Die 10 legendärsten Elfmeter aller Zeiten

Die 10 legendärsten Elfmeter aller Zeiten

Welcher Elfmeter war der legendärste aller Zeiten: der frechste, der bitterste oder der entscheidendste? Diese Top 10 sortiert berühmte Strafstöße nach historischer Bedeutung, Drucksituation, Originalität, emotionaler Wirkung, Turnierkontext und langfristiger Erinnerung im Weltfußball.

Übersicht

  1. Antonín Panenka gegen Deutschland, 1976
  2. Andreas Brehme gegen Argentinien, 1990
  3. Roberto Baggio gegen Brasilien, 1994
  4. Zinédine Zidane gegen Italien, 2006
  5. Gonzalo Montiel gegen Frankreich, 2022
  6. Brandi Chastain gegen China, 1999
  7. John Terry gegen Manchester United, 2008
  8. Didier Drogba gegen Bayern München, 2012
  9. Andrea Pirlo gegen England, 2012
  10. Fabio Grosso gegen Frankreich, 2006
Rang Elfmeter Wettbewerb Ausgang Warum legendär?
1 Antonín Panenka gegen Deutschland EM-Finale 1976 verwandelt er erfand die berühmteste Elfmetertechnik
2 Andreas Brehme gegen Argentinien WM-Finale 1990 verwandelt entscheidender Treffer zum deutschen Weltmeistertitel
3 Roberto Baggio gegen Brasilien WM-Finale 1994 verschossen tragischer Fehlschuss eines Weltstars
4 Zinédine Zidane gegen Italien WM-Finale 2006 verwandelt riskanter Panenka-Elfmeter gegen Buffon
5 Gonzalo Montiel gegen Frankreich WM-Finale 2022 verwandelt entscheidender Schuss zu Argentiniens Weltmeistertitel
6 Brandi Chastain gegen China Frauen-WM-Finale 1999 verwandelt ikonischer Moment für Frauenfußball und US-Sport
7 John Terry gegen Manchester United Champions-League-Finale 2008 verschossen Ausrutschen im Moment des möglichen Triumphs
8 Didier Drogba gegen Bayern München Champions-League-Finale 2012 verwandelt Chelseas erster Champions-League-Titel
9 Andrea Pirlo gegen England EM 2012 verwandelt eiskalte Panenka-Kopie im Elfmeterschießen
10 Fabio Grosso gegen Frankreich WM-Finale 2006 verwandelt entscheidender Schuss zum italienischen WM-Titel

Antonín Panenka gegen Deutschland, 1976

Rang: 1

Antonín Panenkas Elfmeter im EM-Finale 1976 ist der berühmteste Strafstoß der Fußballgeschichte, weil er nicht nur ein Spiel entschied, sondern eine neue Idee erfand. Die Tschechoslowakei stand in Belgrad im Elfmeterschießen gegen Deutschland, damals Titelverteidiger und eine der stärksten Fußballnationen der Welt. Panenka trat zum entscheidenden Schuss an, obwohl der Druck kaum größer sein konnte: Ein Treffer bedeutete den Europameistertitel, ein Fehlschuss hätte Deutschland zurück ins Spiel gebracht. Statt hart in eine Ecke zu schießen, tat Panenka etwas scheinbar Unmögliches. Er lief an, wartete auf die Bewegung von Sepp Maier und lupfte den Ball weich in die Mitte des Tores. Dieser Schuss war so frech, dass er zunächst fast wie Respektlosigkeit wirkte. Doch gerade darin lag seine Genialität. Panenka hatte erkannt, dass Torhüter im Elfmeterschießen oft früh spekulieren. Er bestrafte diese Erwartung mit maximaler Ruhe und minimaler Kraft. Seitdem trägt diese Technik seinen Namen. Jeder spätere Spieler, der den Ball beim Elfmeter chippt, bewegt sich in Panenkas Schatten. Der Rang 1 ist deshalb eindeutig: Dieser Elfmeter war entscheidend, originell, riskant und stilbildend zugleich. Er verwandelte den Strafstoß von einer Kraftprobe in ein psychologisches Kunststück. Kaum ein anderer einzelner Schuss hat die Sprache des Fußballs so dauerhaft verändert.

