7 Meter Länge, mehr als eine Tonne Gewicht und eine Beißkraft, die zu den stärksten im Tierreich zählt: Die größten Krokodile der Welt sind keine gewöhnlichen Reptilien, sondern Spitzenprädatoren ganzer Ökosysteme. Dieses Ranking vergleicht die größten heute lebenden Arten der Ordnung Crocodylia nach dokumentierten beziehungsweise fachlich anerkannten Maximallängen ausgewachsener Männchen.
Berücksichtigt wurden echte Krokodile, Gaviale, Kaimane und Alligatoren, weil sie biologisch zur gleichen Ordnung gehören und im Alltag oft gemeinsam als Krokodile bezeichnet werden. Ausgeschlossen sind ausgestorbene Urzeitarten wie Sarcosuchus oder Deinosuchus. Neben der reinen Länge fließen Körpermasse, Häufigkeit großer Exemplare, Schutzstatus und Quellenlage in die Einordnung ein. Weitere Tier-Rankings finden sich in der Kategorie Tiere.
So wurde gewertet
Sortiert wurde absteigend nach maximal belegter oder in Fachquellen allgemein akzeptierter Gesamtlänge. Da historische Größenangaben bei Krokodilen häufig übertrieben sind, wurden unsichere Rekorde niedriger gewichtet als moderne Messungen, zoologische Artprofile, Museumsangaben und Daten der IUCN Crocodile Specialist Group. Bei ähnlichen Maximallängen entschieden Körpermasse, ökologische Bedeutung und Häufigkeit außergewöhnlich großer Männchen.
Übersicht
| Rang | Art | Wissenschaftlicher Name | Maximallänge | Typische Länge großer Männchen | Gewicht | Verbreitung | Lebensraum | Schutzstatus | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Leistenkrokodil | Crocodylus porosus | bis etwa 7 m | 5–6 m | über 1.000 kg möglich | Südasien, Südostasien, Nordaustralien | Küsten, Mangroven, Flüsse | nicht gefährdet | größtes lebendes Reptil |
| 2 | Nilkrokodil | Crocodylus niloticus | bis etwa 6 m | 4–4,5 m | über 680 kg möglich | Afrika | Flüsse, Seen, Sümpfe | nicht gefährdet | größtes Reptil Afrikas |
| 3 | Orinoko-Krokodil | Crocodylus intermedius | bis etwa 6,7 m | 3–5 m | über 400 kg möglich | Venezuela, Kolumbien | Flüsse, Savannengewässer | vom Aussterben bedroht | seltenes Großkrokodil Südamerikas |
| 4 | Amerikanisches Krokodil | Crocodylus acutus | über 4 m, historische Angaben höher | 3–4,5 m | mehrere hundert kg | Florida, Karibik, Mittelamerika, nördliches Südamerika | Mangroven, Lagunen, Flussmündungen | gefährdet | salzwassertoleranter Küstenbewohner |
| 5 | Gavial | Gavialis gangeticus | bis etwa 6 m | 4–5,5 m | deutlich leichter als Großkrokodile | Indien, Nepal | große Flüsse | vom Aussterben bedroht | längste Schnauze |
| 6 | Schwarzer Kaiman | Melanosuchus niger | über 6 m möglich | 3–5 m | mehrere hundert kg | Amazonasbecken | Flüsse, Seen, Überschwemmungswälder | nicht gefährdet | größter Kaiman der Welt |
| 7 | Sunda-Gavial | Tomistoma schlegelii | über 5 m | 4–5 m | über 200 kg möglich | Sumatra, Borneo, Malaysia | Torfmoore, Sümpfe, Tieflandflüsse | gefährdet | seltene Wald- und Sumpfart |
| 8 | Muggerkrokodil | Crocodylus palustris | 4–5 m | 3–4 m | bis etwa 700 kg | Indien, Pakistan, Sri Lanka, Nepal | Seen, Flüsse, Stauseen | gefährdet | besonders anpassungsfähig |
| 9 | Mississippi-Alligator | Alligator mississippiensis | über 4 m | 3–3,5 m | bis etwa 454 kg | Südosten der USA | Sümpfe, Seen, Flüsse | nicht gefährdet | größtes Reptil Nordamerikas |
