Die 10 meisten Oscar-Gewinner (Filme)

Die 10 meisten Oscar-Gewinner

Welche Filme haben bei den Oscars am kräftigsten abgeräumt – und wie schlagen sie sich im direkten Vergleich bei Nominierungen, Gewinnquote, Budget und Box Office? In dieser Liste sortieren wir die zehn erfolgreichsten Oscar-Gewinner nach absteigender Zahl gewonnener Oscars (bei Gleichstand entscheidet das jüngere Erscheinungsjahr).

Übersicht

  1. „Ben-Hur“ (1959)
  2. „Titanic“ (1997)
  3. „Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003)
  4. „West Side Story“ (1961)
  5. „Gigi“ (1958)
  6. „Der letzte Kaiser“ (1987)
  7. „Der englische Patient“ (1996)
  8. „Vom Winde verweht“ (1939)
  9. „Die Faust im Nacken“ (1954)
  10. „My Fair Lady“ (1964)

Schnellvergleich: Die größten Oscar-Gewinner im Überblick

Alle Angaben gerundet; Budgets und Einspielergebnisse in US-Dollar (inflationsbereinigt stark abweichend).

Rang Film Jahr Oscars Nominierungen Gewinnquote Budget (Mio.) Box Office weltweit (Mio.)
1 Ben-Hur 1959 11 12 91,7 % 15,8 147
2 Titanic 1997 11 14 78,6 % 200 2.264
3 Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs 2003 11 11 100 % 94 1.138
4 West Side Story 1961 10 11 90,9 % 6,0 44,1
5 Gigi 1958 9 9 100 % 3,3 13,2
6 Der letzte Kaiser 1987 9 9 100 % 23,8 44,0
7 Der englische Patient 1996 9 12 75,0 % 27,0 232
8 Vom Winde verweht 1939 8 13 61,5 % 3,9 390+
9 Die Faust im Nacken 1954 8 12 66,7 % 0,9 9,6
10 My Fair Lady 1964 8 12 66,7 % 17,0 72,7

„Ben-Hur“ (1959)

Rang: 1

„Ben-Hur“ ist das Ur-Epos der Oscar-Geschichte: Mit seinem dreistündigen Bibelabenteuer um Rache, Glauben und Erlösung definierte Regisseur William Wyler, wie groß Hollywood im 70-mm-Format erzählen kann. Das legendäre Wagenrennen, die Massenszenen mit Tausenden Statisten und der gewaltige Score machten den Film schon 1959 zum Ereignis. Bei den Oscars schrieb „Ben-Hur“ Geschichte, als er in fast jeder wichtigen Kategorie abräumte und einen Rekord aufstellte, der jahrzehntelang ungebrochen blieb. Bis heute gilt der Film als Blaupause dafür, wie „Prestige-Kino“ aussehen muss, wenn es auf Maximum-Effekt bei der Academy angelegt ist.

  • Erster Film überhaupt mit 11 gewonnenen Oscars – von Darstellerpreisen bis zu technischen Kategorien.
  • Aufwendige 70-mm-Produktion mit gigantischen Bauten, real gedrehtem Wagenrennen und tausenden Komparsen.
  • Zur Veröffentlichung zweit-erfolgreichster Film aller Zeiten und Meilenstein des Monumentalfilms.
Filmjahr
1959 (USA-Premiere)
Oscars (gewonnen)
11
Nominierungen
12
Gewinnquote
91,7 %
Budget (ca.)
15,8 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
147 Mio. US-Dollar
Genre
Bibel-Epos, Historienfilm
Regie
William Wyler
Quelle
Academy Awards Database

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„Titanic“ (1997)

Rang: 2

James Camerons „Titanic“ verband Katastrophenfilm, Historiendrama und Romanze zu einem globalen Popkultur-Phänomen. Die Liebesgeschichte von Jack und Rose dient als emotionaler Motor, während die minutiös rekonstruierte Schiffsreise und der Untergang des Luxusliners das Spektakel liefern. Hinter den Kulissen galt der Film mit seinem enormen Budget zunächst als potenzielles Desaster – bis das Publikum weltweit die Mischung aus Melodram, Effekten und Musik (inklusive „My Heart Will Go On“) förmlich verschlang. Bei den Oscars dominierte „Titanic“ seine Konkurrenz, stellte Nominierungsrekorde ein und krönte Cameron zum „König der Welt“ – zumindest für eine Nacht.

