Die XXL-Liste der Tierwelt – geordnet nach maximal dokumentierter Länge bzw. Höhe erwachsener Tiere. Für jedes Tier nennen wir Rekordmaße, typische Spannweiten, Lebensraum und eine verlässliche Quelle. Werte aus historischen Walfangprotokollen oder Einzelfunden werden klar von modernen Messungen getrennt. Stand: Dezember 2025.
Übersicht
| Rang | Tier | Gruppe | Max. Länge/Höhe | Typische Größe | Max. Gewicht | IUCN-Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Blauwal | Meeressäuger | bis ~29,9 m (historisch bis ~33 m) | Weibchen meist 24–28 m | bis ~190–200 t | Endangered |
| 2 | Pottwal | Meeressäuger | bis ~18 m (Berichte bis ~20 m) | Männchen typ. 12–16 m | bis ~57 t | Vulnerable |
| 3 | Walhai | Fisch | bis 18,8 m gesichert | meist 10–12 m | bis ~30–40 t | Endangered |
| 4 | Koloss-Kalmar | Weichtier | gesicherte Gesamtlänge ~4,2 m, Schätzungen mit Tentakeln bis ~10 m | große Tiere ca. 3–4 m | bis 495 kg | Least Concern |
| 5 | Salzwasserkrokodil | Reptil | bis ~6,3 m | Männchen meist 4–5 m | bis ~1.300 kg | Least Concern |
| 6 | Giraffe | Landsäuger | bis ~5,5–5,7 m Höhe | Bullen 4,8–5,5 m | bis ~1.900 kg | Vulnerable |
| 7 | Nilpferd | Landsäuger | Länge bis ~5 m | typisch 3,3–4,5 m | bis ~4.500 kg | Vulnerable |
| 8 | Südlicher See-Elefant | Meeressäuger | Rekordbulle 6,85 m | Männchen 4,5–5,8 m | bis ~5.000 kg | Least Concern |
| 9 | Afrikanischer Elefant | Landsäuger | Schulterhöhe bis ~4 m | Bullen typ. 3–3,5 m Schulterhöhe | bis ~10 t | Endangered/Critically Endangered* |
| 10 | Strauß | Vogel | Höhe bis ~2,7 m | Männchen 2,1–2,7 m | bis ~156 kg | Least Concern |
*Savannen-Elefant: Endangered, Waldelefant: Critically Endangered.
Blauwal
Rang: 1
Der Blauwal ist nicht nur das größte heute lebende Tier, sondern nach heutigem Kenntnisstand das größte Tier, das je auf der Erde existiert hat. Weibchen sind im Schnitt größer als Männchen, was bei Bartenwalen typisch ist. Moderne Messreihen aus der Antarktis und dem Nordpazifik nennen maximale, gut dokumentierte Längen knapp unter 30 Metern. Historische Fangangaben aus der Walfangzeit berichten vereinzelt von Exemplaren um 33 Meter und rund 190–200 Tonnen Gewicht – solche Rekorde gelten als plausibel, aber schwer nachprüfbar. Typische erwachsene Tiere liegen heute bei 24–28 Metern, mit Körpermassen meist deutlich über 100 Tonnen.
Blauwale durchstreifen alle Ozeane, von polaren Nahrungsgründen im Sommer bis in subtropische Gebiete im Winter. Ihre gigantische Größe wird durch eine extrem effiziente Ernährungsweise möglich: Mit Hilfe von Bartenplatten filtern sie dichte Krillschwärme aus dem Wasser und können bei einem „Lunge Feed“ mehrere Tonnen Meerwasser auf einmal in ihr Maul ziehen. Pro Tag verschlingt ein Tier bis zu vier Tonnen Krill. Trotz ihrer Größe sind Blauwale bedroht: Bestände wurden im 20. Jahrhundert durch industriellen Walfang um über 90 % dezimiert und erholen sich nur langsam. Heute kommen Risiken wie Schiffskollisionen, Unterwasserlärm, Beifang in Fischereigeräten und die Folgen der Klimaerwärmung hinzu, die Beuteverfügbarkeit und Wanderwege verändern.
