Die 10 häufigsten Allergien

Die 10 häufigsten Allergien

Welche Allergien treten im Alltag besonders häufig auf – und welche machen Ärztinnen, Apotheken und Betroffenen am meisten zu schaffen? Für dieses Ranking zählt vor allem, wie verbreitet die jeweilige Allergie in der Bevölkerung ist, wie oft sie im medizinischen Alltag vorkommt und wie relevant sie im täglichen Leben durch saisonische Beschwerden, Wohnumfeld oder typische Alltagskontakte wird.

Übersicht

  1. Pollenallergie
  2. Hausstaubmilbenallergie
  3. Nickelallergie
  4. Tierhaarallergie
  5. Nahrungsmittelallergie
  6. Insektengiftallergie
  7. Schimmelpilzallergie
  8. Medikamentenallergie
  9. Latexallergie
  10. Duftstoffallergie
Sortierkriterium: Die Reihenfolge orientiert sich an der typischen Häufigkeit in der Bevölkerung und an der praktischen Relevanz im Alltag. Wo exakte Prävalenzen je nach Studie schwanken, wurden Verbreitung, Expositionshäufigkeit und medizinische Bedeutung zusammen bewertet.
Rang Allergie Typische Auslöser Beschwerdebild Warum so häufig?
1 Pollenallergie Baum-, Gräser- und Kräuterpollen Niesreiz, laufende Nase, juckende Augen Saisonale Massenexposition im Freien und lange Pollensaison
2 Hausstaubmilbenallergie Milbenallergene in Matratzen, Polstern, Teppichen Ganzjähriger Schnupfen, verstopfte Nase, Schlafprobleme Dauerhafte Belastung in Innenräumen und im Schlafzimmer
3 Nickelallergie Schmuck, Knöpfe, Reißverschlüsse, Piercings Kontaktdermatitis, Juckreiz, Ekzem Metallkontakt im Alltag ist extrem verbreitet
4 Tierhaarallergie Allergene von Katze, Hund, Nagern, Pferden Schnupfen, rote Augen, Husten, Asthma Haustiere und indirekte Allergenverschleppung sind häufig
5 Nahrungsmittelallergie Milch, Ei, Erdnuss, Nüsse, Fisch, Soja, Weizen Jucken im Mund, Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden Tägliche Exposition beim Essen und viele mögliche Auslöser
6 Insektengiftallergie Wespen- und Bienengift Starke Schwellung bis Anaphylaxie Zwar seltener, aber medizinisch besonders relevant
7 Schimmelpilzallergie Schimmelsporen in Innenräumen und Außenluft Niesen, Husten, gereizte Augen, Atemwegsbeschwerden Feuchte Räume und Sporenbelastung kommen häufig vor
8 Medikamentenallergie Vor allem Antibiotika, Schmerzmittel, Narkosemittel Ausschlag, Quaddeln, Fieber, selten schwere Reaktionen Viele Menschen nehmen regelmäßig Arzneimittel ein
9 Latexallergie Handschuhe, Ballons, medizinische Produkte Juckreiz, Hautreaktion, Atemwegsbeschwerden Wiederholte Exposition erhöht das Risiko deutlich
10 Duftstoffallergie Parfüm, Kosmetik, Cremes, Waschmittel Kontaktdermatitis, Brennen, Rötung, Juckreiz Duftstoffe stecken in sehr vielen Alltagsprodukten

Pollenallergie

Rang: 1

Die Pollenallergie ist für viele Menschen die klassische Allergie überhaupt, weil sie jedes Jahr mit beeindruckender Regelmäßigkeit zurückkehrt und sich kaum ignorieren lässt. Sobald Bäume, Gräser oder Kräuter blühen, beginnt für Betroffene eine Zeit, in der schon ein kurzer Spaziergang, das Lüften der Wohnung oder die morgendliche Fahrradfahrt reichen, um Niesattacken, juckende Augen und eine laufende Nase auszulösen. Genau das macht diese Allergie so häufig und so sichtbar. Sie trifft nicht nur Menschen mit engem Kontakt zu bestimmten Pflanzen, sondern praktisch jeden, der sich im Frühling, Sommer oder Spätsommer draußen bewegt. Dazu kommt, dass die Pollensaison längst nicht mehr auf wenige Wochen begrenzt ist. Je nach Wetterlage kann sie sich über viele Monate ziehen und sich mit verschiedenen Pollenarten sogar nahtlos abwechseln. Für Betroffene bedeutet das oft keine kurze Phase, sondern eine halbe Saison mit Müdigkeit, Schlafstörungen und Konzentrationsproblemen. Im Alltag wird die Pollenallergie deshalb schnell unterschätzt, obwohl sie Lebensqualität und Leistungsfähigkeit deutlich beeinträchtigen kann. In dieser Liste steht sie auf Platz eins, weil sie in Deutschland besonders viele Menschen betrifft, stark saisonal wahrgenommen wird und sich durch ihre massive Präsenz im Freien kaum vollständig vermeiden lässt. Keine andere Allergie ist zugleich so verbreitet, so bekannt und so regelmäßig Thema im Alltag.

