Wo leben in Deutschland heute die meisten Katholikinnen und Katholiken – und welches Bistum ist wirklich das größte? Die Antwort darauf hat sich in den letzten Jahren spürbar verschoben. In dieser Liste betrachten wir die 10 größten (Erz-)Bistümer in Deutschland nach Zahl der Katholikinnen und Katholiken auf Basis der aktuellen Kirchenstatistik für das Jahr 2024.
Sortiert wird strikt nach der absoluten Katholikenzahl zum Stichtag Ende 2024. Grundlage sind die offiziellen Eckdaten des kirchlichen Lebens in den Bistümern Deutschlands 2024 der Deutschen Bischofskonferenz. Fläche, Zahl der Priester oder historische Bedeutung spielen für die Rangfolge keine Rolle – tauchen aber in Beschreibungen, Tabelle und Datenblöcken zur Einordnung auf.
Übersicht
| Rang | (Erz-)Bistum | Sitz | Katholiken 2024 | Pfarreien 2024 | Gottesdienstteilnahme (Zählsonntag, 1.000 / %) |
Größenindex (Bistum Münster = 100) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bistum Münster | Münster | 1.630.544 | 208 | 85 / 5,2 % |
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| 2 | Erzbistum Köln | Köln | 1.627.401 | 506 | 91 / 5,6 % |
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| 3 | Diözese Rottenburg-Stuttgart | Rottenburg a. N. / Stuttgart | 1.575.081 | 1.020 | 107 / 6,8 % |
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| 4 | Erzdiözese Freiburg | Freiburg im Breisgau | 1.554.310 | 1.048 | 85 / 5,5 % |
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| 5 | Erzbistum München und Freising | München / Freising | 1.415.477 | 747 | 108 / 7,6 % |
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| 6 | Erzbistum Paderborn | Paderborn | 1.292.435 | 603 | 68 / 5,2 % |
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| 7 | Bistum Trier | Trier | 1.139.958 | 430 | 51 / 4,5 % |
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| 8 | Bistum Augsburg | Augsburg | 1.125.594 | 1.044 | 102 / 9,1 % |
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| 9 | Bistum Regensburg | Regensburg | 1.025.788 | 631 | 106 / 10,4 % |
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| 10 | Bistum Aachen | Aachen | 866.641 | 326 | 39 / 4,5 % |
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Bistum Münster
Rang: 1
Das Bistum Münster hat eine stille, aber bemerkenswerte Wachablösung vollzogen: Erstmals liegt es in der Mitgliederstatistik vor dem Erzbistum Köln und ist damit mitgliederstärkstes Bistum Deutschlands. Ende 2024 zählte die Diözese laut offizieller Kirchenstatistik 1.630.544 Katholikinnen und Katholiken. Das Gebiet umfasst große Teile Westfalens, den Niederrhein und Teile Niedersachsens – vom Emsland über das Oldenburger Land bis an die niederländische Grenze. Charakteristisch ist die Mischung aus traditionsreichen katholischen Milieus im ländlichen Raum, dynamischen Mittelstädten und Regionen mit starkem Strukturwandel. In der Bischofsstadt Münster ist die Kirche im Stadtbild weiterhin äußerst präsent; zugleich prägen Universitäten und eine junge, mobile Bevölkerung das Bild. Dass Münster trotz hoher Austrittszahlen im bundesweiten Vergleich relativ stabil bleibt, liegt unter anderem an vergleichsweise vielen Taufen und einer noch immer hohen Dichte kirchlicher Angebote: Kindertagesstätten, Schulen, Jugendverbände, Caritas-Einrichtungen. Pastoral reicht die Bandbreite von sehr lebendigen Landgemeinden mit hoher Gottesdienstquote bis zu urbanen Regionen, in denen Kirche eher als Sozial- und Kulturakteur wahrgenommen wird. In der Debatte um die Zukunft der Kirche in Deutschland gilt Münster damit als Beispiel dafür, dass große Bistümer trotz massiver Umbrüche weiterhin ein breites gesellschaftliches Gewicht haben können.
- Ende 2024 mit 1.630.544 Katholikinnen und Katholiken größtes Bistum Deutschlands nach Mitgliederzahl.
- Umfasst Teile von Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen (u. a. Emsland, Oldenburger Land, Niederrhein).
