Die 10 höchsten Fernsehtürme der Welt

Die 10 höchsten Fernsehtürme der Welt

Wie hoch können Fernsehtürme eigentlich werden, bevor Technik, Wind und Material an Grenzen stoßen? Diese Top-10 zeigt die höchsten Fernsehtürme der Welt – sortiert nach Gesamthöhe (Meter), also der Höhe bis zur Spitze (inkl. Antenne/Spitze, je nach offizieller Messmethode der Quelle). Wenn du Bauwerke liebst, die zugleich Sendeanlage, Wahrzeichen und Aussichtspunkt sind, bist du hier genau richtig – weitere Rankings findest du in der Kategorie Gebäude.

Wichtig: Es geht hier um klassische Fernseh-/Telekommunikations- und Aussichtstürme (keine abgespannten Sendemasten). Die Reihenfolge folgt strikt der angegebenen Höhe.

Übersicht

  1. Tokyo Skytree (Tokio, Japan)
  2. Canton Tower (Guangzhou, China)
  3. CN Tower (Toronto, Kanada)
  4. Ostankino Tower (Moskau, Russland)
  5. Oriental Pearl TV Tower (Shanghai, China)
  6. Milad Tower (Teheran, Iran)
  7. KL Tower / Menara Kuala Lumpur (Kuala Lumpur, Malaysia)
  8. Tianjin Radio & TV Tower (Tianjin, China)
  9. Central Radio & TV Tower (Peking/Beijing, China)
  10. Riga TV Tower (Riga, Lettland)
Die 10 höchsten Fernsehtürme der Welt (Sortierung: Höhe absteigend)
Rang Fernsehturm Stadt / Land Höhe Fertigstellung Typ Warum ikonisch?
1 Tokyo Skytree Tokio, Japan 634 m 2012 Broadcasting- & Aussichtsturm Weltrekord-Turmhöhe, gebaut für moderne TV-Signale in Megacity-Umgebung
2 Canton Tower Guangzhou, China 600 m 2009/2010 TV-/Aussichtsturm „Schmale Taille“-Design, Leuchtturm der Skyline am Perlfluss
3 CN Tower Toronto, Kanada 553,33 m 1976 Kommunikations- & Aussichtsturm Nordamerika-Ikone, jahrzehntelang Rekordhalter der Freistehenden
4 Ostankino Tower Moskau, Russland 540 m 1967 TV-/Radio- & Aussichtsturm Europas Gigant, Symbol sowjetischer Ingenieurskunst
5 Oriental Pearl Television Tower Shanghai, China 468 m 1994 TV-/Aussichtsturm Science-Fiction-Silhouette, Wahrzeichen von Pudong
6 Milad Tower Teheran, Iran 435 m 2007/2008 Telekommunikations- & Aussichtsturm Nationales Prestigeprojekt, Multifunktionskopf mit Besucherdecks
7 KL Tower (Menara Kuala Lumpur) Kuala Lumpur, Malaysia 421 m 1994/1996 Telekommunikations- & Aussichtsturm „Stadt-Balkon“ über dem Dschungelhügel Bukit Nanas
8 Tianjin Radio & TV Tower Tianjin, China 415,2 m 1991 TV-/Aussichtsturm „Tower in water“: ikonisch am See inszeniert
9 Central Radio & TV Tower Beijing, China 410,5 m 1992 Telekommunikations- & Aussichtsturm Beijing-Panorama, Drehrestaurant & klassischer „CCTV Tower“-Look
10 Riga TV Tower Riga, Lettland 368 m 1987 Telekommunikations- & Aussichtsturm Tripod-Form auf Flussinsel, markantes Technik-Wahrzeichen

Tokyo Skytree (Tokio, Japan)

