Welche Gipfel ragen am höchsten in den Himmel? Diese Liste zeigt die zehn höchsten Berge der Erde, sortiert nach offizieller Höhe über dem Meeresspiegel. Alle Werte beruhen auf anerkannten Vermessungen nationaler Behörden und alpiner Datenbanken; kleinere Differenzen zwischen Quellen ändern die Rangfolge nicht. Neben der puren Zahl stehen Geschichte, Geografie und die Entwicklung des Expeditionsbergsports im Fokus.
Gerade im Himalaya und Karakorum liegen extreme Höhe, harsches Klima und komplexe Gletscherwelten dicht beieinander. Die Achttausender gelten nach wie vor als ernsthafte Hochrisikoziele, bei denen Wetterfenster, Akklimatisation und Teamlogistik über Erfolg und Sicherheit entscheiden. Viele Routen wurden in den 1950er-Jahren erstmals erschlossen, werden heute aber mit moderner Ausrüstung, professionellen Sherpa-Teams und genaueren Prognosen begangen. Die folgenden Porträts verbinden Höhe, Geschichte und Besonderheiten jedes Gipfels.
Übersicht
| Rang | Berg | Höhe (m) | Gebirge/Region | Land/Länder | Erstbesteigung |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Mount Everest | 8 848,86 | Mahalangur-Himal | Nepal / China (Tibet) | 1953 |
| 2 | K2 | 8 611 | Karakorum | Pakistan / China | 1954 |
| 3 | Kangchendzönga | 8 586 | Östlicher Himalaya | Nepal / Indien | 1955 |
| 4 | Lhotse | 8 516 | Everest-Lhotse-Massiv | Nepal / China | 1956 |
| 5 | Makalu | 8 485 | Makalu-Barun-Region | Nepal / China | 1955 |
| 6 | Cho Oyu | 8 201 | Himalaya | Nepal / China | 1954 |
| 7 | Dhaulagiri | 8 167 | West-Zentral-Nepal | Nepal | 1960 |
| 8 | Manaslu | 8 163 | Mansiri-Himal | Nepal | 1956 |
| 9 | Nanga Parbat | 8 126 | West-Himalaya | Pakistan | 1953 |
| 10 | Annapurna I | 8 091 | Annapurna-Massiv | Nepal | 1950 |
Mount Everest
Rang: 1
Der höchste Punkt der Erde liegt auf dem Grenzkamm zwischen Nepal und dem Autonomen Gebiet Tibet und dominiert den Mahalangur-Himal wie ein natürlicher Obelisk. Nach der gemeinsamen Vermessung durch Nepal und China (2020) gilt die Höhe von 8 848,86 m, wobei sich die Angabe auf den schneebedeckten Gipfel bezieht. 1953 erreichten Edmund Hillary und Tenzing Norgay erstmals den Gipfel über die nepalesische Südroute und setzten damit einen Meilenstein der Alpingeschichte. In den folgenden Jahrzehnten wurden auch die Nordroute von Tibet, zahlreiche Varianten und winterliche Besteigungen erschlossen. Heute prägen kommerzielle Expeditionen, Fixseile und Hochlagerketten das Bild am Berg; gleichzeitig stehen Überfüllung, Müllproblematik und Risikomanagement in der Kritik. Lawinen, Eisabbrüche im Khumbu-Eisbruch, extreme Höhenwinde und die dünne Luft der Todeszone bleiben trotz moderner Technik lebensgefährliche Faktoren. Sherpa-Teams tragen den Großteil der logistischen und körperlichen Last, von Lastentransporten bis zur Fixierung der Routen. Der Everest ist inzwischen Symbol für menschlichen Ehrgeiz, aber auch für die Grenzen, an die selbst gut vorbereitete Bergsteigerinnen und Bergsteiger stoßen. Zwischen Rekordjagden und seriöser Höhenexpedition bleibt er ein Prüfstein der eigenen Motive.
