72,51 Millionen Ein- und Ausgänge machten King’s Cross St Pancras im Jahr 2025 zur meistgenutzten Station der London Underground. In diesem Ranking bedeutet „größte“ deshalb nicht die räumlich größte Bahnhofsanlage, sondern die höchste jährliche Nutzung. Diese Definition ist transparenter als ein Vergleich von Tunnelvolumen, Bahnsteiglänge oder Grundfläche, für die keine einheitliche öffentliche Statistik aller Stationen existiert. Grundlage sind die TfL Annual Station Counts für das Kalenderjahr 2025, veröffentlicht im Mai 2026. Gezählt werden annualisierte Ein- und Ausgänge; dieselbe Person kann bei mehreren Fahrten mehrfach vorkommen. Interne Umstiege ohne Passieren einer Zugangssperre werden nicht vollständig als neuer Ein- oder Ausgang erfasst. Bei Stratford schließt die TfL-Zahl auch DLR-Nutzung ein, während die beiden räumlich getrennten Underground-Bereiche von Paddington zusammengefasst werden. National-Rail- und Elizabeth-line-Zahlen dürfen nicht mit den hier verwendeten Underground-Werten verwechselt werden.
So wurde gewertet
Entscheidend ist die Zahl der annualisierten Ein- und Ausgänge in den TfL Annual Station Counts 2025. Die Werte wurden auf zwei Dezimalstellen in Millionen übernommen und für Fließtexte auf eine Nachkommastelle gerundet. Berücksichtigt werden ausschließlich Stationen, die von mindestens einer London-Underground-Linie bedient werden. Die Rangfolge misst die Nutzung der TfL-Stationseinheit, nicht die gesamte Frequenz angrenzender Fernbahnhöfe. Linienzahl, Tarifzone, Eröffnungsjahr, weitere Bahnanschlüsse, Barrierefreiheit und historische Bedeutung dienen nur der Einordnung. Die zugrunde liegende TfL-Datei erschien am 13. Mai 2026; Datenstand dieses Artikels ist Juli 2026.
Übersicht
| Rang | Station | Ein- und Ausgänge 2025 | Veränderung zu 2024 | Underground-Linien | Weitere Anschlüsse | Tarifzone | Erste Underground-Eröffnung | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | King’s Cross St Pancras | 72,51 Millionen | −1,38 Millionen | 6 | National Rail und Eurostar | 1 | 1863 | Größte Linienvielfalt unter allen Underground-Stationen |
| 2 | Waterloo | 69,77 Millionen | −4,37 Millionen | 4 | National Rail und Waterloo East | 1 | 1898 | Stärkster Pendlerknoten aus Südwestengland |
| 3 | Tottenham Court Road | 59,94 Millionen | +0,49 Millionen | 2 | Elizabeth line | 1 | 1900 | Aufstieg durch den neuen Elizabeth-line-Knoten |
| 4 | Victoria | 59,29 Millionen | −0,76 Millionen | 3 | National Rail und Gatwick Express | 1 | 1868 | Großer Pendler- und Flughafenbahnhof |
| 5 | Liverpool Street | 59,21 Millionen | +0,58 Millionen | 4 | Elizabeth line, National Rail und London Overground | 1 | 1875 | Zentrales Schienenportal zur City of London |
| 6 | Paddington | 57,13 Millionen | +3,12 Millionen | 4 | Elizabeth line, National Rail und Heathrow Express | 1 | 1863 | Zwei Underground-Stationsteile werden gemeinsam gezählt |
| 7 | London Bridge | 55,38 Millionen | −0,08 Millionen | 2 | National Rail | 1 | 1900 | Nur zwei Linien, aber außergewöhnlich hohe Pendlernutzung |
| 8 | Stratford | 52,43 Millionen | −0,95 Millionen | 2 | DLR, Elizabeth line, London Overground und National Rail | 2 und 3 | 1946 | Einziger Top-10-Knoten außerhalb der Zone 1 |
| 9 | Oxford Circus | 51,58 Millionen | +0,64 Millionen | 3 | Keine Eisenbahnverbindung | 1 | 1900 | Hohe Nutzung vor allem durch Einkauf und West-End-Verkehr |
| 10 | Bond Street | 41,69 Millionen | +2,30 Millionen | 2 | Elizabeth line | 1 | 1900 | Überholte 2025 knapp Farringdon |
Wichtig: Die TfL-Zahlen sind nicht mit den ORR-Statistiken für britische Eisenbahnhöfe identisch. ORR berücksichtigt National-Rail- und Elizabeth-line-Fahrten nach einer anderen Methodik. Deshalb kann Liverpool Street in einer Eisenbahnstatistik auf Rang eins liegen, im reinen Underground-Ranking aber nur Rang fünf erreichen.