Rang: 1

Der Tokyo Skytree ist der Fernsehturm, der sich anfühlt, als hätte Tokio beschlossen, den Himmel selbst zu markieren. Seine 634 Meter sind nicht nur eine Zahl für Rekordlisten, sondern eine technische Antwort auf ein Problem, das nur Megastädte kennen: Wenn überall Hochhäuser wachsen, brauchen Sendeanlagen schlicht mehr Höhe, damit digitale Signale zuverlässig über die Stadt rollen. Genau darum wurde der Skytree von Beginn an als freistehender Broadcasting-Turm geplant – und am Ende so dimensioniert, dass er weltweit ganz oben steht. Was ihn besonders macht, ist die Mischung aus knallharter Funktion (Übertragung) und perfekter Inszenierung: Besucherdecks, Blickachsen, Lichtdesign – alles spielt zusammen, sodass der Turm tagsüber wie ein elegantes Stück Ingenieurskunst wirkt und nachts wie ein Orientierungspunkt für eine ganze Metropolregion. Und weil Tokio keine halben Sachen macht, ist der Skytree auch ein Symbol dafür, wie Infrastruktur zum Wahrzeichen werden kann: Man sieht ihn aus vielen Vierteln, er ist in Fotos, Navigationspunkten und im Gefühl „hier ist Tokio“ präsent. In dieser Liste steht er deshalb nicht nur wegen seiner Höhe auf Platz 1, sondern weil er zeigt, wie Fernsehen, Stadtentwicklung und Architektur in einer einzigen, extrem schlanken Silhouette zusammenfinden.

  • Mit 634 Metern gilt der Turm als weltweit höchster Turm in seiner Kategorie.
  • Er wurde als freistehender Broadcasting-Turm konzipiert – u. a. wegen der Hochhausdichte Tokios.
  • Die Höhe „634“ wurde bewusst gewählt und ist Teil der Identität des Bauwerks.
Höhe
634 m
Standort
Tokio (Japan)
Quelle
TOKYO SKYTREE (offizielle Spezifikationen)

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Canton Tower (Guangzhou, China)

Rang: 2

Der Canton Tower ist ein Paradebeispiel dafür, wie ein Fernsehturm gleichzeitig Technikträger und Stadtsignatur sein kann: 600 Meter hoch, schlank, verdreht und so gestaltet, dass er in der Skyline nicht „nur steht“, sondern regelrecht eine Bewegung andeutet. Genau diese berühmte „schmale Taille“ macht ihn unverwechselbar – ein Design, das nicht nur ästhetisch wirkt, sondern in der Wahrnehmung die Höhe nochmals streckt. Guangzhou positioniert sich seit Jahren als Hightech- und Handelsmetropole am Perlfluss, und der Canton Tower ist dafür das perfekte Emblem: gut sichtbar, nachts ein Lichtobjekt, tagsüber ein Ingenieur-Statement. Spannend ist auch die zeitliche Einordnung: Der Turm wurde in der Phase fertig, in der viele asiatische Städte ihre Wahrzeichen nicht mehr aus Stein und Ornamenten bauten, sondern aus Stahl, Beton, LED und Signaltechnik. In der Realität ist der Canton Tower ein Multitool – Senden, Orientierung, Tourismus, Erlebnis. Wer ihn besucht, merkt schnell: Moderne Fernsehtürme sind längst keine „Sendemasten mit Aussichtsplattform“ mehr, sondern Erlebnisarchitekturen, in denen die Funktion zwar der Grund ist, aber nicht das ganze Ziel. Und genau darum ist Platz 2 so überzeugend: Der Canton Tower ist nicht nur hoch, er ist ein urbaner Marker, der Guangzhou auf die Weltkarte der ikonischen Bauwerke setzt – sichtbar über Fluss, Brücken und Boulevards hinweg.

  • Der Canton Tower erreicht eine Gesamthöhe von 600 Metern (inkl. Antenne).
  • Er gilt als neues Landmark der Stadt Guangzhou am Perlfluss.
  • Sein „slender waist“-Design ist ein zentrales Erkennungsmerkmal der Skyline.
Höhe
600 m
Standort
Guangzhou (China)
Quelle
People’s Government of Guangzhou Municipality

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CN Tower (Toronto, Kanada)