| 10 | Morelet-Krokodil | Crocodylus moreletii | bis 4,5–4,7 m | 1,5–3 m | meist deutlich unter 100 kg | Mexiko, Belize, Guatemala | Seen, Sümpfe, Flüsse | nicht gefährdet | kleinere Art mit seltenen Riesenmännchen |
Leistenkrokodil
Rang: 1 Rekordhalter
Das Leistenkrokodil steht auf Platz 1, weil es als größte heute lebende Krokodilart und zugleich als größtes lebendes Reptil gilt. Große Männchen erreichen regelmäßig Längen, die andere Arten nur in historischen Einzelberichten erreichen. Das Australian Museum nennt für erwachsene Tiere durchschnittlich 3 bis 5 Meter und verweist auf zuverlässig vermessene Exemplare über 6 Meter; andere Museumsangaben führen für die Art sogar Werte bis etwa 7 Meter. Entscheidend ist nicht nur die Länge, sondern auch die Masse: Alte Männchen können über eine Tonne wiegen und dadurch deutlich schwerer werden als Gaviale oder die meisten Kaimane.
Sein Vorsprung entsteht durch eine Kombination aus Größe, Salzwassertoleranz und enormem Verbreitungsgebiet. Leistenkrokodile leben in Flüssen, Mangroven, Ästuaren und Küstengewässern von Südasien über Südostasien bis Nordaustralien. Sie können im Meer wandern und erreichen dadurch Lebensräume, die vielen anderen Arten verschlossen bleiben. Im Vergleich zum Nilkrokodil ist die Art meist noch massiger und erzielt die höheren Rekordwerte.
- Größtes lebendes Reptil der Erde.
- Kann Süßwasser, Brackwasser und Salzwasser nutzen.
- Große Männchen stehen praktisch an der Spitze der Nahrungskette.
- Rang
- 1
- Art
- Leistenkrokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus porosus
- Maximallänge
- bis etwa 7 m
- Zuverlässig vermessene Länge
- über 6 m
- Typische Länge erwachsener Tiere
- 3–5 m, Männchen deutlich größer
- Maximalgewicht
- über 1.000 kg möglich
- Verbreitung
- Südasien, Südostasien, Nordaustralien
- Lebensraum
- Flüsse, Mangroven, Ästuare, Küstengewässer
- Ernährung
- Fische, Reptilien, Vögel, Säugetiere
- Schutzstatus
- nicht gefährdet
- Besonderheit
- größtes lebendes Reptil
- Quelle
- Australian Museum
Nilkrokodil
Rang: 2 Afrikas Gigant
Das Nilkrokodil belegt Rang 2, weil es das größte Krokodil Afrikas ist und bei außergewöhnlichen Männchen Längen von etwa 6 Metern erreichen kann. Britannica gibt für besonders große Tiere bis zu 6 Meter und mehr als 680 Kilogramm an; durchschnittlich liegen erwachsene Tiere deutlich darunter. Damit ist das Nilkrokodil im Schnitt kleiner als das Leistenkrokodil, aber deutlich größer und schwerer als die meisten anderen Arten dieses Rankings.
Seine Bedeutung reicht weit über reine Rekordmaße hinaus. Nilkrokodile sind in vielen afrikanischen Gewässern Spitzenprädatoren und können Fische, Vögel, Antilopen, Zebras oder junge Flusspferde erbeuten. Besonders bekannt sind sie aus Ostafrika, wo sie während großer Huftierwanderungen an Flussquerungen warten. Historisch ist die Art zudem eng mit dem Alten Ägypten verbunden, wo Krokodile gefürchtet, beobachtet und religiös gedeutet wurden. Gegenüber dem Orinoko-Krokodil punktet das Nilkrokodil mit viel größerer Verbreitung und häufiger belegten Großtieren; gegenüber dem Leistenkrokodil fehlen jedoch die höheren Maximalwerte.
