Die 10 größten Raubtiere der Welt

Die 10 größten Raubtiere der Welt

Was ist eigentlich das „größte“ Raubtier – und wer gewinnt, wenn man Land, Meer und Süßwasser zusammen betrachtet? Für diese Top-10 nutzen wir ein klares Kriterium: maximales Körpergewicht ausgewachsener Tiere (typischerweise größere Geschlechter/Individuen), absteigend sortiert.

Hinweis: „Raubtier“ ist hier weit gefasst als aktiver Jäger/Beutegreifer (Apex- oder Spitzenprädator). Mehr Tier-Listen findest du in der Kategorie Tiere.

Übersicht

  1. Pottwal (Sperm Whale)
  2. Salzwasserkrokodil
  3. Eisbär
  4. Amurtiger (Sibirischer Tiger)
  5. Kodiakbär (Kodiak Brown Bear)
  6. Orca (Schwertwal)
  7. Weißer Hai
  8. Leopardrobbe
  9. Löwe
  10. Komodowaran
Übersichtstabelle: Sortiert nach maximaler Körpermasse (ca.-Werte aus verlässlichen Steckbriefen).
Rang Raubtier Lebensraum Max. Gewicht Max. Länge Typische Beute
1 Pottwal Meer bis 45 t bis 52 ft (≈ 15,8 m) Riesenkalmare, Fische
2 Salzwasserkrokodil Flüsse/Küsten bis ~1.000 kg bis 6–7 m (Berichte) Fische, Säuger, Vögel
3 Eisbär Land/Meereis 350–650 kg (m) 2–3 m Robben
4 Amurtiger Land bis 423 kg bis 3,7 m Hirsche, Wildschwein
5 Kodiakbär Land/Küste bis 1.500 lb (≈ 680 kg) aufrecht > 10 ft Fische, Huftiere (auch Jagd)
6 Orca Meer bis 11 t bis 32 ft (≈ 9,8 m) Fische, Robben, Wale (je nach Population)
7 Weißer Hai Meer bis 4.500 lb (≈ 2.041 kg) bis 21 ft (≈ 6,4 m) Fische, Robben
8 Leopardrobbe Antarktis bis 500 kg bis 3,8 m Pinguine, Fische, andere Robben
9 Löwe Savanne bis 272 kg (Rekord) bis 3,3 m Antilopen, Zebras (Rudel)
10 Komodowaran Inseln bis 165 kg > 3 m Hirsche, Wildschwein, Aas (auch Jagd)

Pottwal (Sperm Whale)

Rang: 1

Der Pottwal ist das Schwergewicht unter den aktiv jagenden Raubtieren – und zwar nicht nur, weil er gigantisch ist, sondern weil er als räuberischer Spezialist die Tiefsee erobert. Während viele große Meeressäuger eher Filtrierer sind, jagt der Pottwal gezielt Beute: vor allem große Kalmare in dunklen Wasserschichten. Seine Anatomie wirkt wie ein Werkzeugkasten für extreme Jagd: ein massiver Kopf, robuste Kiefer und die Fähigkeit, lange und tief zu tauchen, um dort zu fressen, wo kaum Licht ankommt. Dass er dabei nicht allein auf Augen setzt, sondern die Umgebung akustisch „liest“, macht ihn zu einem der faszinierendsten Prädatoren überhaupt: Im Ozean ist Sehen oft zweitrangig, hören und orten wird zur Überlebenskunst.

Gerade die Kombination aus Größe und Jagdweise bringt ihn an die Spitze dieser Liste. Mit bis zu 45 Tonnen Körpergewicht bei großen Männchen ist er nicht nur der größte Zahnwal, sondern ein Raubtier, das seine Nahrung aus einem Lebensraum holt, der für die meisten Tiere unerreichbar bleibt. In der Popkultur ist der Pottwal oft Mythos, im echten Leben ist er ein Paradebeispiel dafür, wie Evolution Spezialisierung belohnt: Wer die Tiefe beherrscht, findet Nahrung, die an der Oberfläche kaum jemand nutzt. Und genau deshalb steht der Pottwal ganz oben: Er ist nicht nur „groß“, sondern groß und aktiv jagend – ein echtes Apex-Raubtier der Tiefsee.