Rang: 3

Der CN Tower ist der Klassiker unter den Fernsehturm-Legenden: ein Bauwerk, das über Jahrzehnte als Messlatte für „freistehende Höhe“ galt und Toronto damit ein unverwechselbares Profil gegeben hat. Seine Stärke liegt nicht nur in den 553,33 Metern, sondern in dem Gefühl, das er erzeugt: Du stehst in einer modernen Stadt – und plötzlich ist da dieses technische Monument, das wirkt wie ein riesiger, sauber gezeichneter Strich in den Himmel. Der CN Tower wurde gebaut, um ein sehr praktisches Problem zu lösen: Kommunikation und Fernsehen in einer Stadt, die in die Höhe wuchs und deren Infrastruktur mithalten musste. Und dennoch wurde daraus ein Wahrzeichen, das selbst Menschen erkennen, die nie in Kanada waren. Was den CN Tower so langlebig macht, ist die Kombination aus Funktion und Erlebnis. Er bietet Aussichtsbereiche, die in der westlichen Hemisphäre zu den höchsten zählen, und zugleich bleibt er ein Stück Infrastruktur, das Sender und Signale trägt. Dadurch entsteht dieser besondere Spagat: tagsüber Ingenieursbau, abends Touristenziel, immer aber ein Orientierungspunkt. In vielen Städten gibt es Hochhäuser – aber ein Fernsehturm wie der CN Tower schafft eine andere Art von Dominanz: schlank, klar, technikbetont. Und genau deswegen steht er hier auf Platz 3: Er ist nicht „nur“ hoch, sondern einer der bekanntesten Fernsehtürme überhaupt – ein Bauwerk, das bewiesen hat, dass Sendeanlagen nicht versteckt werden müssen, sondern stolz als Teil des Stadtbilds funktionieren können.

  • Die offizielle Gesamthöhe wird mit 553,33 Metern angegeben.
  • Der Turm wurde 1976 fertiggestellt und ist bis heute Wahrzeichen Torontos.
  • Er verbindet Kommunikationsfunktion mit öffentlich zugänglichen Aussichtsbereichen.
Höhe
553,33 m
Fertigstellung
1976
Quelle
CN Tower (offizielle Faktenseite)

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Ostankino Tower (Moskau, Russland)

Rang: 4

Der Ostankino Tower ist eine Zeitkapsel aus einer Ära, in der Fernsehtürme als nationale Statements gebaut wurden: groß, kompromisslos, technisch und sichtbar für alle. Mit 540 Metern ist er nicht nur einer der höchsten Türme der Welt, sondern in Europa eine echte Ausnahmeerscheinung – ein Bauwerk, das noch immer die Vorstellung prägt, wie ein „klassischer“ Fernsehturm aussieht. Wer ihn betrachtet, sieht sofort: Hier ging es nie nur um eine Aussichtsplattform, sondern um Reichweite, Signalstärke und Prestige. Ostankino wurde in den 1960er-Jahren vollendet, in einer Phase, in der Technologie und Architektur eng miteinander verknüpft wurden, um Modernität zu demonstrieren. Und genau darin liegt sein besonderer Reiz: Er wirkt wie ein Ingenieur-Manifest aus Beton und Stahl – weniger verspielt als viele neuere Türme, dafür monumental und funktional. Gleichzeitig ist Ostankino ein Beispiel dafür, wie langlebig solche Infrastrukturbauten sind: Sendertechnik ändert sich, digitale Standards kommen und gehen, aber der Standort „hoch über allem“ bleibt ein Vorteil. Für Besucher ist der Turm ein Blickfänger, für die Stadt ein Fixpunkt im mentalen Stadtplan, für die Technik ein Knotenpunkt. In dieser Liste ist Ostankino Platz 4, weil er die alte Schule der Fernsehturm-Architektur verkörpert: ein einziger, riesiger Zweckbau, der so hoch ist, dass er selbst in einer Metropole wie Moskau das Umfeld dominiert – und genau dadurch zur Ikone wurde.

  • Der Turm erreicht eine Höhe von 540 Metern.
  • Er wurde 1967 fertiggestellt und zählt zu den höchsten Türmen Europas.
  • Er ist als Telekommunikations- und Beobachtungsturm klassifiziert.
Höhe
540 m
Fertigstellung
1967
Quelle
The Skyscraper Center

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Oriental Pearl TV Tower (Shanghai, China)