King’s Cross St Pancras
Rang: 1 Rekordhalter
Mit 72,51 Millionen Ein- und Ausgängen erobert King’s Cross St Pancras 2025 den ersten Platz zurück. Gegenüber 2024 sank die Nutzung zwar um 1,38 Millionen, Waterloo verlor jedoch deutlich stärker. Der entscheidende Vorteil ist die außergewöhnliche Linienvielfalt: Circle, Hammersmith & City, Metropolitan, Northern, Piccadilly und Victoria Line treffen hier zusammen. Keine andere Station der London Underground bietet sechs Linien. Zusätzlich liegen die Fernbahnhöfe King’s Cross und St Pancras International direkt über beziehungsweise neben dem Underground-Komplex.
Historisch gehört die Station zum Ursprung des Netzes. Der erste Abschnitt wurde 1863 als Teil der Metropolitan Railway eröffnet, der ältesten U-Bahn der Welt. Später kamen tiefliegende Bahnsteige und 1968 die Victoria Line hinzu. Ein umfangreicher Ausbau in den 2000er-Jahren vergrößerte Eingangshallen, Verbindungstunnel und Rolltreppenanlagen. Gegenüber Waterloo auf Rang zwei ist der Abstand mit 2,74 Millionen Nutzungen relativ klein. King’s Cross gewinnt aber durch die Kombination aus sechs Underground-Linien, nationalen Fernzügen und internationalen Eurostar-Verbindungen eine breitere Verkehrsfunktion.
- 72,51 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Sechs Underground-Linien in einem Stationskomplex.
- Direkter Übergang zu zwei großen Fernbahnhöfen.
- Teil der ersten Underground-Strecke von 1863.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 72,51 Millionen
- Veränderung zu 2024
- −1,38 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 6
- Erste Eröffnung
- 1863
- Quelle
- Transport for London – King’s Cross St Pancras Underground Station
Waterloo
Rang: 2 Pendlerzentrum
Waterloo fällt mit 69,77 Millionen Ein- und Ausgängen auf Rang zwei zurück. Die Station verlor gegenüber 2024 rund 4,37 Millionen Nutzungen und damit mehr als jeder andere Eintrag der Top 10. Trotzdem bleibt Waterloo das zentrale Underground-Drehkreuz für Pendler aus Südwestengland. Bakerloo, Jubilee, Northern und Waterloo & City Line verbinden den oberirdischen Kopfbahnhof mit dem West End, der City und wichtigen Umsteigepunkten entlang der Themse.
Die Underground-Geschichte begann 1898 mit der Waterloo & City Railway. Diese nur zwei Stationen umfassende Linie verbindet Waterloo direkt mit Bank und ist bis heute stark auf den Berufsverkehr ausgerichtet. Hinzu kamen Bakerloo, Northern und 1999 die Jubilee Line. Der darüberliegende Hauptbahnhof eröffnete bereits 1848 und entwickelte sich aus einer ursprünglich kleinen Anlage mit sechs Bahnsteigen. Im Vergleich zu King’s Cross besitzt Waterloo zwei Underground-Linien weniger und keine internationale Hochgeschwindigkeitsverbindung mehr. Seine Bedeutung bleibt dennoch enorm, weil sich hier die wichtigsten Pendlerströme aus Surrey, Hampshire und Südwestlondon bündeln.
- 69,77 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Vier Underground-Linien.
