Fakt ist: Manche Filme sind so misslungen, dass sie selbst als „Trash“ noch anstrengend wirken. Diese Top 10 sortiert nach einem klaren Kriterium: je niedriger der dokumentierte Kritiker-Score (Tomatometer/Metascore) und je größer der Ruf als filmischer Totalausfall, desto höher der Rang.
Übersicht
| Rang | Film | Jahr | Kritiker-Score | Messsignal | Warum hier? |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | SuperBabies: Baby Geniuses 2 | 2004 | RT: 0% | Null-Tomatometer | Seltenes Kunststück: 0% bei vielen Kritiken |
| 2 | Disaster Movie | 2008 | IMDb: 1,9/10 | Bottom-Rating | Parodie ohne Punchline – mit Rekord-Abneigung |
| 3 | Jack and Jill | 2011 | MC: 23 | Sehr niedriger Metascore | Star + Budget, aber Humor auf Standby |
| 4 | Battlefield Earth | 2000 | MC: 9 | „Overwhelming Dislike“ | Lehrbuchbeispiel für groß gedachte Sci-Fi-Panne |
| 5 | Movie 43 | 2013 | RT: 5% | Starbesetzt, aber „rotten“ | Viele Stars, wenig Film – Sketche ohne Klebstoff |
| 6 | The Hottie & the Nottie | 2008 | IMDb: 2,0/10 | Extrem niedrige Nutzerwertung | RomCom-Formel, aber ohne Charme und Timing |
| 7 | Catwoman | 2004 | RT: 9% (als Referenzwert) | Superhelden-Fehlzündung | Teures Projekt, harte Rezeption, später Kultdiskurs |
| 8 | Dragonball: Evolution | 2009 | RT: 14% | Adaption-Frust | Vorlage beliebt, Umsetzung für viele unverständlich |
| 9 | Birdemic: Shock and Terror | 2008 | RT: 19% | „So schlecht, dass gut“ | Billige Effekte + unfreiwillige Komik = Kult |
| 10 | The Room | 2003 | MC: 9 | Kult der Katastrophe | Legendär als „Best Worst Movie“ – mit Kritiker-Ablehnung |
SuperBabies: Baby Geniuses 2 (2004)
Rang: 1
Es gibt Filme, die scheitern, weil sie zu viel wollen – und es gibt Filme, die scheitern, weil sie nicht einmal die Grundlagen treffen. „SuperBabies: Baby Geniuses 2“ gehört für viele Zuschauer in die zweite Kategorie. Der Film setzt auf eine Idee, die schon in der Theorie riskant ist: Babys, die wie Erwachsene denken, reden und die Welt retten. Auf dem Papier könnte daraus eine schräge Familienkomödie werden, in der Albernheit bewusst ins Absurde kippt. In der Praxis wirkt das Ergebnis aber oft wie eine Mischung aus Fremdscham, überdrehten Einfällen und einem Humor, der sich auf Wiederholung statt auf Timing verlässt. Das Problem ist nicht, dass der Film kindlich ist – Kinderfilme dürfen wild sein. Das Problem ist, dass die Bausteine nicht zusammenpassen: Szenen fühlen sich an, als wären sie aus verschiedenen Filmen zusammengeklebt, und Gags werden so lange „ausgespielt“, bis sie sich komplett erschöpft haben. Dazu kommt, dass viele Momente unnatürlich wirken, weil die Inszenierung die Illusion nie richtig aufbaut: Statt „niedlich-chaotisch“ bleibt oft „künstlich und laut“. Genau deshalb wird der Film regelmäßig in Diskussionen über die schlechtesten Produktionen überhaupt genannt. Als messbares Signal sticht besonders heraus, dass der Titel auf Rotten Tomatoes einen Tomatometer von 0% trägt – eine seltene, extrem harte Diagnose, die ihn in die Königsklasse der Kritiker-Ablehnung katapultiert. Wer ihn schaut, versteht schnell, warum er in dieser Liste die 1 trägt.
- Rotten Tomatoes weist einen Tomatometer von 0% aus.
- Der Film ist ein häufig genanntes Beispiel für missglückte Familienkomödien.
- Die „sprechende Babys“-Prämisse gilt vielen als der Kern des Problems.