  • Typisch sind juckende Augen, Niesreiz und Fließschnupfen.
  • Auslöser sind vor allem Baum-, Gräser- und Kräuterpollen.
  • Die Beschwerden treten meist saisonal auf und können sich über Monate ziehen.
Allergietyp
Soforttyp-Allergie der Atemwege mit saisonischem Schwerpunkt.
Typische Orte
Draußen, beim Lüften, in Parks, auf Wiesen und bei hoher Pollenbelastung auch in Innenräumen.
Quelle
Allergieinformationsdienst – Was ist Heuschnupfen?

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Hausstaubmilbenallergie

Rang: 2

Die Hausstaubmilbenallergie ist die große Ganzjahres-Allergie des Alltags. Während Pollen saisonal auftreten, wartet die Milbenbelastung genau dort, wo Menschen besonders viel Zeit verbringen: im Schlafzimmer, auf Matratzen, in Bettdecken, Polstermöbeln, Teppichen und anderen textilen Oberflächen. Das macht diese Allergie so tückisch. Viele Betroffene merken anfangs gar nicht, dass ihre verstopfte Nase oder der morgendliche Niesreiz nicht von einer Erkältung, sondern von einer dauerhaften Allergenexposition kommt. Gerade morgens nach dem Aufstehen sind die Beschwerden oft stark, weil die Nacht über enger Kontakt zu Matratze und Bettzeug bestand. Hinzu kommt, dass trockene, juckende Augen, Abgeschlagenheit oder Schlafprobleme im ersten Moment nicht automatisch mit einer Allergie verbunden werden. Im Unterschied zur Pollenallergie gibt es hier keinen klaren Startschuss im Kalender, sondern eine stille, kontinuierliche Reizung. Deshalb wird die Hausstaubmilbenallergie oft spät erkannt, obwohl sie im Alltag hochrelevant ist. Sie landet in diesem Ranking auf Platz zwei, weil sie extrem verbreitet, dauerhaft präsent und durch das häusliche Umfeld kaum völlig zu umgehen ist. Wer einmal sensibilisiert ist, trägt die Belastung nicht nur auf dem Weg zur Arbeit, sondern in den eigenen vier Wänden mit sich herum – und genau das erklärt ihre große praktische Bedeutung.

  • Beschwerden sind oft morgens nach dem Aufstehen am stärksten.
  • Milbenallergene sitzen vor allem in Bett, Matratze und Polstern.
  • Die Allergie kann ganzjährig die Nase, Augen und den Schlaf belasten.
Allergietyp
Ganzjährige Atemwegsallergie durch Innenraumallergene.
Besonderheit
Oft schleichender Verlauf mit Dauerschnupfen statt klarer saisonaler Attacken.
Quelle
Allergieinformationsdienst – Symptome der Hausstaubmilbenallergie

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Nickelallergie

Rang: 3

Die Nickelallergie ist die bekannteste und häufigste Form der Kontaktallergie – und genau deshalb so alltagsnah. Anders als Atemwegsallergien entsteht sie nicht durch eingeatmete Stoffe, sondern dort, wo die Haut direkt mit Metall in Berührung kommt. Das klingt zunächst leicht vermeidbar, ist es aber in Wirklichkeit kaum. Nickel steckt oder steckte in unzähligen Alltagsgegenständen: Modeschmuck, Gürtelschnallen, Uhren, Reißverschlüssen, Knöpfen, Brillenteilen oder Piercings. Besonders problematisch ist, dass viele Menschen immer wieder mit kleinen Mengen in Kontakt kommen, bevor sie überhaupt bemerken, dass ihre Haut regelmäßig gereizt reagiert. Die Beschwerden treten zudem nicht sofort auf, sondern oft verzögert nach Stunden oder Tagen. Genau das erschwert die Zuordnung. Statt eines klaren „Davon bekomme ich sofort Niesreiz“ erleben Betroffene eher ein hartnäckiges Ekzem, das juckt, nässt oder schuppt und im Alltag als besonders lästig empfunden wird. Nickelallergie gehört in diesem Ranking nach vorne, weil sie in der Bevölkerung weit verbreitet ist, sehr viele Alltagskontakte betrifft und zu den Kontaktallergien mit dem höchsten Wiedererkennungswert zählt. Sie ist ein Paradebeispiel dafür, dass Allergien nicht nur in der Nase oder auf dem Teller stattfinden, sondern direkt auf der Haut – dort, wo Schmuck, Mode und Gewohnheiten täglich mit dem Körper in Berührung kommen.