- Maximale Länge: gesichert bis ~29,9 m, historische Angaben bis ~33 m
- Typisch: 24–28 m, meist >100 t Körpermasse
- Ernährung: Krill-Filtrierer mit Barten, saisonale Wanderungen zwischen Fress- und Fortpflanzungsgebieten
- Taxon
- Balaenoptera musculus
- Maximale dokumentierte Länge
- ≈29,9 m (wissenschaftliche Messung)
- Historische Rekordangaben
- bis ~33,6 m und ~190–200 t
- Typisches Gewicht
- 100–150 t, große Antarktis-Weibchen bis ~180 t
- Lebensraum
- Alle Ozeane, sommerlich v. a. polare und subpolare Zonen
- Status (IUCN)
- Endangered (gefährdet)
- Quelle
- NOAA Fisheries – Blue Whale
Pottwal
Rang: 2
Der Pottwal ist der größte Zahnwal und damit das größte derzeit lebende Raubtier. Sein gewaltiger Kopf kann ein Drittel der Körperlänge ausmachen und beherbergt das charakteristische Spermaceti-Organ, das wahrscheinlich bei der Echolokation und beim Auf- und Abtrieb in großen Tiefen hilft. Moderne Datensammlungen nennen für ausgewachsene Männchen durchschnittliche Längen um 16 Meter, mit gut belegten Rekordtieren von rund 18 Metern und geschätzten Gewichten bis etwa 57 Tonnen. Historische Berichte sprechen gelegentlich von 20 Metern, werden aber aufgrund fehlender Messprotokolle vorsichtig beurteilt.
Pottwale sind extreme Tieftaucher: Sie erreichen regelmäßig Wassertiefen von 1.000–2.000 Metern, Einzelfälle sogar darüber hinaus. Dort jagen sie vor allem Kalmare – darunter Riesen- und Koloss-Kalmare – sowie große Fische. Die Art zeigt starke Gräßenunterschiede zwischen den Geschlechtern: Weibchen bleiben mit 11–12 Metern deutlich kleiner und leben in stabilen Sozialverbänden, während große Bullen als Einzelgänger oder in lockeren Junggesellengruppen unterwegs sind. Historisch wurden Pottwale intensiv bejagt, heute sind Schiffslärm, chemische Verschmutzung, Beifang und Kollisionen relevante Gefahren. Dennoch gilt der globale Bestand dank Schutzmaßnahmen als stabil bis leicht zunehmend, wenn auch weit von den vorindustriellen Zahlen entfernt.
- Maximale Länge: gut belegt bis ~18 m (Männchen)
- Typische Länge: Männchen 12–16 m, Weibchen 8–12 m
- Besonderheit: größtes zahntragendes Raubtier, extrem tiefe Tauchgänge
- Taxon
- Physeter macrocephalus
- Maximale dokumentierte Länge
- bis ~18 m (Männchen)
- Typisches Gewicht
- Männchen Ø ~45 t, Rekorde bis ~57 t
- Tauchtiefe
- gewöhnlich bis ~1.000–2.000 m, selten tiefer
- Lebensraum
- Ozeane weltweit, v. a. Tiefseegebiete außerhalb der Schelfmeere
- Status (IUCN)
- Vulnerable (gefährdet)
- Quelle
- NOAA Fisheries – Sperm Whale
Walhai
Rang: 3
Der Walhai ist der größte lebende Fisch – und zugleich ein sanfter Riese. Trotz der imposanten Größe ernährt er sich fast ausschließlich von Kleinstlebewesen wie Plankton, kleinen Fischen und Fischlaich, die er mit einem weit geöffneten Maul aus dem Wasser filtert. Verlässliche Messungen dokumentieren Individuen von 12–14 Metern, ein viel zitierter Rekordfisch aus Indien erreichte 18,8 Meter Gesamtlänge. Historische Fangstatistiken und Fischereiangaben nennen sogar Tiere um 20 Meter und über 30 Tonnen Gewicht, sind aber nicht immer exakt protokolliert.
Walhaie kommen in allen tropischen und warm-gemäßigten Ozeanen vor und folgen oft saisonalen Planktonblüten oder Laichereignissen, etwa vor der Küste Mexikos, Mosambiks oder Australiens. Dort sammeln sich zeitweise Dutzende Tiere, was die Beobachtung erleichtert und Walhai-Schnorcheltouren populär gemacht hat. Gleichzeitig ist die Art stark bedroht: Schiffskollisionen, gezielte Fischerei in einigen Regionen, Beifang, Plastikmüll und der Rückgang ihrer Beute setzen den Beständen zu. Langsame Fortpflanzung – Walhaie werden erst spät geschlechtsreif – macht sie besonders empfindlich gegenüber Übernutzung. Viele Schutzgebiete und internationale Abkommen versuchen inzwischen, wichtige Aggregationsgebiete zu sichern und Tourismus so zu regulieren, dass die Tiere möglichst wenig gestört werden.
