Die 10 größten Fehlentscheidungen im Fußball

Die 10 größten Fehlentscheidungen im Fußball

Welche Fehlentscheidung hat den Fußball am stärksten verändert? Diese Top 10 bewertet nicht nur Empörung, sondern vor allem sportliche Tragweite: Titel, Turnierverlauf, Regeldebatten und technische Folgen. Ergänzend lohnt sich der Blick auf die ähnliche Übersicht bei Sportblog-Online.

Übersicht

  1. Maradonas „Hand Gottes“ 1986
  2. Thierry Henrys Handspiel 2009
  3. Lampards nicht gegebenes Tor 2010
  4. Das Wembley-Tor 1966
  5. Schumacher gegen Battiston 1982
  6. Südkorea gegen Italien 2002
  7. Chelsea gegen Barcelona 2009
  8. Thomas Helmers Phantomtor 1994
  9. Pedro Mendes gegen Manchester United 2005
  10. Clive Thomas pfeift Zicos Tor weg 1978
Rang Szene Jahr Wettbewerb Folge
1 Maradona-Handspiel 1986 WM Argentinien auf dem Weg zum Titel
2 Henry-Handspiel 2009 WM-Qualifikation Frankreich fährt zur WM, Irland scheidet aus
3 Lampard-Tor nicht gegeben 2010 WM Schub für Torlinientechnik
4 Wembley-Tor 1966 WM-Finale England wird Weltmeister
5 Schumacher/Battiston 1982 WM-Halbfinale Keine Strafe trotz schwerer Verletzung
6 Südkorea gegen Italien 2002 WM-Achtelfinale Italien scheidet kontrovers aus
7 Chelsea gegen Barcelona 2009 Champions League Barcelona erreicht das Finale
8 Helmers Phantomtor 1994 Bundesliga Wiederholungsspiel
9 Pedro Mendes’ nicht gegebenes Tor 2005 Premier League Tottenham verliert zwei Punkte
10 Zicos aberkanntes Tor 1978 WM Brasilien startet nur mit Remis

Maradonas „Hand Gottes“ gegen England

Rang: 1 WM-Ikone

Im WM-Viertelfinale 1986 sprang Diego Maradona gegen Peter Shilton hoch und lenkte den Ball mit der Hand ins Tor. Das 1:0 wurde gegeben, Argentinien gewann 2:1 und wurde später Weltmeister. Die Szene ist bis heute die berühmteste irreguläre Torentscheidung der Fußballgeschichte, weil sie sportliche Konsequenz, politische Symbolik und Maradonas Genie in einem Spiel bündelte.

  • Spiel: Argentinien gegen England
  • Datum: 22. Juni 1986
  • Endstand: 2:1
  • Konsequenz: Argentinien zog ins Halbfinale ein
Ort
Estadio Azteca, Mexiko-Stadt
Entscheidung
Handspiel nicht erkannt
Relevanz
Direkter Einfluss auf ein WM-K.-o.-Spiel
Quelle
FIFA

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Thierry Henrys Handspiel gegen Irland

Rang: 2 Quali-Schock

Im Playoff-Rückspiel zur WM 2010 kontrollierte Thierry Henry den Ball in der Verlängerung mit der Hand und legte für William Gallas auf. Frankreich qualifizierte sich, Irland blieb zu Hause. Die Szene war besonders brisant, weil es nicht um einen Ligapunkt, sondern um eine komplette WM-Teilnahme ging.

  • Spiel: Frankreich gegen Irland
  • Datum: 18. November 2009
  • Endstand: 1:1 nach Verlängerung
  • Konsequenz: Frankreich gewann das Playoff 2:1 gesamt
Ort
Stade de France
Entscheidung
Handspiel vor Torvorlage nicht geahndet
Relevanz
WM-Ticket entschieden
Quelle
FIFA

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Frank Lampards nicht gegebenes Tor gegen Deutschland

Rang: 3 Technik-Wende

Bei der WM 2010 traf Frank Lampard gegen Deutschland an die Unterkante der Latte, der Ball sprang klar hinter die Linie und wieder heraus. Das Tor zum 2:2 wurde nicht gegeben; Deutschland gewann 4:1. Die Szene beschleunigte die Debatte um Torlinientechnik wie kaum eine andere.

  • Spiel: Deutschland gegen England
  • Datum: 27. Juni 2010
  • Runde: WM-Achtelfinale
  • Konsequenz: England schied aus
Ort
Bloemfontein
Entscheidung
Tor trotz überschrittener Linie nicht gegeben
Relevanz
Wichtiger Impuls für Goal-Line Technology
Quelle
FIFA

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Das Wembley-Tor im WM-Finale 1966

Rang: 4 historisch

Geoff Hursts Schuss prallte im WM-Finale 1966 von der Latte auf oder hinter die Linie. Der Treffer zum 3:2 für England wurde gegeben, England gewann 4:2 nach Verlängerung. Ob der Ball vollständig hinter der Linie war, blieb jahrzehntelang umstritten und machte das Tor zum Symbol für die Grenzen menschlicher Wahrnehmung.