  • Große Männchen werden mit bis zu 45 Tonnen Körpergewicht angegeben.
  • Die Art jagt als Zahnwal aktiv Beute in tiefen Ozeanbereichen.
  • Typische Beute sind Kalmare und Tiefseefische.
Max. Gewicht
bis 45 t
Max. Länge
bis 52 ft (≈ 15,8 m)
Quelle
NOAA Fisheries

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Salzwasserkrokodil

Rang: 2

Das Salzwasserkrokodil ist die Definition von „Urzeit-Power“ – ein Räuber, der nicht hetzt, sondern wartet. Seine Jagd ist ein Lehrstück in Effizienz: maximale Überraschung, minimale Energie. In Flussmündungen, Mangroven und Küstengewässern liegt es oft nahezu unsichtbar im Wasser, bis der entscheidende Moment kommt. Dann genügt ein kurzer, brutaler Impuls – und ein Tier, das eben noch am Ufer stand, ist plötzlich Beute. Was das Salzwasserkrokodil in dieser Liste so weit nach oben katapultiert, ist die Kombination aus Körpermasse, Reichweite und Opportunismus: Es kann auf Fische, Vögel und größere Säuger gehen und passt sich dem Beuteangebot an.

Seine Größe ist nicht nur beeindruckend, sondern strategisch: Ein sehr großes Tier kann Beute überwältigen, die für kleinere Räuber tabu wäre. Gleichzeitig wirkt das Krokodil wie ein „Grenzgänger“ zwischen Lebensräumen: Süßwasser, Brackwasser, Küste – alles ist möglich. Diese Flexibilität sorgt dafür, dass es nicht an ein einzelnes Jagdrevier gebunden ist. Der berüchtigte „Death Roll“ (Drehbewegung) und die enorme Beißkraft sind dann die Mechanik, die aus einem Angriff ein sicheres Festhalten macht. Das Tier ist damit nicht einfach ein großes Reptil, sondern ein hochoptimierter Hinterhaltjäger.

In dieser Top-10 landet das Salzwasserkrokodil auf Rang 2, weil es als größtes lebendes Krokodil – und damit als größtes Krokodil-Raubtier – eine extreme Spitzenposition einnimmt. Und obwohl es im Wasser lebt, ist es kein „Meerestier“ im klassischen Sinn, sondern ein Meister der Übergangszonen. Dort, wo Land und Wasser sich berühren, ist es oft der gefährlichste Jäger.

  • Gilt als größtes lebendes Krokodil mit berichteten Längen bis 6–7 m.
  • Ein Hinterhaltjäger, der im Wasser blitzschnell zuschlägt.
  • Lebt in Süßwasser-, Brackwasser- und Küstenhabitaten.
Max. Länge
bis 6–7 m (Berichte)
Lebensraum
Flüsse, Mangroven, Küsten/Ästuare
Quelle
IUCN Crocodile Specialist Group (PDF)

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Eisbär

Rang: 3

Der Eisbär ist das größte Raubtier an Land – und zugleich eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür, wie sehr Jagd vom Lebensraum abhängt. Auf Meereis ist er nicht „einfach nur groß“, sondern perfekt angepasst: Er muss weite Strecken zurücklegen, Kälte ertragen und in einer Umgebung jagen, in der Beute selten und hart erkämpft ist. Genau das macht seine Jagd so besonders: Er kann nicht jeden Tag „klein“ essen, sondern setzt oft auf energiereiche Beute wie Robben. Wenn ein Eisbär erfolgreich ist, geht es um Kalorien, die den Unterschied zwischen Durchhalten und Abmagern ausmachen.

Seine Größe ist dabei Teil der Strategie. Große Körpermasse bedeutet Wärmespeicher und Kraft, aber auch einen hohen Energiebedarf – der Eisbär muss also effizient sein. Deshalb ist er ein Spezialist für den Moment: Atemlöcher, Eiskanten, Plätze, an denen Robben auftauchen müssen. Er wartet, er schleicht, er nutzt Wind und Eis, statt blind zu rennen. Wer ihn nur als „weißen Riesen“ betrachtet, verpasst die eigentliche Leistung: Er ist ein präziser Jäger in einer der schwierigsten Jagdumgebungen der Welt.