- Ausgangspunkt der nur 2,5 Kilometer langen Waterloo & City Line.
- Direkter Anschluss an einen der größten Kopfbahnhöfe Großbritanniens.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 69,77 Millionen
- Veränderung zu 2024
- −4,37 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 4
- Erste Eröffnung
- 1898
- Quelle
- Network Rail – The history of London Waterloo station
Tottenham Court Road
Rang: 3 Aufsteiger
Tottenham Court Road erreicht mit 59,94 Millionen Ein- und Ausgängen Rang drei. Die Nutzung stieg gegenüber 2024 um rund 490.000 und liegt nun 650.000 über Victoria. Bemerkenswert ist, dass nur zwei Underground-Linien halten: Central und Northern Line. Für den Rang entscheidend ist die Funktion als Übergang zur Elizabeth line sowie die Lage zwischen Oxford Street, Soho, Bloomsbury und dem östlichen West End.
Die Central-Line-Station eröffnete 1900, die Northern-Line-Bahnsteige folgten 1907 unter einem anderen Namen. Der Ausbau für Crossrail veränderte die Anlage grundlegend. Neue Eingangshallen, längere Verbindungstunnel, Aufzüge und Rolltreppen schufen einen leistungsfähigen Tiefbahnhof, der seit 2022 die Elizabeth line aufnimmt. Im Jahr 2019, vor deren Eröffnung, lag die Underground-Nutzung noch bei knapp 42 Millionen. Der Vergleich verdeutlicht, wie stark ein neuer Schnellbahnknoten bestehende Fahrgastströme verändern kann. Gegenüber Victoria besitzt Tottenham Court Road weniger Linien und keinen klassischen Fernbahnhof, wird aber durch die zentrale Lage und die schnelle Ost-West-Verbindung kompensiert.
- 59,94 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Central Line, Northern Line und Übergang zur Elizabeth line.
- Seit 2019 stieg die Underground-Nutzung um fast 18 Millionen.
- Vollständig neu geordneter Stationskomplex im Zuge des Crossrail-Projekts.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 59,94 Millionen
- Veränderung zu 2024
- +0,49 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 2
- Erste Eröffnung
- 1900
- Quelle
- National Rail – Tottenham Court Road Station
Victoria
Rang: 4 Flughafenknoten
Victoria liegt mit 59,29 Millionen Ein- und Ausgängen nur knapp hinter Tottenham Court Road. Der Abstand beträgt lediglich 650.000 Nutzungen. Die Station bedient Circle, District und Victoria Line und ist eng mit dem oberirdischen Bahnhof Victoria verbunden. Dort beginnen zahlreiche Pendlerzüge nach Südlondon und Südostengland sowie der Gatwick Express. Das erklärt die Mischung aus Berufsverkehr, Flughafengästen und Touristen.
Der erste Underground-Teil wurde 1868 eröffnet, die tiefliegende Victoria Line folgte hundert Jahre später. Mit wachsender Nachfrage entwickelte sich die historische Anlage zu einem Engpass. Ein rund 700 Millionen Pfund teurer Ausbau verdoppelte die unterirdische Stationsfläche, schuf einen neuen Eingang und verbesserte die stufenfreie Erreichbarkeit. Diese Modernisierung war nötig, weil die alten Verbindungsgänge den Spitzenverkehr kaum noch bewältigen konnten. Im Vergleich zu Liverpool Street auf Rang fünf besitzt Victoria einen minimalen Vorsprung von nur 80.000 Nutzungen. Victoria profitiert stärker vom Tourismus und Flughafenverkehr, Liverpool Street dagegen stärker von Arbeitsplätzen in der City und der Elizabeth line.
- 59,29 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Drei Underground-Linien.
- Direkte Fernbahnverbindung zum Flughafen Gatwick.