- Höhe: 8 848,86 m
- Region: Mahalangur-Himal
- Erstbesteigung: 1953 (Hillary/Norgay)
- Länder
- Nepal / China (Tibet)
- Koordinaten
- 27.9881° N, 86.9250° E
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
K2
Rang: 2
Der K2 im Karakorum gilt unter Höhenbergsteigern als „Berg der Berge“. Er ist niedriger als der Everest, aber deutlich steiler, exponierter und meteorologisch launischer. Die pyramidenförmige Silhouette mit langen Gratkanten erhebt sich über dem Gletscherlabyrinth des Baltoro-Gebiets und wirkt aus jedem Blickwinkel bedrohlich. Die Erstbesteigung gelang 1954 einer italienischen Expedition über den Abruzzi-Pfeiler; seitdem haben sich nur vergleichsweise wenige Seilschaften erfolgreich eingetragen. Häufige Wetterstürze, Sturmböen im Jetstream-Bereich sowie technisch anspruchsvolle Passagen wie die „Schulter“ und der „Flaschenhals“ machen den K2 zu einem der objektiv gefährlichsten Achttausender. Lawinenabgänge und Eisschlag wurden immer wieder zur tödlichen Falle. Wintererstbesteigungen und neue Routen sorgten in den letzten Jahren für zusätzliche Schlagzeilen, änderten aber nichts an seinem Ruf als extrem selektiver Gipfel. Im Gegensatz zum Everest ist die Zahl kommerzieller Angebote zwar gewachsen, bleibt jedoch deutlich kleiner, und die Anforderungen an Technik, Erfahrung und Eigenverantwortung sind höher. Wer oben steht, hat in der Regel viele Jahre alpiner Vorbereitung hinter sich – der K2 verzeiht kaum Fehler.
- Höhe: 8 611 m
- Gebirge: Karakorum
- Erstbesteigung: 1954 (Compagnoni/Lacedelli)
- Länder
- Pakistan / China
- Routen
- Abruzzi-Pfeiler, Cesen-Route u. a.
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Kangchendzönga
Rang: 3
Der Kangchendzönga ist mehr als nur der dritthöchste Berg der Erde – für viele Bewohner von Sikkim und Ostnepal ist er eine heilige Landmarke. Sein Name bedeutet „Fünf Schätze des Schnees“ und spielt auf die markanten Nebengipfel an, die zusammen ein riesiges Massiv formen. Der Berg liegt auf der Grenze zwischen Nepal und dem indischen Bundesstaat Sikkim, und seine gewaltigen Gletscher reichen bis tief in dicht besiedelte Täler hinab. Die britische Erstbesteigung 1955 endete bewusst wenige Meter unter dem höchsten Punkt, um religiöse Traditionen zu respektieren – eine Praxis, an die sich viele Seilschaften bis heute symbolisch halten. Alpinistisch gilt der Kangchendzönga als deutlich ernster als einige andere Achttausender: lange Zustiege, lawinengefährdete Hänge und komplizierte Eistürme verlangen Erfahrung und Geduld. Gleichzeitig ist der Berg weniger frequentiert als Everest oder Manaslu, was die Logistik anspruchsvoller macht und längere Phasen der Selbstorganisation erfordert. Wetterumschwünge aus dem bengalischen Monsun stauen sich am Massiv und können binnen Stunden aus einem stabilen Tag ein gefährliches Szenario machen. So verbindet der Kangchendzönga herausragende Höhe, spirituelle Bedeutung und hohe objektive Schwierigkeit.