Rang: 5

Die Oriental Pearl ist einer dieser Fernsehtürme, die weniger wie Infrastruktur wirken und mehr wie ein futuristisches Bühnenbild – und genau das war in Shanghai auch die Botschaft: Pudong als Zukunftsversprechen, sichtbar in einer Silhouette aus Kugeln, Stäben und Licht. Mit 468 Metern gehört der Turm zu den Riesen, aber sein eigentlicher Effekt ist visuell: Er ist nicht einfach „hoch“, sondern so gestaltet, dass man ihn sofort wiedererkennt. Die Kugelformen geben dem Bauwerk eine starke Identität, und nachts wird daraus ein leuchtendes Symbol, das den Fluss und die Skyline miteinander verbindet. Gleichzeitig ist es ein klassisches Beispiel dafür, wie Städte Fernsehtürme als urbane Marken einsetzen: Der Turm steht nicht am Rand, sondern im Herzen eines Entwicklungsgebiets, das wirtschaftlich und kulturell strahlen soll. Technisch erfüllt die Oriental Pearl ihre Rolle als Telekommunikations- und Beobachtungsturm, doch im Alltag ist sie vor allem ein Orientierungspunkt: „Da ist Pudong, da ist Shanghai.“ Für Besucher ist sie ein Aussichtsort, für Fotografen ein Pflichtmotiv, für die Stadt ein Statement: Moderne kann eine Form haben. Platz 5 ist deshalb nicht nur eine Zahl, sondern ein Hinweis auf die besondere Qualität des Bauwerks: Die Oriental Pearl zeigt, dass Fernsehtürme nicht zwangsläufig wie Antennen aussehen müssen, sondern als Architektur-Ikonen funktionieren können – und dabei weiterhin senden, übertragen und das Stadtbild prägen.

  • Die Gesamthöhe wird mit 468 Metern angegeben.
  • Der Turm ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Skyline von Shanghai.
  • Die Kugelformen sorgen für einen einzigartigen Wiedererkennungswert.
Höhe
468 m
Standort
Shanghai (China)
Quelle
The Skyscraper Center

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Milad Tower (Teheran, Iran)

Rang: 6

Der Milad Tower ist Teherans moderner Leuchtturm – ein Projekt, das bewusst zeigt: Hier geht es um Infrastruktur, aber auch um Selbstverständnis. Mit 435 Metern ragt er weit über die Stadt hinaus und bündelt mehrere Funktionen in einem markanten „Kopf“, der wie ein technisches Kommandozentrum wirkt. Was Milad besonders macht, ist der Kontext: In einer Region, in der urbane Symbole oft historisch geprägt sind, setzt dieser Fernsehturm ein klares Zeichen für Gegenwart und Technik. Der Bau war ein langfristiges Vorhaben, dessen Idee schon früher existierte, aber erst später konkret umgesetzt wurde – und genau darin spiegelt sich die Entwicklung moderner Städte: Kommunikationsbedarf, Sichtbarkeit, Stadtmarketing, Tourismus und technische Redundanz greifen ineinander. Milad ist außerdem ein gutes Beispiel dafür, wie Fernsehtürme heute als Multifunktionsräume gedacht werden: Neben dem Senden und Übertragen wird der Turm zu einem Ort, den Menschen besuchen, in dem sie Aussicht genießen und die Stadt aus einer Perspektive sehen, die sonst nur Vögel haben. Gleichzeitig bleibt er ein Infrastrukturträger – und das ist der Kern: Ein Fernsehturm muss zuverlässig, stabil und dauerhaft sein. Milad wirkt deshalb nicht wie eine Spielerei, sondern wie ein ernst gemeintes Stück Stadttechnik, das zugleich die Skyline prägt. Platz 6 bedeutet hier: Er gehört zu den ganz großen Türmen weltweit – und ist für Teheran ein Symbol für Modernisierung, Sichtbarkeit und Verbindung.

  • Der Turm wird mit einer Höhe von 435 Metern beschrieben.
  • Er dient als Telekommunikations- und Multifunktions-/Besucherturm.
  • Er gilt als höchster Turm Irans und als zentrales Wahrzeichen Teherans.
Höhe
435 m
Standort
Teheran (Iran)
Quelle
ICRO

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KL Tower / Menara Kuala Lumpur (Kuala Lumpur, Malaysia)

