Die 10 größten Universitäten der Welt

Die 10 größten Universitäten der Welt

Mehr als 4,5 Millionen Studierende unter dem Dach einer einzigen Hochschulorganisation: Die größten Universitäten der Welt funktionieren völlig anders als klassische Campusuniversitäten mit Hörsälen, Bibliotheken und Studentenwohnheimen. An der Spitze stehen Open Universities, Fernuniversitäten und weit verzweigte Hochschulen mit Hunderten oder sogar Tausenden regionalen Lernzentren und angeschlossenen Colleges. Ihre Studierenden können über ganze Länder verteilt sein und den zentralen Campus während ihres Studiums nie betreten.

Dieses Ranking sortiert nach der aktuellsten belastbar dokumentierten Zahl eingeschriebener beziehungsweise von der Universität als aktuell betreut ausgewiesener Studierender. Mitgezählt werden Fernstudierende sowie Studierende affiliierter Colleges, wenn die Universität sie offiziell ihrem Gesamtbestand zurechnet. Ausgeschlossen sind reine Dachsysteme aus rechtlich eigenständigen Universitäten, bei denen eine gemeinsame Systemzahl keine einzelne Universität beschreibt. Da Hochschulen ihre Statistiken zu unterschiedlichen Terminen aktualisieren, wird der jeweilige Datenstand separat genannt. Die Zahlen sind daher nicht auf denselben Stichtag synchronisiert. Datenstand der Recherche: 20. August 2026. Weitere internationale Bildungs- und Gesellschaftsrankings finden sich in der Kategorie Gesellschaft.

So wurde gewertet

Hauptkriterium ist die absolute Studierendenzahl. Entscheidend sind aktuelle Bestandszahlen und nicht historische kumulierte Einschreibungen oder die Zahl aller Menschen, die jemals Kurse der Universität genutzt haben. Bei Open Universities werden aktive beziehungsweise aktuell eingeschriebene Fernstudierende berücksichtigt. Bei affiliierenden Universitäten wie der National University of Bangladesh oder Tribhuvan University zählen Studierende angeschlossener Colleges mit, wenn sie institutionell zur Universität gerechnet werden. Hochschulverbünde wie das University-of-California-System oder die California State University werden dagegen ausgeschlossen, weil ihre Standorte eigenständige Universitäten sind. Bei Angaben wie „über 3 Millionen“ wird bewusst keine künstlich exakte Zahl errechnet. Die Rangfolge basiert auf den aktuellsten auffindbaren institutionellen beziehungsweise belastbaren Hochschuldaten.

Warum die Liste kaum wie ein klassisches Universitätsranking aussieht: Harvard, Oxford, Cambridge oder die ETH Zürich zählen jeweils nur einige Zehntausend Studierende und würden nach reiner Größe weit außerhalb dieser Top 10 landen. Mega-Universitäten erreichen ihre Millionenwerte vor allem durch Fernstudium, offene Zulassungsmodelle, regionale Zentren und affiliierte Colleges.

Übersicht

  1. Open University of China
  2. National University of Bangladesh
  3. Indira Gandhi National Open University
  4. Islamic Azad University
  5. Allama Iqbal Open University
  6. Anadolu University
  7. Payame Noor University
  8. University of Delhi
  9. Tribhuvan University
  10. University of South Africa
Rang Universität Land Studierende Datenstand Gründung Studienmodell Netzwerk Besonderheit
1 Open University of China China ca. 4,57 Mio. aktuelle Systemzahl 2025 1979 / heutige OUC seit 2012 Open & Distance Learning 45 Zweige + Tausende Lernzentren größte Studierendenzahl dieser Liste
2 National University of Bangladesh Bangladesch ca. 3,5 Mio. 2026 1992 affiliierende Universität 2.257 Colleges/Institutionen landesweites College-Netz
3 Indira Gandhi National Open University Indien über 3 Mio. aktuelle Profilangabe 1985 Fern-/Open University 67 Regionalzentren, ca. 2.000 Lernzentren eine der größten Fernuniversitäten der Welt
4 Islamic Azad University Iran über 1,45 Mio. 2026 1982 Multi-Campus-Universität 496+ Standorte/Zentren riesige nichtstaatliche Hochschulorganisation
5 Allama Iqbal Open University Pakistan rund 1 Mio. 2026 1974 Open & Distance Learning landesweites Regionalnetz Pionier des Fernstudiums in Asien
6 Anadolu University Türkei 873.513 aktive Fernstudierende plus Präsenzstudierende 10.08.2026 1958 / Universität seit 1982 Fern- und Präsenzstudium internationales Open-Education-System über 4,28 Mio. Absolventen im Open-System
7 Payame Noor University Iran 851.068 QS-Daten 2026 1988 Fern-/Hybriduniversität landesweites Standortnetz eine der größten staatlichen Fernhochschulen
8 University of Delhi Indien 621.256 2024/25 1922 Präsenz + Distance Learning Colleges + School of Open Learning 336.126 Studierende allein im Distance Mode
9 Tribhuvan University Nepal ca. 561.000 2024/25 1959 Campus + affiliierte Colleges mehr als 1.000 Campus-/College-Standorte mit Abstand größte Universität Nepals
10 University of South Africa Südafrika über 370.000 2025/26 1873 / Unisa seit 1916 Open Distance e-Learning Studierende in 100+ Ländern größte Universität Afrikas