  • Teilung des Allzeit-Rekords mit 11 gewonnenen Oscars, darunter Bester Film und Beste Regie.
  • Mit 14 Nominierungen auf Augenhöhe mit „All About Eve“ als meistnominierter Film der Oscar-Geschichte.
  • Erster Film mit über 1 Mrd. US-Dollar Einspiel, später über 2,2 Mrd. US-Dollar weltweit.
Filmjahr
1997
Oscars (gewonnen)
11
Nominierungen
14
Gewinnquote
78,6 %
Budget (ca.)
200 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
2,264 Mrd. US-Dollar
Genre
Katastrophenfilm, Liebesdrama
Regie
James Cameron
Quelle
Oscars.org – „Titanic“

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„Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ (2003)

Rang: 3

Der Abschluss von Peter Jacksons „Herr der Ringe“-Trilogie ist nicht nur erzählerischer Höhepunkt, sondern auch ein technisches und emotionales Feuerwerk. „Die Rückkehr des Königs“ vereint mehrere Handlungsstränge, von Frodos Marsch nach Mordor bis zu den monumentalen Schlachten um Minas Tirith, ohne den roten Faden zu verlieren. Der Film profitierte davon, dass die Academy die gesamte Trilogie quasi im Paket würdigte – und belohnte ihn mit einem legendären „Clean Sweep“. Auch an den Kinokassen spielte der Film ganz vorne mit und zementierte die Reihe als moderne Fantasy-Referenz.

  • 11 Oscars bei 11 Nominierungen – perfekte 100-%-Trefferquote und Rekord für größten „Clean Sweep“.
  • Erster Fantasy-Film, der den Oscar für den Besten Film gewann.
  • Über 1,1 Mrd. US-Dollar weltweites Einspiel und Höhepunkt einer der erfolgreichsten Trilogien aller Zeiten.
Filmjahr
2003
Oscars (gewonnen)
11
Nominierungen
11
Gewinnquote
100 %
Budget (ca.)
94 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
1,138 Mrd. US-Dollar
Genre
Fantasy-Abenteuer, Epos
Regie
Peter Jackson
Quelle
Wikipedia – The Return of the King

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„West Side Story“ (1961)

Rang: 4

„West Side Story“ verlegte Shakespeares „Romeo und Julia“ in die Straßengangs von New York und definierte das Filmmusical neu. Die Rivalität zwischen Jets und Sharks, der vibrierende Jazz-orientierte Score von Leonard Bernstein und die expressive Choreografie lassen jede Szene wie ein aufgeladener Tanzakt wirken. Die Kameraarbeit und das Farbdesign fangen die Energie der 1960er Jahre ein und machen den Film auch Jahrzehnte später erstaunlich frisch. Bei den Oscars entpuppte sich „West Side Story“ als Triumphzug für das Musical-Genre und dominierte die Preisverleihung.

  • 10 gewonnene Oscars, darunter Bester Film, Beste Regie (Doppelregie) und zwei Nebenrollenpreise.
  • Lange Zeit kommerziell erfolgreichstes Filmmusical seiner Ära.
  • Stilprägend für spätere Musicalverfilmungen und mehrfach neu interpretiert, u. a. von Steven Spielberg.
Filmjahr
1961
Oscars (gewonnen)
10
Nominierungen
11
Gewinnquote
90,9 %
Budget (ca.)
6,0 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
44,1 Mio. US-Dollar
Genre
Musical, Romantikdrama
Regie
Robert Wise, Jerome Robbins
Quelle
BFI – West Side Story

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„Gigi“ (1958)

Rang: 5

„Gigi“ erzählt im Paris der Belle Époque von einer jungen Frau, die für eine Rolle als Mätresse erzogen werden soll und ihren eigenen Weg sucht. Der Film kombiniert aufwendige Ausstattung, opulente Kostüme und eingängige Songs zu einem typischen MGM-Luxusmusical. Inhaltlich wirkt das Werk aus heutiger Sicht stellenweise problematisch, doch in seiner Zeit traf es genau den Nerv eines Publikums, das nach escapistischer Romantik und Studio-Glanz verlangte. Bei den Oscars gelang „Gigi“ ein perfekter Durchmarsch, bevor der Rekord schon ein Jahr später wieder überboten wurde.

