Bis zu eine Million Pilger und Besucher pro Jahr kommen zu Deutschlands größten Wallfahrtsorten. Andere Großwallfahrten finden nur alle sieben Jahre oder in noch unregelmäßigeren Abständen statt, ziehen dann aber innerhalb weniger Tage mehr als 100.000 Menschen an. Altötting, Kevelaer, Trier und Aachen zeigen deshalb, wie unterschiedlich „Größe“ bei einer Wallfahrt gemessen werden kann.
Dieses Ranking berücksichtigt regelmäßige Wallfahrtsorte und wiederkehrende Großereignisse in Deutschland. Hauptkriterium ist die jüngste belastbare Zahl zu Pilgern, Wallfahrern oder wallfahrtsbezogenen Besuchern. Weil offizielle Stellen nicht überall nach derselben Methode zählen, sind Jahreswerte, registrierte Gruppen, Veranstaltungsbesucher und historische Spitzenzahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Periodische Ereignisse wie die Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt und die Aachener Heiligtumsfahrt werden anhand ihrer letzten großen Durchführung eingeordnet. Reine touristische Gesamtbesuche ohne erkennbaren Wallfahrtsbezug wurden möglichst nicht verwendet. Berücksichtigt wurden katholische Wallfahrten mit überregionaler Bedeutung; kleinere lokale Bittgänge und einmalige Papstbesuche wurden ausgeschlossen. Datenstand ist Juli 2026.
So wurde gewertet
Die Wertung basiert zu 50 Prozent auf dokumentierten Pilger- oder Besucherzahlen, zu 20 Prozent auf Regelmäßigkeit und Dauer der Wallfahrtssaison, zu 15 Prozent auf historischer Bedeutung und zu 15 Prozent auf überregionaler Reichweite. Jährliche Gesamtzahlen wurden gegenüber einmaligen Spitzenwerten bevorzugt. Eine periodische Großwallfahrt konnte dennoch weit vorn landen, wenn sie nachweislich mehrere Hunderttausend Menschen erreichte. Angaben wie „Besucher“, „Pilger“ und „Wallfahrer“ werden nicht gleichgesetzt, sondern bei jedem Rang ausdrücklich eingeordnet.
Übersicht
| Rang | Wallfahrt | Ort | Dokumentierte Größenordnung | Rhythmus | Beginn | Wallfahrtsziel | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Altöttinger Wallfahrt | Altötting, Bayern | Rund 1 Mio. Pilger und Besucher jährlich | Ganzjährig, Hauptsaison Frühjahr bis Herbst | Mittelalterlich; Aufschwung ab 1489 | Schwarze Madonna in der Gnadenkapelle | Größter Marienwallfahrtsort Deutschlands |
| 2 | Kevelaer-Wallfahrt | Kevelaer, Nordrhein-Westfalen | Historisch regelmäßig über 800.000 jährlich | Wallfahrtssaison Mai bis November | 1642 | Gnadenbild der Trösterin der Betrübten | Größter Wallfahrtsort Nordwesteuropas |
| 3 | Heilig-Rock-Wallfahrt | Trier, Rheinland-Pfalz | Rund 550.000 im Jahr 2012 | Unregelmäßige große Zeigungen | Erste öffentliche Zeigung 1512 | Heiliger Rock im Trierer Dom | Größte deutsche Einzelwallfahrt der jüngeren Vergangenheit |
| 4 | Maria Vesperbild | Ziemetshausen, Bayern | Mehr als 400.000 jährlich | Ganzjährig | 1650 | Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes | Größte Wallfahrt Bayerisch-Schwabens |
| 5 | Aachener Heiligtumsfahrt | Aachen, Nordrhein-Westfalen | Rund 115.000 im Jahr 2023 | Gewöhnlich alle sieben Jahre | Mittelalterlich | Vier große Aachener Heiligtümer | Historische Reliquienwallfahrt am Aachener Dom |
| 6 | Telgter Wallfahrt | Telgte, Nordrhein-Westfalen | Rund 100.000 jährlich am Wallfahrtsort | Jährlich | 17. Jahrhundert | Telgter Pietà | Osnabrücker Fußwallfahrt mit mehreren Tausend Teilnehmern |
| 7 | Marienwallfahrt Werl | Werl, Nordrhein-Westfalen | Rund 100.000 jährlich | Jährlich | 1661 | Trösterin der Betrübten | Zentrale westfälische Marienwallfahrt |
| 8 | Heilig-Blut-Wallfahrt | Walldürn, Baden-Württemberg | Rund 40.000 Pilger jährlich | Vierwöchige Hauptwallfahrtszeit | Blutwunder um 1330 | Heilig-Blut-Korporale | Größter eucharistischer Wallfahrtsort Deutschlands |
| 9 | Marienwallfahrt Neviges | Velbert-Neviges, Nordrhein-Westfalen | Zehntausende jährlich | Jährlich | 1681 | Gnadenbild der Unbefleckten Empfängnis | Wallfahrtsdom von Gottfried Böhm |
| 10 | Andechser Wallfahrt | Andechs, Bayern | Rund 30.000 organisierte Wallfahrer jährlich | Jährlich, besonders Frühjahr und Frühsommer | Seit dem 12. Jahrhundert bezeugt | Reliquienschatz und Mariengnadenbild | Älteste Wallfahrt Bayerns |
Die Zahlen sind nicht vollständig standardisiert: Altötting und Maria Vesperbild nennen neben Pilgern auch religiös interessierte Kirchenbesucher. Andechs zählt ausdrücklich organisierte Wallfahrer, nicht sämtliche Besucher des Klosterbergs. Trier und Aachen erfassen dagegen klar begrenzte Großveranstaltungen. Die Rangfolge ist deshalb eine redaktionelle Vergleichswertung und keine amtliche Statistik.