  • Nickelallergie ist eine typische Kontaktallergie mit verzögerter Reaktion.
  • Häufige Auslöser sind Schmuck, Knöpfe, Reißverschlüsse und Piercings.
  • Typisch sind juckende Ekzeme genau an den Kontaktstellen.
Allergietyp
Spättyp-Allergie der Haut mit zeitverzögerter Reaktion.
Typische Kontaktquellen
Modeschmuck, Accessoires, Metallteile an Kleidung und verschiedene Alltagsgegenstände.
Quelle
ECARF – Nickelallergie

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Tierhaarallergie

Rang: 4

Die Tierhaarallergie ist deshalb so häufig, weil sie emotional und praktisch mitten in den Alltag hineinreicht. Hunde und Katzen sind in sehr vielen Haushalten Familienmitglieder, und selbst Menschen ohne Haustier kommen über Kleidung, Schulen, Büros oder öffentliche Räume mit tierischen Allergenen in Kontakt. Genau das macht diese Allergie besonders heimtückisch. Viele denken zunächst an Haare, tatsächlich reagieren Betroffene aber vor allem auf Eiweißstoffe aus Hautschuppen, Speichel oder anderen tierischen Partikeln, die sich leicht in der Umgebung verteilen. Das erklärt auch, warum Beschwerden nicht nur beim Streicheln eines Tiers, sondern manchmal schon beim Betreten einer Wohnung oder sogar eines geschlossenen Raumes auftreten. Die Symptome reichen von tränenden Augen und Schnupfen bis zu Husten oder asthmatischen Beschwerden. Besonders Katzen gelten für viele Betroffene als starker Auslöser, weil sich ihre Allergene sehr gut in Innenräumen halten. Die Tierhaarallergie steht in dieser Liste weit oben, weil Haustiere enorm verbreitet sind und die Exposition oft nicht auf den eigenen Haushalt beschränkt bleibt. Sie hat außerdem eine soziale Komponente: Anders als bei Pollen oder Nickel geht es hier oft um geliebte Tiere, Besuche bei Freunden oder schwierige Entscheidungen im Familienalltag. Genau diese Mischung aus Häufigkeit, emotionaler Nähe und ständiger Allergenverschleppung macht sie zu einer der praktisch relevantesten Allergien überhaupt.

  • Auslöser sind meist tierische Eiweißstoffe und nicht die Haare selbst.
  • Katzen und Hunde gehören zu den häufigsten Ursachen.
  • Allergene können über Kleidung auch in tierfreie Räume gelangen.
Allergietyp
Atemwegsallergie mit möglicher Beteiligung von Augen und Bronchien.
Besonderheit
Beschwerden sind auch ohne eigenes Haustier möglich, weil Allergene leicht verschleppt werden.
Quelle
ECARF – Tierhaarallergie

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Nahrungsmittelallergie

Rang: 5

Nahrungsmittelallergien bekommen besonders viel Aufmerksamkeit, weil Essen ein täglicher Vorgang ist und ein Auslöser nie ganz aus dem Alltag verschwindet. Gleichzeitig ist das Feld komplex, weil unter dem Begriff viele verschiedene Allergien zusammenlaufen: etwa gegen Milch, Ei, Erdnuss, Nüsse, Fisch, Soja oder Weizen. Manche beginnen schon im Kindesalter, andere treten später auf, und wieder andere entstehen im Zusammenhang mit Kreuzreaktionen bei bereits bestehender Pollenallergie. Genau diese Vielfalt macht Nahrungsmittelallergien so bekannt – aber auch so schwer überschaubar. Die Beschwerden reichen von Juckreiz im Mund, Hautreaktionen und Magen-Darm-Problemen bis hin zu schweren systemischen Reaktionen. Im Alltag hat diese Allergieform eine enorme praktische Relevanz, weil Betroffene ständig Etiketten lesen, Zutaten prüfen und beim Essen außer Haus besonders aufmerksam sein müssen. Gleichzeitig ist nicht jede Unverträglichkeit automatisch eine Allergie, was zusätzlich für Verwirrung sorgt. Im Ranking landet die Nahrungsmittelallergie in der oberen Hälfte, weil sie zwar insgesamt weniger Menschen betrifft als Pollen- oder Milbenallergien, aber in ihrer Wirkung oft besonders eingreifend ist. Essen ist sozial, emotional und alltäglich. Wenn genau dort Unsicherheit entsteht, verändert das Schulessen, Restaurantbesuche, Feiern und Reisen. Deshalb gehört diese Allergiegruppe zwingend in jede Top-10-Liste der häufigsten und relevantesten Allergien.