- Unterirdische Stationsfläche im Zuge des Ausbaus ungefähr verdoppelt.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 59,29 Millionen
- Veränderung zu 2024
- −0,76 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 3
- Erste Eröffnung
- 1868
- Quelle
- NEC Contracts – Victoria Station Upgrade
Liverpool Street
Rang: 5 City-Knoten
Liverpool Street erreicht 59,21 Millionen Ein- und Ausgänge und verfehlt Rang vier um lediglich 80.000. Die Underground-Station wird von Central, Circle, Hammersmith & City und Metropolitan Line bedient. Zusammen mit National Rail, London Overground und Elizabeth line entsteht ein deutlich größerer Gesamtkomplex, dessen vollständige Nutzung weit über der reinen Underground-Zahl liegt.
Die Underground-Station eröffnete 1875, kurz nach dem oberirdischen Kopfbahnhof. Ihr Standort am Rand der City war bewusst gewählt: Die Great Eastern Railway wollte Pendler möglichst nah an das Finanzzentrum bringen. Diese Funktion prägt Liverpool Street bis heute. Die Elizabeth line hat die Rolle als Ost-West-Drehkreuz zusätzlich gestärkt, auch wenn ihre Fahrgäste in der hier verwendeten Underground-Zahl nicht vollständig enthalten sind. Gegenüber Victoria ist Liverpool Street weniger touristisch geprägt, dafür stärker vom Berufsverkehr zu Banken, Versicherungen und Technologieunternehmen abhängig. Für 2026 wurden zudem weitere Umbaupläne diskutiert, weil die gesamte Bahnhofsanlage langfristig deutlich mehr Fahrgäste aufnehmen muss.
- 59,21 Millionen Underground-Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Vier Underground-Linien.
- Direkter Übergang zu Elizabeth line, National Rail und London Overground.
- Historisch als zentraler Pendlerbahnhof für die City konzipiert.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 59,21 Millionen
- Veränderung zu 2024
- +0,58 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 4
- Erste Eröffnung
- 1875
- Quelle
- Network Rail – The history of London Liverpool Street station
Paddington
Rang: 6 Stärkstes Wachstum
Paddington kommt auf 57,13 Millionen Ein- und Ausgänge und verzeichnet innerhalb der Top 10 den größten absoluten Zuwachs. Gegenüber 2024 stieg die Underground-Nutzung um 3,12 Millionen. Die Statistik fasst zwei räumlich getrennte Stationsbereiche zusammen: Bakerloo, Circle und District Line liegen am historischen Hauptbahnhof, während Circle und Hammersmith & City Line einen eigenen Bereich nördlich der Fernbahngleise nutzen.
Paddington gehört zu den Ursprungsorten der London Underground. Die erste Station eröffnete 1863 als Teil der Metropolitan Railway. Darüber steht der von Isambard Kingdom Brunel geprägte Fernbahnhof, dessen große Hallen zu den bekanntesten Eisenbahnbauten des viktorianischen Zeitalters zählen. Heute verbinden National Rail, Heathrow Express und Elizabeth line den Knoten mit Westengland, Wales und dem Flughafen Heathrow. Gegenüber Liverpool Street fehlen rund 2,08 Millionen Underground-Nutzungen, doch Paddington wächst deutlich schneller. Der Anstieg zeigt, dass die Elizabeth line auch benachbarte Underground-Verbindungen stärkt, weil mehr Reisende innerhalb des Komplexes auf Bakerloo, Circle, District oder Hammersmith & City Line wechseln.
- 57,13 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Zuwachs von 3,12 Millionen gegenüber 2024.
- Vier Underground-Linien in zwei getrennten Stationsbereichen.
- Direkte Verbindung zum Flughafen Heathrow.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 57,13 Millionen
- Veränderung zu 2024
- +3,12 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 4
- Erste Eröffnung
- 1863
- Quelle
- Paddington Partnership – History and Heritage
London Bridge
Rang: 7 Moderner Umbau
London Bridge erreicht 55,38 Millionen Ein- und Ausgänge und bleibt gegenüber 2024 nahezu unverändert. Der Rückgang beträgt nur rund 80.000 Nutzungen. Bemerkenswert ist die hohe Platzierung trotz lediglich zweier Underground-Linien. Jubilee und Northern Line treffen hier auf einen der wichtigsten National-Rail-Bahnhöfe für Pendler aus Kent, Sussex und Südostlondon.