  • Panenka entschied das EM-Finale 1976 mit einem Lupfer in die Tormitte.
  • Die Technik wurde weltweit als „Panenka“ bekannt.
  • Der Schuss verband maximalen Druck mit außergewöhnlicher Ruhe und Kreativität.
Wettbewerb
EM-Finale 1976
Besonderheit
Geburtsmoment der berühmtesten Elfmetertechnik
Quelle
UEFA

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Andreas Brehme gegen Argentinien, 1990

Rang: 2

Andreas Brehmes Elfmeter im WM-Finale 1990 gehört zwingend in jede Liste legendärer Strafstöße, und aus deutscher Sicht ist er sogar der wichtigste Elfmeter überhaupt. Deutschland und Argentinien trafen in Rom in einem harten, angespannten Finale aufeinander, das lange torlos blieb. Die Mannschaft von Franz Beckenbauer dominierte zwar über weite Strecken, doch ein WM-Endspiel wird nicht nach Eindrücken entschieden, sondern nach Toren. In der 85. Minute bekam Deutschland den entscheidenden Strafstoß. Die Situation war enorm: wenige Minuten vor Schluss, WM-Finale, ein einziges Tor würde sehr wahrscheinlich den Titel bedeuten. Lothar Matthäus war sonst ein sicherer Schütze, fühlte sich aber wegen eines Schuhproblems nicht optimal, also übernahm Brehme. Er war beidfüßig, nervenstark und technisch sauber genug, um diesen Moment zu tragen. Mit dem rechten Fuß schoss er flach und platziert zum 1:0. Deutschland wurde Weltmeister, Brehme zum Mann des Finales und der Elfmeter zu einem festen Bestandteil deutscher Fußballerinnerung. Gerade weil der Schuss nicht spektakulär, sondern ruhig und endgültig war, ist er so groß. Es gab keinen Trick, keine Show, keinen zweiten Versuch. Ein sauberer Strafstoß entschied die Weltmeisterschaft. Platz 2 ist deshalb angemessen: Panenka erfand eine Technik, aber Brehme entschied in der regulären Spielzeit ein WM-Finale. Historische Endgültigkeit kann kaum größer sein.

  • Brehme verwandelte im WM-Finale 1990 in der 85. Minute gegen Argentinien.
  • Der Treffer war das einzige Tor des Endspiels.
  • Deutschland gewann durch diesen Elfmeter den dritten Weltmeistertitel.
Wettbewerb
WM-Finale 1990
Besonderheit
Entscheidender Strafstoß zum deutschen Weltmeistertitel
Quelle
DFB Datencenter

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Roberto Baggio gegen Brasilien, 1994

Rang: 3

Roberto Baggios verschossener Elfmeter im WM-Finale 1994 ist vielleicht der berühmteste Fehlschuss des Fußballs. Italien und Brasilien hatten sich in Pasadena durch 120 torlose Minuten gekämpft, das Finale war heiß, zäh und nervlich brutal. Baggio war nicht irgendein Spieler, sondern Italiens großer Künstler, der sein Team zuvor mit entscheidenden Toren durch das Turnier getragen hatte. Ausgerechnet er trat zum fünften italienischen Elfmeter an, als die Situation fast aussichtslos geworden war. Brasilien lag im Elfmeterschießen vorn, Franco Baresi und Daniele Massaro hatten bereits vergeben, und Baggio musste treffen, um Italien im Rennen zu halten. Sein Schuss ging hoch über das Tor. Danach blieb er stehen, die Hände in die Hüften gestemmt, allein inmitten eines Stadions voller brasilianischer Jubelbilder. Dieses Standbild wurde zur Ikone des Scheiterns. Tragisch war der Moment, weil er Baggios großartiges Turnier auf einen einzigen Fehlschuss reduzierte. Viele erinnern sich bis heute zuerst an den Ball über die Latte, nicht an seine Tore gegen Nigeria, Spanien oder Bulgarien. Gerade deshalb ist der Elfmeter so legendär. Er zeigt, wie ungerecht Fußballerinnerung sein kann: Ein Spieler kann fast alles richtig machen und trotzdem durch eine Sekunde definiert werden. Platz 3 erhält Baggios Elfmeter, weil er die dunkle Seite des Strafstoßes verkörpert. Nicht Mut, Technik oder Ruhm entscheiden allein, sondern manchmal auch Müdigkeit, Druck und ein Moment, der für immer stehen bleibt.