1. Open University of China – rund 4,57 Millionen Studierende

Rang: 1 ca. 4,57 Mio. Fernstudium

Mit rund 4,57 Millionen Studierenden erreicht die Open University of China eine Dimension, die mit einer gewöhnlichen Campusuniversität kaum noch vergleichbar ist. Die Zahl bezieht sich auf das gesamte OUC-Bildungssystem aus Zentrale, regionalen Zweigen und Lernzentren. Ein 2025 veröffentlichter Fachbeitrag im International Review of Research in Open and Distributed Learning nennt 45 Zweige und Tausende Studienzentren. Damit funktioniert die Universität eher wie ein landesweites digitales Bildungsnetz als wie eine einzelne Hochschulstadt.

Die historischen Wurzeln reichen bis 1979 zur China Central Radio and Television University zurück. 2012 entstand daraus die heutige Open University of China. Fernsehen, Radio und gedrucktes Material wurden nach und nach durch Online-Plattformen, digitale Lernressourcen und datenbasierte Betreuung ergänzt. Genau diese technische Entwicklung ermöglichte die enorme Skalierung. Zum Vergleich: Die gesamte Bevölkerung Berlins liegt unter der Zahl der OUC-Studierenden.

Der Größenrekord benötigt allerdings eine Einordnung. Die 4,57 Millionen umfassen das weit verzweigte OUC-System einschließlich regionaler Zweige. Deshalb lässt sich die Universität nicht direkt mit einem kompakten Campus wie Oxford vergleichen. Für dieses Ranking zählt sie, weil das Netzwerk als gemeinsames Open-University-System institutionell erfasst wird. Nach derselben Methodik bleibt sie deutlich vor der National University of Bangladesh.

  • Rund 4,57 Millionen Studierende im gesamten Open-University-System.
  • 45 regionale Zweige und Tausende Lernzentren.
  • Vorläufer bereits 1979 gegründet.
  • Neugründung beziehungsweise Umbenennung zur Open University of China 2012.
  • Schwerpunkt auf offenem und digitalem Fernstudium.
  • Studierendenzahl größer als die Bevölkerung vieler europäischer Staaten.
Land
China
Studierende
ca. 4,57 Mio.
Hochschultyp
staatliche Open University
Vorläufer gegründet
1979
Open University of China seit
2012
Regionale Zweige
45 laut aktueller Fachveröffentlichung
Lernzentren
Tausende landesweit
Studienform
Open and Distance Learning
Größenvergleich
mehr Studierende als Berlin Einwohner hat
Besonderheit
größte aktuell dokumentierte Studierendenpopulation dieser Top 10
Quelle
International Review of Research in Open and Distributed Learning

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2. National University of Bangladesh – 3,5 Millionen Studierende an 2.257 Colleges

Rang: 2 2.257 Colleges

Die National University of Bangladesh ist ein Extrembeispiel für eine affiliierende Universität. Rund 3,5 Millionen Studierende sind nach aktueller offizieller Angabe über 2.257 angeschlossene Colleges und Institutionen mit ihr verbunden. Damit liegt sie auf Rang zwei – vor IGNOU, obwohl die eigentliche Universitätszentrale in Gazipur keineswegs einen Campus für Millionen Menschen beherbergt.