- Höhe: 8 586 m
- Massiv mit mehreren 8000er-nahen Gipfeln
- Erstbesteigung: 1955 (Brown/Band)
- Länder
- Nepal / Indien
- Region
- Östlicher Himalaya
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Lhotse
Rang: 4
Der Lhotse ist geografisch und historisch eng mit dem Mount Everest verknüpft. Beide teilen sich die Normalroute im Khumbu-Eisbruch und durch das Tal des Schweigens, bevor sich der Weg im Bereich des Südsattels trennt. Mit 8 516 m ist der Lhotse der vierthöchste Berg der Erde und bildet mit seinen Nebengipfeln Lhotse Middle und Lhotse Shar ein imposantes Massiv. Das berühmte „Lhotse Face“ – eine bis zu 50 Grad steile, blaue Eiswand – ist das prägende Hindernis auf dem Weg zu den Hochlagern und verlangt gute Steigtechnik sowie konsequente Sicherung. Die Erstbesteigung gelang 1956 einer Schweizer Expedition, weitere Meilensteine waren die Routen über die gefährliche Südwand, die lange als eines der letzten großen Probleme im Himalaya galt. Heute wird der Lhotse oft in Kombination mit dem Everest angegangen: Teams nutzen dieselbe Logistik und steigen vom Südsattel statt in Richtung Hillary Step direkt in den Lhotse-Gipfelaufbau ein. Statistisch ist der Berg zwar etwas weniger tödlich als manch anderer Achttausender, doch die Kombination aus Höhe, Kälte, Wind und objektiven Gefahren bleibt anspruchsvoll. Wer hier erfolgreich ist, hat einen der formschönsten Eisriesen des Himalaya bestiegen.
- Höhe: 8 516 m
- Erstbesteigung: 1956 (Luchsinger/Reiss)
- Bekanntes Schlüsselstück: Lhotse Face
- Länder
- Nepal / China
- Gruppe
- Everest-Lhotse-Massiv
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Makalu
Rang: 5
Der Makalu sticht sofort ins Auge: eine fast perfekte, frei stehende Pyramide, die etwa 19 Kilometer östlich des Everest aufragt. Mit 8 485 m ist er der fünfthöchste Berg der Erde, aber deutlich weniger besucht als die prominenteren Nachbarn. Die steilen, häufig vereisten Wände erfordern solide Eisklettertechnik und konsequentes Risikomanagement. Die Erstbesteigung gelang 1955 einer französischen Expedition; seither wurden verschiedene Routen erschlossen, darunter technisch anspruchsvolle Varianten über die Westwand. Der Makalu liegt im Makalu-Barun-Nationalpark, einem Schutzgebiet mit großem Höhen- und Ökospektrum, in dem subtropische Täler, Rhododendronwälder und vergletscherte Grate dicht beieinander liegen. Logistisch ist der Zugang länger und wilder als etwa im überlaufenen Khumbu-Gebiet, was Expeditionen eine zusätzliche Dimension verleiht. Wetterumschwünge aus dem Osten, starke Höhenwinde und ausgesetzte Gratpassagen machen den Gipfel zu einem ernsthaften Ziel vor allem für alpin erfahrene Teams. Gleichzeitig gilt der Makalu als „ästhetischer Klassiker“: Wer am Gipfel steht, blickt auf Everest, Lhotse und eine ganze Galerie weiterer Achttausender – ein Panorama, das nur wenige Bergsteigerinnen und Bergsteiger aus erster Hand kennen.
- Höhe: 8 485 m
- Erstbesteigung: 1955 (Couzy/Terray)
- Form: markanter Doppelgipfel
- Region
- Makalu-Barun, Ostnepal
- Schutzgebiet
- Makalu-Barun-Nationalpark
- Quelle
- DNPWC – Makalu-Barun National Park
Cho Oyu
Rang: 6
Der Cho Oyu, oft als „Türkisfarbene Göttin“ übersetzt, erhebt sich an der Grenze zwischen Nepal und dem tibetischen Hochplateau. Mit 8 201 m ist er der sechsthöchste Berg der Erde und gilt wegen seiner vergleichsweise moderaten Standardroute als einer der zugänglicheren Achttausender. Der Normalweg von der tibetischen Seite verläuft über weite Gletscherflächen und sanftere Rücken als viele Nachbarn, bleibt aber ein hochalpines Unternehmen mit Spaltenzonen, Wetterrisiken und dünner Luft. 1954 gelang einer österreichisch-nepalesischen Expedition die Erstbesteigung; seither hat sich der Cho Oyu zu einem beliebten Ziel für Bergsteiger entwickelt, die erste Erfahrung über 8 000 m sammeln möchten. Dennoch werden Gefahren wie Lawinen, Wechtenbrüche und Stürze immer wieder unterschätzt. Die Nähe zum Nangpa-La, einem historischen Pass zwischen Tibet und dem Khumbu-Gebiet, verleiht dem Berg auch kulturgeschichtliche Bedeutung. Heute balanciert der Cho Oyu zwischen Expeditionsambiente und zunehmender Kommerzialisierung: Fixseile, Hochlagerketten und Wetterservices erleichtern vieles, ersetzen aber keine solide Vorbereitung. Wer hier erfolgreich ist, hat einen wichtigen Schritt in Richtung großer Höhenbergprojekte gemacht.