- Größtes Reptil Afrikas.
- Kann außergewöhnlich große Säugetiere erbeuten.
- Ökologisch einer der wichtigsten Spitzenprädatoren afrikanischer Gewässer.
- Rang
- 2
- Art
- Nilkrokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus niloticus
- Maximallänge
- bis etwa 6 m
- Durchschnittslänge
- etwa 4–4,5 m bei großen Erwachsenen
- Maximalgewicht
- über 680 kg möglich
- Verbreitung
- weite Teile Afrikas
- Lebensraum
- Flüsse, Seen, Sümpfe, Feuchtgebiete
- Ernährung
- Fische, Vögel, Reptilien, Säugetiere
- Schutzstatus
- nicht gefährdet
- Besonderheit
- größtes Krokodil Afrikas
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Orinoko-Krokodil
Rang: 3 kritisch bedroht
Das Orinoko-Krokodil erreicht Rang 3, weil es zu den größten Krokodilen der Neuen Welt zählt. Britannica nennt für die massivsten Individuen Längen bis 6,7 Meter und Gewichte von mehr als 400 Kilogramm. Solche Werte müssen vorsichtig eingeordnet werden, weil moderne Riesenexemplare extrem selten sind. Trotzdem zeigt die Art ein Größenpotenzial, das sie vor dem Amerikanischen Krokodil und den meisten Kaimanen platziert.
Sein Lebensraum ist deutlich enger begrenzt als bei Nil- oder Leistenkrokodil. Die Art kommt im Orinoko-Becken Venezuelas und Kolumbiens vor und wurde im 20. Jahrhundert durch die Jagd auf Krokodilleder stark dezimiert. Heute zählt sie zu den am stärksten bedrohten Großkrokodilen der Welt. Dadurch ist der Rang auch ein historischer Vergleich: Das Orinoko-Krokodil besitzt das Potenzial für enorme Körpergrößen, doch die meisten heutigen Tiere erreichen diese Maße nicht mehr. Gegenüber dem Nilkrokodil ist die Quellenlage für aktuelle Maximaltiere schwächer; gegenüber dem Amerikanischen Krokodil sprechen die höheren genannten Spitzenwerte für Platz 3.
- Eine der größten Krokodilarten Südamerikas.
- Durch historische Bejagung stark dezimiert.
- Heute stark von Schutz- und Wiederansiedlungsprogrammen abhängig.
- Rang
- 3
- Art
- Orinoko-Krokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus intermedius
- Maximallänge
- bis etwa 6,7 m
- Gewicht
- über 400 kg möglich
- Verbreitung
- Venezuela und Kolumbien
- Lebensraum
- Orinoko-Flussgebiet, Savannenflüsse, Überschwemmungsebenen
- Ernährung
- Fische, Reptilien, Vögel, Säugetiere
- Schutzstatus
- vom Aussterben bedroht
- Hauptbedrohung
- historische Jagd, Lebensraumverlust, kleine Restbestände
- Besonderheit
- seltenes Großkrokodil mit außergewöhnlichem Größenpotenzial
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Amerikanisches Krokodil
Rang: 4 Küstenbewohner
Das Amerikanische Krokodil landet auf Rang 4, weil es zu den größten Krokodilen Amerikas gehört, aber bei modernen Größenangaben vorsichtiger bewertet werden muss als Nil- oder Orinoko-Krokodil. Animal Diversity Web beschreibt die Art als mittelgroßes bis großes Krokodil, bei dem Erwachsene über 4 Meter lang werden können; sehr hohe historische Angaben sind nicht immer zuverlässig bestätigt. Genau deshalb steht die Art nicht höher, obwohl ältere Rekordmeldungen teilweise deutlich größere Tiere nennen.