Wallfahrt nach Altötting: rund eine Million Menschen pro Jahr
Rang: 1 größter Marienwallfahrtsort
Altötting erreicht Rang eins, weil der oberbayerische Wallfahrtsort nach eigener offizieller Angabe jährlich rund eine Million Pilger anzieht. Mittelpunkt ist die kleine achteckige Gnadenkapelle auf dem Kapellplatz. In ihr steht die „Schwarze Madonna“, ein gotisches Marienbild, das vermutlich im 14. Jahrhundert entstand. Der starke Aufschwung der Wallfahrt begann nach zwei überlieferten Heilungswundern im Jahr 1489.
Die Bedeutung Altöttings lässt sich nicht allein an der Besucherzahl ablesen. Der Ort wurde über Jahrhunderte eng mit dem bayerischen Herrscherhaus verbunden. In Wandnischen der Gnadenkapelle befinden sich silberne Urnen mit den Herzen mehrerer Wittelsbacher. Auch zahlreiche Päpste besuchten den Wallfahrtsort, darunter Johannes Paul II. im Jahr 1980 und Benedikt XVI. im Jahr 2006. Die großen Pilgergruppen kommen traditionell im Frühjahr und Sommer zu Fuß, mit Fahrrädern, Bussen oder Sonderzügen. Daneben gibt es eine ganzjährige individuelle Wallfahrt. Rang eins entsteht aus der Verbindung einer außergewöhnlich hohen Jahreszahl mit kontinuierlicher Tradition. Kevelaer erreicht historisch eine ähnliche Größenordnung, liegt nach den öffentlich genannten Vergleichswerten aber etwas darunter. Altötting gilt zudem als bedeutendster Marienwallfahrtsort im deutschsprachigen Raum.
- Die Gnadenkapelle bildet das religiöse Zentrum des Kapellplatzes.
- Der große Wallfahrtsaufschwung begann nach den überlieferten Ereignissen von 1489.
- Die Basilika St. Anna bietet Platz für mehrere Tausend Menschen.
- Altötting gehört zum europäischen Netzwerk bedeutender Marienheiligtümer „Shrines of Europe“.
- Ort
- Altötting, Oberbayern
- Größenordnung
- Rund eine Million Pilger und wallfahrtsbezogene Besucher jährlich
- Wallfahrtsziel
- Schwarze Madonna in der Gnadenkapelle
- Historischer Wendepunkt
- Zwei überlieferte Marienwunder im Jahr 1489
- Hauptzeit
- Vor allem Frühjahr bis Herbst, individuelle Wallfahrt ganzjährig
- Besonderheit
- Größter deutscher und bedeutendster deutschsprachiger Marienwallfahrtsort
- Quelle
- Stadt Altötting
Wallfahrt nach Kevelaer: historische Spitzenwerte von über 800.000 Pilgern
Rang: 2 nordwesteuropäisches Zentrum
Kevelaer belegt Rang zwei. Die Wallfahrt begann 1642, nachdem der Händler Hendrick Busman nach der Überlieferung den Auftrag erhalten hatte, an einem Wegkreuz ein Heiligenhäuschen zu errichten. Dort wurde ein kleines Kupferstichbild der Luxemburger „Trösterin der Betrübten“ aufgestellt. Aus dem unscheinbaren Andachtsbild entwickelte sich einer der wichtigsten katholischen Wallfahrtsorte Europas.