Das Modell erklärt die Größenordnung. Die 1992 gegründete National University übernimmt für eine enorme Zahl von Colleges akademische Rahmenaufgaben, Curricula, Prüfungen und Abschlussstrukturen. Unterricht findet dagegen überwiegend an den angeschlossenen Einrichtungen in ganz Bangladesch statt. Die Hochschule ist deshalb gleichzeitig Universität und organisatorisches Rückgrat eines bedeutenden Teils der Hochschulbildung des Landes.

Der Vergleich mit der Open University of China ist aufschlussreich. Beide erreichen Millionen Studierende durch Dezentralisierung, aber auf unterschiedliche Weise. China setzt stark auf offene und digitale Distanzlehre; die National University bündelt dagegen überwiegend physische Colleges unter einer zentralen Universität. Genau deshalb müssen die 3,5 Millionen anders interpretiert werden als 3,5 Millionen Menschen auf einem Campus.

Die Größenordnung hat auch eine Qualitätssicherungsdimension. Das Institutional Quality Assurance Cell der Universität soll Standards über Tausende Einrichtungen hinweg verbessern und vergleichbare akademische Prozesse etablieren. Ein solches System zu koordinieren, ist organisatorisch eine völlig andere Aufgabe als die Führung einer traditionellen Forschungsuniversität.

  • Rund 3,5 Millionen Studierende.
  • 2.257 affiliierte Colleges und Institutionen.
  • Gegründet am 21. Oktober 1992.
  • Zentrale in Gazipur.
  • Unterricht überwiegend dezentral an angeschlossenen Colleges.
  • Größte Hochschule Bangladeschs nach Studierendenzahl.
Land
Bangladesch
Studierende
ca. 3,5 Mio.
Gründung
21. Oktober 1992
Sitz
Gazipur
Affiliierte Colleges/Institutionen
2.257
Modell
affiliierende öffentliche Universität
Lehre
überwiegend dezentral in angeschlossenen Colleges
Qualitätssicherung
Institutional Quality Assurance Cell
Besonderheit
Millionenuniversität ohne zentralen Millionen-Campus
Warum Rang 2?
rund 3,5 Mio. institutionell zugeordnete Studierende
Quelle
National University of Bangladesh

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3. Indira Gandhi National Open University – mehr als drei Millionen Lernende

Rang: 3 Mega-University Open University

Als IGNOU 1987 mit zwei Studienprogrammen begann, waren gerade einmal 4.528 Studierende eingeschrieben. Heute betreut die Indira Gandhi National Open University nach eigener aktueller Profilangabe mehr als drei Millionen Studierende in Indien und weiteren Ländern. Kaum eine Universität der Welt veranschaulicht damit das Wachstum des Fernstudiums eindrucksvoller.

Die 1985 per Parlamentsgesetz gegründete Hochschule verfügt über 21 Schools of Studies, 67 Regional Centres und rund 2.000 Learner Support Centres. Hinzu kommen Einrichtungen im Ausland. Die Zentrale in Neu-Delhi ist deshalb nur die Spitze eines enormen Bildungsnetzes. Etwa 200 Programme reichen von Zertifikaten und Diplomen bis zu Bachelor-, Master- und Promotionsangeboten. Unterstützt werden die Lernenden neben dem festen akademischen Personal von Zehntausenden Academic Counsellors aus Hochschulen, Berufsorganisationen und Industrie.

Der Unterschied zu Rang zwei liegt in der Organisationsform. Die National University of Bangladesh bündelt Millionen Studierende vor allem über affiliierte Colleges; IGNOU wurde dagegen von Beginn an speziell für offene und distanzbasierte Hochschulbildung aufgebaut. Radio, Bildungsfernsehen, gedruckte Selbstlernmaterialien, Videokonferenzen und Online-Angebote wurden nacheinander in das System integriert.

Die enorme Skalierung erfüllt dabei einen bildungspolitischen Auftrag: Hochschulbildung soll auch Erwerbstätige, Menschen in ländlichen Regionen, Inhaftierte und andere Gruppen erreichen, für die ein traditionelles Vollzeitstudium schwer zugänglich wäre.

