Diese Übersicht zeigt die zehn größten Moscheen der Welt. Die Reihung erfolgt primär nach gleichzeitiger Kapazität, ergänzend nach Fläche, Höfen und Ensemblegröße. Kapazitätsangaben schwanken je nach Quelle; hier werden konservative, gut belegte Werte genutzt und pro Eintrag eine belastbare Quelle verlinkt.
Übersicht
- Masjid al-Haram (Mekka, Saudi-Arabien)
- Masjid an-Nabawi (Medina, Saudi-Arabien)
- Imam-Reza-Schrein (Mashhad, Iran)
- Djamaa el Djazaïr (Algier, Algerien)
- Faisal-Moschee (Islamabad, Pakistan)
- Hassan-II-Moschee (Casablanca, Marokko)
- Istiqlal-Moschee (Jakarta, Indonesien)
- Sheikh Zayed Grand Mosque (Abu Dhabi, VAE)
- Grand Jamia Mosque Karachi (Pakistan)
- Al-Akbar-Moschee (Surabaya, Indonesien)
| Rang | Moschee | Stadt / Land | Kapazität (≈) | Fertigstellung | Markante Merkmale |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Masjid al-Haram | Mekka, Saudi-Arabien | ≈ 4 000 000 | ab 7. Jh., laufend erweitert | Kaaba Hajj Mehrgeschossiger Tawaf |
| 2 | Masjid an-Nabawi | Medina, Saudi-Arabien | ≈ 1 000 000+ | 623, mehrfach erweitert | Prophetengrab Schirmdächer 10 Minarette |
| 3 | Imam-Reza-Schrein | Mashhad, Iran | ≈ 700 000 | ab 9. Jh., laufend erweitert | 7 Höfe Schia-Heiligtum Bibliotheken |
| 4 | Djamaa el Djazaïr | Algier, Algerien | ≈ 120 000 | 2019 | Minarett 265 m Seismik bis 9 |
| 5 | Faisal-Moschee | Islamabad, Pakistan | ≈ 300 000 | 1986 | Zeltform ohne Hauptkuppel |
| 6 | Hassan-II-Moschee | Casablanca, Marokko | ≈ 105 000 | 1993 | Minarett 210 m Atlantiklage Öffnendes Dach |
| 7 | Istiqlal-Moschee | Jakarta, Indonesien | ≈ 200 000 | 1978 | Nationalmoschee 5 Ebenen |
| 8 | Sheikh Zayed Grand Mosque | Abu Dhabi, VAE | ≈ 50 000 | 2007 | 82 Kuppeln Großteppich |
| 9 | Grand Jamia Mosque Karachi | Karachi, Pakistan | ≈ 800 000 (geplant) | ab 2015, im Ausbau | 150 Kuppeln 200 ac Areal |
| 10 | Al-Akbar-Moschee | Surabaya, Indonesien | ≈ 59 000 | 2000 | 2. größte in Indonesien Minarett 99 m |
Masjid al-Haram (Mekka, Saudi-Arabien) #1
Rund um die Kaaba entstand über viele Jahrhunderte der größte Moscheekomplex der Welt. Erweiterungsringe, Höfe und Gebäudeflügel sind konsequent auf Millionenpilger bei Hajj und Umrah ausgelegt.
Die heutige Anlage ist das Ergebnis fortlaufender Erweiterungen von den frühen Kalifen über osmanische Sultane bis zu modernen Großprojekten Saudi-Arabiens. Sie umfasst mehrere Stockwerke mit umlaufenden Galerien für den Tawaf um die Kaaba, unterirdische Ebenen und eine weit verzweigte Infrastruktur aus Rolltreppen, Tunneln und Klimatisierung. Während der Hajj-Saison werden betende Menschenmengen über Dachflächen, Brücken und Höfe gestaffelt verteilt; moderne Leitsysteme und Sicherheitskonzepte sollen Staus und gefährliche Verdichtungen vermeiden.