Besonders ist ihre ökologische Flexibilität. Amerikanische Krokodile leben in Küstenregionen, Mangroven, Lagunen und Flussmündungen von Südflorida über die Karibik und Mittelamerika bis in den Norden Südamerikas. Im Gegensatz zu vielen Süßwasserarten tolerieren sie Brack- und Salzwasser sehr gut. Dadurch besetzen sie eine ähnliche ökologische Nische wie Leistenkrokodile, erreichen aber nicht deren extreme Körpergröße. Gegenüber dem Gavial ist das Amerikanische Krokodil robuster und schwerer gebaut; der Gavial kann jedoch ähnlich lang oder länger werden, weshalb die Rangfolge je nach Gewichtung knapp bleibt.
- Eine der größten Krokodilarten der Neuen Welt.
- Bewohnt Küsten, Mangroven und Flussmündungen.
- Salzwassertoleranter als viele andere Krokodile.
- Rang
- 4
- Art
- Amerikanisches Krokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus acutus
- Maximallänge
- über 4 m, historische Angaben höher
- Typische Länge großer Männchen
- 3–4,5 m
- Gewicht
- mehrere hundert Kilogramm möglich
- Verbreitung
- Florida, Karibik, Mittelamerika, nördliches Südamerika
- Lebensraum
- Mangroven, Lagunen, Flussmündungen, Küstengewässer
- Ernährung
- Fische, Vögel, Reptilien, Säugetiere
- Schutzstatus
- gefährdet
- Besonderheit
- weit verbreitetes Küstenkrokodil Amerikas
- Quelle
- Animal Diversity Web
Gavial
Rang: 5 Flussspezialist
Der Gavial erreicht Platz 5, weil er zu den längsten heute lebenden Krokodilartigen gehört, aber deutlich leichter gebaut ist als die großen Crocodylus-Arten. Die IUCN Crocodile Specialist Group führt den Gavial als vom Aussterben bedrohte Art; seine heutige Verbreitung ist stark auf wenige Flusssysteme in Indien und Nepal geschrumpft. Historisch wurden sehr große Tiere gemeldet, moderne Angaben bewegen sich meist um maximal etwa 6 Meter.
Der Rang erklärt sich durch seine besondere Körperform. Der Gavial besitzt eine extrem lange, schmale Schnauze, die den Wasserwiderstand beim seitlichen Zuschlagen reduziert und ihn zum Fischspezialisten macht. Diese Form ist ideal für schnelle Beutefische, aber weniger geeignet, um große Säugetiere zu packen. Deshalb ist ein 5 oder 6 Meter langer Gavial nicht mit einem gleich langen Leisten- oder Nilkrokodil gleichzusetzen: Er ist länger und schlanker, aber deutlich weniger massig. Gegenüber dem Schwarzen Kaiman gewinnt er über die Länge, verliert aber bei Robustheit und Beutespektrum.
- Eine der längsten lebenden Krokodilarten.
- Stark auf Fischfang spezialisiert.
- Durch Flussausbau, Sandabbau und Fischerei bedroht.
- Rang
- 5
- Art
- Gavial
- Wissenschaftlicher Name
- Gavialis gangeticus
- Maximallänge
- bis etwa 6 m
- Typische Länge großer Männchen
- 4–5,5 m
- Gewicht
- deutlich geringer als bei gleich langen Großkrokodilen
- Verbreitung
- Indien und Nepal
- Lebensraum
- große, tiefe Flüsse mit Sandbänken
- Ernährung
- vor allem Fische
- Schutzstatus
- vom Aussterben bedroht
- Besonderheit
- extrem lange, schmale Schnauze
- Quelle
- IUCN
Schwarzer Kaiman
Rang: 6 Amazonas-Riese
Der Schwarze Kaiman ist der größte Kaiman der Welt und erreicht Platz 6, weil außergewöhnliche Tiere über 6 Meter lang werden können. Animal Diversity Web beschreibt ihn als größten Räuber des Amazonas und nennt genau dieses Größenpotenzial. Trotzdem steht er hinter Gavial und den großen Crocodylus-Arten, weil extreme Werte beim Schwarzen Kaiman seltener und historisch teils schwieriger zu belegen sind.