- Relativ stabile Mitgliederentwicklung im Vergleich zu anderen Großbistümern – bei weiterhin hohen Austrittszahlen.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.630.544 (rund 8 % aller Katholikinnen und Katholiken in Deutschland)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 208 Pfarreien, ca. 85.000 Gottesdienstteilnehmende an Zählsonntagen (5,2 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Referenzwert dieser Liste: Münster bildet mit 100,0 den Spitzenwert, alle anderen Bistümer werden daran gemessen.
- Quelle
- Deutsche Bischofskonferenz – Bistumstabelle 2024
Erzbistum Köln
Rang: 2
Das Erzbistum Köln war über Jahrzehnte das Synonym für die größte Diözese Deutschlands. Mit der Kirchenstatistik 2024 hat sich das Bild leicht verschoben: Inzwischen liegt Köln bei der Mitgliederzahl knapp hinter Münster – bleibt aber mit 1.627.401 Katholikinnen und Katholiken ein kirchlicher Gigant. Das Erzbistum umfasst große Teile des Rheinlands, darunter die Metropolräume Köln, Düsseldorf, Bonn, Wuppertal und das Bergische Land. Hier ballen sich Großstadtseelsorge, Hochschulpastoral, kulturelle Präsenz und stark säkularisierte Milieus. Gleichzeitig gibt es ländlichere Regionen in der Eifel oder im Oberbergischen, in denen kirchliche Tradition und Vereinskultur weiterhin sehr sichtbar sind. Der Kölner Dom ist nicht nur Weltkulturerbe und Touristenmagnet, sondern auch Symbol für die lange Geschichte des Erzbistums als Kurfürstentum und zentrale Macht im Alten Reich. Gegenwärtig steht Köln wie kaum ein anderes Bistum im Fokus öffentlicher Debatten – etwa im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Missbrauch, Leitungsstil und Vertrauensverlust. All das spiegelt sich in hohen Austrittszahlen wider. Gleichzeitig zeigen die statistischen Daten, dass es noch immer eine beachtliche Zahl an Taufen, Erstkommunionen und Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern gibt, die auf ein kirchliches Grundrauschen in der Region hinweisen.
- Mit 1.627.401 Katholikinnen und Katholiken Ende 2024 zweitgrößtes Bistum Deutschlands.
- Umfasst weite Teile des bevölkerungsreichen Rheinlands mit mehreren Millionenstadtregionen.
- Stark in der öffentlichen Wahrnehmung – mit großer historischer Bedeutung und intensiven Reform- und Aufarbeitungsprozessen.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.627.401 Katholikinnen und Katholiken (nur minimal weniger als in Münster)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 506 Pfarreien, ca. 91.000 Gottesdienstteilnehmende an Zählsonntagen (5,6 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Köln erreicht fast den Spitzenwert und liegt nur knapp unter Münster (Index ca. 99,8).
- Quelle
- Erzbistum Köln – Kirchenstatistik 2024
Diözese Rottenburg-Stuttgart
Rang: 3
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart ist das mitgliederstärkste Bistum Baden-Württembergs und nimmt im bundesweiten Vergleich Platz 3 ein. Ende 2024 weist die Statistik 1.575.081 Katholikinnen und Katholiken aus. Bemerkenswert ist die Doppelstruktur: Formell liegt der Bischofssitz im eher kleinen Rottenburg am Neckar, faktisch ist Stuttgart als Landeshauptstadt und größtes urbanes Zentrum ein zweiter Schwerpunkt. Das Bistumsgebiet reicht von der Ostalb über das Neckarland bis ins Allgäu und vereint Großstadtpfarreien, Kleinstädte und stark ländlich geprägte Regionen. Strukturell spürt die Diözese dieselben Trends wie andere Großbistümer – Rückgang der Mitgliederzahlen, Zusammenlegung von Kirchengemeinden, Professionalisierung der Laienarbeit –, betont aber zugleich Beteiligungsprozesse und synodale Strukturen. Die große Zahl von Pfarreien und kirchlichen Orten zeigt, wie tief die Kirche im Südwesten noch immer verankert ist: in Bildungswerken, Schulen, Kindertagesstätten, Ehrenamt und Caritas. Gleichzeitig verschieben sich Milieus: In urbanen Zentren treten neben klassische Volkskirchlichkeit neue, oft flexible Formen von Gemeinden und geistlichen Gemeinschaften. So wird Rottenburg-Stuttgart zum Labor für die Frage, wie sich ein traditionell sehr katholisches Bundesland in eine pluralere Zukunft bewegt.