  • Zu den wichtigsten Auslösern zählen Milch, Ei, Erdnuss, Nüsse, Fisch und Soja.
  • Die Beschwerden reichen von oralen Symptomen bis zu schweren Reaktionen.
  • Im Alltag spielen Zutatenlisten und versteckte Allergene eine große Rolle.
Allergietyp
Meist Soforttyp-Allergie nach dem Verzehr oder Kontakt mit Nahrungsmitteln.
Alltagsrelevanz
Besonders hoch bei Restaurantbesuchen, Fertigprodukten und Schul- oder Kitaverpflegung.
Quelle
FDA – Food Allergies

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Insektengiftallergie

Rang: 6

Die Insektengiftallergie ist ein Sonderfall unter den häufigsten Allergien: Sie betrifft insgesamt weniger Menschen als Heuschnupfen oder Milbenallergie, steht aber wegen ihrer möglichen Schwere besonders im Fokus. Viele Menschen kennen normale Schwellungen nach einem Stich. Bei einer echten Allergie gegen Bienen- oder Wespengift geht die Reaktion jedoch deutlich darüber hinaus und kann den ganzen Körper betreffen. Gerade im Sommer wird das zu einem wichtigen Thema, weil Gartenfeste, Freibad, Grillen, Obstkuchen auf dem Balkon oder das Getränk im Freien plötzlich mit einem Unsicherheitsgefühl verbunden sind. Anders als bei vielen anderen Allergien reichen hier oft wenige Sekunden Kontakt aus, um eine heftige Reaktion auszulösen. Das verändert den Alltag stark, obwohl die Exposition nicht permanent ist. Betroffene tragen häufig Notfallmedikamente mit sich und lernen, Situationen besser einzuschätzen. In diesem Ranking landet die Insektengiftallergie im Mittelfeld, weil sie zwar seltener ist als viele klassische Alltagsallergien, medizinisch aber enorm relevant bleibt. Kein anderer häufiger Allergietyp ist im öffentlichen Bewusstsein so eng mit der Angst vor einer akuten Notfallsituation verbunden. Genau diese Mischung aus Saisonalität, plötzlichem Auftreten und potenziell schwerem Verlauf sorgt dafür, dass Insektengiftallergien in der allergologischen Praxis einen besonders wichtigen Platz einnehmen – und in einer Top-10-Liste auf keinen Fall fehlen dürfen.

  • Auslöser sind vor allem Bienen- und Wespenstiche.
  • Die Reaktion kann von starker Schwellung bis zur Anaphylaxie reichen.
  • Besonders relevant ist die Allergie in den warmen Monaten.
Allergietyp
Soforttyp-Allergie mit potenziell systemischer Reaktion.
Besonderheit
Im Vergleich zu vielen anderen Allergien ist die Notfallrelevanz besonders hoch.
Quelle
Allergieinformationsdienst – Insektengiftallergie