Ökologisch ist die Art enorm wichtig. Ausgewachsene Schwarze Kaimane besetzen in vielen Amazonasgewässern die Spitze der Nahrungskette und jagen Fische, Vögel, Wasserschweine, Affen oder andere Reptilien. Ihre dunkle Färbung hilft in trüben und schattigen Gewässern bei der Tarnung. Historisch wurden Schwarze Kaimane stark wegen ihrer Haut bejagt; in Teilen des Amazonasbeckens konnten sich die Bestände später wieder erholen. Im Vergleich zum Sunda-Gavial ist der Schwarze Kaiman massiger und ökologisch dominanter. Gegenüber dem Gavial fehlt ihm jedoch dessen konstant lange, schlanke Körperform.
- Größter Vertreter der Kaimane.
- Wichtiger Spitzenprädator des Amazonasbeckens.
- Bestände haben sich nach starker Bejagung regional erholt.
- Rang
- 6
- Art
- Schwarzer Kaiman
- Wissenschaftlicher Name
- Melanosuchus niger
- Maximallänge
- über 6 m möglich
- Typische Länge großer Tiere
- 3–5 m
- Gewicht
- mehrere hundert Kilogramm bei großen Männchen
- Verbreitung
- Amazonasbecken
- Lebensraum
- Flüsse, Seen, Altarme, Überschwemmungswälder
- Ernährung
- Fische, Vögel, Säugetiere, Reptilien
- Schutzstatus
- nicht gefährdet
- Besonderheit
- größter lebender Vertreter der Alligatoridae
- Quelle
- Animal Diversity Web
Sunda-Gavial
Rang: 7 selten
Der Sunda-Gavial erreicht Platz 7, weil große Männchen über 5 Meter lang werden können. Damit ist er größer als viele mittelgroße Krokodilarten, bleibt aber hinter Schwarzem Kaiman, Gavial und den größten Crocodylus-Arten zurück. Die IUCN Crocodile Specialist Group beschreibt den Bestand als gefährdet beziehungsweise stark unter Druck, vor allem durch Lebensraumverlust in Südostasien.
Sein Körperbau wirkt zunächst gavialartig: lange Schnauze, langgestreckter Kopf, aquatische Lebensweise. Trotzdem ist der Sunda-Gavial kein einfacher „kleiner Gavial“. Er ist kräftiger gebaut, lebt häufiger in Torfmooren, Sümpfen und Waldgewässern und frisst neben Fischen auch Vögel, Reptilien und Säugetiere. Sein Rang ergibt sich daher aus einer Mischung aus Länge und Masse. Gegenüber dem Muggerkrokodil ist er meist länger und stärker an Waldsümpfe angepasst; gegenüber dem Schwarzen Kaiman fehlt ihm jedoch dessen größere Körpermasse und ökologische Dominanz im Lebensraum.
- Eines der größten Langschnauzen-Krokodile.
- Stark an Torfmoore und Tiefland-Sumpfwälder gebunden.
- Durch Entwässerung und Waldumwandlung gefährdet.
- Rang
- 7
- Art
- Sunda-Gavial
- Wissenschaftlicher Name
- Tomistoma schlegelii
- Maximallänge
- über 5 m
- Typische Länge großer Männchen
- 4–5 m
- Gewicht
- über 200 kg möglich
- Verbreitung
- Sumatra, Borneo, Malaysia
- Lebensraum
- Torfmoore, Sümpfe, Tieflandflüsse, Waldgewässer
- Ernährung
- Fische, Vögel, Reptilien, Säugetiere
- Schutzstatus
- gefährdet
- Besonderheit
- große, seltene Sumpf- und Waldart Südostasiens
- Quelle
- IUCN Crocodile Specialist Group
Muggerkrokodil
Rang: 8 Anpassungskünstler
Das Muggerkrokodil, auch Sumpfkrokodil genannt, steht auf Rang 8, weil es mit 4 bis 5 Metern Länge zwar nicht an die Spitzenarten heranreicht, aber sehr kräftig gebaut ist. Animal Diversity Web beschreibt es als Art der Flüsse, Seen, Teiche und Reservoirs Südasiens. Besonders auffällig ist die breite Schnauze, die es von schlankeren Arten wie Gavial oder Amerikanischem Krokodil unterscheidet.