- Kritiker-Score
- Tomatometer: 0%
- Genre-Falle
- Familienkomödie, die auf „Gimmick“ statt Story baut
- Quelle
- Rotten Tomatoes
Disaster Movie (2008)
Rang: 2
„Disaster Movie“ zeigt perfekt, wie eine Parodie scheitert, wenn sie glaubt, dass Referenzen schon Humor sind. Das Konzept ist simpel: Man nimmt die Popkultur-Hits der Zeit, wirft sie in einen Mixer und hofft, dass das Ergebnis automatisch lustig wird. Genau hier liegt das Problem: Eine gute Parodie erkennt die Mechanik eines Genres und dreht sie so, dass wir plötzlich etwas Neues sehen. „Disaster Movie“ wirkt dagegen oft wie ein hektischer Rundgang durch bekannte Motive – mit Witzen, die selten über „Schau mal, das kennst du!“ hinausgehen. Dadurch entsteht keine satirische Schärfe, sondern ein Flickenteppich aus Einfällen, die nach Sekunden verpuffen. Viele Zuschauer empfinden das als besonders anstrengend, weil der Film kaum Pausen kennt: Statt Rhythmus gibt es Dauerfeuer, statt Pointe gibt es Lautstärke. Und wenn eine Komödie ihre eigenen Figuren nicht ernst nimmt, muss sie zumindest das Publikum respektieren – genau das wird hier häufig abgesprochen. Das messbare Signal ist entsprechend brutal: In Übersichten extrem niedriger IMDb-Wertungen taucht „Disaster Movie“ mit 1,9/10 auf. Eine so niedrige Nutzerwertung ist selten, weil selbst schwache Filme meist ein „Restpublikum“ finden. Hier scheint sich jedoch ein ungewöhnlich breiter Konsens gebildet zu haben: Der Film gilt als Paradebeispiel für eine Spoof-Komödie, die ihre beste Idee – das Spiel mit Katastrophenfilm-Klischees – nicht sauber ausführt. Wenn man verstehen will, warum Parodie als Genre im Kino oft unterschätzt wird: „Disaster Movie“ ist das warnende Gegenbeispiel.
- In Übersichten sehr niedriger IMDb-Ratings wird der Film mit 1,9/10 geführt.
- Typische Kritik: Referenzen ersetzen keine Pointen.
- Der Film wird häufig als Tiefpunkt der „Spoof“-Welle der 2000er genannt.
- Nutzerwertung
- IMDb: 1,9/10 (als gelisteter Extremwert)
- Warum so schlecht?
- Parodie ohne satirische Idee und ohne komödiantischen Rhythmus
- Quelle
- University of Waterloo (IMDb-Rating-Archiv)
Jack and Jill (2011)
Rang: 3
„Jack and Jill“ ist einer dieser Filme, bei denen man merkt, dass eine Grundidee allein keinen Abend trägt. Die Prämisse – ein Star spielt Zwillinge, das Chaos ist vorprogrammiert – kann funktionieren, wenn die Figuren wirklich unterschiedlich sind und der Film ein Gespür für Timing hat. Hier wirkt das Konzept jedoch oft wie ein dauernder Sketch, der seine eigene Pointe nicht findet. Statt einer Komödie, die aus Situationen wächst, bekommt man viele Momente, die so angelegt sind, dass man „jetzt bitte lachen“ soll: laut, bunt, überdeutlich. Genau das macht es für viele Zuschauer so zäh, denn die Inszenierung setzt häufig auf Übertreibung statt auf Beobachtung. Besonders problematisch ist, wenn ein Film gleichzeitig harmlos-familiär sein will und doch ständig in Klamauk kippt – dann fühlt sich nichts wirklich konsequent an. Was „Jack and Jill“ in dieser Liste nach oben zieht, ist nicht nur das subjektive Gefühl von Peinlichkeit, sondern ein klarer Messwert: Auf Metacritic liegt der Metascore bei 23, was in der Kritikerlogik sehr niedrig ist. Ein so schwacher Score deutet darauf hin, dass es nicht nur vereinzelte Verrisse gab, sondern eine breite Ablehnung. Dabei ist der Film gerade deshalb ein interessantes Beispiel, weil er zeigt: Selbst mit bekannten Namen, Studio-Strukturen und Marketing kann man eine Komödie produzieren, die bei vielen Kritiken als „anstrengend“ und „uninspiriert“ landet. „Jack and Jill“ steht damit sinnbildlich für die Kategorie „zu viel Aufwand für zu wenig Idee“ – und deshalb gehört er in eine Top 10 der schlechtesten Filme.
- Metacritic weist einen Metascore von 23 aus.
- Häufige Kritik: Klamauk ersetzt echte Figurenkomik.
- Beispiel dafür, dass Starpower allein keine gute Komödie garantiert.