Architektonisch verbindet Masjid al-Haram historische Elemente – Portiken, Marmorarkaden, traditionelle Kalligraphie – mit hochfunktionalen Großraumlösungen. Die Safa–Marwa-Galerie, in der der Sa’i-Ritus vollzogen wird, ist heute ein klimatisierter langer Raum über mehrere Ebenen, der Rollbänder, Rollstühle und spezielle Zonen für Menschen mit eingeschränkter Mobilität integriert. Unterhalb der Kaaba-Ebene liegt der Zamzam-Bereich, der sowohl Zugang zum Wasser als auch technische Anlagen aufnimmt. So wird das historische Heiligtum in eine Gesamtkapazität von rund vier Millionen Betenden eingebettet – eine einmalige Verschmelzung von Pilgertradition und Megainfrastruktur.
- Intelligente Wegeführung, Rolltreppen, Tunnelsysteme und Klimatisierung für Millionen Besucher
- Safa–Marwa-Galerie für den Sa’i, Zamzam-Brunnen im Untergeschoss erschlossen
- Gesamtanlage mit Dutzenden Portalen, mehrstöckigen Kolonnaden und ausgedehnten Vorplätzen
- Kapazität
- ≈ 4 Mio Betende (Spitzenauslastung)
- Fläche (Gebäude/Höfe)
- ≈ 353 000 m² Kernmoschee
- Besonderes
- Kaaba, Safa–Marwa, mehrstöckiger Tawaf-Ring
- Quelle
- EBSCO – Masjid al-Haram
Masjid an-Nabawi (Medina, Saudi-Arabien) #2
Die Prophetenmoschee ist nach Mekka der wichtigste Gebetsort. Die Grüne Kuppel kennzeichnet das Grab des Propheten, während riesige Schirmdächer die Höfe in eine wandelbare Gebetslandschaft verwandeln.
Masjid an-Nabawi geht auf die erste Moschee des Propheten Muhammad in Medina zurück, wurde aber im Lauf der Jahrhunderte mehrfach erweitert und neu strukturiert. Die heutige Anlage ist eine hochkomplexe Mehrgeschossmoschee mit großem zentralen Gebetsraum, umlaufenden Galerien und weitläufigen Außenbereichen. Die markanten Schirmdächer können hydraulisch geöffnet und geschlossen werden: Bei Hitze spenden sie Schatten über weiten Teilen der Höfe, bei kühlerer Witterung fahren sie ein und geben den Blick auf den Himmel frei.
Die Kapazität liegt konservativ bei rund einer Million gleichzeitigen Betenden; mit laufenden Erweiterungen sollen saisonale Spitzen von bis zu zwei Millionen Pilgern abgefangen werden. Neben der reinen Gebetsfunktion beherbergt der Komplex Bibliotheken, Unterrichtsräume, Wohlfahrtseinrichtungen und Verwaltungsflügel. Hochfrequente Pilgerströme werden über separate Zu- und Abgänge, Rolltreppen, Aufzüge und mehrsprachige Beschilderung gelenkt. Damit verbindet die Prophetenmoschee historische Verehrung – insbesondere im Bereich des Rawdah und der Grünen Kuppel – mit moderner Großveranstaltungslogistik.
- Mehrere große Ausbauphasen im 20. und 21. Jahrhundert zur massiven Kapazitätssteigerung
- Große Schirmdächer und verschiebbare Dächer über Innenbereichen schaffen flexible Gebetsflächen
- Religiöses Zentrum mit Bildungs-, Wohlfahrts- und Bibliotheksangeboten im Ensemble
- Kapazität
- ≈ 1 000 000 Betende (Ziel: bis 2 Mio mit Erweiterungen)
- Kennzeichen
- Grüne Kuppel, Schirmdächer, mehrstöckige Galerien
- Quelle
- Prophet’s Mosque – Architekturdaten
Imam-Reza-Schrein (Mashhad, Iran) #3
Moschee- und Heiligtumskomplex mit monumentalen Höfen, goldenen Kuppeln und einem gesamten Stadtquartier an religiellen, sozialen und wissenschaftlichen Einrichtungen.