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Schimmelpilzallergie

Rang: 7

Schimmelpilzallergien werden im Alltag oft übersehen, obwohl sie in vielen Wohnungen, Kellern, Bädern oder schlecht gelüfteten Räumen eine spürbare Rolle spielen können. Das Problem beginnt schon damit, dass Schimmel nicht immer sichtbar ist. Manchmal reichen feuchte Wände, schlecht gedämmte Ecken oder dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit, damit Sporen in die Raumluft gelangen und empfindliche Menschen reagieren. Hinzu kommt, dass Schimmelsporen nicht nur drinnen, sondern auch draußen vorkommen. Dadurch lässt sich die Belastung nicht immer eindeutig einem einzigen Ort zuordnen. Die Symptome ähneln häufig anderen Atemwegsallergien: Niesen, gereizte Augen, Husten oder asthmatische Beschwerden. Genau deshalb bleibt die Ursache manchmal länger unentdeckt. Wer denkt schon bei Husten im Schlafzimmer sofort an Schimmel hinter dem Schrank? Im Ranking liegt die Schimmelpilzallergie im unteren Mittelfeld, weil sie zwar nicht so massenhaft wahrgenommen wird wie Pollen, aber in feuchten Innenräumen medizinisch und wohnhygienisch sehr relevant ist. Besonders problematisch ist, dass hier Gesundheit und Wohnsituation direkt zusammenhängen. Während andere Allergene oft klar benannt werden können, ist Schimmel oft ein schleichendes Umweltproblem. Gerade deshalb gehört diese Allergie in die Top 10: Sie ist nicht die lauteste Allergie, aber eine, die den Alltag, das Wohnen und das Wohlbefinden dauerhaft stören kann, wenn ihre Ursache nicht erkannt und beseitigt wird.

  • Schimmelsporen kommen in Innenräumen und in der Außenluft vor.
  • Typische Beschwerden sind Niesreiz, Husten und gereizte Augen.
  • Feuchtigkeit in Wohnräumen erhöht das Risiko deutlich.
Allergietyp
Atemwegsallergie durch Sporenexposition mit möglicher Verschlechterung bei feuchtem Raumklima.
Typische Problemzonen
Bäder, Keller, Schlafzimmer, schlecht gelüftete Ecken und von Feuchtigkeit betroffene Wände.
Quelle
ECARF – Schimmelpilzallergie

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Medikamentenallergie

Rang: 8

Medikamentenallergien sind im Alltag seltener als Pollen- oder Kontaktallergien, aber sie haben ein besonderes Gewicht, weil sie genau dann auftreten, wenn Menschen medizinische Hilfe brauchen. Das macht sie so heikel. Ein Antibiotikum, ein Schmerzmittel oder ein anderes Arzneimittel soll eigentlich Beschwerden lindern – wenn stattdessen Hautausschlag, Quaddeln, Juckreiz oder im schlimmsten Fall eine schwere Reaktion auftreten, entsteht sofort eine hohe Verunsicherung. Hinzu kommt, dass zwischen Nebenwirkung und echter Allergie oft unterschieden werden muss. Nicht jede Unverträglichkeit ist automatisch eine Immunreaktion, und genau deshalb ist die saubere Diagnose so wichtig. Trotzdem gehört die Medikamentenallergie in diese Top 10, weil sehr viele Menschen im Lauf ihres Lebens wiederholt Arzneimittel einnehmen und damit grundsätzlich exponiert sind. Im klinischen Alltag spielt sie eine große Rolle, weil bekannte oder vermutete Allergien Behandlungsentscheidungen beeinflussen. Wer auf bestimmte Medikamente allergisch reagiert, braucht oft Ausweichstrategien oder eine genaue Dokumentation für spätere Therapien. In der öffentlichen Wahrnehmung wirkt diese Allergie manchmal seltener als sie tatsächlich relevant ist, denn sie zeigt sich nicht im Garten oder auf der Haut durch Schmuck, sondern in Arztpraxis, Krankenhaus und Hausapotheke. Genau diese Mischung aus vergleichsweise geringerer Häufigkeit, aber hoher medizinischer Bedeutung erklärt ihre Platzierung im unteren Drittel – und zugleich ihren festen Platz in der Liste der häufigsten Allergien.

  • Typische Symptome sind Ausschlag, Quaddeln, Juckreiz und Fieber.
  • Bestimmte Medikamente lösen häufiger allergische Reaktionen aus als andere.
  • Für die Behandlung ist die Unterscheidung zwischen Allergie und Nebenwirkung wichtig.
Allergietyp
Immunreaktion auf Arzneimittel mit unterschiedlich schnellem Auftreten.
Medizinische Relevanz
Besonders wichtig für künftige Therapien, Notfälle und Krankenhausbehandlungen.
Quelle
Mayo Clinic – Drug allergy