Rang 3 ergibt sich aus dem Gewicht ausgewachsener Männchen, die laut Steckbriefen typischerweise im Bereich von 350–650 kg liegen. Damit übertrifft er jede Großkatze deutlich. Gleichzeitig ist er ein Symbol für die Fragilität seines Lebensraums: Ohne stabiles Meereis wird die Jagd schwieriger, und „groß sein“ wird zur Last. In unserer Liste steht er deshalb nicht nur als Muskelpaket, sondern auch als Spitzenräuber, dessen Erfolg direkt an das Funktionieren eines ganzen Ökosystems gekoppelt ist.

  • Männchen werden mit 350–650 kg Gewicht angegeben.
  • Gilt als größter Landräuber und Spezialist für Jagd auf Meereis.
  • Typische Beute: Robben.
Gewicht (m)
350–650 kg
Länge
2–3 m
Quelle
WWF Arctic

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Amurtiger (Sibirischer Tiger)

Rang: 4

Beim Tiger denkt man sofort an Eleganz, aber der Amurtiger ist zusätzlich ein Kraftpaket – und zwar eines, das in einem rauen Klima lebt. In den Wäldern des Fernen Ostens muss ein großer Jäger nicht nur Beute überwältigen, sondern auch Winter überstehen. Deshalb ist der Amurtiger für eine Großkatze beeindruckend massiv. Was ihn als Raubtier so effektiv macht, ist der Kontrast aus Ruhe und Explosion: Ein Tiger ist nicht für lange Hetzjagden gebaut, sondern für den einen, perfekten Moment. Dann greifen Muskeln, Krallen und der präzise Biss – und aus stiller Tarnung wird sofortige Dominanz.

Der Tiger jagt häufig größere Beute wie Hirsche oder Wildschweine, also Tiere, die nicht einfach „umkippen“, sondern Gegenwehr leisten können. Hier zeigt sich, warum Größe zählt: Mehr Masse hilft, eine große Beute zu kontrollieren. Gleichzeitig ist der Tiger ein Solist. Anders als Rudeljäger muss er alles allein schaffen – Anschleichen, Angriff, Fixieren, Töten, Sichern. Das macht seine Jagdweise besonders „hochpreisig“: Jeder Angriff kostet Energie und Risiko. Wer zu oft scheitert, verliert.

In dieser Liste ist der Amurtiger deshalb der größte Vertreter der Großkatzen, gemessen an den im Steckbrief genannten Spitzenwerten für besonders große Individuen. Er ist ein Sinnbild dafür, dass „größtes Raubtier“ nicht nur eine Frage von Kilogramm ist, sondern auch von Jagdkompetenz: Die Fähigkeit, allein große Beute zu schlagen, ist eine der anspruchsvollsten Disziplinen im Tierreich. Und genau diese Mischung aus Körper und Können macht den Amurtiger zu einem der beeindruckendsten Räuber überhaupt.

  • Für sehr große Tiger werden Längen bis 3,7 m und Massen über 423 kg genannt.
  • Jagt häufig größere Huftiere wie Hirsche und Wildschweine.
  • Ist meist ein Einzeljäger und setzt auf Tarnung und Überraschung.
Max. Gewicht
bis > 423 kg
Max. Länge
bis 3,7 m
Quelle
Animal Diversity Web (University of Michigan)

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Kodiakbär (Kodiak Brown Bear)

Rang: 5

Der Kodiakbär wirkt wie ein Naturgesetz auf vier Beinen: groß, schwer, scheinbar unaufhaltsam. Er ist eng mit Braunbären verwandt, erreicht aber auf Kodiak Island und angrenzenden Regionen teils besonders enorme Ausmaße – auch, weil reichhaltige Nahrung (etwa Fische) in bestimmten Jahreszeiten verfügbar ist. Und genau hier wird es spannend für unsere Liste: Kodiaks sind nicht nur Sammler oder „Gemischtesser“, sondern sehr wohl auch Raubtiere. Sie können aktiv jagen, Beute schlagen oder Gelegenheiten nutzen, die anderen Räubern verwehrt bleiben. In der Praxis ist das eine flexible Strategie: Wer so groß ist, kann zwischen Jagd, Fischfang und Aasnutzung wechseln – je nachdem, was am meisten Energie pro Aufwand liefert.

Als Raubtier ist der Kodiak kein „Sprinter“, sondern ein Power-Player. Wo Großkatzen über Präzision und Überraschung kommen, dominiert der Kodiak über Masse, Reichweite und Robustheit. Er kann Beute einschüchtern, Ressourcen verteidigen und in Konflikten mit anderen Fleischfressern schlicht die Oberhand behalten. Das macht ihn zu einem Spitzenprädator – nicht immer als „Jäger“, aber als Tier, das das Nahrungsnetz stark beeinflusst.