  • Mehr als drei Millionen Studierende laut aktuellem IGNOU-Profil.
  • 1985 durch ein Gesetz des indischen Parlaments gegründet.
  • Studienbetrieb ab 1987 mit zunächst 4.528 Studierenden.
  • 21 Schools of Studies.
  • 67 Regional Centres.
  • Rund 2.000 Learner Support Centres.
  • Etwa 200 Programme von Zertifikaten bis Promotionen.
Land
Indien
Sitz
Neu-Delhi
Studierende
über 3 Mio.
Gründung
1985
Studienstart
1987
Studierende zum Start
4.528
Schools of Studies
21
Regional Centres
67
Learner Support Centres
ca. 2.000
Programme
etwa 200
Quelle
Indira Gandhi National Open University

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4. Islamic Azad University – mehr als 1,45 Millionen aktive Studierende

Rang: 4 496+ Standorte

Die Islamic Azad University ist keine Universität im klassischen Ein-Campus-Sinn. Sie ist ein landesweites iranisches Hochschulnetz unter einer gemeinsamen Organisation und zählt aktuell mehr als 1,45 Millionen aktive Studierende. Mehr als 496 Campusstandorte und Bildungszentren werden genannt, ergänzt um internationale Niederlassungen. Damit gehört sie nicht nur zu den größten Hochschulorganisationen der Welt, sondern auch zu den ungewöhnlichsten.

Gegründet wurde die nichtstaatliche, gemeinnützig organisierte Universität 1982, als die Nachfrage nach Hochschulplätzen im Iran stark wuchs. Das Modell ermöglichte eine schnelle Expansion jenseits der klassischen staatlichen Universitäten. Aus kleinen regionalen Einheiten entstanden zum Teil selbst sehr große Hochschulstandorte mit Zehntausenden Studierenden. Insgesamt verfügt das System über mehr als 20.000 Fakultätsmitglieder und ein Alumni-Netzwerk von über acht Millionen Menschen.

Gerade dieser Aufbau macht den Vergleich schwierig. Einzelne Azad-Zweige funktionieren akademisch teilweise fast wie eigene Universitäten, bleiben organisatorisch jedoch Teil der Islamic Azad University. Deshalb wird die Institution in dieser Liste aufgenommen, während Verbünde vollständig eigenständiger Hochschulen ausgeschlossen bleiben.

Von den drei Millionenuniversitäten vor ihr unterscheidet sich die IAU außerdem dadurch, dass Präsenzlehre an zahlreichen Campusstandorten eine wesentlich größere Rolle spielt. Die enorme Studierendenzahl entsteht also nicht primär durch reines Online- oder Fernstudium, sondern durch ein extrem dichtes nationales Standortnetz.

  • Mehr als 1,45 Millionen aktive Studierende.
  • Über 496 Campusstandorte und Bildungszentren.
  • 1982 gegründet.
  • Nichtstaatliche und gemeinnützige Hochschulorganisation.
  • Mehr als 20.000 Faculty Members.
  • Über acht Millionen Alumni.
  • Zusätzliche internationale Zweigstellen.
Land
Iran
Hauptsitz
Teheran
Studierende
über 1,45 Mio. aktiv
Gründung
1982
Standorte/Zentren
mehr als 496
Faculty Members
über 20.000
Alumni
über 8 Mio.
Trägerschaft
nichtstaatlich, gemeinnützig
Studienmodell
Multi-Campus-System mit Präsenz- und digitalen Angeboten
Besonderheit
eine der größten nichtstaatlichen Hochschulorganisationen weltweit
Quelle
Central Organization of Islamic Azad University

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5. Allama Iqbal Open University – rund eine Million Studierende in Pakistan

Rang: 5 Fernstudium seit 1974

Die Allama Iqbal Open University gehört zu den Pionieren des offenen Hochschulstudiums außerhalb Europas. Sie wurde 1974 gegründet – nur wenige Jahre nach der britischen Open University – und betreut nach aktueller offizieller Darstellung rund eine Million Studierende. Neuere Universitätsunterlagen nennen zeitweise sogar Größenordnungen oberhalb dieser Marke; da die öffentlich sichtbaren Bestandszahlen variieren, arbeitet dieses Ranking konservativ mit rund einer Million.

Die AIOU sollte ein grundlegendes Problem lösen: Pakistan besitzt große ländliche Regionen, in denen der tägliche Besuch eines Universitätscampus für viele Menschen praktisch unmöglich ist. Fernstudium sollte deshalb Hochschulbildung zu den Lernenden bringen, nicht umgekehrt. Das Angebot reicht heute von grundlegenden Bildungsstufen bis zu Bachelor-, Master- und PhD-Programmen.