- Höhe: 8 201 m
- Erstbesteigung: 1954 (Tichy/Jöchler/Dawa Lama)
- Bekannte Passage: Nangpa-La-Pass-Nähe
- Gebirge
- Himalaya
- Routen
- Normalweg (NW-Flanke), Varianten
- Quelle
- The Himalayan Database
Dhaulagiri
Rang: 7
Der Dhaulagiri I, oft schlicht „Dhaulagiri“ genannt, bedeutet „Weißer Berg“ und macht seinem Namen mit gewaltigen Eisflanken alle Ehre. Westlich des Annapurna-Massivs gelegen, trennt ihn das tief eingeschnittene Kali-Gandaki-Tal von seinem Nachbarblock – eines der tiefsten Reliefs zwischen Flusssohle und Gipfel weltweit. Mit 8 167 m ist der Dhaulagiri der siebthöchste Berg der Erde. Die Erstbesteigung gelang 1960 einer schweizerisch-österreichisch-nepalesischen Expedition über den Nordostgrat, eine Route, die bis heute den Normalweg darstellt. Alpinistisch gilt der Berg als anspruchsvoll: Steile Hänge, hohe Lawinengefahr und wetteranfällige Lagerplätze fordern Teams immer wieder heraus. Im Gegensatz zu populäreren Achttausendern ist der Dhaulagiri deutlich weniger überlaufen, was mehr Eigenverantwortung, aber auch ein intensiveres Berg-Erlebnis mit sich bringt. Die isolierte Lage beschert beeindruckende Ausblicke auf Annapurna, Tukuche und das breite Tal des Kali-Gandaki. Gleichzeitig sind Logistik und Rettungseinsätze in der Region komplizierter. Der Dhaulagiri zieht heute vor allem erfahrene Höhenbergsteiger an, die abseits des Massenbetriebs eine klassische, aber fordernde Expedition suchen.
- Höhe: 8 167 m
- Erstbesteigung: 1960 (Schweizer/Österreichisch-Nepalesische Expedition)
- Markanz: isoliertes Massiv über dem Kali-Gandaki
- Land
- Nepal
- Region
- West-Zentral-Nepal
- Quelle
- Encyclopaedia Britannica
Manaslu
Rang: 8
Der Manaslu trägt den poetischen Beinamen „Berg der Seele“ und erhebt sich im Mansiri-Himal im Zentrum Nepals. Mit 8 163 m ist er der achthöchste Gipfel der Erde und hat sich in den letzten Jahren zu einem der meistbesuchten Achttausender entwickelt. Die Erstbesteigung gelang 1956 einem japanisch-nepalesischen Team; gerade in Japan genießt der Manaslu daher besonderen Symbolcharakter. Der Normalweg verläuft über lange Gletscherpassagen und technisch moderatere Flanken als an vielen anderen Achttausendern, was ihn für kommerzielle Expeditionen attraktiv macht. Trotzdem bleiben Seracs, Spalten und Lawinenrisiko ernstzunehmende Faktoren. Die Region steht als Manaslu Conservation Area unter Schutz; traditionelle Dörfer, Klöster und Terrassenfelder prägen die Anmarschroute durch das Tal des Budhi-Gandaki. In jüngerer Zeit wird der Manaslu häufig als Vorbereitung für Everest- oder K2-Projekte genutzt, zugleich gibt es Diskussionen über Sicherheitsstandards, Spurwahl und Bergungslogistik bei hoher Auslastung. Für viele Bergsteiger ist der Gipfeltag trotz aller Infrastruktur ein intensives Erlebnis zwischen Panorama, Erschöpfung und Respekt vor der Höhe.