  • 9 Oscars bei 9 Nominierungen – historische 100-%-Quote.
  • Darunter Bester Film, Beste Regie und mehrere Musik- und Ausstattungskategorien.
  • Markanter Übergang von klassischen Studio-Musicals zu moderneren Stoffen kurz vor den 1960er Jahren.
Filmjahr
1958
Oscars (gewonnen)
9
Nominierungen
9
Gewinnquote
100 %
Budget (ca.)
3,3 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
13,2 Mio. US-Dollar
Genre
Musical, Romantikkomödie
Regie
Vincente Minnelli
Quelle
Wikipedia – Gigi

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„Der letzte Kaiser“ (1987)

Rang: 6

Bernardo Bertoluccis „Der letzte Kaiser“ zeichnet in breitem epischem Bogen das Leben von Puyi nach, dem letzten Kaiser Chinas. Der Film wechselt zwischen prunkvollen Palastszenen in der Verbotenen Stadt und nüchternen Bildern der politischen Umerziehung, wodurch ein Spannungsfeld zwischen persönlichem Schicksal und Weltgeschichte entsteht. Visuell überzeugt das Werk mit überwältigendem Production Design und Kameraarbeit, die historische Schauplätze authentisch einfängt. In der Award-Saison avancierte „Der letzte Kaiser“ zum Kritikerliebling – und wurde von der Academy mit einer perfekten Oscar-Ausbeute belohnt.

  • 9 Oscars bei 9 Nominierungen, darunter Bester Film, Beste Regie und Bestes adaptiertes Drehbuch.
  • Erster westlicher Spielfilm, der in der Verbotenen Stadt drehen durfte.
  • Biopic, das zugleich als visuelle Geschichtslektion über das 20. Jahrhundert in China funktioniert.
Filmjahr
1987
Oscars (gewonnen)
9
Nominierungen
9
Gewinnquote
100 %
Budget (ca.)
23,8 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
44 Mio. US-Dollar
Genre
Biopic, Historiendrama
Regie
Bernardo Bertolucci
Quelle
Wikipedia – The Last Emperor

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„Der englische Patient“ (1996)

Rang: 7

„Der englische Patient“ ist ein klassisches Oscar-Melodram: Eine Liebesgeschichte vor Kriegs- und Wüstenkulisse, erzählt in verschachtelten Rückblenden. Der Film verwebt intime Momente zwischen den Figuren mit großen Bildern von der Sahara und den Wirren des Zweiten Weltkriegs. Anthony Minghella setzt auf langsames, detailreiches Erzählen und verlässt sich stark auf seine Darsteller, allen voran Ralph Fiennes, Kristin Scott Thomas und Juliette Binoche. Die Academy ehrte den Film als idealtypische Mischung aus historischem Prestige-Projekt und emotionaler Charakterstudie.

  • 9 Oscars aus 12 Nominierungen, u. a. Bester Film, Beste Regie und Beste Nebendarstellerin.
  • Frühes Beispiel für einen digital geschnittenen Oscar-Gewinner (Schnitt-Oscar).
  • Weltweit über das 6,5-Fache des Produktionsbudgets eingespielt.
Filmjahr
1996
Oscars (gewonnen)
9
Nominierungen
12
Gewinnquote
75,0 %
Budget (ca.)
27 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
232 Mio. US-Dollar
Genre
Romantisches Kriegsdrama
Regie
Anthony Minghella
Quelle
The Numbers – The English Patient

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„Vom Winde verweht“ (1939)

Rang: 8

„Vom Winde verweht“ ist das vielleicht bekannteste Hollywood-Epos überhaupt – und zugleich einer der umstrittensten Klassiker. Die Geschichte von Scarlett O’Hara, die während Bürgerkrieg und Reconstruction um Liebe, Besitz und Status kämpft, prägte über Jahrzehnte das Bild des Alten Südens im Kino. Der Film beeindruckte sein zeitgenössisches Publikum mit Farbfilm-Technik, enormer Laufzeit und aufwendiger Ausstattung. Trotz heutiger, kritischer Betrachtung seiner Darstellung von Rassismus und Sklaverei bleibt das Werk ein Meilenstein der Film- und Oscar-Geschichte.