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Latexallergie

Rang: 9

Die Latexallergie ist heute seltener als früher wahrgenommen, bleibt aber eine klassische und wichtige Allergieform – vor allem dort, wo Menschen häufig mit Gummiprodukten oder medizinischen Materialien in Kontakt kommen. Besonders bekannt wurde sie durch Latexhandschuhe, doch auch andere Produkte wie Ballons, bestimmte Haushaltsartikel oder medizinische Hilfsmittel können eine Rolle spielen. Charakteristisch ist, dass das Risiko oft mit wiederholter Exposition steigt. Dadurch sind bestimmte Berufsgruppen und Menschen mit häufigen medizinischen Kontakten besonders betroffen. Im Alltag beginnt die Latexallergie nicht selten mit scheinbar harmlosen Symptomen: Juckreiz an der Haut, Rötung, Schwellung oder eine laufende Nase nach Kontakt. Bei stärkerer Sensibilisierung können aber auch Atemwegsbeschwerden oder schwere allergische Reaktionen auftreten. In dieser Liste steht die Latexallergie deshalb nicht weiter oben, weil sie insgesamt weniger Menschen betrifft als Pollen-, Milben- oder Nickelallergie. Gleichzeitig ist sie zu wichtig, um sie wegzulassen, denn sie kann bei betroffenen Personen sehr einschneidend sein und erfordert im medizinischen Umfeld besondere Vorsicht. Das macht sie zu einer Allergie mit hoher praktischer Bedeutung trotz geringerer Gesamtverbreitung. Wer betroffen ist, muss nicht nur im Alltag wachsam sein, sondern auch Arztpraxen, Zahnbehandlungen oder Krankenhausaufenthalte aktiv ansprechen. Genau diese Verbindung aus vergleichsweise seltener Häufigkeit und hoher Relevanz bei konkreter Exposition rechtfertigt ihren Platz in der Top 10.

  • Häufige Auslöser sind Handschuhe, Ballons und medizinische Produkte.
  • Die Symptome reichen von Hautreaktionen bis zu Atembeschwerden.
  • Wiederholter Kontakt kann das Risiko einer Sensibilisierung erhöhen.
Allergietyp
Soforttyp-Allergie mit Haut- und Atemwegssymptomen nach Kontakt.
Risikoumfeld
Besonders relevant im Gesundheitswesen und bei wiederholter Alltags- oder Berufsbelastung.
Quelle
ACAAI – Latex Allergy

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Duftstoffallergie

Rang: 10

Die Duftstoffallergie wirkt auf den ersten Blick wie ein Nischenthema, ist im Alltag aber erstaunlich relevant, weil Duftstoffe in unzähligen Produkten stecken. Parfüm, Creme, Shampoo, Waschmittel, Weichspüler, Deodorant, Reinigungsmittel oder Kosmetik – überall dort, wo etwas angenehm riechen soll, kann für empfindliche Menschen ein Problem entstehen. Genau das macht diese Allergie so interessant: Sie ist nicht unbedingt die häufigste schwere Allergie, aber eine der am weitesten in Alltagsprodukte hineinverteilten. Für Betroffene ist das besonders mühsam, weil der Auslöser nicht immer offensichtlich ist. Viele Produkte wirken harmlos, die Haut reagiert aber mit Juckreiz, Brennen, Rötungen oder einem Kontaktekzem. Zusätzlich ist die Diagnose kompliziert, weil in Tests Duftstoffmischungen und einzelne Substanzen unterschiedlich reagieren können. In dieser Top 10 steht die Duftstoffallergie deshalb auf Platz zehn: Sie ist seltener als die großen Atemwegsallergien und insgesamt meist weniger bedrohlich als Insektengift- oder manche Nahrungsmittelallergien, aber im Alltag sehr präsent. Gerade weil moderne Körperpflege und Haushaltsprodukte so stark auf Duft setzen, kommt es immer wieder zu Kontakt mit potenziellen Auslösern. Die Duftstoffallergie zeigt damit exemplarisch, wie nah Allergien an Konsum, Gewohnheiten und täglicher Routine liegen. Sie ist vielleicht nicht die bekannteste Allergieform, aber eine, die im Badezimmer, im Kleiderschrank und auf der Haut vieler Menschen immer wieder relevant wird.

  • Duftstoffe stecken in vielen Kosmetik- und Haushaltsprodukten.
  • Typisch ist ein Kontaktekzem mit Juckreiz, Brennen und Rötung.
  • Die Allergenquelle ist oft nicht sofort erkennbar.
Allergietyp
Kontaktallergie der Haut mit verzögertem Beschwerdebeginn nach Exposition.
Typische Produktgruppen
Parfüm, Hautpflege, Waschmittel, Deos, Reinigungsmittel und andere stark parfümierte Produkte.
Quelle
Allergieinformationsdienst – Duftstoffallergie

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