Die Underground-Station eröffnete 1900, während der oberirdische Bahnhof bereits seit 1836 besteht und zu den ältesten großen Eisenbahnhöfen Londons zählt. Zwischen 2013 und 2018 wurde der Gesamtkomplex im Rahmen des Thameslink-Programms für etwa eine Milliarde Pfund grundlegend umgebaut. Herzstück ist eine neue, sehr große Verteilerebene unter den Bahnsteigen, die Umstiege vereinfacht und die Kapazität erhöht. Gegenüber Paddington liegt London Bridge 1,75 Millionen Nutzungen zurück. Dafür erreicht die Station ihre hohe Frequenz mit nur zwei Underground-Linien. Entscheidend sind die dichten Pendlerströme zur City, zum Borough Market, zu The Shard und zu den Arbeitsplätzen entlang des südlichen Themseufers.
- 55,38 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Nur Jubilee und Northern Line.
- Umbau des Gesamtbahnhofs von 2013 bis 2018.
- Neue zentrale Verteilerebene verbessert die Fahrgastführung.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 55,38 Millionen
- Veränderung zu 2024
- −0,08 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 2
- Erste Eröffnung
- 1900
- Quelle
- Grimshaw – London Bridge Station
Stratford
Rang: 8 Olympisches Erbe
Stratford ist mit 52,43 Millionen Ein- und Ausgängen die meistgenutzte Underground-Station außerhalb der Tarifzone 1. Die Zahl sank gegenüber 2024 um 950.000. In der TfL-Auswertung ist bei Stratford auch die DLR-Nutzung enthalten, weshalb der Wert nicht vollständig mit reinen Underground-Stationen vergleichbar ist. Die hohe Platzierung bleibt dennoch nachvollziehbar: Central und Jubilee Line treffen auf DLR, Elizabeth line, London Overground, National Rail und Hochgeschwindigkeitszüge.
Die Central Line erreichte Stratford 1946, die Jubilee Line folgte 1999. Den entscheidenden Entwicklungsschub brachten die Olympischen und Paralympischen Spiele 2012. Neue Bahnsteige, erweiterte Zugänge und verbesserte Verbindungen machten Stratford zum Haupttor des Queen Elizabeth Olympic Park. Gleichzeitig entstanden Westfield Stratford City, neue Wohnquartiere, Universitätsstandorte und Büroflächen. Gegenüber London Bridge liegt Stratford 2,95 Millionen Nutzungen zurück, besitzt aber eine wesentlich größere Vielfalt an Verkehrssystemen. Die Station zeigt besonders deutlich, wie Stadtentwicklung und Schieneninfrastruktur einander verstärken können.
- 52,43 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Tarifzonen 2 und 3 statt Zone 1.
- Anschluss an sieben unterschiedliche Schienenangebote.
- Massiver Ausbau im Umfeld der Olympischen Spiele 2012.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 52,43 Millionen
- Veränderung zu 2024
- −0,95 Millionen
- Tarifzone
- Zonen 2 und 3
- Underground-Linien
- 2
- Erste Underground-Eröffnung
- 1946
- Quelle
- Queen Elizabeth Olympic Park – Stratford Station
Oxford Circus
Rang: 9 Einkaufszentrum
Oxford Circus erreicht 51,58 Millionen Ein- und Ausgänge und steigert sich gegenüber 2024 um 640.000. Anders als fast alle höher platzierten Stationen besitzt Oxford Circus weder einen National-Rail-Anschluss noch eine Elizabeth-line-Station. Das hohe Fahrgastaufkommen entsteht fast vollständig durch die zentrale Lage an der Kreuzung von Oxford Street und Regent Street sowie den Umstieg zwischen Bakerloo, Central und Victoria Line.