In unserer Rangfolge zählt das maximal genannte Gewicht: Ein großer männlicher Kodiak kann laut Fact Sheet bis zu 1.500 Pfund erreichen. Das entspricht grob rund 680 Kilogramm und bringt ihn in Gewichtsdimensionen, die auf dem Land nur wenige Räuber erreichen. Genau deshalb steht er hier so weit oben: Der Kodiak zeigt, dass Raubtier-Größe nicht nur in der Savanne oder im Dschungel entsteht, sondern auch in Inselökosystemen, in denen Nahrungsspitzen saisonal richtig „explodieren“ können.

  • Große männliche Kodiakbären werden mit bis zu 1.500 lb angegeben.
  • Extrem kräftig, beeinflusst als Spitzenprädator auch über Ressourcen-Konkurrenz.
  • Nutzt Nahrung flexibel: Fische, Aas, teils aktive Jagd.
Max. Gewicht
bis 1.500 lb (≈ 680 kg)
Besonderheit
Sehr große Insel-Population, stark saisonal geprägt
Quelle
Alaska Department of Fish and Game

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Orca (Schwertwal)

Rang: 6

Der Orca ist das, was viele „Apex Predator“ nennen würden – und zwar mit gutem Grund. Er ist nicht nur groß, sondern auch klug, sozial und in seinen Jagdstrategien extrem variabel. Manche Populationen jagen Fische, andere Robben, wieder andere spezialisieren sich auf bestimmte Beutearten. Das heißt: Orcas sind nicht einfach „ein Räuber“, sondern ein ganzes Arsenal an Jagdkulturen. Genau diese Vielfalt macht sie so erfolgreich. Und weil sie in Gruppen jagen können, entstehen Möglichkeiten, die einzelnen Räubern oft fehlen: koordinierte Angriffe, Rollenverteilung, Lernen von älteren Tieren.

Wenn man Orcas beobachtet, merkt man schnell: Größe ist hier nur die Bühne – die eigentliche Show ist Strategie. Als Meeressäuger ist der Orca außerdem ein Beispiel für die Kraft der Kombination aus Körper und Ausdauer. Er kann große Distanzen zurücklegen, schnell beschleunigen und über lange Zeiträume aktiv bleiben. In manchen Regionen sind Orcas die dominierenden Jäger ihrer Meeresgebiete, und selbst große Beutetiere müssen sie ernst nehmen. Diese Spitzenposition spiegelt sich auch in offiziellen Steckbriefen wider, die den Orca als „ocean’s top predator“ bezeichnen.

Im Ranking liegt der Orca hinter den ganz großen „Gewichtskönigen“ wie dem Pottwal, weil er zwar enorm, aber nicht der schwerste räuberische Meeressäuger ist. Dennoch: Mit bis zu 11 Tonnen (Angabe im Quick-Facts-Steckbrief) ist er ein massiver Räuber – und vor allem einer der vielseitigsten. Wer „größtes Raubtier“ als Kombination aus Masse, Jagderfolg und Einfluss auf das Ökosystem versteht, könnte den Orca sogar weiter oben sehen. Aber nach unserem klaren Gewichtskriterium ist Rang 6 perfekt: riesig, dominant, und ein Räuber, der im Meer zu den gefürchtetsten gehört.

  • Steckbrief nennt bis zu 11 Tonnen Gewicht und bis zu 32 ft Länge.
  • Gilt als Top-Prädator im Ozean.
  • Jagdstrategien variieren je nach Population (Fische, Robben u. a.).
Max. Gewicht
bis 11 t
Max. Länge
bis 32 ft (≈ 9,8 m)
Quelle
NOAA Fisheries

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Weißer Hai

Rang: 7

Der Weiße Hai ist eines der bekanntesten Raubtiere der Welt – und zugleich eines der meist missverstandenen. Seine Größe ist beeindruckend, aber sein eigentliches Erfolgsrezept liegt in Sensorik und Timing. Ein Weißer Hai ist nicht nur ein „großer Fisch“, sondern ein hochentwickelter Jäger, der Beute spüren kann, lange Strecken wandert und dann im richtigen Moment zuschlägt. Seine Jagd kann wie ein Kurzfilm wirken: ein ruhiger Anlauf aus der Tiefe, ein schneller, explosiver Angriff, dann Rückzug. Dieses Muster ist nicht Zufall, sondern Energiemanagement. Große Räuber müssen klug investieren.