  • Baggio verschoss im WM-Finale 1994 den entscheidenden italienischen Strafstoß.
  • Brasilien wurde nach dem Elfmeterschießen Weltmeister.
  • Das Bild des stehenden Baggio nach dem Fehlschuss wurde zu einer Ikone des Fußballschmerzes.
Wettbewerb
WM-Finale 1994
Besonderheit
Der berühmteste verschossene Elfmeter eines Weltstars
Quelle
FIFA

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Zinédine Zidane gegen Italien, 2006

Rang: 4

Zinédine Zidanes Elfmeter im WM-Finale 2006 war ein Moment von unglaublicher Kühnheit. Frankreich erhielt früh im Endspiel gegen Italien einen Strafstoß, und Zidane stand Gianluigi Buffon gegenüber, einem der besten Torhüter seiner Generation. Die Bühne war maximal groß: Weltmeisterschaftsfinale, Olympiastadion Berlin, Millionen Zuschauer, Zidanes letztes Spiel als Profi. In dieser Situation erwarteten viele einen sicheren, harten Schuss. Zidane tat das Gegenteil. Er lupfte den Ball im Panenka-Stil in die Mitte, traf die Unterkante der Latte, und der Ball sprang hinter die Linie. Für einen kurzen Moment schien die Zeit stillzustehen, weil niemand sofort sicher war, ob der Ball wirklich drin war. Genau diese Mischung aus Risiko, Eleganz und Dramatik macht den Elfmeter legendär. Zidane wiederholte nicht einfach Panenkas Idee, sondern brachte sie in den größten denkbaren Kontext. Er tat es gegen Buffon, im Finale, in seinem Abschiedsspiel, nach wenigen Minuten. Später wurde die Partie natürlich auch durch Zidanes Kopfstoß und Italiens Sieg im Elfmeterschießen geprägt, doch dieser frühe Strafstoß bleibt ein eigenständiges Kunstwerk. Er zeigte alles, was Zidane ausmachte: Technik, Selbstvertrauen, Stil und eine fast gefährliche Nähe zwischen Genie und Wahnsinn. Platz 4 erhält dieser Elfmeter, weil er nicht der entscheidende Schuss des Titels war, aber vielleicht der nervenstärkste ästhetische Moment eines WM-Finales. Kaum ein Strafstoß sah gleichzeitig so leicht und so riskant aus.

  • Zidane traf im WM-Finale 2006 per Panenka gegen Gianluigi Buffon.
  • Der Ball sprang von der Unterkante der Latte hinter die Linie.
  • Der Elfmeter fiel in Zidanes letztem Profispiel.
Wettbewerb
WM-Finale 2006
Besonderheit
Riskanter Panenka-Elfmeter gegen Buffon im WM-Finale
Quelle
FIFA

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Gonzalo Montiel gegen Frankreich, 2022