Besonders bedeutend ist die Universität für berufstätige Erwachsene und Frauen. Orts- und zeitunabhängige Studienstrukturen ermöglichen es, Ausbildung mit Arbeit und Familie zu kombinieren. Ein landesweites Netz regionaler Einrichtungen unterstützt Prüfungen, Beratung und akademische Betreuung.

Mit ihrem Millionenbestand liegt die AIOU noch vor Anadolu und Payame Noor. Gleichzeitig ist sie historisch älter als viele andere Mega-Fernuniversitäten dieser Liste. Ihr Wachstum zeigt, dass Open Universities nicht erst durch das Internet groß wurden: Schon lange vor Lernplattformen konnten gedruckte Materialien, Radio, Fernsehen und regionale Zentren Hochschulbildung millionenfach skalieren.

  • Rund eine Million aktuell betreute Studierende laut Universität.
  • 1974 gegründet.
  • Eine der ältesten großen Open Universities Asiens.
  • Studienangebote bis zum PhD-Niveau.
  • Besonders wichtig für ländliche und berufstätige Studierende.
  • Landesweites Netz regionaler Einrichtungen.
  • Digitale Lern- und Supportangebote inzwischen stark ausgebaut.
Land
Pakistan
Sitz
Islamabad
Studierende
rund 1 Mio.
Gründung
1974
Hochschultyp
öffentliche Open University
Studienformen
Distance und Online Learning
Abschlussstufen
von grundlegenden Programmen bis PhD
Zielgruppen
unter anderem Berufstätige, Frauen und Lernende in ländlichen Regionen
Besonderheit
eine der frühesten großen Fernuniversitäten Asiens
Warum Rang 5?
rund eine Million aktuelle Studierende
Quelle
Allama Iqbal Open University

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6. Anadolu University – 873.513 aktive Fernstudierende und mehr als vier Millionen Absolventen

Rang: 6 Mega-University

Die Anadolu University in Eskişehir zeigt besonders eindrucksvoll, wie zwei völlig verschiedene Hochschulwelten unter einem Namen zusammenleben können. Einerseits besitzt sie einen klassischen Campus mit Präsenzstudierenden, Fakultäten, Sport- und Kulturangeboten. Andererseits betreibt sie eines der größten offenen Hochschulsysteme der Welt. Für das Studienjahr 2025/26 nennt die Open Education Faculty aktuell 873.513 aktive Studierende.

Hinzu kommen die Präsenzstudierenden der Universität. Für die Rangfolge wird bewusst bereits die belastbare aktive Open-Education-Zahl verwendet – die tatsächliche Gesamtzahl der Anadolu University liegt daher noch etwas höher. Das System bietet aktuell 20 Bachelor- und 29 Associate-Degree-Programme im offenen Studium. Prüfungs- und Bildungsangebote reichen weit über die Türkei hinaus.

Die langfristige Größenordnung wird an einer anderen Zahl sichtbar: Bis zum Frühjahr 2026 verzeichnete die Open Education Faculty 4.283.066 Absolventinnen und Absolventen. Damit hat allein dieser Universitätsbereich über Jahrzehnte mehr Hochschulabschlüsse begleitet als manche Staaten Einwohner besitzen.

Die institutionellen Wurzeln reichen bis 1958 zurück; die heutige Universität entstand 1982. Gerade in diesem Jahr bekam das offene Hochschulstudium eine zentrale Rolle. Während Rang fünf, die AIOU, aktuell eine etwas höhere Größenordnung meldet, ist Anadolu beim transparent veröffentlichten aktiven Fernstudierendenbestand besonders präzise – bis auf einzelne Personen.