Als Prädator ist der Weiße Hai häufig mit Meeressäugern wie Robben verbunden. Gerade dort, wo Robbenkolonien existieren, kann man beobachten, wie sehr der Hai von Ort, Jahreszeit und Beuteverhalten abhängt. Er ist kein „Dauer-Killer“, sondern ein Spezialist für günstige Gelegenheiten. Und weil er so groß ist, können bereits einzelne erfolgreiche Jagden erheblichen Energiegewinn bringen.

In dieser Liste landet er auf Rang 7, weil NOAA für den Weißen Hai ein Maximalgewicht von bis zu 4.500 Pfund nennt – das sind rund zwei Tonnen. Damit ist er ein echtes Schwergewicht unter den aktiven Jägern im Meer. Gleichzeitig zeigt er, wie ein Raubtier zur Legende werden kann: Nicht nur durch reale Biologie, sondern auch durch seine Rolle in Geschichten. Biologisch bleibt er jedoch vor allem eines: ein entscheidender Regulator im marinen Ökosystem, dessen Anwesenheit das Verhalten von Beute und damit ganze Küstenräume beeinflussen kann.

  • Steckbrief nennt bis zu 4.500 lb Gewicht und bis zu 21 ft Länge.
  • Jagt u. a. Fische und Robben (je nach Region/Alter).
  • Ein Spitzenprädator, der das Verhalten von Beutearten beeinflussen kann.
Max. Gewicht
bis 4.500 lb (≈ 2.041 kg)
Max. Länge
bis 21 ft (≈ 6,4 m)
Quelle
NOAA Fisheries

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Leopardrobbe

Rang: 8

Die Leopardrobbe ist der „Action-Star“ der Antarktis – muskulös, schnell und berüchtigt für ihre kompromisslose Jagd. Anders als viele Robbenarten, die eher auf Fische oder Wirbellose spezialisiert sind, gilt die Leopardrobbe als besonders vielseitige Beutegreiferin. Sie nimmt, was die antarktische Speisekarte hergibt: Fische, Tintenfische, Pinguine – und in manchen Situationen sogar andere Robben. Ihre Anatomie passt dazu: ein großer Kopf, ein Maul, das Beute sicher packt, und ein Körper, der im Wasser extrem agil ist.

Ihre Jagd ist ein Beispiel dafür, wie wichtig Beweglichkeit im Wasser ist. Während Orcas und Haie über Masse, Geschwindigkeit und teils Gruppentaktiken dominieren, setzt die Leopardrobbe auf Wendigkeit und Überraschung auf kurzer Distanz. Das macht sie gerade in Küstennähe und an Eiskanten so gefährlich: Dort treffen viele Beutearten zwangsläufig zusammen, und die Leopardrobbe wird zur „Schnittstelle“ im Nahrungsnetz. Ein Pinguin muss nicht nur ins Wasser – er muss auch durch den gefährlichsten Abschnitt, und genau da lauert oft diese Robbe.

In der Gewichtsskala ist sie dennoch ein echtes Schwergewicht: Für große Weibchen werden Werte bis 500 kg genannt, dazu Längen bis 3,8 m. Damit ist sie eine der größten räuberischen Robbenarten – und vor allem eine, die aktiv jagt und ihre Beute teils spektakulär bearbeitet (Stichwort: Schütteln/Zerreißen). Rang 8 zeigt: Auch ohne Wal- oder Hai-Dimensionen kann ein Räuber in seinem Lebensraum absolut dominieren – wenn er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.

  • Weibchen können bis 500 kg erreichen und bis 3,8 m lang werden.
  • Top-Räuberin der Antarktis mit breitem Beutespektrum (u. a. Pinguine).
  • Agil im Wasser, oft an Eiskanten und Packeis präsent.
Max. Gewicht
bis 500 kg
Max. Länge
bis 3,8 m
Quelle
Animal Diversity Web (University of Michigan)

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Löwe

Rang: 9

Der Löwe ist vielleicht das berühmteste Raubtier der Erde – nicht zwingend das größte, aber eines mit einer gewaltigen kulturellen Präsenz. Biologisch ist er vor allem eines: ein Großjäger, der Kooperation perfektioniert. Während Tiger oft allein jagen, kann ein Löwenrudel Beute ins Visier nehmen, die für Einzeljäger schwer zu kontrollieren wäre. Diese soziale Jagd macht Löwen so erfolgreich – und erklärt, warum sie in offenen Landschaften wie Savannen eine der dominierenden Rollen im Ökosystem einnehmen können.