Rang: 5

Gonzalo Montiels Elfmeter im WM-Finale 2022 wurde in dem Moment legendär, in dem der Ball die Linie überquerte. Argentinien und Frankreich hatten eines der dramatischsten Endspiele der Fußballgeschichte geliefert: Messi, Mbappé, Führungswechsel, Ausgleich in der Verlängerung, ein letztes großes Zittern und schließlich Elfmeterschießen. Montiel war nicht der größte Name auf dem Platz, doch genau das macht seinen Schuss so faszinierend. Nach Treffern und Fehlschüssen zuvor lag die Verantwortung plötzlich bei ihm. Ein Treffer bedeutete Argentiniens dritten WM-Titel und die Vollendung von Lionel Messis Nationalmannschaftsgeschichte. Montiel lief an, blieb ruhig und schob den Ball in die Ecke. Hugo Lloris war geschlagen, Argentinien explodierte, und Montiel riss sich im Jubel das Trikot vom Körper. Es war kein Trickschuss wie Panenka, kein tragischer Fehlschuss wie Baggio und kein ästhetischer Wagemut wie Zidane. Es war ein Elfmeter der Vollendung. Seine Größe liegt in der Bedeutung: ein einzelner Schuss, der ein ganzes Land in Ekstase versetzte und eine jahrzehntelange Sehnsucht erfüllte. Für Argentinien war es der erste Weltmeistertitel seit 1986, für Messi der Triumph, der seine Karriere endgültig rund machte. Montiel wurde dadurch für immer mit diesem historischen Moment verbunden. Platz 5 erhält dieser Elfmeter, weil er nicht nur ein Finale entschied, sondern einen der größten Fußballmythen der Moderne abschloss.

  • Montiel verwandelte den entscheidenden Elfmeter im WM-Finale 2022.
  • Argentinien besiegte Frankreich im Elfmeterschießen.
  • Der Treffer machte Argentinien erstmals seit 1986 wieder zum Weltmeister.
Wettbewerb
WM-Finale 2022
Besonderheit
Entscheidender Schuss zu Argentiniens drittem WM-Titel
Quelle
FIFA Collect

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Brandi Chastain gegen China, 1999

Rang: 6

Brandi Chastains Elfmeter im Finale der Frauen-WM 1999 war weit mehr als ein sportlicher Treffer. Die USA spielten im Rose Bowl vor einer riesigen Kulisse gegen China, und nach torlosen 120 Minuten musste das Elfmeterschießen entscheiden. Chastain trat zum letzten amerikanischen Schuss an. Ein Treffer bedeutete den Weltmeistertitel, ein Fehlschuss hätte die Spannung weiter verlängert. Sie verwandelte mit links, obwohl sie eigentlich rechtsfüßig war und im Turnier zuvor nicht als klassische Hauptfigur des Angriffs wahrgenommen wurde. Danach folgte eines der bekanntesten Jubelbilder der Sportgeschichte: Chastain riss sich das Trikot vom Leib, sank auf die Knie und wurde zum Symbol eines neuen Selbstbewusstseins im Frauenfußball. Dieser Elfmeter war deshalb legendär, weil er sportliche Präzision, gesellschaftliche Sichtbarkeit und ein ikonisches Bild vereinte. Er fiel zu einem Zeitpunkt, an dem Frauenfußball in vielen Ländern noch um Anerkennung kämpfen musste. Der Moment zeigte, dass ein Frauenfußballspiel ein ganzes Stadion, ein Fernsehpublikum und eine Generation begeistern konnte. Chastains Treffer wurde nicht nur in Sportzusammenfassungen wiederholt, sondern in Kultur- und Mediengeschichte eingeschrieben. Platz 6 erhält dieser Elfmeter, weil er ein Finale entschied und zugleich die Wahrnehmung des Frauenfußballs veränderte. Es war ein Strafstoß, der über den Sport hinausging: ein Moment der Freude, Stärke und Sichtbarkeit, den man auch ohne taktischen Kontext sofort versteht.

  • Chastain verwandelte den entscheidenden Elfmeter im Frauen-WM-Finale 1999.
  • Die USA besiegten China im Elfmeterschießen.
  • Ihr Jubel wurde zu einem der berühmtesten Bilder des Frauenfußballs.
Wettbewerb
Frauen-WM-Finale 1999
Besonderheit
Ikonischer Titelmoment mit großer Wirkung für den Frauenfußball
Quelle
FIFA

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John Terry gegen Manchester United, 2008