  • Spiel: England gegen Deutschland
  • Datum: 30. Juli 1966
  • Endstand: 4:2 nach Verlängerung
  • Konsequenz: England wurde Weltmeister
Ort
Wembley, London
Entscheidung
Tor gegeben
Relevanz
WM-Finale direkt beeinflusst
Quelle
FIFA

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Harald Schumacher gegen Patrick Battiston

Rang: 5 WM-Drama

Im WM-Halbfinale 1982 rannte Deutschlands Torhüter Harald Schumacher den Franzosen Patrick Battiston brutal um. Battiston musste verletzt vom Feld, doch es gab weder Foul noch Karte. Deutschland erreichte später im Elfmeterschießen das Finale. Die Szene gilt als eine der gravierendsten ungeahndeten Aktionen bei einer Weltmeisterschaft.

  • Spiel: Deutschland gegen Frankreich
  • Datum: 8. Juli 1982
  • Endstand: 3:3, Deutschland gewinnt im Elfmeterschießen
  • Konsequenz: Deutschland erreicht das Finale
Ort
Sevilla
Entscheidung
Kein Foul, keine Karte
Relevanz
Schwere Verletzung und direkter K.-o.-Kontext
Quelle
FIFA

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Südkorea gegen Italien bei der WM 2002

Rang: 6 Skandalspiel

Das WM-Achtelfinale 2002 zwischen Südkorea und Italien wurde durch zahlreiche strittige Entscheidungen geprägt. Italien beklagte ein aberkanntes Tor, einen umstrittenen Platzverweis gegen Francesco Totti und mehrere Zweikämpfe. Südkorea gewann 2:1 nach Verlängerung und schrieb Geschichte, während Italien das Spiel als massiven Einschnitt empfand.

  • Spiel: Südkorea gegen Italien
  • Datum: 18. Juni 2002
  • Endstand: 2:1 nach Verlängerung
  • Konsequenz: Italien scheidet im Achtelfinale aus
Ort
Daejeon
Entscheidung
Mehrere umstrittene Pfiffe
Relevanz
Favorit scheidet gegen Gastgeber aus
Quelle
The Guardian

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Chelsea gegen Barcelona 2009

Rang: 7 Champions League

Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League 2009 forderte Chelsea mehrfach Elfmeter gegen Barcelona. Schiedsrichter Tom Henning Øvrebø ließ die Szenen weiterlaufen, Andrés Iniesta traf spät zum 1:1 und Barcelona zog ins Finale ein. Wegen der Häufung strittiger Strafraumszenen gilt das Spiel als einer der kontroversesten Europapokalabende.

  • Spiel: Chelsea gegen Barcelona
  • Datum: 6. Mai 2009
  • Endstand: 1:1
  • Konsequenz: Barcelona erreicht per Auswärtstorregel das Finale
Ort
Stamford Bridge, London
Entscheidung
Mehrere Elfmeterforderungen abgelehnt
Relevanz
Champions-League-Finalist entschieden
Quelle
Sky Sports

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Thomas Helmers Phantomtor gegen Nürnberg

Rang: 8 Bundesliga

1994 wurde Thomas Helmer ein Tor für Bayern München zugesprochen, obwohl der Ball am Tor vorbeiging. Bayern gewann zunächst 2:1 gegen Nürnberg, doch der DFB ordnete ein Wiederholungsspiel an. Bayern gewann auch dieses und wurde Meister; Nürnberg stieg später ab. Der Fall ist das berühmteste Phantomtor der Bundesliga.

  • Spiel: Bayern München gegen 1. FC Nürnberg
  • Datum: 23. April 1994
  • Ursprüngliches Ergebnis: 2:1
  • Konsequenz: Wiederholungsspiel
Ort
München
Entscheidung
Nicht-Tor als Tor gewertet
Relevanz
Seltene Neuansetzung nach Fehlentscheidung
Quelle
Bundesliga

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Pedro Mendes’ nicht gegebenes Tor in Old Trafford

Rang: 9 Premier League

2005 schoss Pedro Mendes aus großer Distanz gegen Manchester United. Torhüter Roy Carroll ließ den Ball klar hinter die Linie rutschen und holte ihn wieder heraus. Das Tor wurde nicht gegeben, Tottenham spielte nur 0:0. Die Szene blieb eines der bekanntesten Beispiele dafür, warum Torlinientechnik im Profifußball nötig wurde.

  • Spiel: Manchester United gegen Tottenham
  • Datum: 4. Januar 2005
  • Endstand: 0:0
  • Konsequenz: Tottenham verliert einen möglichen Auswärtssieg
Ort
Old Trafford
Entscheidung
Tor nicht erkannt
Relevanz
Klassischer Fall vor Torlinientechnik
Quelle
Manchester United

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Clive Thomas pfeift Zicos Tor gegen Schweden weg

Rang: 10 WM-Kuriosum

Bei der WM 1978 köpfte Zico nach einer Ecke für Brasilien zum vermeintlichen Sieg gegen Schweden ein. Schiedsrichter Clive Thomas hatte jedoch genau im Moment der Flanke beziehungsweise unmittelbar davor abgepfiffen. Das Tor zählte nicht, Brasilien musste mit einem 1:1 starten. Die Entscheidung blieb berühmt, weil sie extrem formalistisch und zeitlich maximal unglücklich wirkte.

  • Spiel: Brasilien gegen Schweden
  • Datum: 3. Juni 1978
  • Endstand: 1:1
  • Konsequenz: Brasilien verliert zwei Punkte
Ort
Mar del Plata
Entscheidung
Abpfiff vor Torabschluss
Relevanz
Eines der berühmtesten abgepfiffenen WM-Tore
Quelle
The Guardian

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