  • 873.513 aktive Open-Education-Studierende 2025/26.
  • Zusätzlich mehr als 20.000 Präsenzstudierende.
  • 4.283.066 Absolventen des Open-Education-Systems bis 2026.
  • 20 Bachelorprogramme im offenen Studium.
  • 29 Associate-Degree-Programme.
  • Hochschulwurzeln seit 1958.
  • Heutige Anadolu University seit 1982.
Land
Türkei
Sitz
Eskişehir
Aktive Open-Education-Studierende
873.513
Datenstand
Studienjahr 2025/26, aktualisiert 10.08.2026
Open-Education-Absolventen
4.283.066
Bachelorprogramme Open Education
20
Associate-Programme
29
Institutionelle Wurzeln
1958
Heutige Universität
seit 1982
Besonderheit
großes Fernstudium kombiniert mit klassischem Präsenzcampus
Quelle
Anadolu University

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7. Payame Noor University – mehr als 850.000 Studierende

Rang: 7 Fernuniversität

Mit 851.068 Studierenden gehört die iranische Payame Noor University zu den größten Hochschulen, die außerhalb des westlichen Universitätsdiskurses erstaunlich selten auftauchen. Die aktuelle Hochschuldatenbank von QS führt diesen enormen Studentenbestand und 2.694 Faculty Staff. Rein rechnerisch kommen damit mehr als 300 Studierende auf jedes dort ausgewiesene Fakultätsmitglied – ein Verhältnis, das nur durch das distanzorientierte Modell funktionieren kann.

Payame Noor wurde 1988 aufgebaut und verfolgt ein Modell, bei dem selbstständiges Lernen, Fernlehre und regionale Präsenz miteinander kombiniert werden. Anders als eine reine Onlineuniversität besitzt sie ein landesweites Netz von Einrichtungen. Lernende können dadurch große Teile ihres Studiums ortsunabhängig absolvieren und trotzdem regionale akademische Strukturen nutzen.

Die Hochschule entstand in einer Phase, in der Iran seine Hochschulbildung stark ausweitete. Klassische Universitäten allein hätten die wachsende Nachfrage kaum aufnehmen können. Fern- und Teilzeitmodelle boten deshalb eine Möglichkeit, deutlich mehr Menschen Zugang zu akademischer Ausbildung zu verschaffen.

Interessant ist der Vergleich mit Anadolu direkt davor. Beide Institutionen erreichen mehr als 800.000 Studierende über stark distanzbasierte Systeme. Anadolu weist im August 2026 rund 873.500 aktive Open-Education-Studierende aus und liegt damit knapp vorn. Bei einer Universität dieser Größe entspricht schon der Unterschied von gut 20.000 Menschen der gesamten Studentenschaft einer großen klassischen Universität.

  • 851.068 Studierende laut aktuellen QS-Hochschuldaten.
  • 2.694 Faculty Staff ausgewiesen.
  • 1988 gegründet.
  • Staatliche Universität.
  • Starker Fokus auf Fern- und selbstständiges Lernen.
  • Landesweit verteiltes Hochschulnetz.
  • Mehr Studierende als viele europäische Universitäten zusammen.
Land
Iran
Studierende
851.068
Faculty Staff
2.694
Gründung
1988
Hochschultyp
staatliche Fern-/Hybriduniversität
Studienmodell
Distance Learning mit regionalen Einrichtungen
Größenordnung
mehr als 850.000 Studierende
Vergleich
nur rund 22.000 unter Anadolus aktivem Open-Education-Bestand
Besonderheit
eine der größten distanzorientierten Hochschulen der Welt
Warum Rang 7?
851.068 dokumentierte Studierende
Quelle
QS TopUniversities

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8. University of Delhi – 621.256 Studierende zwischen College und Fernstudium

Rang: 8 621.256 Studierende

Die University of Delhi zeigt, dass auch eine traditionsreiche Präsenzuniversität durch angeschlossene Colleges und Fernlehre in die Liga der Mega-Universitäten aufsteigen kann. Im akademischen Jahr 2024/25 waren insgesamt 621.256 Studierende über sämtliche Studienformen eingeschrieben. Davon entfielen 251.474 auf den konventionellen Modus, weitere 336.126 auf Distance Learning und 33.656 auf das Non-Collegiate Women’s Education Board.

Damit kommen mehr als die Hälfte der Studierenden nicht über das klassische Campusmodell. Besonders die School of Open Learning ist entscheidend für die Größenordnung. Sie ermöglicht akademische Abschlüsse ohne täglichen Collegebesuch und erweitert die Reichweite der Universität weit über ihre Hörsäle hinaus.

Die University of Delhi wurde 1922 gegründet und entwickelte sich zu einem komplexen Verbund aus Departments, Fakultäten und zahlreichen Colleges. Ihr akademischer Alltag ist deshalb verteilt: Ein Student am zentralen Department, eine Studentin in einem affiliierten College und ein Fernstudent können organisatorisch alle derselben Universität zugerechnet werden, erleben aber völlig unterschiedliche Studienwelten.