Nach Angaben der Stadtgeschichte wurden nach dem Zweiten Weltkrieg regelmäßig mehr als 800.000 Pilger pro Jahr gezählt. Diese historische Größenordnung begründet die hohe Platzierung, auch wenn heutige Zählweisen und aktuelle Besucherströme nicht mehr ohne Weiteres mit den früheren registrierten Gruppen vergleichbar sind. Die offizielle Wallfahrtssaison beginnt traditionell am 1. Mai mit der Öffnung des Pilgerportals und endet Anfang November. Große Gruppen kommen aus dem Rheinland, dem Ruhrgebiet, den Niederlanden und Belgien. Kevelaer unterscheidet sich von Altötting durch seine Lage nahe der niederländischen Grenze und seine besonders internationale nordwesteuropäische Reichweite. Prägend sind die Gnadenkapelle, die Kerzenkapelle, die Marienbasilika und das Forum Pax Christi. Papst Johannes Paul II. besuchte Kevelaer 1987. Rang eins verfehlt der Ort knapp, weil Altötting aktuell die höhere offizielle Jahresgröße nennt.
- Die erste organisierte Pilgergruppe kam bereits 1643 aus Rees.
- Das verehrte Gnadenbild ist nur ungefähr postkartengroß.
- Die Wallfahrtssaison dauert traditionell von Mai bis Anfang November.
- Kevelaer zieht zahlreiche Gruppen aus den Niederlanden und Belgien an.
- Ort
- Kevelaer am Niederrhein
- Historische Größenordnung
- Nach dem Zweiten Weltkrieg regelmäßig über 800.000 Pilger jährlich
- Beginn
- 1642
- Wallfahrtsziel
- Gnadenbild der Trösterin der Betrübten
- Wallfahrtssaison
- 1. Mai bis Anfang November
- Besonderheit
- Einer der größten grenzüberschreitenden Wallfahrtsorte Nordwesteuropas
- Quelle
- Wallfahrtsstadt Kevelaer
Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier: 550.000 Teilnehmer im Jahr 2012
Rang: 3 größte Einzelwallfahrt
Die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier erreicht Rang drei. Im Gegensatz zu Altötting und Kevelaer handelt es sich nicht um eine jährlich gleich große Wallfahrtssaison. Der sogenannte Heilige Rock wird nur zu besonderen Anlässen öffentlich gezeigt. Bei der letzten großen Wallfahrt vom 13. April bis zum 13. Mai 2012 kamen nach Angaben des Trierer Doms rund 550.000 Menschen aus aller Welt.
Die im Trierer Dom aufbewahrte Reliquie gilt der kirchlichen Überlieferung zufolge als ungeteiltes Gewand Jesu. Ihre historische Echtheit lässt sich nicht belegen. Erstmals öffentlich gezeigt wurde sie 1512 auf Veranlassung Kaiser Maximilians I. Frühere Wallfahrten erreichten teilweise noch größere Dimensionen: 1844 wurde von mehr als einer Million Pilgern berichtet, 1933 und 1959 kamen jeweils weit über eine Million. Die Zeigung von 1844 löste zugleich heftige religionspolitische Kontroversen aus und trug zur Entstehung der deutschkatholischen Bewegung bei. Die hohe Platzierung stützt sich auf die jüngste vollständig dokumentierte Großwallfahrt von 2012. Im Unterschied zu Altötting ist der Wert nicht jährlich wiederholbar. Zwischen großen Zeigungen veranstaltet das Bistum die Heilig-Rock-Tage, bei denen die Reliquie im geschlossenen Schrein bleibt. Als konzentriertes Einzelereignis ist die Trierer Wallfahrt in Deutschland dennoch nahezu konkurrenzlos.
- Die erste öffentliche Zeigung des Heiligen Rocks fand 1512 statt.
- Die Wallfahrt von 2012 dauerte 31 Tage.
- Rund 550.000 Wallfahrer kamen während dieses Zeitraums nach Trier.
- Der Heilige Rock wird zwischen den großen Wallfahrten licht- und klimageschützt aufbewahrt.
- Ort
- Hoher Dom zu Trier
- Letzte Großwallfahrt
- 13. April bis 13. Mai 2012
- Teilnehmerzahl
- Rund 550.000 Wallfahrer
- Wallfahrtsziel
- Als Gewand Christi verehrte Textilreliquie
- Rhythmus
- Unregelmäßige öffentliche Zeigungen
- Besonderheit
- Größte klar begrenzte deutsche Einzelwallfahrt der jüngeren Vergangenheit
- Quelle
- Trierer Dom
Wallfahrt nach Maria Vesperbild: mehr als 400.000 Besucher jährlich
Rang: 4 schwäbisches Zentrum
Maria Vesperbild erreicht Rang vier. Der kleine Ortsteil der Marktgemeinde Ziemetshausen zählt weniger als 50 Einwohner, empfängt nach Angaben des Heiligtums aber jährlich mehr als 400.000 christliche Pilger und interessierte Kirchenbesucher. Damit gehört Maria Vesperbild zu den meistbesuchten Wallfahrtsorten Süddeutschlands und übertrifft zahlreiche wesentlich größere Städte.