- Mit 1.575.081 Katholikinnen und Katholiken Ende 2024 drittgrößtes Bistum Deutschlands.
- Umfasst große Teile Baden-Württembergs mit starker Mischung aus ländlichen Räumen und Ballungszentren.
- Betont Beteiligung, synodale Prozesse und strukturelle Reformen bei zugleich starkem ehrenamtlichem Engagement.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.575.081 Katholikinnen und Katholiken (nur rund 3 % weniger als Münster)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 1.020 Pfarreien, ca. 107.000 Gottesdienstteilnehmende (6,8 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Rottenburg-Stuttgart liegt dicht hinter den beiden Spitzenreitern (Index ca. 96,6).
- Quelle
- Diözese Rottenburg-Stuttgart – Jahresstatistik 2024
Erzdiözese Freiburg
Rang: 4
Die Erzdiözese Freiburg deckt den Südwesten Baden-Württembergs ab – von der Kurpfalz über den Schwarzwald bis an den Hochrhein und den Bodensee. Mit 1.554.310 Katholikinnen und Katholiken Ende 2024 liegt Freiburg nur knapp hinter Rottenburg-Stuttgart. Traditionell ist der Südwesten eine Hochburg des Katholizismus; zugleich gehören zur Erzdiözese urbane Zentren mit stark pluralen Milieus. Die Bandbreite reicht von dörflicher Volksfrömmigkeit über Universitätsstädte wie Freiburg bis hin zu Grenzregionen mit intensiven Kontakten in die Nachbarländer Frankreich und Schweiz. Die Diözese ist bekannt für ihre vielfältige Bildungslandschaft (Schulen, Akademien, Hochschulseelsorge) und eine starke Caritas. Strukturell setzt Freiburg seit Jahren auf große Seelsorgeeinheiten und neue pastorale Räume, um auf sinkende Priesterzahlen und veränderte Lebensformen zu reagieren. Die statistischen Daten spiegeln den Spagat wider: hohe absolute Zahlen bei Taufen, Erstkommunionen und Gottesdiensten, aber deutliche Rückgänge im Vergleich zu den 1990er- und 2000er-Jahren. In der öffentlichen Wahrnehmung spielt die Erzdiözese Freiburg immer wieder eine Rolle als Reformakteur – etwa in liturgischen Fragen, der Rolle von Laien oder bei sozialethischen Stellungnahmen.
- Mit 1,55 Mio. Katholikinnen und Katholiken viertgrößtes Bistum Deutschlands.
- Großes Flächenbistum im Südwesten, von der Metropolregion Rhein-Neckar bis zu Alpenrand und Hochrhein.
- Starke Bildungs- und Caritaslandschaft, kombiniert mit tiefgreifendem strukturellem Wandel in den Gemeinden.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.554.310 Katholikinnen und Katholiken (knapp unter Rottenburg-Stuttgart)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 1.048 Pfarreien, ca. 85.000 Gottesdienstteilnehmende (5,5 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Freiburg erreicht gut 95 % des Spitzenwerts und bleibt damit klar unter den größten Bistümern (Index ca. 95,3).
- Quelle
- Deutsche Bischofskonferenz – Bistumstabelle 2024
Erzbistum München und Freising
Rang: 5
Das Erzbistum München und Freising ist das mitgliederstärkste Bistum Bayerns und eines der international bekanntesten: Die Verbindung mit dem früheren Erzbischof Joseph Ratzinger (Papst Benedikt XVI.) und die Bedeutung der Metropole München tragen dazu bei. Ende 2024 wurden 1.415.477 Katholikinnen und Katholiken gezählt. Das Gebiet umfasst weite Teile Oberbayerns – von der Landeshauptstadt und ihrem Umland bis in die Alpenregion. Kirchlich trifft hier klassische Volkskirche auf Großstadtpluralismus: In manchen Landgemeinden sind kirchliche Feste und Vereine selbstverständlicher Teil des Dorflebens; in München prägen internationale Gemeinden, Citypastoral und universitäre Milieus das Bild. Die Statistik zeigt: Trotz hoher Austrittszahlen hat das Erzbistum weiterhin eine hohe absolute Zahl an Sakramentenspendungen, besonders bei Taufen und Erstkommunionen. Bemerkenswert ist zudem die vergleichsweise hohe Gottesdienstquote: 7,6 % der Katholikinnen und Katholiken nehmen an den Zählsonntagen teil – ein Wert deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt. Gleichzeitig steht München und Freising wie andere Großbistümer vor der Aufgabe, Pfarrstrukturen zu bündeln, Immobilien zu überprüfen und neue Formen kirchlicher Präsenz in einem stark säkularisierten Umfeld zu entwickeln.