Die aktuelle Statistik zeigt außerdem die Dimension der Undergraduate-Ausbildung. Allein 210.907 Studierende befanden sich 2024/25 in Bachelorprogrammen; hinzu kamen 34.520 Postgraduierte einschließlich PhD-Studierender und mehr als 6.000 Lernende in Zertifikats- und Diplomprogrammen. Damit liegt Delhi noch deutlich vor Tribhuvan University auf Rang neun.

  • 621.256 Studierende insgesamt im akademischen Jahr 2024/25.
  • 251.474 im konventionellen Studienmodus.
  • 336.126 im Distance Mode.
  • 33.656 Non-Collegiate Women Students.
  • 210.907 Undergraduate-Studierende.
  • 34.520 Postgraduate-Studierende einschließlich PhD.
  • Universität 1922 gegründet.
Land
Indien
Sitz
Delhi
Gesamtstudierende
621.256
Datenstand
2024/25
Konventioneller Modus
251.474
Distance Mode
336.126
Non-Collegiate Women
33.656
Undergraduates
210.907
Postgraduates inkl. PhD
34.520
Gründung
1922
Quelle
University of Delhi – Annual Report 2024/25

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9. Tribhuvan University – rund 561.000 Studierende in Nepal

Rang: 9 Nepals größte Universität

Rund 561.000 Studierende machen Tribhuvan University zur mit Abstand größten Universität Nepals. Die Größe entsteht durch eine Kombination aus eigenen Campusstandorten und Hunderten affiliierten Colleges im ganzen Land. Aktuelle Bildungsdaten für das Studienjahr 2081/82 des nepalesischen Kalenders weisen etwas mehr als 561.000 Studierende aus; rund 64 Prozent davon lernen an angeschlossenen Colleges statt an unmittelbar von der Universität betriebenen Campusstandorten.

Die Universität wurde 1959 gegründet und war die erste nationale Hochschule Nepals. Ihre Entwicklung ist eng mit dem Aufbau des modernen Hochschulsystems des Landes verbunden. Anders als eine Open University setzt Tribhuvan überwiegend auf klassische Lehre, skaliert diese aber durch ein extrem großes Affiliationsnetz.

Mehr als die Hälfte der Studierenden entfällt inzwischen auf Management. Rund 299.000 Studierende werden allein diesem Bereich zugerechnet. Education folgt mit mehr als 133.000, während Geistes- und Sozialwissenschaften rund 59.000 erreichen. Technische Fächer sind im Vergleich deutlich kleiner. Diese Verteilung zeigt, dass Größe nicht automatisch eine gleichmäßige Verteilung über alle Disziplinen bedeutet.

Die Studierendenzahl schwankt zudem stärker als bei manchen Fernuniversitäten. Sie fiel zwischenzeitlich von fast 588.000 auf rund 531.000 und stieg anschließend wieder auf rund 561.000. Trotz dieser Veränderungen bleibt Tribhuvan deutlich oberhalb klassischer Campusuniversitäten und auf Rang neun dieser weltweiten Liste.

  • Rund 561.000 Studierende im Studienjahr 2081/82.
  • 1959 gegründet.
  • Erste nationale Universität Nepals.
  • Rund 64 % der Studierenden an affiliierten Colleges.
  • Knapp 300.000 Studierende allein im Bereich Management.
  • Mehr als 133.000 im Bereich Education.
  • Mehr als 1.000 Campus- und College-Einheiten im Netzwerk.
Land
Nepal
Studierende
ca. 561.000
Datenstand
Studienjahr 2081/82
Gründung
1959
Constituent/Affiliated-Modell
eigene Campusstandorte plus affiliierte Colleges
Anteil affiliierter Studierender
rund 64 %
Management
ca. 299.000 Studierende
Education
mehr als 133.000
Status
größte Universität Nepals
Besonderheit
stark dezentrales Hochschulnetz im gesamten Land
Quelle
Edusanjal – Hochschuldaten zu Tribhuvan University

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10. University of South Africa – mehr als 370.000 Studierende und Wurzeln von 1873

Rang: 10 größte Afrikas Wurzeln 1873

Die University of South Africa, kurz Unisa, verbindet zwei Extreme: Sie gehört zu den ältesten Hochschulinstitutionen dieser Top 10 und gleichzeitig zu den größten modernen Fernuniversitäten der Welt. Die Universität nennt aktuell mehr als 370.000 Studierende aus Südafrika, anderen afrikanischen Staaten und weiteren Teilen der Welt. Damit ist sie die größte Universität Südafrikas und des afrikanischen Kontinents.