Die Wallfahrt entstand um 1650. Mittelpunkt ist ein Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes, eine Pietà mit dem vom Kreuz abgenommenen Christus. Der Name „Vesperbild“ bezeichnete im süddeutschen Raum Darstellungen der Beweinung Christi, die mit dem Abendgebet verbunden wurden. Besonders bekannt ist Maria Vesperbild für die Lourdesgrotte im Wald, die große Zahl brennender Opferkerzen und die feierlichen Gottesdienste an Marienfesten. Den Höhepunkt bildet Mariä Himmelfahrt am 15. August, wenn große Gottesdienste und Lichterprozessionen stattfinden. Rang drei verpasst der Ort, weil Trier bei seiner letzten Großwallfahrt innerhalb eines einzigen Monats mehr Menschen erreichte. Im Jahresvergleich ist Maria Vesperbild jedoch regelmäßiger und planbarer. Die offiziell genannte Zahl umfasst neben klassischen Fußpilgern auch Kirchenbesucher. Gerade diese Mischung zeigt, wie moderne Wallfahrtsorte zwischen organisierter Gruppenwallfahrt, individueller Andacht und religiösem Ausflug funktionieren.
- Die Wallfahrtstradition begann um das Jahr 1650.
- Das Gnadenbild zeigt Maria mit dem Leichnam Jesu.
- Mehr als 400.000 Pilger und interessierte Kirchenbesucher kommen jährlich.
- Mariä Himmelfahrt am 15. August ist der bedeutendste Termin des Wallfahrtsjahres.
- Ort
- Maria Vesperbild bei Ziemetshausen, Bayerisch-Schwaben
- Größenordnung
- Mehr als 400.000 Pilger und Kirchenbesucher jährlich
- Beginn
- Um 1650
- Wallfahrtsziel
- Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes
- Höhepunkt
- Mariä Himmelfahrt am 15. August
- Besonderheit
- Extrem besucherstarker Wallfahrtsort trotz weniger als 50 Einwohnern
- Quelle
- Wallfahrtsdirektion Maria Vesperbild
Aachener Heiligtumsfahrt: rund 115.000 Teilnehmer im Jahr 2023
Rang: 5 Siebenjahresrhythmus
Die Aachener Heiligtumsfahrt belegt Rang fünf. Im Juni 2023 nahmen nach Angaben des Aachener Doms rund 115.000 Menschen an der zehntägigen Wallfahrt teil. Das Ereignis findet gewöhnlich alle sieben Jahre statt und konzentriert sich auf vier Textilreliquien im Marienschrein des Aachener Doms.
Verehrt werden Stoffe, die nach kirchlicher Überlieferung mit der Geburt und Passion Christi sowie mit Johannes dem Täufer verbunden sind: das Kleid Mariens, die Windeln Jesu, das Enthauptungstuch des Johannes und das Lendentuch Christi. Ihre historische Echtheit ist nicht nachweisbar. Bedeutung erhielt Aachen bereits im Mittelalter, als die Stadt mit ihrem karolingischen Dom zu den großen europäischen Pilgerzielen gehörte. Die Heiligtumsfahrt ist heute nicht nur eine Reliquienzeigung, sondern ein Stadtfest mit Gottesdiensten, Konzerten, Diskussionen und Angeboten verschiedener gesellschaftlicher Gruppen. Rang vier verfehlt Aachen, weil Maria Vesperbild die dreifache Besucherzahl in jedem Jahr erreicht. Als periodische Veranstaltung ist die Aachener Wallfahrt jedoch deutlich größer als die meisten regelmäßig stattfindenden Fußwallfahrten. Die nächste Heiligtumsfahrt ist für 2028 angekündigt, weil der ursprünglich vorgesehene Termin 2021 infolge der Pandemie verschoben wurde und der traditionelle Rhythmus neu berechnet wird.
- Die Aachener Heiligtumsfahrt findet gewöhnlich alle sieben Jahre statt.
- 2023 kamen rund 115.000 Menschen.
- Vier große Textilreliquien werden aus dem Marienschrein gezeigt.
- Der Aachener Dom gehört seit 1978 zum UNESCO-Welterbe.
- Ort
- Aachener Dom
- Letzte Durchführung
- 9. bis 19. Juni 2023
- Teilnehmerzahl
- Rund 115.000 Menschen
- Rhythmus
- Grundsätzlich alle sieben Jahre
- Nächster Termin
- 2028
- Besonderheit
- Eine der ältesten und größten periodischen Reliquienwallfahrten Deutschlands
- Quelle
- Aachener Dom
Wallfahrt nach Telgte: rund 100.000 Pilger im Jahr
Rang: 6 große Fußwallfahrt
Telgte erreicht Rang sechs. Die westfälische Stadt begrüßt nach eigenen Angaben rund 100.000 Pilger pro Jahr. Ziel ist die Telgter Pietà, ein um 1370 entstandenes Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in der Wallfahrtskapelle. Die institutionalisierte Wallfahrt entwickelte sich besonders im 17. Jahrhundert, als Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen Telgte zum zentralen Wallfahrtsort des Bistums Münster ausbaute.