In der Praxis ist der Löwe ein Mix aus Ausdauer, Kraft und Teamwork. Er ist nicht der schnellste Sprintjäger auf Dauer, aber er hat die Masse, um im Rudel Druck aufzubauen. Besonders spannend: Weil Löwen sozial leben, ist ihr „Raubtiersein“ nicht nur eine Frage von Muskeln, sondern von Struktur. Wer sich koordiniert, kann Risiken verteilen und effizienter jagen. Genau deshalb sind Löwen in vielen Regionen so prägende Spitzenprädatoren, dass selbst große Pflanzenfresser ihr Verhalten an die Anwesenheit von Rudeln anpassen.

In dieser Top-10 landet der Löwe auf Rang 9 nach dem Gewichtsmaximum. Der Steckbrief nennt für besonders schwere Männchen Rekordwerte bis 272 kg. Das ist weniger als bei den größten Tigern und deutlich weniger als bei Eisbären – aber immer noch enorm für eine Katze. Und sein Einfluss ist, gemessen an der Wirkung auf Beutetiergemeinschaften, häufig größer, als es die reine Zahl vermuten lässt. Ein Löwe ist nicht nur ein Körper – er ist eine Jagdmaschine, die in Gemeinschaft funktioniert. Und genau diese Kombination macht ihn zu einem der „größten“ Raubtiere im umfassenden Sinn.

  • Für sehr schwere Männchen wird ein Rekordgewicht von 272 kg genannt.
  • Löwen jagen oft kooperativ im Rudel.
  • Großer Einfluss auf Verhalten und Verteilung von Beutetieren in Savannen.
Max. Gewicht
bis 272 kg (Rekordangabe)
Max. Länge
bis 3,3 m (inkl. Schwanz)
Quelle
Animal Diversity Web (University of Michigan)

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Komodowaran

Rang: 10

Der Komodowaran ist der Beweis, dass man nicht Fell oder Flossen braucht, um an die Spitze der Nahrungskette zu kommen. Als größter heute lebender Waran ist er ein Insel-Apex-Räuber, der Jagd und Aasnutzung kombiniert – und dabei so effektiv sein kann, dass größere Beutetiere wie Hirsche auf den Inseln seiner Verbreitung ernsthaft gefährdet sind. Seine Erscheinung allein wirkt wie aus einer anderen Zeit: kräftige Gliedmaßen, schwere Muskulatur, ein Kopf, der zum Greifen und Festhalten gebaut ist, und eine Zunge, die chemische Spuren aus der Luft „liest“.

Seine Jagd ist nicht die eines Sprinters, sondern die eines zähen Opportunisten. Komodowarane können Beute anpirschen, zuschlagen und dann im passenden Moment wieder auftauchen. Diese Art zu jagen ist in Inselökosystemen besonders erfolgreich, weil Beutewege begrenzt und Fluchtoptionen kleiner sind. Gleichzeitig ist der Komodowaran ein Top-Beispiel für „dominante Größe“ in einem warmen Habitat: Wo große Säuger nicht überall vorkommen, kann ein Reptil die Spitzenrolle übernehmen.

In der Gewichtsliste erreicht der Komodowaran Werte bis 165 kg bei Längen von über 3 Metern. Damit ist er weit schwerer als die meisten anderen Reptilien-Räuber (das Salzwasserkrokodil ausgenommen) und absolut zurecht in dieser Top-10. Rang 10 bedeutet hier: Er ist zwar leichter als Löwe oder Tiger, aber als Reptil in dieser Gewichtsklasse eine Ausnahme – und in seinem Lebensraum ein kompromissloser Spitzenprädator.

  • Komodowarane können bis 165 kg erreichen.
  • Maximale Länge wird mit > 3 m angegeben.
  • In seinem Habitat ein Top-Prädator (Jagd + Aasnutzung).
Max. Gewicht
bis 165 kg
Max. Länge
bis 3,1 m (hoch)
Quelle
Animal Diversity Web (University of Michigan)

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