- Mit 1,42 Mio. Katholikinnen und Katholiken Ende 2024 größtes Bistum Bayerns.
- Umfasst nahezu ganz Oberbayern mit der Metropole München und der historischen Konkathedrale in Freising.
- Hohe absolute Zahlen bei Taufen und Gottesdiensten, zugleich deutliche Mitgliederrückgänge und Strukturreformen.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.415.477 Katholikinnen und Katholiken (deutlich weniger als die Top-3, aber klar im oberen Segment)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 747 Pfarreien, ca. 108.000 Gottesdienstteilnehmende (7,6 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- München und Freising erreicht rund 87 % des Spitzenwerts (Index ca. 86,8).
- Quelle
- Deutsche Bischofskonferenz – Kirchenstatistik 2024
Erzbistum Paderborn
Rang: 6
Das Erzbistum Paderborn gehört zu den klassischen Kernräumen des westfälischen Katholizismus. Es erstreckt sich über weite Teile Ostwestfalens, das Sauerland, das östliche Ruhrgebiet sowie kleinere Gebiete in Hessen und Niedersachsen. Ende 2024 verzeichnete die Statistik 1.292.435 Katholikinnen und Katholiken. Historisch ist Paderborn eng mit Wallfahrten, Klöstern und einer dichten Verbandstradition verbunden. Der Dom und Orte wie die Libori-Woche machen die Kirche im öffentlichen Raum sichtbar. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Statistik: Auch hier sinken Mitgliederzahlen und Gottesdienstbeteiligung, wenn auch mancherorts langsamer als in stark säkularen Großstädten. Die Diözese reagiert mit großräumigen pastoralen Räumen, Schwerpunktsetzungen in Jugend- und Bildungsarbeit sowie intensiver Digitalisierung. Als Metropolitansitz trägt Paderborn Verantwortung über die eigene Diözese hinaus – mehrere Suffraganbistümer gehören zur Kirchenprovinz. In vielen Regionen ist die Kirche weiterhin wichtiger Arbeitgeber und Träger sozialer Dienste, was ihr gesellschaftliches Gewicht trotz Mitgliederrückgang unterstreicht.
- Mit knapp 1,3 Mio. Katholikinnen und Katholiken sechstgrößtes Bistum Deutschlands.
- Gebiet umfasst Ostwestfalen, Sauerland, Teile des Ruhrgebiets sowie angrenzende Regionen.
- Stark geprägtes Verbands- und Wallfahrtsleben, kombiniert mit umfangreichen Strukturreformen und Digitalisierungsschritten.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.292.435 Katholikinnen und Katholiken (rund vier Fünftel des Spitzenwerts)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 603 Pfarreien, ca. 68.000 Gottesdienstteilnehmende (5,2 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Paderborn erreicht gut 79 % des Münsteraner Werts (Index ca. 79,3).