Überregional bekannt ist vor allem die Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte. Seit 1852 legen Pilger die rund 45 Kilometer lange Strecke zu Fuß zurück. Über viele Jahrzehnte nahmen regelmäßig mehr als 7.000 Menschen teil; 2026 wurden etwa 3.700 Fußpilger gemeldet. Trotz dieses Rückgangs bleibt sie eine der größten zusammenhängenden Fußwallfahrten Deutschlands. Hinzu kommen Gruppen aus Münster, Warendorf, Rheine und aus den ehemaligen deutschen Gebieten um Glatz. Rang fünf verpasst Telgte, weil Aachen bei der letzten Heiligtumsfahrt mehr Menschen innerhalb eines klar abgegrenzten Ereignisses erreichte. Gegenüber Werl liegt Telgte trotz ähnlicher Jahresgröße knapp vorn, da die Osnabrücker Fußwallfahrt eine besonders hohe öffentliche Bekanntheit und eine klar dokumentierte Teilnehmerstruktur besitzt. Der Unterschied zwischen 100.000 Jahrespilgern und einigen Tausend Fußpilgern zeigt, dass viele Besucher mit Bus, Fahrrad oder individuell anreisen.
- Das Gnadenbild ist eine spätmittelalterliche Pietà aus Lindenholz.
- Rund 100.000 Pilger besuchen Telgte jährlich.
- Die Fußwallfahrt von Osnabrück besteht seit 1852.
- Die Strecke von Osnabrück nach Telgte ist ungefähr 45 Kilometer lang.
- Ort
- Telgte im Münsterland
- Jahresgröße
- Rund 100.000 Pilger
- Wallfahrtsziel
- Telgter Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes
- Bekannteste Gruppe
- Osnabrücker Telgter Wallfahrt
- Fußstrecke
- Rund 45 km von Osnabrück nach Telgte
- Besonderheit
- Eine der teilnehmerstärksten Fußwallfahrten im deutschsprachigen Raum
- Quelle
- Stadt Telgte
Marienwallfahrt nach Werl: westfälisches Zentrum seit 1661
Rang: 7 westfälische Tradition
Werl belegt Rang sieben. Rund 100.000 Pilger kommen nach veröffentlichten Angaben jährlich zum Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“. Damit liegt die Marienwallfahrt zahlenmäßig ungefähr auf dem Niveau Telgtes. Die niedrigere Platzierung erklärt sich nicht durch einen großen Abstand, sondern durch die stärkere öffentliche Wahrnehmung der geschlossenen Osnabrücker Fußwallfahrt nach Telgte.
Das Werler Gnadenbild stammt vermutlich aus dem 12. Jahrhundert und kam 1661 aus Soest nach Werl. Dieses Jahr gilt als Beginn der Wallfahrt. Zunächst betreuten Kapuziner, später Franziskaner den Ort. Seit dem Abschied der Franziskaner im Jahr 2019 wird die Wallfahrtsseelsorge vom Erzbistum Paderborn weitergeführt. Werl ist Ziel zahlreicher traditionsreicher Fußgruppen aus dem Sauerland, Münsterland, Ruhrgebiet und Rheinland. Manche Gemeinschaften legen mehr als 100 Kilometer zurück. Besonders bedeutend ist das Patronatsfest Mariä Heimsuchung. Neben klassischen Fußwallfahrten gibt es Fahrrad-, Motorrad-, Trecker- und Oldtimerwallfahrten. Diese Vielfalt zeigt die Anpassung traditioneller Wallfahrt an moderne Mobilitätsformen. Die heutige Basilika wurde Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet, weil die ältere Wallfahrtskirche die großen Pilgerzahlen nicht mehr aufnehmen konnte. Rang sieben ist damit Ausdruck einer kontinuierlichen, breit getragenen Tradition und nicht einer einzelnen Großveranstaltung.
- Die Werler Wallfahrt begann 1661 mit der Übertragung des Gnadenbildes aus Soest.
- Das Gnadenbild trägt den Titel „Trösterin der Betrübten“.
- Rund 100.000 Pilger kommen jährlich nach Werl.
- Neben Fußgruppen bestehen Wallfahrten mit Fahrrad, Motorrad, Traktor und historischen Fahrzeugen.
