veranstaltungsbereich ermöglichen Konzerte, Familienshows und Sportaufbauten in unterschiedlichen Größen.
Bei ihrer Eröffnung am 8. November 2002 gehörte die Arena zu einer neuen Generation deutscher Großhallen, die amerikanisch geprägte Elemente wie umfangreiche Hospitalityangebote und zahlreiche Logen übernahmen. Insgesamt 66 Logen machen sie besonders interessant für Firmenkunden und Sponsoren. Zeitweise war sie die Heimat der Hamburg Freezers und des HSV Handball; nach dem Ende dieser regelmäßigen Sportnutzungen verlagerte sich der Schwerpunkt stärker auf Tourneekonzerte und Shows. Die Lage im Hamburger Volkspark schafft zwar Synergien mit dem benachbarten Fußballstadion, kann bei parallelen Veranstaltungen aber auch die Verkehrs- und Parkplatzsituation verschärfen. Ihre Größe und das Einzugsgebiet Norddeutschlands sichern der Arena dennoch einen festen Platz auf internationalen Tourplänen.
- 16.000 Plätze: größte klassische Multifunktionshalle Hamburgs
- 66 Logen: umfangreicher Hospitalitybereich
- 3.800 m²: flexible Veranstaltungsfläche
- Maximalkapazität
- bis zu 16.000 Personen
- Eröffnung
- 8. November 2002
- Standort
- Hamburg-Bahrenfeld
- Veranstaltungsfläche
- rund 3.800 m²
- Logen
- 66
- Quelle
- Barclays Arena – Arena-Fakten
5. Olympiahalle in München
Rang: 5 Olympisches Erbe
Die Olympiahalle in München kann bei unbestuhlter Arena maximal rund 15.273 Personen aufnehmen. Damit liegt sie 122 Plätze vor dem PSD BANK DOME und erreicht Rang fünf. Bei vollständig bestuhlten Veranstaltungen sinkt die Kapazität auf rund 12.600 Plätze. Dieser Unterschied verdeutlicht, warum die veröffentlichte Maximalzahl nicht automatisch der üblichen Konzertgröße entspricht.
Die Halle entstand für die Olympischen Sommerspiele 1972 und war Austragungsort für Turnen und Teile des Handballturniers. Gemeinsam mit dem berühmten Zeltdach des Olympiaparks steht sie für die transparente und landschaftlich eingebettete Architektur der Spiele. Nach 1972 wurde die Halle nicht zum kostenintensiven Relikt, sondern zu einer der erfolgreichsten nachgenutzten Olympiastätten Europas. Bis Ende 2025 registrierte der Betreiber 3.513 Veranstaltungen mit rund 35,7 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauern. Umfangreiche Sanierungen zwischen 2007 und 2009 sowie neue LED-Flächen hielten die historische Arena technisch konkurrenzfähig. Der Vergleich mit neueren Hallen zeigt dennoch einen Zielkonflikt: Moderne Produktionsanforderungen müssen in eine denkmalwürdige Gesamtarchitektur integriert werden, ohne deren Charakter zu verlieren.
- 15.273 Plätze: maximale unbestuhlte Konfiguration
- 35,7 Millionen Gäste: kumuliert bis Ende 2025
- Olympia 1972: ursprünglich für Turnen und Handball gebaut
- Maximalkapazität
- ca. 15.273 Personen
- Eröffnung
- 1972
- Standort
- Olympiapark München, Bayern
- Feste Sitzplätze
- ca. 12.597
- Veranstaltungen bis Ende 2025
- 3.513
- Quelle
- Olympiapark München – Olympiahalle
6. PSD BANK DOME in Düsseldorf
Rang: 6 Wandlungsfähig
Mit einer maximalen Kapazität von 15.151 Personen landet der PSD BANK DOME auf Rang sechs. Zur Olympiahalle fehlen nur 122 Plätze, während der Vorsprung gegenüber den beiden folgenden 15.000er-Hallen ebenfalls lediglich 151 Plätze beträgt. Im normalen Eishockeybetrieb ist die Differenz größer: Bei Spielen der Düsseldorfer EG stehen 13.102 Plätze zur Verfügung, weil Spielfeld, Banden, Sicherheitszonen und Medieneinrichtungen Raum beanspruchen.