Rang: 7

John Terrys Elfmeter im Champions-League-Finale 2008 ist einer der dramatischsten Fehlschüsse der Vereinsfußballgeschichte. Chelsea und Manchester United standen sich in Moskau gegenüber, Regen fiel, der Rasen war rutschig, die Spannung gewaltig. Im Elfmeterschießen hatte Cristiano Ronaldo für United bereits verschossen, und Terry trat als Chelsea-Kapitän zum potenziellen Titelgewinn an. Ein Treffer hätte Chelsea erstmals die Champions League gebracht. Terry lief an, rutschte im entscheidenden Moment weg, traf den Ball nicht sauber, und der Schuss prallte an den Pfosten. Innerhalb einer Sekunde verwandelte sich möglicher Ruhm in Schmerz. Das Bild des ausrutschenden Kapitäns wurde sofort zu einem der bittersten Champions-League-Momente. Besonders tragisch war, dass Terry nicht nur irgendein Spieler war, sondern das emotionale Gesicht Chelseas. Er hätte den größten Triumph der Vereinsgeschichte besiegeln können, wurde aber zur Symbolfigur des Scheiterns. Manchester United gewann später das Elfmeterschießen, und Chelseas Traum platzte im Regen von Moskau. Der Elfmeter ist legendär, weil er zeigt, wie grausam Fußball sein kann: Nicht fehlender Mut oder schlechte Absicht entschieden, sondern ein einziger falscher Halt auf nassem Boden. Platz 7 erhält Terry, weil dieser Fehlschuss nicht nur ein Finale prägte, sondern eine ganze Vereinsgeschichte überschattete, bis Chelsea 2012 endlich den Titel holte. Er bleibt ein Musterbeispiel dafür, wie nah Heldentum und Tragik beim Elfmeter beieinanderliegen.

  • Terry hätte Chelsea 2008 mit seinem Elfmeter zum Champions-League-Sieg schießen können.
  • Er rutschte beim Schuss aus und traf den Pfosten.
  • Manchester United gewann das Finale später im Elfmeterschießen.
Wettbewerb
Champions-League-Finale 2008
Besonderheit
Der berühmteste Ausrutscher im Elfmeterschießen
Quelle
The Guardian

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Didier Drogba gegen Bayern München, 2012

Rang: 8

Didier Drogbas Elfmeter im Champions-League-Finale 2012 ist einer der größten Erlösungsmomente des modernen Vereinsfußballs. Chelsea spielte in München gegen Bayern München, im Stadion des Gegners, und stand lange unter Druck. Drogba hatte Chelsea kurz vor Ende der regulären Spielzeit mit einem wuchtigen Kopfball überhaupt erst in die Verlängerung gerettet. Später verursachte er zwar einen Elfmeter, den Petr Čech gegen Arjen Robben parierte, doch am Ende bekam Drogba selbst die Chance auf das letzte Wort. Im Elfmeterschießen trat er zum entscheidenden Schuss an. Chelsea hatte die Champions League noch nie gewonnen, der Klub trug die Last vieler gescheiterter Anläufe, und Drogba wusste, dass sein Treffer Geschichte schreiben würde. Er lief an, täuschte Manuel Neuer und verwandelte kühl. Für Chelsea war es der erste Triumph in der Champions League, für Drogba der perfekte Abschluss einer prägenden Ära. Dieser Elfmeter ist legendär, weil er wie ein Drehbuchmoment wirkt: Der Mann, der den Ausgleich erzielte, einen Strafstoß verursachte und dennoch nicht zerbrach, entscheidet am Ende alles. Er verkörperte Chelseas Widerstandsfähigkeit in jenem Finale. Platz 8 erhält Drogba, weil sein Schuss nicht nur ein Titelgewinn war, sondern ein emotionales Finale einer jahrelangen Suche. Es war ein Elfmeter der Befreiung, der aus Außenseiterkampf, Druck und persönlicher Größe einen der unvergesslichsten Champions-League-Momente machte.

  • Drogba erzielte 2012 zunächst Chelseas Ausgleich gegen Bayern München.
  • Im Elfmeterschießen verwandelte er den entscheidenden Schuss.
  • Chelsea gewann dadurch erstmals die Champions League.
Wettbewerb
Champions-League-Finale 2012
Besonderheit
Entscheidender Elfmeter für Chelseas ersten Champions-League-Titel
Quelle
UEFA

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Andrea Pirlo gegen England, 2012