- Ort
- Werl in Westfalen
- Jahresgröße
- Rund 100.000 Pilger
- Beginn
- 1661
- Wallfahrtsziel
- Gnadenbild der Trösterin der Betrübten
- Hauptfest
- Mariä Heimsuchung
- Besonderheit
- Eine der größten und vielseitigsten Marienwallfahrten Westfalens
- Quelle
- Stadtmarketing Werl
Heilig-Blut-Wallfahrt in Walldürn: Deutschlands größtes eucharistisches Pilgerziel
Rang: 8 eucharistisch
Walldürn erreicht Rang acht. Die Stadt nennt rund 40.000 Pilger pro Jahr und bezeichnet sich als größten eucharistischen Wallfahrtsort Deutschlands. Mittelpunkt ist kein Marienbild, sondern das sogenannte Heilig-Blut-Korporale. Nach der Überlieferung verschüttete ein Priester um 1330 während der Messe konsekrierten Wein auf das Altartuch. Darauf sollen sich das Bild des Gekreuzigten und elf dornengekrönte Häupter abgezeichnet haben.
Die Hauptwallfahrtszeit beginnt am Sonntag nach Pfingsten und dauert ungefähr vier Wochen. In diesem Zeitraum erreichen zahlreiche Fußgruppen die Basilika St. Georg. Besonders bekannt ist die Fulda-Eichsfeld-Prozession, deren Ursprünge bis ins 17. Jahrhundert reichen und die mehr als 1.000 Pilger umfassen kann. Weitere Gruppen kommen unter anderem aus Köln, Würzburg und dem Kahlgrund. Im Unterschied zu den ganzjährig stark besuchten Orten Altötting oder Kevelaer konzentriert sich das Wallfahrtsgeschehen in Walldürn auf eine relativ kurze Saison. Das erklärt, warum 40.000 Pilger dort im Stadtbild besonders stark wahrnehmbar sind. Rang sieben verpasst Walldürn wegen des deutlichen Abstands zu den etwa 100.000 Jahrespilgern in Werl und Telgte. Historisch und theologisch besitzt der Ort dennoch ein Alleinstellungsmerkmal: Unter den großen deutschen Wallfahrten steht hier die Eucharistie und nicht die Marienverehrung im Zentrum.
- Das überlieferte Blutwunder wird auf die Zeit um 1330 datiert.
- Die Hauptwallfahrtszeit dauert ungefähr vier Wochen.
- Rund 40.000 Pilger besuchen Walldürn jährlich.
- Mehrere Fußgruppen sind mehrere Tage oder sogar Wochen unterwegs.
- Ort
- Walldürn im Neckar-Odenwald-Kreis
- Jahresgröße
- Rund 40.000 Pilger
- Wallfahrtsziel
- Heilig-Blut-Korporale in der Basilika St. Georg
- Ursprung
- Überliefertes eucharistisches Wunder um 1330
- Hauptzeit
- Vier Wochen ab dem Dreifaltigkeitssonntag
- Besonderheit
- Größter eucharistischer Wallfahrtsort Deutschlands
- Quelle
- Stadt Walldürn
Marienwallfahrt nach Neviges: Zehntausende im monumentalen Wallfahrtsdom
Rang: 9 Architektur-Ikone
Neviges belegt Rang neun. Nach Angaben der Wallfahrtsleitung kommen jedes Jahr Zehntausende Menschen zum Gnadenbild der Unbefleckten Empfängnis. Die Wallfahrt begann 1681, nachdem der Franziskaner Antonius Schirley beim Gebet vor einem kleinen Kupferstich eine innere Stimme gehört haben soll. Der Landesherr Johann Wilhelm von der Pfalz unterstützte anschließend die Entwicklung des Ortes.
Überregional sichtbar wurde Neviges vor allem durch den 1968 geweihten Mariendom. Der Architekt Gottfried Böhm entwarf einen monumentalen, gefalteten Betonbau, der an einen Felsen, ein Zelt und eine Stadtlandschaft erinnert. Die Kirche bietet Platz für mehrere Tausend Menschen und gehört zu den wichtigsten Sakralbauten der deutschen Nachkriegsmoderne. Böhm erhielt 1986 als erster deutscher Architekt den Pritzker-Preis. Die Größe des Doms erinnert an eine Phase, in der Neviges erheblich höhere Pilgerzahlen bewältigte als heute. Inzwischen ist die Wallfahrt kleiner, besitzt aber weiterhin regionale und internationale Gruppen, darunter traditionsreiche polnische, schlesische, kroatische und tamilische Wallfahrten. Rang acht verpasst Neviges, weil keine ähnlich präzise und hohe Jahreszahl wie für Walldürn veröffentlicht wird. Seine kulturelle Bedeutung reicht dennoch über die reine Teilnehmerzahl hinaus: Kaum eine deutsche Wallfahrt ist so stark mit moderner Architektur verbunden.
- Die Marienwallfahrt besteht seit 1681.
- Das Gnadenbild ist ein kleiner Kupferstich der Unbefleckten Empfängnis.
- Der Mariendom wurde von Gottfried Böhm entworfen und 1968 geweiht.
- Jährlich kommen Zehntausende Pilger und Besucher nach Neviges.