- Höhe: 8 163 m
- Erstbesteigung: 1956 (Imanishi/Gyalzen Norbu)
- Beliebt als Vorbereitung für anspruchsvollere 8000er
- Land
- Nepal
- Schutzgebiet
- Manaslu Conservation Area
- Quelle
- NTNC – MCAP
Nanga Parbat
Rang: 9
Der Nanga Parbat ist der westlichste Achttausender und einer der mythenumwobensten Berge der Welt. Sein Beiname „Killerberg“ stammt aus einer Zeit, in der zahlreiche Expeditionen an Wetter, Lawinen und objektiven Gefahren scheiterten. Besonders die gigantische Rupalwand, die fast 4 600 Meter vom Gletscher zum Gipfel ansteigt, gilt als eine der höchsten und eindrucksvollsten Steilwände der Erde. 1953 schrieb Hermann Buhl Geschichte, als er im Solostil und mit einer extrem langen Gipfeletappe die Erstbesteigung über die Rakhiot-Flanke schaffte. Seitdem wurden mehrere Routen etabliert, doch der Nanga Parbat blieb lange einer der tödlichsten Achttausender. Heftige Stürme aus dem Westen, komplexe Gletscherstrukturen und die enorme Wandhöhe sorgen dafür, dass Rückzüge oft spät und schwierig werden. In den letzten Jahren sorgten Wintererstbesteigungen und Speed-Projekte für zusätzliche Aufmerksamkeit, ohne den ernsthaften Charakter des Berges zu mindern. Die Region liegt im pakistanischen Teil des West-Himalaya; Zugang und Infrastruktur sind weniger entwickelt als in Nepals Trekkingklassikern. Wer hier unterwegs ist, betritt einen historischen Schauplatz der Höhenalpinistik, an dem Triumph und Tragödie oft nah beieinanderliegen.
- Höhe: 8 126 m
- Erstbesteigung: 1953 (Hermann Buhl)
- Gewaltige Rupal- und Diamirflanken
- Land
- Pakistan
- Region
- West-Himalaya
- Quelle
- Alpine Journal (PDF)
Annapurna I
Rang: 10
Die Annapurna I ist in mehrfacher Hinsicht ein Sonderfall unter den Achttausendern. Mit 8 091 m bildet sie den niedrigsten Gipfel der Vierzehn, gilt statistisch aber als einer der gefährlichsten. Die Erstbesteigung gelang 1950 einer französischen Expedition um Maurice Herzog und Louis Lachenal – damit war Annapurna I der erste bestiegene Achttausender überhaupt. Die Normalroute über die Nordseite und Varianten in der gewaltigen Südwand sind geprägt von steilen Hängen, Seracs und ausgeprägter Lawinengefahr. Gerade in der Vor- und Nachmonsunzeit können Schneefälle, Wind und Temperaturwechsel binnen kurzer Zeit kritische Bedingungen erzeugen. Das Annapurna-Massiv bildet zusammen mit dem tief eingeschnittenen Kali-Gandaki und zahlreichen Nebengipfeln ein spektakuläres Landschaftsensemble, das durch das Annapurna Conservation Area Project geschützt wird. Während die Trekkingrouten rund um den Berg zu den meistbegangenen der Welt zählen, bleibt der eigentliche Gipfel erfahrenen Expeditionsteams vorbehalten. Diskussionen um Risikoethik, Stilfragen und die Rolle kommerzieller Anbieter begleiten viele moderne Besteigungen. Annapurna I steht damit exemplarisch für die Spannung zwischen Pioniergeschichte, Traumgipfel und objektiver Gefahr.
- Höhe: 8 091 m
- Erstbesteigung: 1950 (Herzog/Lachenal)
- Teil eines komplexen Massivs mit tiefem Kali-Gandaki
- Land
- Nepal
- Schutzgebiet
- Annapurna Conservation Area
- Quelle
- NTNC – ACAP