Rang: 7

Der KL Tower ist der Fernsehturm, der beweist, dass Standortwahl fast so wichtig ist wie Höhe: 421 Meter über dem Boden – und zusätzlich auf einem Hügel, der den Turm wie auf ein Podest stellt. Dadurch wirkt er in der Skyline oft noch dominanter, als es die reine Zahl vermuten lässt. Seine Geschichte ist eng mit der Idee verbunden, Malaysia technologisch sichtbarer zu machen: Ein Bauwerk, das Kommunikation sichert und gleichzeitig als Besucherattraktion funktioniert. Die offiziellen Meilensteine erzählen das sehr konkret: Mastmontage als Abschluss, danach Öffnung für die Öffentlichkeit – als ob die Technik erst fertig sein muss, bevor das Wahrzeichen „den Menschen gehört“. Genau dieses Zusammenspiel ist typisch für moderne Fernsehtürme: Sie sind Infrastruktur, aber sie sind auch Bühne. Wer den KL Tower erlebt, bekommt einen Blick auf die Stadt, der sich deutlich vom Hochhausblick unterscheidet, weil der Turm als schlanke Nadel mitten über dem urbanen Teppich steht. Und weil er nicht nur aus Glas und Büroflächen besteht, fühlt sich das oben oft „luftiger“ an – mehr Panorama, weniger Innenraum. Als Wahrzeichen funktioniert er zudem wie ein Fixpunkt: Kuala Lumpur hat inzwischen mehrere sehr hohe Gebäude, aber der KL Tower ist eine andere Art von Höhe, eine technische Höhe, die aus dem Stadtgrün heraussticht. Platz 7 markiert damit den Übergang von den globalen Giganten zu den Türmen, die in ihrer Region absolute Spitzenklasse sind – und in Südostasien ist der KL Tower genau das.

  • Die offizielle Höhe wird mit 421 Metern angegeben.
  • Der Mast wurde 1994 installiert; die Öffnung für Besucher erfolgte 1996.
  • Der Turm ist ein zentraler Telekommunikations- und Aussichtspunkt in Kuala Lumpur.
Höhe
421 m
Meilensteine
Mastinstallation 1994, Öffnung 1996
Quelle
KL Tower

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Tianjin Radio & TV Tower (Tianjin, China)

Rang: 8

Der Tianjin Radio & TV Tower – oft kurz „Tian Ta“ genannt – ist ein Fernsehturm, der nicht nur durch seine 415,2 Meter auffällt, sondern durch seine Inszenierung als „Tower in water“. Das klingt erstmal poetisch, ist aber in Wahrheit ein cleverer urbaner Trick: Wer einen Turm an oder in der Nähe von Wasserflächen platziert, bekommt Reflexionen, Weite und Sichtachsen geschenkt. Plötzlich wirkt die Höhe nicht nur nach oben, sondern auch nach unten – als würde sich der Turm im Wasser verdoppeln. Genau so wird aus einer Sendeanlage ein Landmark mit eigenem Bühnenbild. Tianjin selbst ist eine riesige Metropolregion, und der Turm funktioniert wie ein visueller Anker, der Orientierung schafft und zugleich Signaltechnik trägt. Auch hier gilt: Moderne Fernsehtürme sind Multirollen-Bauwerke. Sie senden, sie zeigen Präsenz, sie schaffen Identität. Und Tian Ta hat dafür eine besondere Signatur, weil er nicht nur „hoch und schlank“ ist, sondern in einer Umgebung steht, die seine Form verstärkt. Für Besucher ist er ein Aussichtspunkt, für die Stadt eine Art Postkartenmotiv, für die Technik ein Kommunikationsknoten. Platz 8 zeigt, wie dicht die internationale Spitze inzwischen geworden ist: Über 400 Meter sind längst nicht mehr Ausnahme, sondern ein eigenes Leistungssegment. Tianjin spielt in diesem Segment ganz vorne mit – und setzt dabei auf eine der stärksten Kombinationen: Höhe plus Umgebung plus Wiedererkennungswert.