Seine Stärke liegt in der Anpassungsfähigkeit. Muggerkrokodile leben nicht nur in natürlichen Gewässern, sondern auch in künstlichen Stauseen, Dorfteichen und Bewässerungssystemen. Dadurch können sie Kulturlandschaften besser nutzen als viele stärker spezialisierte Arten. Diese Nähe zum Menschen führt jedoch auch zu Konflikten. Im Ranking liegt das Muggerkrokodil hinter dem Sunda-Gavial, weil dieser in der Länge meist höhere Spitzenwerte erreicht. Gegenüber Mississippi-Alligator und Morelet-Krokodil punktet es mit größerem Gewichtspotenzial und robusterem Körperbau.
- Kräftige mittelgroße Krokodilart Südasiens.
- Nutzt auch künstliche Gewässer und Stauseen.
- Breite Schnauze und vielseitige Ernährung.
- Rang
- 8
- Art
- Muggerkrokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus palustris
- Maximallänge
- 4–5 m
- Maximalgewicht
- bis etwa 700 kg möglich
- Verbreitung
- Indien, Pakistan, Sri Lanka, Nepal
- Lebensraum
- Flüsse, Seen, Sümpfe, Stauseen, Dorfteiche
- Ernährung
- Fische, Reptilien, Vögel, Säugetiere
- Körperbau
- breite Schnauze, kräftiger Rumpf
- Schutzstatus
- gefährdet
- Besonderheit
- eine der anpassungsfähigsten großen Krokodilarten
- Quelle
- Animal Diversity Web
Mississippi-Alligator
Rang: 9 Nordamerika
Der Mississippi-Alligator ist kein echtes Krokodil, gehört aber zur Ordnung Crocodylia und wird deshalb in dieser erweiterten Top-10-Liste berücksichtigt. Er erreicht Rang 9, weil große Männchen über 4 Meter lang und fast eine halbe Tonne schwer werden können. Das Smithsonian National Zoo nennt für Männchen eine durchschnittliche Größe von 3,4 Metern; außergewöhnlich große Tiere können nahezu 454 Kilogramm erreichen.
Sein Platz im Ranking zeigt den Unterschied zwischen Länge und Masse. Der Mississippi-Alligator wird meist kürzer als Muggerkrokodil, Sunda-Gavial oder Schwarzer Kaiman, ist aber sehr robust gebaut. Seine ökologische Rolle ist außergewöhnlich: In Sümpfen des Südostens der USA schaffen Alligatoren wassergefüllte Vertiefungen, die in Trockenzeiten auch anderen Arten helfen. Historisch war die Art stark bedroht, gilt heute aber als Erfolgsgeschichte des Artenschutzes. Gegenüber dem Morelet-Krokodil ist der Alligator schwerer und ökologisch dominanter; gegenüber dem Muggerkrokodil fehlen ihm jedoch die höheren Längenwerte.
- Größtes heimisches Reptil Nordamerikas.
- Kann fast eine halbe Tonne wiegen.
- Bekannte Artenschutz-Erfolgsgeschichte der USA.