- Ort
- Velbert-Neviges, Nordrhein-Westfalen
- Größenordnung
- Zehntausende Pilger jährlich
- Beginn
- 1681
- Wallfahrtsziel
- Gnadenbild der Unbefleckten Empfängnis
- Hauptkirche
- Mariendom von Gottfried Böhm, geweiht 1968
- Besonderheit
- Verbindung historischer Marienwallfahrt mit international bedeutender Betonarchitektur
- Quelle
- Marienwallfahrt Neviges
Wallfahrt zum Kloster Andechs: 30.000 organisierte Pilger auf dem Heiligen Berg
Rang: 10 älteste Bayerns
Die Andechser Wallfahrt schließt die Top 10 ab. Das Kloster zählt jährlich mehr als 130 organisierte Wallfahrtsgruppen mit zusammen rund 30.000 Teilnehmern. Damit ist die ausgewiesene Pilgerzahl geringer als an den höher platzierten Orten. Sie wird jedoch besonders klar abgegrenzt: Gemeint sind organisierte Wallfahrer und nicht die sehr viel größere Zahl touristischer Besucher des Klosterbergs und seiner Gastronomie.
Die Wallfahrt ist seit dem 12. Jahrhundert bezeugt und gilt als älteste Bayerns. Ursprüngliches Ziel war der Andechser Reliquienschatz mit zahlreichen sogenannten Herrenreliquien. Nach der Wiederentdeckung des Schatzes im 14. Jahrhundert setzte eine neue Blüte ein. Seit dem 17. Jahrhundert gewann außerdem das gotische Mariengnadenbild am unteren Hochaltar an Bedeutung. Viele Pilgergruppen kommen bis heute aus Bayerisch-Schwaben, dem Münchner Umland und den Regionen um Ammersee und Starnberger See. Manche Gemeinden brechen bereits in der Nacht auf, um am Morgen die Wallfahrtsmesse zu erreichen. Andechs unterscheidet sich von den großen Marienheiligtümern durch die enge Verbindung von Reliquienkult, Benediktinerkloster, Berglage und bayerischer Ausflugskultur. Rang zehn berücksichtigt die 30.000 organisierten Teilnehmer; würde man sämtliche Tagesgäste mitzählen, wäre ein seriöser Vergleich mit reinen Wallfahrtszahlen nicht mehr möglich.
- Die Andechser Wallfahrt ist seit dem 12. Jahrhundert bezeugt.
- Mehr als 130 organisierte Gruppen kommen jährlich auf den Heiligen Berg.
- Zusammen umfassen sie ungefähr 30.000 Wallfahrer.
- Ziele sind der historische Reliquienschatz und das Mariengnadenbild.
- Ort
- Kloster Andechs am Ammersee
- Jahresgröße
- Rund 30.000 organisierte Wallfahrer
- Gruppen
- Mehr als 130 pro Jahr
- Beginn
- Seit dem 12. Jahrhundert bezeugt
- Wallfahrtsziele
- Reliquienschatz und gotisches Mariengnadenbild
- Besonderheit
- Älteste kontinuierlich bezeugte Wallfahrt Bayerns
- Quelle
- Kloster Andechs
Warum Besucherzahlen von Wallfahrten schwer vergleichbar sind
Eine bundesweit einheitliche Pilgerstatistik existiert nicht. Manche Wallfahrtsorte registrieren organisierte Gruppen und schätzen Einzelpilger hinzu. Andere veröffentlichen Gesamtbesucherzahlen einer Kirche, obwohl nicht alle Gäste aus religiösen Gründen kommen. Bei periodischen Wallfahrten können Eintrittskontrollen, Veranstaltungszählungen oder Besucherbefragungen genauere Werte ermöglichen.
Besonders deutlich wird der Unterschied bei Andechs. Die ausgewiesenen 30.000 Personen sind organisierte Wallfahrer. Die Gesamtzahl aller Ausflügler auf dem Klosterberg liegt erheblich höher, würde aber Gastronomiebesucher und Touristen einschließen. Altötting und Maria Vesperbild sprechen dagegen ausdrücklich auch von Kirchenbesuchern. Die Zahlen zeigen daher Größenordnungen, keine exakt identische Messgröße.
Regelmäßige Wallfahrt oder seltenes Großereignis?
Altötting, Kevelaer und Werl empfangen jedes Jahr zahlreiche Gruppen. Die Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt findet dagegen nur zu besonderen Anlässen statt. Ihre 550.000 Teilnehmer im Jahr 2012 konzentrierten sich auf 31 Tage. Die nächste große Zeigung war bis Juli 2026 nicht verbindlich angekündigt.