- Maximale Länge: gesichert bis 18,8 m, Berichte bis ~20 m
- Typisch: 10–12 m, große Tiere bis ~14 m
- Ernährung: Filtrierer von Plankton, kleinen Fischen und Krustentieren
- Taxon
- Rhincodon typus
- Maximale dokumentierte Länge
- 18,8 m (Fangmeldung)
- Typisches Gewicht
- bis etwa 20–30 t, Extremfälle darüber
- Lebensraum
- Tropische und subtropische Ozeane weltweit, häufig in Küstennähe
- Status (IUCN)
- Endangered (stark gefährdet)
- Quelle
- BOEM – Whale Shark: A Whale of a Fish
Koloss-Kalmar
Rang: 4
Der Koloss-Kalmar (Mesonychoteuthis hamiltoni) ist der schwerste bekannte Tintenfisch und einer der geheimnisvollsten Giganten der Tiefsee. Das meiste, was wir über ihn wissen, stammt aus wenigen vollständigen Funden, aus Becken in Pottwalmägen und aus Zufallsbeobachtungen der Fischerei. Ein gut dokumentiertes Exemplar, das 2007 im Rossmeer gefangen wurde, wog nach dem Auftauen rund 495 Kilogramm, hatte aber „nur“ etwa 4,2 Meter Gesamtlänge, weil die Tentakel nach dem Tod schrumpfen. Ältere Schätzungen von 10–14 Metern beziehen die voll ausgestreckten Fangtentakel mit ein und gelten heute als eher obere Spekulation, zeigen aber, welches Längenpotenzial die Art haben könnte.
Koloss-Kalmare leben in der kalten Tiefsee des Südpolarmeeres und gelten als wichtige Beute großer Pottwale; Schnittspuren am Schnabel und aufgerissene Mantelreste belegen spektakuläre Kämpfe in völliger Dunkelheit. Ihre Arme und Tentakel tragen rotierende Haken und kräftige Saugnäpfe – perfekte Werkzeuge, um Fische und andere Kalmare zu packen. Über Fortpflanzung, Wachstum und genaue Bestandszahlen ist kaum etwas bekannt; es handelt sich wohl um langsam wachsende, langlebige Tiere mit geringer Reproduktionsrate. Klimawandel, Veränderungen in der antarktischen Nahrungsnetzdynamik und Beifänge in der Patagonischen Seehecht-Fischerei könnten die Art beeinflussen, gelten derzeit aber nicht als akute Gefährdung – entsprechend ist ihr IUCN-Status „Least Concern“.
- Maximale Masse: gesichert ~495 kg, Schätzungen bis ~600 kg
- Gesamtlänge: sicher ~4–5 m, Schätzungen mit vollen Tentakeln bis ~10 m
- Besonderheit: drehbare Haken an Armen und Tentakeln, größte bekannten Augen im Tierreich
- Taxon
- Mesonychoteuthis hamiltoni
- Maximale dokumentierte Masse
- 495 kg (Museumsexemplar Te Papa)
- Geschätzte Gesamtlänge
- typisch 3–5 m, Schätzungen bis ~10 m
- Lebensraum
- antarktische Tiefsee, meist >1.000 m Tiefe
- Status (IUCN)
- Least Concern (nicht bedroht)
- Quelle
- Te Papa – Colossal Squid
Salzwasserkrokodil
Rang: 5
Das Salzwasserkrokodil (Crocodylus porosus) ist das größte heute lebende Reptil. Es besiedelt Flussmündungen, Mangroven und Küstengewässer von Indien über Südostasien bis Nordaustralien und kann sowohl in Süß- als auch in Brack- und Meerwasser leben. Alte Männchen erreichen in gut dokumentierten Fällen Längen von über 6 Metern; der berühmte, exakt vermessene „Lolong“ brachte es auf rund 6,2 Meter und über eine Tonne. Die meisten adulten Männchen bleiben aber bei 4–5 Metern, was immer noch beeindruckend ist. Weibchen sind deutlich kleiner und überschreiten selten 3 Meter.