Der 2006 eröffnete Bau besitzt einen elliptischen Grundriss und einen umbauten Raum von rund 491.000 Kubikmetern. Eine Besonderheit sind die Teleskoptribünen im Unterrang, durch die Sitzbereiche in Stehplatzflächen umgewandelt werden können. Diese Lösung berücksichtigt die ausgeprägte Stehplatzkultur des Düsseldorfer Eishockeys und erhöht zugleich die Flexibilität für Konzerte. Nach Betreiberangaben lässt sich die Halle in etwa acht Stunden von einer Eis- in eine Konzertarena verwandeln. Seit der Modernisierung im Umfeld der Umbenennung 2021 wurden Lichttechnik, Hospitalitybereiche und Besucherkapazität aufgewertet. Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Dome unter anderem als Austragungsort der MTV Europe Music Awards 2022; weitere Bedeutung gewinnt er durch große Sporttermine bis hin zur Eishockey-Weltmeisterschaft 2027.
- 15.151 Plätze: maximale Veranstaltungsgröße
- 13.102 Plätze: Kapazität bei Eishockeyspielen
- Acht Stunden: möglicher Umbau von Eis zu Konzert
- Maximalkapazität
- 15.151 Personen
- Eröffnung
- 2. September 2006
- Standort
- Düsseldorf-Rath, Nordrhein-Westfalen
- Höhe
- 36,20 Meter
- Umbauter Raum
- 491.000 m³
- Quelle
- D.LIVE – PSD BANK DOME
7. SAP Arena in Mannheim
Rang: 7 Sportzentrum
Die SAP Arena erreicht in ihrer größten Konzertkonfiguration bis zu 15.000 Plätze und belegt Rang sieben. Sie ist damit gleich groß wie die Festhalle Frankfurt, wird aufgrund ihrer auf mehrere Sportarten zugeschnittenen Infrastruktur und der zusätzlichen Trainingsbereiche jedoch vor dem historischen Kuppelbau eingeordnet. Bei Eishockeyspielen der Adler Mannheim sinkt die Kapazität auf rund 13.600, bei Handballveranstaltungen hängt sie von der Nutzung zusätzlicher Stehplatzbereiche ab.
Die 2005 eröffnete Arena war ein Schlüsselprojekt für den Mannheimer Profisport. Sie ersetzte das traditionsreiche Eisstadion am Friedrichspark und gab zugleich den Rhein-Neckar Löwen eine große Bühne für Handballspiele. Das Gebäude umfasst rund 403.000 Kubikmeter Bruttorauminhalt; zum Komplex gehören zwei Trainingshallen, sodass Profibetrieb, Nachwuchsarbeit und Veranstaltungen parallel organisiert werden können. Technisch bemerkenswert war die frühe Einführung einer digitalen Indoor-Navigation mit Hunderten Funksendern. Auch die Kapazitätsabstufungen zeigen die Flexibilität: Eine Centerstage mit unbestuhltem Innenraum nutzt nahezu das gesamte Fassungsvermögen, während eine Endbühne große Flächen hinter der Produktion blockiert. Diese Unterschiede können je nach Tournee mehrere Tausend verkaufbare Tickets ausmachen.
- 15.000 Plätze: maximale Konzertkonfiguration
- 13.600 Plätze: ungefähr bei Eishockey
- Zwei Trainingshallen: zusätzlicher Sportbetrieb im Gebäudekomplex
- Maximalkapazität
- bis zu 15.000 Personen
- Eröffnung
- 2. September 2005
- Standort
- Mannheim, Baden-Württemberg
- Bruttorauminhalt
- 403.000 m³
- Heimteams
- Adler Mannheim und Rhein-Neckar Löwen
- Quelle
- SAP Arena – offizielle Website
8. Festhalle Frankfurt
Rang: 8 Kuppelklassiker
Die Festhalle Frankfurt bietet laut Messe Frankfurt Platz für bis zu 15.000 Gäste und teilt sich damit nominell die Kapazitätsklasse der SAP Arena. Sie landet auf Rang acht, weil ihre historische Bauform weniger standardisierte Sport- und Konzertkonfigurationen zulässt als eine moderne Arena. Dafür besitzt sie einen Raumcharakter, den kein anderer Eintrag dieses Rankings bietet: Der kreisrunde Innenraum wird von einer mächtigen Stahl-Glas-Kuppel überspannt.