  • Die Gesamthöhe wird mit 415,2 Metern angegeben.
  • Der Turm wird als „tower in water“ beschrieben und ist dadurch besonders fotogen inszeniert.
  • Er wurde 1991 fertiggestellt.
Höhe
415,2 m
Fertigstellung
1991
Quelle
World Federation of Great Towers

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Central Radio & TV Tower (Peking/Beijing, China)

Rang: 9

Der Central Radio & TV Tower in Beijing ist ein typischer „Großstadt-Fernsehturm“ im besten Sinne: ein funktionaler Kommunikationsknoten, der zugleich als Aussichtspunkt und Stadtmarker dient. Mit 410,5 Metern ist er hoch genug, um die urbane Dichte Beijings sichtbar zu überragen – und gerade das macht ihn so relevant. In Städten, die horizontal und vertikal gleichzeitig wachsen, werden Fernsehtürme zu Fixpunkten, an denen man sich orientiert, weil sie nicht „Teil der Bebauung“ sind, sondern darüber stehen. Der Beijing TV Tower wirkt dabei klassisch: Schaft, Plattformbereich, Spitze – eine Silhouette, die sofort als Fernsehturm lesbar ist. Und trotzdem steckt dahinter moderne Datendefinition: Die Quelle führt die Höhe „to tip“ als Messgröße, also bis zur Spitze, unabhängig davon, ob das oberste Element Antenne oder Technik ist. Genau solche Messdetails entscheiden darüber, wie Rankings aussehen – und warum dieser Turm Platz 9 erreicht. Für Besucher ist er außerdem ein Blick auf Beijing, der anders ist als der Blick von Hochhausdächern: freier, runder, weniger „zwischen Fassaden“. Und inhaltlich ist er ein schönes Beispiel dafür, dass Fernsehtürme in vielen Metropolen nicht verschwinden, obwohl Glasfaser, Satellit und Streaming dominieren. Sie bleiben wichtig für terrestrische Übertragung, als Infrastrukturreserve und als Symbol: „Hier sendet die Stadt.“ Platz 9 ist deshalb nicht nur eine Zahl, sondern ein Hinweis darauf, wie sehr Kommunikation und Stadtkultur in solchen Bauwerken zusammenlaufen.

  • Die Höhe „to tip“ wird mit 410,5 Metern angegeben.
  • Der Turm ist als Telekommunikations-/Observation-Tower klassifiziert.
  • Er wird auch als „Beijing TV Tower“ geführt.
Höhe
410,5 m
Standort
Beijing (China)
Quelle
The Skyscraper Center

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Riga TV Tower (Riga, Lettland)

Rang: 10

Der Riga TV Tower ist der Beweis, dass ein Fernsehturm nicht in einer „Weltstadt“ stehen muss, um weltweit zur Spitze zu gehören. Mit 368 Metern ragt er über Riga hinaus und wird gerade durch seine Lage auf einer Flussinsel zu einem besonderen Stadtzeichen: Wasser, Weite, ein klarer Blick auf die Silhouette – und mittendrin dieser Tripod-Charakter, der ihn technisch und optisch abhebt. Interessant ist auch, wie sehr der Turm das Thema „Telekommunikation“ im Stadtbild sichtbar macht: Während viele Menschen an Fernsehtürme aus Beton mit Kugel denken, wirkt Riga mit seiner Konstruktion eher wie ein technischer Riese, der gleichzeitig leicht und stabil erscheinen soll. Als Wahrzeichen funktioniert das hervorragend: Wer Riga besucht, bekommt mit dem Turm sofort einen Orientierungspunkt, der nicht austauschbar ist. Und aus Ranking-Sicht ist er ein gutes Finale der Top-10, weil hier die Schwelle sichtbar wird: Ab ungefähr 350 Metern beginnt die Liga der wirklich großen Fernsehtürme, und Riga hält sich darin bis heute. Dazu kommt die urbane Bedeutung: Solche Türme sind oft nicht nur Senderstandorte, sondern auch Symbolträger für Modernisierung, Infrastruktur und Vernetzung. Riga zeigt damit, dass „hoch“ nicht zwangsläufig „Megacity“ bedeutet – manchmal ist es auch einfach ein Land, das seine Kommunikationsinfrastruktur so baut, dass sie Jahrzehnte hält und dabei noch zum Wahrzeichen wird.

  • Die Höhe „to tip“ wird mit 368 Metern angegeben.
  • Der Turm ist als Telekommunikations-/Observation-Tower gelistet.
  • Die Tripod-Bauweise macht ihn zu einem markanten Technik-Wahrzeichen auf der Flussinsel.
Höhe
368 m
Fertigstellung
1987
Quelle
The Skyscraper Center

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