Salzwasserkrokodile sind opportunistische Spitzenprädatoren: Vom Fisch bis zum Büffel steht fast alles auf dem Speiseplan, was sie überwältigen können. Ihre Körper sind massiv gepanzert, und mit einem gewaltigen Bissdruck ziehen sie Beute ins Wasser, um sie zu ertränken. Gleichzeitig sind sie auf wärmere Regionen angewiesen und verbringen viel Zeit beim Thermoregulieren im Sonnenbad oder halb im Wasser. Nach Jahrzehnten intensiver Jagd auf Leder und Fleisch haben sich viele Populationen dank Schutzmaßnahmen erholt, doch Wilderei, Lebensraumverlust und Konflikte mit Menschen bleiben ein Problem – insbesondere, wo Siedlungen in Krokodilreviere vordringen.
- Maximale Länge: gut belegt bis etwa 6,2–6,3 m
- Typische Länge: Männchen 4–5 m, Weibchen meist <3 m
- Lebensraum: Ästuare, Mangroven, Küstenflüsse, gelegentlich offene See
- Taxon
- Crocodylus porosus
- Maximale dokumentierte Länge
- ~6,2–6,3 m (u. a. „Lolong“)
- Typisches Gewicht
- große Männchen 700–1.000 kg, Rekorde bis ~1.300 kg
- Verbreitung
- Indischer Ozean und Westpazifik, von Indien bis Nordaustralien
- Status (IUCN)
- Least Concern, lokal teils stark reguliert
- Quelle
- IUCN-SSC Crocodile SG – C. porosus
Giraffe
Rang: 6
Die Giraffe ist das höchste Landsäugetier der Erde. Männliche Tiere („Bullen“) erreichen bis zu 5,5–5,7 Meter Höhe bis zur Kopfspitze; Kühe bleiben mit etwa 4,5–5 Metern deutlich kleiner. Möglich wird diese beeindruckende Statur durch sieben stark verlängerte Halswirbel und lange, säulenartige Beine. Trotz der Höhe besteht der Hals wie beim Menschen aus genau sieben Wirbeln – nur deutlich in die Länge gezogen. Moderne Messreihen nennen Spitzengewichte von rund 1.900 Kilogramm für große Bullen.
Lange Zeit galt die Giraffe als eine Art mit mehreren Unterarten; genetische Analysen und eine Neubewertung durch die IUCN haben im Jahr 2025 vier eigenständige Arten bestätigt. Alle teilen jedoch ähnliche Körpermaße und eine Lebensweise, die perfekt an trockene Savannen angepasst ist: Mit ihren langen, greiffähigen Zungen von bis zu 45 Zentimetern Länge fressen Giraffen bevorzugt Blätter von Akazien und anderen Bäumen in bis zu sechs Metern Höhe – weit über dem „Buffet“, das den meisten anderen Pflanzenfressern offensteht. Gleichzeitig sind Giraffen gefährdet: Lebensraumverlust, Wilderei und politische Instabilität setzen vielen Populationen zu, weshalb die Artengruppe heute insgesamt als „Vulnerable“ geführt wird.
- Maximale Höhe: Bullen bis ~5,5–5,7 m
- Typische Höhe: Bullen ~4,8–5,5 m, Kühe ~4–4,5 m
- Besonderheit: extrem langer Hals mit nur sieben Halswirbeln, lange Greifzunge
- Taxon
- Gattung Giraffa (4 Arten, z. B. G. camelopardalis)
- Maximale Höhe
- Bullen bis ~5,7 m, Kühe bis ~5 m
- Gewicht
- Bullen bis ~1.930 kg, Kühe bis ~1.180 kg
- Lebensraum
- Savannen, offene Wälder und Dornbuschgebiete Afrikas
- Status (IUCN)
- Vulnerable (Giraffen-Komplex insgesamt)
- Quelle
- World Land Trust – Giraffe
Nilpferd
Rang: 7
Das Flusspferd oder Nilpferd (Hippopotamus amphibius) wirkt auf den ersten Blick schwerfällig, ist aber ein erstaunlich dynamisches Großtier. Mit einer Körperlänge von bis zu rund 5 Metern und Gewichten bis etwa 4.500 Kilogramm gehört es zu den schwersten Landsäugern nach den Elefanten. Der Großteil der Masse steckt in einem tonnenförmigen Körper mit kurzem, beinahe haarlosem Fell; die Beine sind vergleichsweise kurz, tragen das Tier aber dennoch mit Tempo über Land – auf kurzen Strecken können Nilpferde Menschen leicht überlaufen.