Eröffnet wurde die Festhalle 1909 nach einem Entwurf von Friedrich von Thiersch. Zur Bauzeit galt die freitragende Kuppelkonstruktion als technischer Meilenstein. In mehr als einem Jahrhundert erlebte das Gebäude Kaiserbesuche, Messen, Reitturniere, politische Veranstaltungen, Boxkämpfe und Konzerte. Die Geschichte besitzt jedoch auch eine dunkle Seite: Während der Novemberpogrome 1938 wurden jüdische Frankfurter in der Halle zusammengetrieben und anschließend deportiert. Eine Gedenktafel erinnert daran. Heute profitiert die Festhalle von ihrer direkten Verbindung zum Messegelände, zu Halle 1 und zum Forum. Mit rund 6.000 Quadratmetern Innenraum eignet sie sich für Großveranstaltungen, bei denen historische Architektur Teil der Inszenierung sein soll – ein deutlicher Kontrast zu neutralen modernen Arenaschalen.
- 15.000 Gäste: offizielle maximale Veranstaltungskapazität
- 1909 eröffnet: älteste Arena der Top 10
- Stahl-Glas-Kuppel: außergewöhnliches historisches Tragwerk
- Maximalkapazität
- bis zu 15.000 Personen
- Eröffnung
- 1909
- Standort
- Messe Frankfurt, Hessen
- Innenraumfläche
- rund 6.000 m²
- Architekt
- Friedrich von Thiersch
- Quelle
- Messe Frankfurt – Festhalle
9. ZAG Arena in Hannover
Rang: 9 Expo-Erbe
Die ZAG Arena in Hannover fasst bei Konzerten mit Kopfbühne und unbestuhltem Innenraum bis zu 14.000 Personen. Sie erreicht damit dieselbe offizielle Maximalgröße wie die ÖVB-Arena, landet wegen ihrer größeren sportlichen und produktionstechnischen Ausrichtung aber auf Rang neun. Bei einer Centerstage sinkt die Kapazität auf etwa 12.000, bei Eishockey auf rund 10.767 Plätze. Der scheinbare Widerspruch entsteht durch Sichtlinien, Bühnenfläche und gesperrte Tribünenbereiche.
Die Halle wurde in nur 21 Monaten für die Expo 2000 errichtet und zunächst als Expo-Arena eröffnet. Ihre Lage am ehemaligen Weltausstellungsgelände erklärt die großzügigen Verkehrs- und Freiflächen in der Umgebung. Nach der Expo entwickelte sie sich zu Hannovers wichtigster Adresse für internationale Hallenkonzerte, Fernsehshows und große Sportereignisse. Eishockey war lange ein prägender Bestandteil, später rückte der Handball mit der TSV Hannover-Burgdorf stärker in den Mittelpunkt. Die maximale Spielfläche von 76 mal 38 Metern ermöglicht auch ungewöhnliche Showaufbauten. Im Vergleich zu den 15.000er-Hallen fehlt zwar ein kompletter zusätzlicher Zuschauerrang, doch für Norddeutschland bleibt die Arena neben Hamburg und Bremen ein zentraler Tourneestandort.
- 14.000 Plätze: bei Kopfbühne und unbestuhltem Innenraum
- 21 Monate: kurze Bauzeit vor der Expo 2000
- 76 × 38 Meter: maximal nutzbare Spielfläche
- Maximalkapazität
- 14.000 Personen
- Eröffnung
- April 2000
- Standort
- Expo Plaza, Hannover
- Eishockeykapazität
- ca. 10.767 Plätze
- Ursprünglicher Name
- Expo-Arena
- Quelle
- Hannover.de – ZAG Arena
10. ÖVB-Arena in Bremen
Rang: 10 Traditionshalle
Die ÖVB-Arena komplettiert die Top 10 mit einer variablen Gesamtkapazität von bis zu 14.000 Personen. Sie liegt damit nominell gleichauf mit der ZAG Arena. Ausschlaggebend für Rang zehn ist, dass ein größerer Teil ihrer Kapazität von der jeweiligen Innenraumkonfiguration abhängt und die Halle im Sportbetrieb meist deutlich weniger Plätze anbietet. Rund 8.000 feste Sitzplätze verteilen sich auf die Ränge; zusätzliche Plätze entstehen durch Bestuhlung oder Stehbereiche im Innenraum.