Ihre Geschichte reicht bis 1873 zur University of the Cape of Good Hope zurück. 1916 entstand daraus die University of South Africa; 1946 entwickelte sie sich zu einer der ersten öffentlichen Universitäten weltweit, die Hochschulbildung ausschließlich als Fernstudium anbot. Dieser Schritt erfolgte Jahrzehnte vor Internet, Videokonferenzen oder digitalen Lernplattformen.

Heute bezeichnet Unisa ihr Modell als Open Distance e-Learning. Studierende sind in mehr als 100 Ländern zu finden. Die Universität bietet Qualifikationen vom Zertifikatsniveau bis zu akademischen Abschlüssen und verbindet Online-Lernsysteme mit regionaler Infrastruktur in Südafrika. Genau dieses Modell hat Fernstudium auf dem afrikanischen Kontinent entscheidend geprägt.

Mit 370.000 Studierenden wäre Unisa mehr als zehnmal so groß wie viele international berühmte Forschungsuniversitäten. Trotzdem reicht es in dieser Liste nur zu Rang zehn – ein Hinweis darauf, wie extrem die Zahlen der asiatischen Mega-Universitäten sind. Historisch ist Unisa dafür älter als sämtliche neun Hochschulen vor ihr.

  • Mehr als 370.000 Studierende.
  • Studierende aus Südafrika und zahlreichen weiteren Ländern.
  • Historische Wurzeln seit 1873.
  • Name University of South Africa seit 1916.
  • Seit 1946 auf universitäre Fernlehre spezialisiert.
  • Heute Open Distance e-Learning.
  • Größte Universität Südafrikas und Afrikas.
Land
Südafrika
Sitz
Pretoria
Studierende
über 370.000
Historische Gründung
1873 als University of the Cape of Good Hope
Name Unisa seit
1916
Fernuniversität seit
1946
Studienmodell heute
Open Distance e-Learning
Internationale Reichweite
Studierende in mehr als 100 Ländern
Kontinentaler Rekord
größte Universität Afrikas
Besonderheit
älteste Institution innerhalb dieser Top 10
Quelle
University of South Africa

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FAQ: Die größten Universitäten der Welt

Welche ist die größte Universität der Welt?

Nach der hier verwendeten Definition und den aktuellen verfügbaren Hochschuldaten liegt die Open University of China mit rund 4,57 Millionen Studierenden auf Rang eins. Die Zahl umfasst das gesamte OUC-System mit Zentrale, regionalen Zweigen und Lernzentren.

Welche Universität hat mehr als drei Millionen Studierende?

Neben der Open University of China überschreiten die National University of Bangladesh mit rund 3,5 Millionen sowie die Indira Gandhi National Open University mit mehr als drei Millionen die Drei-Millionen-Marke. Ihre Organisationsmodelle unterscheiden sich jedoch erheblich.

Warum sind Harvard und Oxford nicht unter den größten Universitäten?

Internationale Reputation und Größe sind zwei völlig verschiedene Kriterien. Harvard, Oxford oder Cambridge gehören akademisch zu den bekanntesten Universitäten der Welt, haben aber jeweils nur einige Zehntausend Studierende. Mega-Universitäten erreichen ihre enormen Zahlen durch Fernstudium oder große College-Netzwerke.

Welche ist die größte Universität Afrikas?

Die University of South Africa gilt mit mehr als 370.000 Studierenden als größte Universität Südafrikas und des afrikanischen Kontinents. Sie ist zugleich eine der traditionsreichsten Fernuniversitäten der Welt und betreibt seit 1946 universitär organisiertes Distance Learning.

Warum werden affiliierte Colleges mitgezählt?

Bei Universitäten wie der National University of Bangladesh und Tribhuvan University sind die angeschlossenen Colleges struktureller Bestandteil des Universitätsmodells. Die Studierenden werden von der jeweiligen Universität institutionell zum Gesamtbestand gerechnet. Reine Hochschulsysteme aus voneinander unabhängigen Universitäten werden dagegen nicht addiert.

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