Tagsüber verbringen Nilpferde die meiste Zeit im Wasser, wo sie sich abkühlen und ihre empfindliche Haut vor Austrocknung schützen. Eine ölige Sekretion, die oft als „Blutschweiß“ bezeichnet wird, wirkt wie eine natürliche Sonnencreme und hat zudem antibakterielle Eigenschaften. Nachts ziehen die Tiere an Land, um Gras zu fressen, und können dabei mehrere Kilometer weit wandern. Trotz pflanzlicher Ernährung gelten Nilpferde als eines der gefährlichsten Großtiere Afrikas, da sie ihr Territorium im Wasser energisch verteidigen. Bestände werden durch Lebensraumverlust, Konflikte mit Menschen und illegale Jagd beeinträchtigt; die Art wird international als „Vulnerable“ geführt.
- Länge: typischerweise 3,3–5 m
- Gewicht: große Männchen bis ~4.500 kg
- Lebensweise: semiaquatisch, Tag im Wasser, Nacht auf Weidegängen
- Taxon
- Hippopotamus amphibius
- Typische Größe
- 3,3–5 m Länge, Schulterhöhe ~1,5 m
- Gewicht
- Ø 1.400–3.200 kg, große Bullen bis ~4.500 kg
- Lebensraum
- Flüsse, Seen und Überschwemmungsgebiete in Subsahara-Afrika
- Status (IUCN)
- Vulnerable (gefährdet)
- Quelle
- San Diego Zoo – Hippo
Südlicher See-Elefant
Rang: 8
Der Südliche See-Elefant (Mirounga leonina) ist die größte Robbe und das schwerste heute lebende fleischfressende Landtier. Die massiven Bullen sind extreme Giganten: Typische ausgewachsene Männchen messen 4,5–5,8 Meter und bringen 3–4 Tonnen auf die Waage, ein historischer Rekordbulle aus Südgeorgien erreichte 6,85 Meter und wurde auf rund 5 Tonnen geschätzt. Weibchen bleiben mit 2,6–3 Metern Länge und maximal 900 Kilogramm deutlich kleiner.
See-Elefanten verbringen den Großteil ihres Lebens im offenen Ozean und kehren nur zum Fellwechsel und zur Fortpflanzung an die Küsten subantarktischer Inseln zurück. Bullen verteidigen während der kurzen Paarungszeit große Haremsstrände mit dramatischen Kämpfen, bei denen mehrere Tonnen schwere Körper aufeinandertreffen. Im Meer sind See-Elefanten dagegen elegante Dauer-Taucher: Sie erreichen routinemäßig Tiefen von 400–800 Metern, dokumentierte Maximalwerte liegen bei über 1.500 Metern. Ihre dicke Blubber-Schicht isoliert gegen das eiskalte Wasser und dient als Energiereserve für lange Fastenperioden an Land. Nach zwischenzeitlicher Überjagung wegen des Specköls haben sich viele Bestände erholt; regional können Klimawandel und Fischerei jedoch Beuteverfügbarkeit und Überlebenschancen beeinflussen.
- Länge: Männchen typ. 4,5–5,8 m, Rekord 6,85 m
- Gewicht: bis etwa 4.000–5.000 kg
- Lebensweise: lange, tiefe Nahrungszüge, kurze, dichte Koloniezeiten an Land
- Taxon
- Mirounga leonina
- Maximalgröße
- Rekordbulle 6,85 m, ~5.000 kg
- Typische Größe
- Männchen 4,5–5,8 m, 1.500–4.000 kg
- Lebensraum
- Subantarktische Inseln, Südozean
- Status (IUCN)
- Least Concern (nicht bedroht)
- Quelle
- Australian Antarctic Program – Elephant seal
Afrikanischer Elefant
Rang: 9
Afrikanische Elefanten sind die größten Landsäugetiere der Erde. Unter dem Namen „Afrikanischer Elefant“ werden heute zwei Arten unterschieden: der größere Savannen- oder Busch-Elefant (Loxodonta africana) und der kleinere Waldelefant (Loxodonta cyclotis). Für die Größenrangliste relevant sind die mächtigen Bullen der Savannenform: Sie erreichen Schulterhöhen von knapp über 3 Metern, unter optimalen Bedingungen auch bis rund 4 Meter. Gut belegte Rekordexemplare werden mit geschätzten Massen um 10 Tonnen geführt, obwohl die meisten ausgewachsenen Bullen eher 5–7 Tonnen wiegen.