Der Imam-Reza-Schrein ist das wichtigste schiitische Heiligtum Irans und zieht jährlich zweistellige Millionenbesucherzahlen an. Der Komplex vereint Mausoleum, mehrere Moscheen, sieben große Höfe (Sahns), Museen, Bibliotheken, Pilgerunterkünfte und karitative Einrichtungen. Die Höfe sind über monumentale Iwane und reich dekorierte Portale miteinander verbunden; ihre Gesamtfläche von über 330 000 m² bildet riesige offene Gebetsflächen, die je nach Anlass dicht belegt werden können.
Insgesamt erstreckt sich das Ensemble über mehr als 600 000 m² urbaner Fläche, die kontinuierlich erweitert und nachverdichtet wurde. Architektonisch spannt der Schrein einen Bogen von abbasidischen und timuridischen Ursprüngen zu modernen Ergänzungen. Goldene Kuppeln, azurblaue Fliesen, Spiegelmosaike und Kalligraphie schaffen eine stark ornamentierte Sakrallandschaft. Gleichzeitig betreibt die Astan Quds Razavi ein großes Netz an Bildungs- und Wohlfahrtsinstitutionen, die den Komplex zu einem multifunktionalen Stadtzentrum machen – mit einer Gebetskapazität, die bei Großveranstaltungen auf rund 700 000 Menschen geschätzt wird.
- Sieben große Höfe mit zusammen über 330 000 m² Fläche
- Komplex mit Mausoleum, Moscheen, Museen, Bibliotheken und karitativen Einrichtungen
- Jahrhundertelange Baugeschichte von abbasidischer bis zeitgenössischer Architektur
- Kapazität
- ≈ 700 000 Betende
- Flächen
- Komplex gesamt > 600 000 m²; Höfe ~331 578 m²
- Quelle
- Imam Reza shrine – Spezifikationen
Djamaa el Djazaïr (Algier, Algerien) #4
2019 eröffnetes Großprojekt mit dem höchsten Minarett der Welt (265 m). Das Ensemble verbindet zeitgenössische Architektur, Küstenlage und Großmoschee-Funktion.
Djamaa el Djazaïr ist die drittgrößte Moschee der Welt und das größte sakrale Bauwerk Afrikas. Der Komplex liegt küstennah im Osten Algiers und erstreckt sich über ein Areal von rund 374 000 m². Herzstück ist die Gebetshalle mit rund 22 000 m² Fläche unter einer 50-m-Kuppel, deren Innenraum etwa 120 000 Betende fasst. Die Architektur kombiniert klare, moderne Volumen mit Anklängen an traditionelle algerische Formen – etwa in den Arkaden, Ornamentgittern und Kalligraphiebändern.
Neben der Moschee selbst umfasst das Projekt ein islamisches Museum, eine große Bibliothek, Konferenzbereiche, Lehrräume und unterirdische Parkgeschosse. Das 265 m hohe Minarett verfügt über einen Aufzug und eine Aussichtsplattform mit Blick über Stadt und Meer. Die Konstruktion ist so ausgelegt, dass sie Erdbeben bis Magnitude 9 standhalten soll – ein technisch aufwendiges Ziel angesichts der Höhe und der nahen Küstenlage. Djamaa el Djazaïr ist damit zugleich Gebetsort, nationales Symbolprojekt und ein Beispiel für großmaßstäbliche moderne Sakralarchitektur.
- Gebetshalle von ca. 22 000 m² mit Kuppel (Ø ~50 m)
- Areal von rund 374 000 m² mit Museum, Bibliothek und Plazas
- Minarett 265 m hoch mit Besucherebene und Panoramablick
- Kapazität
- ≈ 120 000 Betende
- Flächen
- Gebetshalle ~22 000 m², Areal ~374 000 m²
- Quelle
- Djamaa el Djazaïr – Kapazität/Minarett
Faisal-Moschee (Islamabad, Pakistan) #5
Ikone moderner Moschee-Architektur ohne klassische Hauptkuppel. Zeltartige Betonschalen, vier hohe Minarette und klare Sichtachsen machen sie zum nationalen Symbol Pakistans.