Die Central-Line-Station eröffnete 1900, die Bakerloo Line folgte 1906. Für die Victoria Line wurde der Knoten in den 1960er-Jahren tiefgreifend umgebaut. Dabei entstand eine größere unterirdische Schalterhalle; während der Arbeiten trug eine markante Stahlkonstruktion die Straßenkreuzung über der Baustelle. Die Victoria-Line-Bahnsteige eröffneten 1969. Im Vergleich zu Stratford fehlen Oxford Circus nur 850.000 Nutzungen, obwohl keine Fernbahn und keine moderne Ost-West-Schnellbahn anschließen. Das unterstreicht die Bedeutung des Einzelhandels, der Büros und der West-End-Freizeitangebote. Zu Spitzenzeiten bleibt die historische Anlage jedoch anfällig für Überlastung.
- 51,58 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Drei stark ausgelastete Underground-Linien.
- Kein National-Rail- oder Elizabeth-line-Anschluss.
- Umfassender Umbau für die Victoria Line in den 1960er-Jahren.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 51,58 Millionen
- Veränderung zu 2024
- +0,64 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 3
- Erste Eröffnung
- 1900
- Quelle
- London Transport Museum – Oxford Circus, the new station
Bond Street
Rang: 10 Elizabeth-Line-Effekt
Bond Street komplettiert die Top 10 mit 41,69 Millionen Ein- und Ausgängen. Gegenüber 2024 gewann die Station 2,30 Millionen Nutzungen und überholte damit Farringdon, das 2025 auf 41,43 Millionen kam. Die Underground-Anlage wird von Central und Jubilee Line bedient; über den verbundenen Bahnhof besteht außerdem Zugang zur Elizabeth line. Entscheidend für Rang zehn ist damit nicht eine besonders hohe Linienzahl, sondern das starke Wachstum des gesamten West-End-Knotens.
Die Station eröffnete 1900 an der Central Line, die Jubilee Line kam 1979 hinzu. Für die Elizabeth line wurde Bond Street umfassend erweitert und mit neuen Eingängen an der Davies Street und Hanover Square verbunden. Die neuen Bahnsteige liegen tief unter Mayfair und erschließen Oxford Street, New Bond Street sowie eines der bedeutendsten Luxus-Einkaufsviertel Europas. Gegenüber Oxford Circus fehlen knapp 9,9 Millionen Underground-Nutzungen. Bond Street wächst jedoch schneller und überschritt 2025 erstmals die Marke von 41 Millionen. Die Entwicklung zeigt, wie die Elizabeth line die Verkehrsströme im westlichen Zentrum neu verteilt.
- 41,69 Millionen Ein- und Ausgänge im Jahr 2025.
- Zuwachs von 2,30 Millionen gegenüber 2024.
- Central Line, Jubilee Line und Übergang zur Elizabeth line.
- Knapp vor Farringdon auf Rang zehn.
- Fahrgastaufkommen 2025
- 41,69 Millionen
- Veränderung zu 2024
- +2,30 Millionen
- Tarifzone
- Zone 1
- Underground-Linien
- 2
- Erste Eröffnung
- 1900
- Quelle
- Transport for London – Bond Street Underground Station
Warum Fahrgastaufkommen und bauliche Größe nicht dasselbe sind
Für Londoner Underground-Stationen existiert keine einheitliche öffentliche Rangliste nach Grundfläche, Tunnelvolumen oder Gesamtlänge aller Verbindungsgänge. Solche Werte wären zudem schwer vergleichbar. Manche Stationen bestehen aus kompakten Bahnsteigen und einer großen Eingangshalle, andere aus mehreren weit auseinanderliegenden Stationsteilen. Paddington umfasst beispielsweise zwei getrennte Underground-Bereiche, während King’s Cross St Pancras zahlreiche tief und flach liegende Linien miteinander verbindet.
Das Fahrgastaufkommen bietet deshalb das transparenteste gemeinsame Kriterium. Es zeigt, welche Stationen die größten täglichen Verkehrsströme bewältigen müssen. Die Werte sagen jedoch nicht automatisch aus, wie viele Personen sich gleichzeitig im Gebäude befinden. Eine stark auf den Berufsverkehr ausgerichtete Station kann in kurzen Spitzenzeiten stärker belastet sein als ein touristischer Knoten mit gleichmäßigerer Nutzung.