Die 1964 als Stadthalle Bremen eröffnete Arena gehört zu den älteren Mehrzweckhallen Deutschlands. Durch Umbauten und Modernisierungen wurde sie immer wieder an neue Sicherheits-, Komfort- und Produktionsstandards angepasst. Historisch war sie unter anderem für das Bremer Sechstagerennen bekannt, das die ovale Hallenform und die Nähe des Publikums besonders wirkungsvoll nutzte. Heute reicht das Programm von Konzerten und Comedy bis zu Reitsport, Shows und Firmenevents. Ein Standortvorteil ist die Bürgerweide direkt am Bremer Hauptbahnhof. Gleichzeitig konkurrieren Großveranstaltungen mit Messen und dem Freimarkt um Park- und Freiflächen. Seit April 2026 arbeitet die Arena im Publikumsbetrieb bargeldlos – ein Beispiel dafür, wie auch traditionsreiche Hallen ihre Abläufe weiter modernisieren.
- 14.000 Personen: maximale variable Gesamtkapazität
- Seit 1964: über sechs Jahrzehnte Veranstaltungsgeschichte
- Zentrale Lage: unmittelbar an Hauptbahnhof und Bürgerweide
- Maximalkapazität
- bis zu 14.000 Personen
- Eröffnung
- 1964
- Standort
- Bremen-Findorff
- Feste Sitzplätze
- rund 8.000
- Aktuelle Entwicklung
- seit April 2026 bargeldloser Zahlungsbetrieb
- Quelle
- ÖVB-Arena Bremen – offizielle Website
Häufige Fragen zu den größten Arenen Deutschlands
Welche ist die größte Arena in Deutschland?
Die größte klassische, dauerhaft überdachte Multifunktionsarena Deutschlands ist die LANXESS arena in Köln. In ihrer größten Veranstaltungskonfiguration bietet sie Platz für ungefähr 20.000 Menschen.
Warum unterscheiden sich Konzert- und Sportkapazitäten?
Bei Sportveranstaltungen beanspruchen Spielfeld, Banden, Spielerbereiche, Sicherheitszonen und Medienplätze einen Teil der Fläche. Bei Konzerten können zusätzliche Stehplätze im Innenraum entstehen. Eine große Endbühne wiederum sperrt häufig ganze Tribünenblöcke, sodass auch die Konzertkapazität schwankt.
Wurden Fußballstadien mit verschließbarem Dach berücksichtigt?
Nein. Das Ranking konzentriert sich auf klassische Multifunktionshallen. Stadien wie die MERKUR SPIEL-ARENA in Düsseldorf haben zwar ein verschließbares Dach und eine wesentlich höhere Kapazität, gehören baulich und betrieblich aber zur Kategorie der Stadien.
Welche Arena ist die älteste in den Top 10?
Die Festhalle Frankfurt wurde 1909 eröffnet und ist damit die älteste Halle der Rangliste. Die heutige Dortmunder Westfalenhalle stammt aus dem Jahr 1952, ihr zerstörter Vorgängerbau wurde bereits 1925 eröffnet.
Warum können Kapazitätsangaben verschiedener Quellen voneinander abweichen?
Betreiber nennen häufig mehrere Werte für Sitzkonzerte, Stehkonzerte, Centerstage, Endbühne oder einzelne Sportarten. Zusätzlich können behördliche Auflagen, Produktionsflächen und modernisierte Bestuhlungspläne die nutzbare Kartenmenge verändern. Für dieses Ranking wurde jeweils die belastbar dokumentierte Maximalkapazität verwendet.