- Quelle
- Deutsche Bischofskonferenz – Bistumstabelle 2024
Bistum Trier
Rang: 7
Das Bistum Trier ist nicht nur eines der ältesten Bistümer nördlich der Alpen, sondern mit 1.139.958 Katholikinnen und Katholiken (Ende 2024) auch weiterhin eines der mitgliederstarken. Sein Gebiet umfasst weite Teile von Rheinland-Pfalz und das Saarland – Regionen, in denen der Katholizismus historisch tief verwurzelt ist. Die Struktur ist vielfältig: Klein- und Mittelstädte wie Trier, Saarbrücken, Koblenz und ländliche Räume an Mosel, Saar, Eifel und Hunsrück bilden ein dichtes Netz von Pfarreien und kirchlichen Einrichtungen. Gleichzeitig steht Trier wie andere Bistümer vor deutlichen Umbrüchen: sinkende Mitgliederzahlen, hohe Austrittszahlen, eine alternde Kerngemeinde. Die Diözese reagiert mit großflächigen „Pfarreien der Zukunft“ und neuen pastoralen Konzepten, die vermehrt auf Teamstrukturen, Ehrenamt und Kooperationen setzen. Zugleich spielt das Bistum wegen seiner Grenzlage eine besondere Rolle in der Zusammenarbeit mit Nachbarländern: Gottesdienste und pastorale Projekte finden teilweise grenzüberschreitend statt. In der öffentlichen Wahrnehmung ist Trier stark mit seinem Dom, der römischen Vergangenheit der Stadt und großen Wallfahrstraditionen verknüpft – zugleich aber ein Beispiel dafür, wie historisch gewachsene Kirchenräume sich an eine säkularere Gegenwart anpassen müssen.
- Mit gut 1,14 Mio. Katholikinnen und Katholiken siebtgrößtes Bistum Deutschlands.
- Umfasst große Teile von Rheinland-Pfalz und das Saarland; stark von Grenzlage und ländlichen Räumen geprägt.
- Intensive Strukturreformen (u. a. neue Großpfarreien) als Reaktion auf Mitgliederrückgänge und Personalmangel.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.139.958 Katholikinnen und Katholiken (rund 70 % des Münsteraner Werts)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 430 Pfarreien, ca. 51.000 Gottesdienstteilnehmende (4,5 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Trier liegt mit knapp 70 % des Spitzenwerts deutlich im oberen Mittelfeld (Index ca. 69,9).
- Quelle
- Bistum Trier – Lage, Gliederung, Statistik
Bistum Augsburg
Rang: 8
Das Bistum Augsburg gehört zu den klassischen katholischen Regionen Süddeutschlands. Sein Gebiet umfasst vor allem Bayerisch-Schwaben sowie Teile Oberbayerns und reicht von der Großstadt Augsburg über stark ländliche Regionen bis an den Alpenrand. Ende 2024 weist die Statistik 1.125.594 Katholikinnen und Katholiken aus. Auffällig ist neben der hohen Mitgliederzahl die traditionell vergleichsweise starke Gottesdienstbeteiligung: Mit 9,1 % liegt das Bistum klar über dem Bundesdurchschnitt. Das verweist auf lebendige Pfarrgemeinden, Wallfahrtsorte und eine weiterhin relativ stabile Bindung vieler Menschen an kirchliche Feste und Rituale. Gleichzeitig machen sich auch hier Austritte, demografische Veränderungen und Individualisierung bemerkbar: In städtischen Räumen wird Kirche stärker als Dienstleister in Bildung, Sozialem und Kultur wahrgenommen, während in ländlichen Gegenden Bräuche und kirchliche Vereine noch stärker identitätsstiftend wirken. Bischöfliche Stellungnahmen betonen immer wieder die Chance, ausgehend von dieser Verwurzelung neue Wege zu finden – etwa durch Familienpastoral, Jugendangebote und geistliche Orte, die bewusst offen und einladend gestaltet sind.
- Mit über 1,12 Mio. Katholikinnen und Katholiken eines der größten Bistümer Bayerns.
- Hohe Gottesdienstbeteiligung und ausgeprägte Wallfahrts- und Vereinskultur, vor allem im ländlichen Raum.
- Gleichzeitig unter Druck durch Mitgliederrückgang, Strukturveränderungen und sinkende Kirchensteuereinnahmen.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.125.594 Katholikinnen und Katholiken (rund zwei Drittel des Münsteraner Werts)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 1.044 Pfarreien, ca. 102.000 Gottesdienstteilnehmende (9,1 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Augsburg erreicht rund 69 % des Spitzenwerts (Index ca. 69,0).