Wie TfL die Stationsnutzung berechnet
Die Annual Station Counts beruhen auf gemessenen Ein- und Ausgängen und werden annualisiert. Fehlende Werte, ungated stations und außergewöhnliche Ereignisse können durch statistische Anpassungen berücksichtigt werden. Seit 2018 basiert die Methodik stärker auf tatsächlichen täglichen Zugangsdaten, wodurch ältere Zeitreihen nur eingeschränkt direkt vergleichbar sind.
Eine weitere Besonderheit betrifft verbundene Verkehrssysteme. Bei Stratford umfasst die ausgewiesene Stationsnutzung auch DLR-Fahrgäste. Die beiden Underground-Stationsteile von Paddington erscheinen als eine gemeinsame Einheit. Elizabeth-line- und National-Rail-Statistiken können dagegen separat erhoben werden. Deshalb unterscheiden sich Ranglisten von TfL und dem Office of Rail and Road teilweise erheblich.
Der Einfluss der Elizabeth line
Tottenham Court Road, Paddington, Liverpool Street und Bond Street zeigen besonders deutlich, wie die Elizabeth line das Underground-Netz verändert. Die neue Ost-West-Verbindung verkürzt Fahrzeiten, schafft zusätzliche Umsteigemöglichkeiten und verteilt Fahrgäste neu. Bond Street gewann von 2024 auf 2025 rund 2,3 Millionen Underground-Nutzungen, Paddington sogar mehr als 3,1 Millionen.
Die Entwicklung bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche zusätzlichen Fahrgäste direkt auf der Elizabeth line gezählt werden. Viele Reisende wechseln innerhalb der Knoten auf eine Underground-Linie oder verlassen den Gesamtkomplex über einen Underground-Zugang. Dadurch kann eine neue Eisenbahnstrecke auch die ausgewiesene Nutzung bestehender Tube-Stationen erhöhen.
Historische Stationen unter modernem Belastungsdruck
Sieben der zehn Stationen eröffneten ihre ersten Underground-Anlagen spätestens 1900. Die heutigen Verkehrsströme müssen daher teilweise durch Tunnel und Eingangshallen geführt werden, deren Grundstruktur aus dem viktorianischen oder edwardianischen Zeitalter stammt. Ausbauprojekte wie in Victoria, King’s Cross St Pancras, Tottenham Court Road und London Bridge schaffen zusätzliche Kapazität, sind im dichten Stadtzentrum aber technisch aufwendig und teuer.
Weitere Ranglisten über bedeutende Verkehrsbauten, Bahnhöfe und Architektur finden sich in der Kategorie Gebäude.
Häufige Fragen zu den größten London-Underground-Stationen
Welche London-Underground-Station ist 2025 die größte?
King’s Cross St Pancras liegt mit 72,51 Millionen annualisierten Ein- und Ausgängen auf Rang eins. Die Station überholte Waterloo, das 69,77 Millionen erreichte.
Warum ist Liverpool Street nicht auf Platz eins?
Liverpool Street ist in ORR-Ranglisten häufig der meistgenutzte britische Eisenbahnhof. Diese Statistiken berücksichtigen jedoch National Rail und Elizabeth line. Das vorliegende Ranking verwendet die TfL-Zahlen der Underground-Station.
Welche Station besitzt die meisten Underground-Linien?
King’s Cross St Pancras wird von sechs Underground-Linien bedient: Circle, Hammersmith & City, Metropolitan, Northern, Piccadilly und Victoria Line.
Welche Top-10-Station liegt außerhalb der Zone 1?
Stratford ist die einzige Station der Top 10 außerhalb der Tarifzone 1. Sie liegt in den Zonen 2 und 3.
Warum werden interne Umsteiger nicht vollständig gezählt?
Die Rangliste basiert auf Ein- und Ausgängen. Wer innerhalb eines Stationskomplexes umsteigt, ohne eine Zugangssperre zu passieren, erzeugt nicht zwingend einen zusätzlichen Ein- oder Ausgang.