Die Faisal-Moschee steht am Fuß der Margalla Hills und bildet den Abschluss der Hauptachse Islamabads. Ihr Entwurf von Vedat Dalokay verzichtet bewusst auf eine große Kuppel und interpretiert die Form eines Beduinenzelts in Beton und Glas. Die Hauptgebetshalle mit achtseitiger Grundform und vier freistehenden 90-m-Minaretten erinnert in abstrahierter Weise an die Kaaba mit flankierenden Türmen. Im Inneren dominiert heller Marmor, geometrische Muster, ein großer Kronleuchter und Kalligraphie von Sadequain.
Das gesamte Areal umfasst etwa 33 Acres (rund 130 000 m²) mit weiten Höfen, Portiken und terrassierten Außenflächen. Während für den klimatisierten Innenraum meist von 10 000–25 000 Betenden ausgegangen wird, kann die Gesamtanlage bei Freitags- und Festtagsgebeten konservativ auf bis zu 300 000 Menschen skaliert werden, wenn alle Plateaus und Zugangsbereiche mitgenutzt werden. Die Moschee ist zugleich nationales Gebetshaus, Touristenmagnet und Kulisse für Staatsakte – eine der prägnantesten Nachkriegsinterpretationen islamischer Großmoschee-Architektur.
- Zeltartige Hauptstruktur ohne klassische Zentralkuppel
- Vier 90-m-Minarette rahmen eine großflächige Gebetshalle und Höfe
- Areal von rund 130 000 m², nationaler Bezug und starke Stadtsilhouette
- Kapazität
- Bis ≈ 300 000 Betende inkl. Außenflächen
- Fläche
- ≈ 130 000 m² (Site Area)
- Quelle
- Madain Project – Faisal Mosque
Hassan-II-Moschee (Casablanca, Marokko) #6
Monumental auf einem Atlantikvorsprung gelegen. Teile der Moschee schweben über dem Meer, das Minarett mit 210 m Höhe prägt die Skyline Casablancas.
Die Hassan-II-Moschee wurde 1993 eingeweiht und ist ein Prestigeprojekt des marokkanischen Königshauses. Sie kombiniert traditionelle Handwerkskunst – Zellij-Mosaike, geschnitztes Zedernholz, Stuckarbeiten – mit moderner Ingenieurtechnik. Ein Teil des Gebetsraums und der Terrassen ragt auf Pfahlgründungen in den Atlantik, sodass das Meer in vielen Innen- und Außenperspektiven präsent ist. Das gigantische Minarett von 210 m Höhe gilt als eines der höchsten der Welt; in seiner Spitze ist ein Laser installiert, der nachts in Richtung Mekka strahlt.
Die Moschee bietet Platz für rund 25 000 Betende im Innenraum und zusätzlich etwa 80 000 Menschen auf den umliegenden Plätzen und Terrassen – insgesamt rund 105 000. Ein besonderes technisches Highlight ist das teilweise öffnende Dach der Hauptgebetshalle, das bei gutem Wetter geöffnet werden kann und so den Raum in einen Innen-Außen-Hybrid verwandelt. Besucher finden zudem unterhalb der Gebetsebene Waschbereiche, ein Hammam, Museumsteile und Führungsrouten, die die handwerklichen Details der Konstruktion sichtbar machen.
- Innenraum für ca. 25 000, Außenflächen für zusätzliche ~80 000 Betende
- Minarett 210 m hoch mit Laserstrahl in Qibla-Richtung
- Aufwändige Handarbeit in Holz, Marmor und Zellij über die gesamte Anlage
- Kapazität
- ≈ 105 000 (25 000 innen, 80 000 auf den Plätzen)
- Merkmale
- Öffnendes Dach, Meereslage, Laser-Qibla
- Quelle
- Hassan II Mosque – Kapazität
Istiqlal-Moschee (Jakarta, Indonesien) #7
Größte Moschee Indonesiens und Südostasiens. Nachkriegs-Symbol der Unabhängigkeit mit monumentaler Halle, fünf Gebetsetagen und Stahl-/Betonstruktur.