- Quelle
- domradio.de – Bistum Augsburg und Mitgliederentwicklung
Bistum Regensburg
Rang: 9
Das Bistum Regensburg ist das große ostbayerische Bistum und umfasst die Oberpfalz sowie große Teile Niederbayerns. Mit 1.025.788 Katholikinnen und Katholiken Ende 2024 gehört es knapp noch zur Gruppe der „Millionenbistümer“. In Regensburg trifft eine starke liturgische und musikalische Tradition – Stichwort Domspatzen – auf eine vergleichsweise hohe Gottesdienstbeteiligung: 10,4 % der Katholikinnen und Katholiken nehmen an den Zählsonntagen teil, ein Spitzenwert unter den Großbistümern. Die Pfarreienlandschaft ist stark ländlich geprägt, mit vielen Gemeinden, in denen kirchliche Feste tief im Jahreslauf verankert sind. Gleichzeitig erleben Städte wie Regensburg, Weiden oder Amberg eine wachsende Pluralität und Individualisierung, auf die die Diözese mit neuen pastoralen Formaten reagiert. Wie andere Bistümer bündelt auch Regensburg Pfarreien, um bei weniger hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorgern weiterhin präsent bleiben zu können. In der öffentlichen Wahrnehmung ist das Bistum stark über seine Domkultur, Wallfahrtsorte und religiösen Traditionen verankert – muss sich aber ebenfalls mit Rückgängen bei Mitgliedschaft und Sakramentenzahlen auseinandersetzen.
- Mit etwas mehr als 1,02 Mio. Katholikinnen und Katholiken neuntgrößtes Bistum Deutschlands.
- Sehr hohe Gottesdienstbeteiligung (10,4 %) und dichte ländliche Pfarreienstruktur.
- Bekannt für Kirchenmusik, Wallfahrten und eine starke liturgische Tradition – bei gleichzeitigem Strukturwandel.
- Katholiken (31.12.2024)
- 1.025.788 Katholikinnen und Katholiken (gut 60 % des Münsteraner Werts)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 631 Pfarreien, ca. 106.000 Gottesdienstteilnehmende (10,4 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Regensburg erreicht knapp 63 % des Spitzenwerts (Index ca. 62,9).
- Quelle
- Deutsche Bischofskonferenz – Bistumstabelle 2024
Bistum Aachen
Rang: 10
Das Bistum Aachen sichert sich mit 866.641 Katholikinnen und Katholiken (Ende 2024) den zehnten Platz unter den größten deutschen Bistümern. Es liegt im äußersten Westen Deutschlands und umfasst Teile des Rheinlands und der Eifel, darunter Städte wie Aachen, Mönchengladbach und Krefeld. Kirchlich prägen das Bistum sowohl urbane Räume entlang der Rheinschiene als auch eher ländlich geprägte Regionen an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Der Aachener Dom, Krönungsort mittelalterlicher Könige, ist geistliches und kulturelles Zentrum und macht die lange Geschichte kirchlicher Präsenz sichtbar. Die aktuelle Statistik zeigt: Die Diözese verliert – wie fast alle – Mitglieder, liegt mit ihrer Katholikenzahl aber weiterhin klar im oberen Mittelfeld im Bundesvergleich. Pastoral ist Aachen von großen Pfarreiengemeinschaften, einer lebendigen Caritas und vielfältigen Bildungsangeboten geprägt. An vielen Orten ist die Kirche als Träger von Schulen, Kitas, Sozialstationen und Beratungsstellen präsent, selbst wenn die klassische Sonntagsgemeinde schrumpft. Gleichzeitig bleiben Herausforderungen wie Aufarbeitung, Glaubensvermittlung in säkularen Milieus und der Umbau der Pfarreistrukturen prägende Themen.
- Mit 866.641 Katholikinnen und Katholiken zehntgrößtes Bistum Deutschlands.
- Umfasst Städte und ländliche Räume im Westen Nordrhein-Westfalens – bis an die niederländische und belgische Grenze.
- Starke Präsenz in Bildung, Caritas und Stadtgesellschaft bei deutlich sinkender formaler Kirchenbindung.
- Katholiken (31.12.2024)
- 866.641 Katholikinnen und Katholiken (gut die Hälfte des Münsteraner Werts)
- Pfarreien & Gottesdienstbesuch
- 326 Pfarreien, ca. 39.000 Gottesdienstteilnehmende (4,5 %)
- Größenindex (Bistum Münster = 100)
- Aachen erreicht gut 53 % des Spitzenwerts (Index ca. 53,2).
- Quelle
- Bistum Aachen – Kirchenstatistik 2024