Rang: 9

Andrea Pirlos Panenka gegen England bei der EM 2012 war kein Titelgewinn, aber ein psychologischer Meisterstreich. Italien und England hatten im Viertelfinale ein zähes, torloses Spiel geliefert, das ins Elfmeterschießen ging. England führte im Shootout kurzzeitig, Italien stand unter Druck, und Pirlo trat an. Statt hart zu schießen, lupfte er den Ball lässig in die Mitte, während Joe Hart sich zur Seite warf. Der Schuss wirkte beinahe respektlos, war aber in Wahrheit hochintelligent. Pirlo erkannte, dass England emotional im Vorteil zu sein schien, und brach diesen Moment mit einem einzigen Zeichen von Gelassenheit. Sein Elfmeter veränderte die Stimmung des Shootouts. Italien wirkte danach kontrollierter, England unsicherer. Besonders legendär wurde der Schuss, weil Pirlo ihn mit seiner gesamten Persönlichkeit verband: ruhige Körperhaltung, elegante Technik, scheinbare Mühelosigkeit. Er war kein Showman im klassischen Sinn, sondern ein Regisseur, der selbst einen Elfmeter wie einen Pass spielen konnte. Der Panenka war hier nicht nur Trick, sondern Botschaft: Ich habe keine Angst. Platz 9 erhält Pirlos Elfmeter, weil er zeigt, wie ein Strafstoß ein Elfmeterschießen mental kippen kann, ohne der letzte Schuss zu sein. Er war vielleicht nicht so historisch wie Panenkas Original, aber er war eine der schönsten modernen Neuinterpretationen. Seitdem gilt Pirlos Versuch als Musterbeispiel für Coolness unter Druck.

  • Pirlo verwandelte gegen England bei der EM 2012 per Panenka.
  • Der Schuss veränderte die Stimmung des Elfmeterschießens sichtbar.
  • Italien setzte sich im Viertelfinale durch und erreichte später das Finale.
Wettbewerb
EM 2012, Viertelfinale
Besonderheit
Psychologischer Wendepunkt durch perfekte Gelassenheit
Quelle
UEFA

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Fabio Grosso gegen Frankreich, 2006

Rang: 10

Fabio Grossos Elfmeter im WM-Finale 2006 steht auf Platz 10, weil er den vielleicht wichtigsten italienischen Schuss seit 1982 verwandelte. Italien und Frankreich hatten ein dramatisches Endspiel erlebt: Zidanes früher Panenka, Materazzis Ausgleich, Zidanes Kopfstoß, Verlängerung, Spannung und schließlich Elfmeterschießen. Nach David Trezeguets Fehlschuss hatte Italien die große Chance, den Titel zu holen. Grosso trat als fünfter italienischer Schütze an. Er war nicht der glamouröseste Spieler des Turniers, aber er hatte bereits im Halbfinale gegen Deutschland ein entscheidendes Tor erzielt und war einer der emotionalen Helden Italiens geworden. In Berlin blieb er ruhig und verwandelte. Danach rannte er jubelnd davon, während Italien zum vierten Mal Weltmeister war. Dieser Elfmeter ist legendär, weil er eine Geschichte abschloss, die voller Druck, Kontroversen und Dramatik war. Italien hatte vor dem Turnier mit dem Calciopoli-Skandal zu kämpfen, und das Team verwandelte diese schwierige Ausgangslage in einen Triumph. Grosso wurde zum Mann der letzten großen Momente: erst Halbfinaltor, dann entscheidender Final-Elfmeter. Platz 10 erhält dieser Schuss, weil er nicht durch Technik oder Tragik auffällt, sondern durch seine endgültige Bedeutung. Er war der Punkt hinter einem der denkwürdigsten WM-Finals. In einer Nacht, die oft wegen Zidane erinnert wird, war Grosso der Spieler, der den Pokal tatsächlich sicherte.

  • Grosso verwandelte den entscheidenden Elfmeter im WM-Finale 2006.
  • Italien besiegte Frankreich im Elfmeterschießen mit 5:3.
  • Der Treffer brachte Italien den vierten Weltmeistertitel.
Wettbewerb
WM-Finale 2006
Besonderheit
Entscheidender Schuss zum italienischen Weltmeistertitel
Quelle
UEFA

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