Istiqlal („Unabhängigkeit“) wurde als Nationalmoschee nach der indonesischen Unabhängigkeit geplant und 1978 fertiggestellt. Der Bau steht an der Nordostseite des Merdeka-Platzes, direkt gegenüber der katholischen Kathedrale – ein bewusst gesetztes Zeichen für religiöse Koexistenz. Die rechteckige Hauptgebetshalle wird von einer 45-m-Kuppel überspannt, die auf zwölf Marmorsäulen ruht und von vier Ebenen umlaufender Galerien eingefasst wird. Zusammen mit offenen Terrassen, Vorplätzen und Nebenräumen ergibt sich eine Kapazität von rund 200 000 Betenden.
Die Innenarchitektur ist vergleichsweise nüchtern: viel polierter Marmor, Edelstahl und klare Linien statt überreicher Ornamentik. Der Fokus liegt auf Raumwirkung und der symbolischen Ebene: Die fünf Ebenen stehen für die fünf Säulen des Islam wie auch für die fünf Prinzipien der Pancasila-Staatsideologie; der 96,66-m-Minarettschacht trägt eine 30-m-Spitze, die die 30 Teile des Korans symbolisiert. 2019–2020 wurde die Moschee umfassend renoviert, mit moderner Beleuchtung, Schall- und Klimatechnik ausgestattet und in Teilen energetisch modernisiert.
- Nationalmoschee Indonesiens und größte Moschee Südostasiens
- Fünf Ebenen Gebetsflächen um eine 45-m-Kuppel
- Symbolik in Maßen, Ebenen und Minarettspitze verankert
- Kapazität
- ≈ 200 000 Betende (Innenräume + Höfe)
- Besonderes
- Große Einraumhalle, nationales Symbol, Lage am Merdeka-Platz
- Quelle
- Istiqlal Mosque – Kapazität
Sheikh Zayed Grand Mosque (Abu Dhabi, VAE) #8
Weiße Marmorkolonnaden, 82 Kuppeln und Monumentalität in jeder Perspektive. Die Moschee ist repräsentativer Gebetsort und eines der meistbesuchten Ziele der VAE.
Die Sheikh Zayed Grand Mosque wurde 2007 vollendet und ist die größte Moschee der Vereinigten Arabischen Emirate. Sie kombiniert Elemente verschiedener islamischer Architekturen – von mogulisch inspirierten Kuppeln bis zu maurischen Arkaden – in einem bewusst global gedachten Gesamtentwurf. Der Hof mit seinem floralen Marmormosaik zählt zu den größten der Welt und wird von vier Minaretten (je gut 100 m hoch) eingerahmt. Innen dominieren weißer Marmor, vergoldete Kapitelle und großformatige Glas- und Kristallleuchter.
Die Gebetskapazität liegt bei über 40 000 bis rund 50 000 Menschen in Innenräumen und anliegenden Höfen. Der Hauptgebetsraum beherbergt einen der größten handgeknüpften Teppiche der Welt, der sich über mehr als 5 600 m² erstreckt, sowie einen riesigen Kronleuchter. Zugleich ist die Moschee stark auf Besucherführung ausgerichtet: Separate Zugänge, Besucherrouten, Audioguides und Ausstellungsbereiche ermöglichen es, Touristengruppen vom Gebetsbetrieb zu entkoppeln, ohne die sakrale Atmosphäre zu stören.
- Kapazität von über 40 000, bei Spitzen bis etwa 50 000 Personen
- 82 Kuppeln, über 1 000 Säulen und großflächige Marmorinlays
- Beherbergt einen der größten handgeknüpften Teppiche der Welt
- Kapazität
- ≈ 41 000–50 000 Personen
- Besonderes
- Großteppich, Marmorhöfe, 4 Minarette
- Quelle
- SZGMC – Offizielle Angaben
Grand Jamia Mosque Karachi (Pakistan) #9
Großkomplex in Bahria Town, Karachi. Unter Bau, aber schon als eine der zukünftig größten Moscheen der Welt konzipiert – mit 150 Kuppeln und riesigem Plateau.