- Rang
- 9
- Art
- Mississippi-Alligator
- Wissenschaftlicher Name
- Alligator mississippiensis
- Maximallänge
- über 4 m
- Durchschnittslänge Männchen
- etwa 3,4 m
- Durchschnittslänge Weibchen
- etwa 2,6 m
- Maximalgewicht
- nahe 454 kg
- Verbreitung
- Südosten der USA
- Lebensraum
- Sümpfe, Marschen, Flüsse, Seen
- Ernährung
- Fische, Schildkröten, Vögel, Säugetiere
- Schutzstatus
- nicht gefährdet
- Besonderheit
- ökologisch wichtiger Landschaftsgestalter in Feuchtgebieten
- Quelle
- Smithsonian National Zoo
Morelet-Krokodil
Rang: 10 unterschätzt
Das Morelet-Krokodil schließt die Liste ab, weil es im Durchschnitt deutlich kleiner bleibt als die anderen Arten, aber seltene Großmännchen dennoch beeindruckende Längen erreichen. Britannica nennt für die meisten erwachsenen Tiere 1,5 bis 3 Meter, führt aber für die größten Erwachsenen 4,5 bis 4,7 Meter an. Damit liegt die Art knapp vor mehreren mittelgroßen Krokodilen, deren Spitzenwerte niedriger bleiben.
Sein Verbreitungsgebiet ist vergleichsweise klein: Die Art lebt in Mexiko, Belize und Guatemala, vor allem in Süßwasserseen, Sümpfen und langsam fließenden Gewässern. Historisch wurde sie wegen ihrer Haut bejagt, konnte sich aber durch Schutzmaßnahmen erholen. Im Vergleich zum Mississippi-Alligator ist das Morelet-Krokodil meist leichter und kleiner, erreicht aber in Ausnahmefällen ähnliche Längen. Der zehnte Platz ist daher kein Zeichen geringer Bedeutung, sondern zeigt, wie groß selbst die kleineren Arten unter den Krokodilartigen werden können.
- Meist mittelgroß, aber mit seltenen sehr großen Männchen.
- Auf Mittelamerika beschränkt.
- Heute deutlich stabiler als während der intensiven Lederjagd.
- Rang
- 10
- Art
- Morelet-Krokodil
- Wissenschaftlicher Name
- Crocodylus moreletii
- Maximallänge
- bis etwa 4,5–4,7 m
- Typische Länge
- 1,5–3 m
- Gewicht
- meist rund 50 kg, große Männchen schwerer
- Verbreitung
- Mexiko, Belize, Guatemala
- Lebensraum
- Süßwasserseen, Sümpfe, Flüsse, Lagunen
- Ernährung
- Fische, Vögel, kleinere Säugetiere, Reptilien
- Schutzstatus
- nicht gefährdet
- Besonderheit
- kleinere Art mit außergewöhnlichen Großmännchen
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Die größten Krokodile im Schnellvergleich
- Größte Art: Leistenkrokodil
- Größtes Reptil Afrikas: Nilkrokodil
- Größter Kaiman: Schwarzer Kaiman
- Längste Schnauze: Gavial
- Seltenste Großart: Orinoko-Krokodil
- Salzwasser-Spezialist: Leistenkrokodil
- Größtes Reptil Nordamerikas: Mississippi-Alligator
Häufige Fragen zu den größten Krokodilen der Welt
Welches Krokodil ist das größte der Welt?
Das Leistenkrokodil gilt als größte heute lebende Krokodilart und gleichzeitig als größtes lebendes Reptil.
Wie groß war das größte offiziell vermessene Krokodil?
Zu den bekanntesten offiziell vermessenen Rekordtieren gehört das Leistenkrokodil „Lolong“ mit 6,17 Metern Länge.
Gibt es noch sieben Meter lange Krokodile?
Historische Berichte und Museumsangaben deuten auf Tiere in dieser Größenordnung hin. Moderne, eindeutig vermessene Exemplare liegen meist darunter.
Was ist der Unterschied zwischen Alligator und Krokodil?
Alligatoren gehören wie Krokodile zur Ordnung Crocodylia, aber zu einer anderen Familie. Unterschiede gibt es unter anderem bei Schnauzenform, Zahnstellung und Salztoleranz.
Welches Krokodil ist am stärksten bedroht?
Zu den am stärksten bedrohten Großarten gehören das Orinoko-Krokodil und der Gavial.