  • 8 reguläre Oscars aus 13 Nominierungen plus 2 Ehrenauszeichnungen.
  • Erster komplett in Farbe gedrehter Gewinner des Oscars für den Besten Film.
  • Hattie McDaniel wurde als erste schwarze Oscar-Preisträgerin für ihre Nebenrolle ausgezeichnet.
Filmjahr
1939
Oscars (gewonnen)
8 (plus 2 Ehrenoscars)
Nominierungen
13
Gewinnquote
61,5 % (reguläre Kategorien)
Budget (ca.)
3,9 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
über 390 Mio. US-Dollar
Genre
Historiendrama, Liebesepos
Regie
Victor Fleming (u. a.)
Quelle
Britannica – Who’s won the most Oscars?

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„Die Faust im Nacken“ (1954)

Rang: 9

„Die Faust im Nacken“ („On the Waterfront“) verlegt ein moralisches Drama in das Milieu korrupter Dockarbeiter und Gewerkschaftsbosse. Marlon Brando spielt einen ehemaligen Boxer, der zwischen Loyalität zu seinen alten Freunden und dem Wunsch nach Gerechtigkeit hin- und hergerissen ist. Der Film gilt als Meilenstein des Method Acting und beeinflusste ganze Generationen von Schauspielern. Gleichzeitig ist er politisch aufgeladen, da er in der Ära der McCarthy-Hearings entstand und häufig als Kommentar zum Thema Denunziation gelesen wird. Die Academy belohnte die Mischung aus gesellschaftlicher Relevanz und intensiver Charakterstudie großzügig.

  • 8 Oscars aus 12 Nominierungen, darunter Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller.
  • Klassisches Beispiel für realistische, fast dokumentarisch wirkende Schwarz-Weiß-Fotografie im Studio-Hollywood.
  • Kommerziell sehr profitabel: Mehr als das Zehnfache des Budgets eingespielt.
Filmjahr
1954
Oscars (gewonnen)
8
Nominierungen
12
Gewinnquote
66,7 %
Budget (ca.)
0,91 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
9,6 Mio. US-Dollar
Genre
Crime-Drama, Sozialdrama
Regie
Elia Kazan
Quelle
LeonardBernstein.com – On the Waterfront

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„My Fair Lady“ (1964)

Rang: 10

„My Fair Lady“ bringt George Bernard Shaws „Pygmalion“ als opulent ausgestattetes Filmmusical auf die Leinwand: Der snobistische Professor Henry Higgins formt aus der Blumenverkäuferin Eliza Doolittle ein gesellschaftsfähiges „Damen-Projekt“ – nicht ohne Reibung und satirische Spitzen gegen die Klassengesellschaft. Die Verfilmung punktet mit aufwendigen Kostümen, prächtigen Sets und Songs, die längst selbst Klassiker sind. Audrey Hepburn und Rex Harrison tragen den Film mit Starpower, während das Studio jeden Dollar des hohen Budgets sichtbar auf die Leinwand bringt. Bei den Oscars schlug sich „My Fair Lady“ als typisches „Prestige-Musical“ hervorragend.

  • 8 Oscars aus 12 Nominierungen, darunter Bester Film, Beste Regie und Bester Hauptdarsteller.
  • Aufwendige Ausstattung und Kostüme, die mehrfach ausgezeichnet wurden.
  • Weltweit ein Vielfaches der Produktionskosten eingespielt und bis heute eines der bekanntesten Musicals überhaupt.
Filmjahr
1964
Oscars (gewonnen)
8
Nominierungen
12
Gewinnquote
66,7 %
Budget (ca.)
17 Mio. US-Dollar
Box Office weltweit (ca.)
72,7 Mio. US-Dollar (Originallaufzeit)
Genre
Musical, Komödiendrama
Regie
George Cukor
Quelle
BFI – My Fair Lady

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