Elefanten haben proportional große, wärmeabgebende Ohren, hochentwickelte soziale Strukturen und außerordentliche kognitive Fähigkeiten. Ihre Herden, meist von alten Kühen geführt, durchwandern Savannen, Wälder und Feuchtgebiete und formen mit ihrem Fraß- und Wanderverhalten ganze Landschaften. Gleichzeitig sind sie stark bedroht: Im 20. Jahrhundert wurden Millionen Tiere wegen des Elfenbeins getötet, und noch heute setzen Wilderei, Lebensraumverlust und Mensch-Wildtier-Konflikte den Beständen zu. Die IUCN stuft den Savannen-Elefanten als „Endangered“ und den Waldelefanten als „Critically Endangered“ ein. Schutzgebiete, Anti-Wilderer-Einheiten und die Reduktion der Elfenbein-Nachfrage sind entscheidend, um die größten Landtiere vor dem Verschwinden zu bewahren.
- Schulterhöhe: typische Bullen 3,0–3,4 m, Rekorde bis ~4 m
- Gewicht: meist 5–7 t, historische Rekorde um 10 t
- Lebensraum: Savannen, Wälder und Feuchtgebiete in 37 afrikanischen Ländern
- Taxon
- Loxodonta africana (Savannen-Elefant) & L. cyclotis (Waldelefant)
- Typische Größe
- Schulterhöhe ~3–3,4 m, Gewicht ~5–6 t
- Maximalwerte
- Schulterhöhe bis nahe 4 m, Gewicht geschätzt bis ~10 t
- Lebensraum
- Savannen, Wälder, Feuchtgebiete Subsahara-Afrikas
- Status (IUCN)
- Savannen-Elefant: Endangered, Waldelefant: Critically Endangered
- Quelle
- WWF – African elephants
Strauß
Rang: 10
Der Afrikanische Strauß (Struthio camelus) ist der größte lebende Vogel der Welt. Männliche Tiere erreichen Höhen von 2,1–2,7 Metern und können in Ausnahmefällen bis zu rund 150–156 Kilogramm wiegen. Weibchen bleiben etwas kleiner und leichter, sind aber immer noch deutlich größer als die meisten anderen Laufvögel. Strauße sind perfekt an das Leben in offenen Savannen und Halbwüsten angepasst: Ihre kräftigen Beine mit nur zwei Zehen erlauben Spitzengeschwindigkeiten von 70 Kilometern pro Stunde, mit Schritten von bis zu fünf Metern Länge.
Trotz flugunfähiger, reduzierter Flügel besitzen Strauße ausgezeichnete Sinne. Riesige Augen und ein erhöhter Kopf verschaffen einen weiten Rundumblick, der es ermöglicht, Fressfeinde früh zu entdecken. Im Notfall setzen Strauße auf Flucht – oder auf kraftvolle Tritte, die selbst große Raubtiere ernst nehmen müssen. Ihre Eier sind die größten aller lebenden Vögel und können über 1,5 Kilogramm wiegen. Strauße leben in lockeren Gruppen, oft gemeinsam mit Huftieren wie Antilopen, was allen beteiligten Arten beim frühzeitigen Erkennen von Gefahren hilft. Die Art gilt global als „Least Concern“, lokale Populationen können aber durch Jagd und Lebensraumverlust unter Druck geraten.
- Höhe: Männchen 2,1–2,7 m, selten etwas darüber
- Gewicht: typisch 100–130 kg, Maxima bis ~156 kg
- Höchstgeschwindigkeit: etwa 70 km/h mit sehr großen Schritten
- Taxon
- Struthio camelus
- Größe
- Höhe bis ~2,7 m, Gewicht bis ~156 kg
- Lebensraum
- Savannen, Halbwüsten und offene Buschlandschaften Afrikas
- Status (IUCN)
- Least Concern (nicht bedroht)
- Quelle
- San Diego Zoo – Ostrich