Die Grand Jamia Mosque in Bahria Town Karachi ist als Megakomplex geplant, der eine enorme Zahl von Betenden fassen soll. Der Entwurf von Nayyar Ali Dada kombiniert Motive aus Mughal-, osmanischer und zeitgenössischer Architektur: eine dominante zentrale Kuppel, umgeben von 150 kleineren Kuppeln, weite Arkadenhöfe, Wasserbecken und Gärten. Das Ensemble liegt auf einem etwa 60 Fuß (rund 18 m) hohen Plateau und ist damit weithin sichtbar.
Laut Projektangaben soll die Gesamtanlage eine Kapazität von bis zu 800 000 Betenden erreichen. Der zentrale Gebetsraum ist auf rund 40 000 Personen ausgelegt, weitere Hunderttausende verteilen sich auf Innenhöfe, offene Plätze und Gartenflächen. Das Areal umfasst dabei rund 200 Acres, in die zusätzlich ein islamisches Museum, Bildungsflächen, Konferenzräume und Gästeunterkünfte integriert werden. Noch ist das Projekt im Ausbau und wird etappenweise in Betrieb genommen – das Ziel ist jedoch klar: eine der größten zusammenhängenden Gebetslandschaften der Welt zu schaffen.
- Geplante Gesamtkapazität von rund 800 000 Betenden
- 150 Kuppeln, zentrale Großkuppel und weitläufige Höfe/Gärten
- Areal von ca. 200 Acres auf einem erhöhten Plateau in Bahria Town
- Kapazität
- ≈ 800 000 Betende geplant (40 000 innen, Rest Außenflächen)
- Status
- Großprojekt, etappenweise Nutzung im Ausbau
- Quelle
- Bahria Town – Projektangaben
Al-Akbar-Moschee (Surabaya, Indonesien) #10
Nationalmoschee Surabayas mit charakteristischer türkisgrüner Großkuppel und 99-m-Minarett. Bedeutender Gottesdienstraum für Ost-Java.
Die Al-Akbar-Moschee – auch Nationalmoschee von Surabaya – wurde 2000 eingeweiht und gilt nach Istiqlal als zweitgrößte Moschee Indonesiens nach Kapazität. Sie liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn und dient als wichtiges religiöses Zentrum für Ost-Java. Architektonisch prägend ist eine große blau-grüne Hauptkuppel, umgeben von vier kleineren Halbkuppeln, die gemeinsam eine markante Silhouette bilden. Der Gebetssaal ist großzügig offen gehalten, mit klaren Sichtachsen auf Mihrab und Minbar.
Die maximale Kapazität wird mit rund 59 000 Betenden angegeben, verteilt auf den Hauptgebetsraum, Galerien und Außenbereiche. Das 99-m-Minarett – symbolisch für die 99 Namen Gottes – besitzt eine Besucherplattform, die einen Blick über Surabaya ermöglicht. Ergänzt wird die Moschee durch Mehrzweckräume, Unterrichtsbereiche und Konferenzsäle, sodass sie neben Freitags- und Festtagsgebeten auch für religiöse Bildung und Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt wird. Durch ihre Lage fungiert sie zudem als Anlaufpunkt für Reisende auf der Durchfahrt.
- Kapazität von etwa 59 000 Betenden, zweitgrößte Moschee Indonesiens
- Großkuppel mit vier Nebenkuppeln und 99-m-Minarett mit Aussichtspunkt
- Mehrzweck- und Bildungsräume ergänzen den Gebetssaal
- Kapazität
- ≈ 59 000 Betende
- Merkmale
- Großkuppel + vier Nebenkuppeln, Aufzug im Turm
- Quelle
- Al-Akbar Mosque – Kapazität