Die Aachener Heiligtumsfahrt folgt grundsätzlich einem Siebenjahresrhythmus. Dadurch entstehen hohe Besucherzahlen in einem kurzen Zeitraum, während zwischen den Zeigungen keine vergleichbare Großwallfahrt stattfindet. Dieses Ranking bevorzugt deshalb regelmäßige Jahreswerte, würdigt aber außergewöhnlich große periodische Ereignisse mit eigenen Spitzenplätzen.
Warum die meisten großen deutschen Wallfahrten Marienwallfahrten sind
Sieben der zehn Einträge sind hauptsächlich mit Marienverehrung verbunden. Gnadenbilder wie die Schwarze Madonna in Altötting oder die Trösterin der Betrübten in Kevelaer bieten einen sichtbaren Mittelpunkt für Gebete, Dank und persönliche Anliegen. Viele Marienwallfahrten erhielten während der Gegenreformation und des Barock starken kirchlichen und politischen Rückhalt.
Trier, Aachen und Walldürn bilden wichtige Gegenbeispiele. Dort stehen Christusreliquien oder ein eucharistisches Zeichen im Zentrum. Andechs verbindet Marienverehrung und Reliquientradition. Die Vielfalt zeigt, dass Wallfahrt nicht auf einen einzigen Frömmigkeitstyp reduziert werden kann.
Fußwallfahrten und moderne Verkehrsmittel
Die traditionelle Form ist der gemeinsame Fußweg. Besonders sichtbar bleibt sie bei der Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte, bei den Gruppen nach Walldürn und bei zahlreichen bayerischen Gemeinden auf dem Weg nach Andechs oder Altötting. Mehrtägiges Gehen verbindet körperliche Anstrengung, Gebet und Gemeinschaft.
Der größere Teil der heutigen Besucher erreicht die Wallfahrtsorte jedoch mit Bus, Bahn, Auto oder Fahrrad. Zusätzlich entstanden Motorrad-, Traktor- und Oldtimerwallfahrten. Diese Formen werden teilweise kritisch als Eventisierung betrachtet, erweitern zugleich aber die Reichweite und ermöglichen Menschen mit eingeschränkter Gehfähigkeit die Teilnahme.
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung
Große Wallfahrten prägen Hotellerie, Gastronomie, Einzelhandel und Verkehr ihrer Orte. Altötting und Kevelaer entwickelten ganze Stadtzentren rund um Kirchen, Pilgerheime, Devotionaliengeschäfte und Prozessionsplätze. In kleinen Orten wie Maria Vesperbild steht die enorme Besucherzahl in einem besonders auffälligen Verhältnis zur Einwohnerzahl.
Wallfahrten sind außerdem soziale Netzwerke. Bruderschaften, Gemeinden, Chöre, Sanitätsdienste und ehrenamtliche Helfer organisieren Unterkünfte, Verpflegung und Gottesdienste. Zugleich stehen die Veranstalter vor Herausforderungen durch sinkende Kirchenbindung, alternde Teilnehmergruppen, Klimabelastungen und steigende Sicherheitsanforderungen. Weitere Ranglisten zu Religion, Kultur und gesellschaftlichen Traditionen finden sich in der Kategorie Gesellschaft.
Häufige Fragen zu den größten Wallfahrten Deutschlands
Welche ist die größte Wallfahrt Deutschlands?
Unter den jährlich stattfindenden Wallfahrten liegt Altötting mit rund einer Million Pilgern und wallfahrtsbezogenen Besuchern vorn. Als zeitlich begrenzte Großwallfahrt erreichte die Heilig-Rock-Wallfahrt in Trier 2012 rund 550.000 Menschen innerhalb eines Monats.
Welches ist der größte Marienwallfahrtsort Deutschlands?
Altötting gilt mit rund einer Million Pilgern und Besuchern jährlich als größter deutscher und bedeutendster deutschsprachiger Marienwallfahrtsort. Kevelaer folgt mit historisch regelmäßig mehr als 800.000 Pilgern.
Welche ist die größte Fußwallfahrt Deutschlands?
Die Osnabrücker Wallfahrt nach Telgte zählt zu den größten geschlossenen Fußwallfahrten im deutschsprachigen Raum. Über viele Jahre nahmen mehr als 7.000 Menschen teil; 2026 wurden rund 3.700 Fußpilger gemeldet.
Wann findet die nächste Aachener Heiligtumsfahrt statt?
Die nächste Aachener Heiligtumsfahrt ist für 2028 vorgesehen. Die letzte Durchführung fand vom 9. bis 19. Juni 2023 statt und erreichte rund 115.000 Menschen.
Sind alle Besucher eines Wallfahrtsortes tatsächlich Pilger?
Nein. Einige Orte zählen neben registrierten Wallfahrern auch Einzelbesucher, Touristen oder Gottesdienstteilnehmer. Andere veröffentlichen nur organisierte Pilgergruppen. Deshalb sind die Angaben nur eingeschränkt direkt vergleichbar.