- Kritiker-Score
- Metascore: 23
- Problemkern
- Sketchhafte Szenen ohne nachhaltige Story-Dynamik
- Quelle
- Metacritic
Battlefield Earth (2000)
Rang: 4
„Battlefield Earth“ hat den Ruf, ein monumentaler Sci-Fi-Fehltritt zu sein – und das liegt nicht an einer einzelnen Schwäche, sondern an der Summe vieler Entscheidungen, die zusammen ein schwer verdauliches Ganzes ergeben. Der Film will episch sein: fremde Spezies, Menschheitsuntergang, Rebellion, große Bilder. Doch statt Größe entsteht oft ein Gefühl von Überladung. Szenen wirken wie aus einem anderen Jahrzehnt, Dialoge klingen pathetisch, und die Inszenierung setzt auf Stilmittel, die bei vielen eher Kopfschütteln auslösen als Staunen. Das bekannteste Symbol ist die optische Übertreibung: Kamerawinkel und Bildgestaltung, die permanent „cool“ wirken wollen, aber schnell ermüden. Noch entscheidender: Der Film findet kaum einen emotionalen Anker. Wenn man nicht mit einer Figur mitfiebert, ist jede Schlacht nur Lärm. Viele Kritiken lesen sich deshalb nicht wie „Das ist schlecht“, sondern wie „Das ist erschöpfend“. Und genau diese besondere Form des Scheiterns macht ihn in Listen „schlechter Filme“ so stabil: Er ist nicht nur unglücklich, er wirkt in seiner Ambition regelrecht fehlkalibriert. Das messbare Signal ist extrem: Metacritic führt einen Metascore von 9 – also nahezu am unteren Ende dessen, was große Veröffentlichungen erreichen. Ein so niedriger Score ist selten, weil er voraussetzt, dass die meisten Kritiken wirklich negativ sind. „Battlefield Earth“ ist damit nicht nur ein „Flop“, sondern eine Art Referenzpunkt für das, was passiert, wenn ein Film episch sein will, aber die Grundwerkzeuge (Erzählfluss, Ton, Figurenbindung) nicht sauber beherrscht.
- Metacritic weist einen Metascore von 9 aus („Overwhelming Dislike“).
- Der Film gilt als Beispiel für ambitionierte Sci-Fi, die ins Überladene kippt.
- Häufig kritisiert: Stil, Tonalität und fehlende emotionale Bindung.
- Kritiker-Score
- Metascore: 9
- Typisches Scheitern
- „Groß“ geplant, aber in Ton und Erzählfluss instabil
- Quelle
- Metacritic
Movie 43 (2013)
Rang: 5
„Movie 43“ ist der seltene Fall, dass ein Film mit beeindruckender Starbesetzung als Warnschild dient: Namen auf dem Plakat sind keine Qualitätsgarantie. Das Konzept – viele kurze Sketche, viele bekannte Gesichter, maximal provokant – könnte funktionieren, wenn es einen klaren Ton oder wenigstens eine gemeinsame Idee gäbe. Stattdessen fühlt sich „Movie 43“ häufig an wie eine Party, auf der jeder in eine andere Richtung brüllt. Einige Segmente versuchen Schockhumor, andere zielen auf Ekel, wieder andere wollen einfach nur „so drüber“ sein, dass es lustig wird. Das Ergebnis ist für viele Zuschauer weniger skandalös als schlicht ermüdend, weil die Sketche selten eine zweite Ebene entwickeln. Wenn man bei einer Anthologie-Komödie nach dem dritten Segment merkt, dass das Prinzip immer gleich bleibt, entsteht Langeweile – und das ist bei Komödien besonders tödlich. Der Film wird oft als Beispiel genannt, wie „edgy“ Humor ohne handwerkliche Präzision schnell billig wirkt. Als messbarer Wert kommt hinzu, dass Rotten Tomatoes den Film sehr niedrig führt: In Rankings wird „Movie 43“ mit einem Tomatometer von 5% ausgewiesen. Das ist der Bereich, in dem Kritiken nicht nur „durchwachsen“, sondern überwiegend „rotten“ sind. Und genau deshalb landet der Film so regelmäßig in Diskussionen über die schlechtesten Kinoerfahrungen: nicht, weil er „zu mutig“ war, sondern weil er seinen eigenen Mut nicht in witzige, saubere Pointen übersetzt. „Movie 43“ ist damit eine Art Lehrstück: Provokation ist kein Ersatz für Humor.
- In Rotten-Tomatoes-Rankings wird „Movie 43“ mit 5% Tomatometer geführt.
- Viele Zuschauer kritisieren fehlenden roten Faden und wechselnden Ton.
- Beispiel für Schockhumor ohne komödiantische Präzision.
- Kritiker-Score
- Tomatometer: 5%
- Formatproblem
- Anthologie ohne verbindende Idee – Sketche „kleben“ nicht
- Quelle
- Rotten Tomatoes (Ranking-Übersicht)
The Hottie & the Nottie (2008)
Rang: 6
„The Hottie & the Nottie“ wirkt wie eine RomCom, die die Checkliste erfüllt, aber nie das Herz findet. Es gibt die Grundidee, die Missverständnisse, die „Lektion“ am Ende – und trotzdem fühlt sich vieles erstaunlich leblos an. Das liegt vor allem daran, dass der Film häufig auf Oberflächenreize setzt: Situationen werden so konstruiert, dass sie „witzig“ sein sollen, aber selten so gespielt, dass sie wirklich witzig werden. Wenn Timing, Dialogrhythmus und Figurenchemie fehlen, bleibt Komik ein Plan, kein Effekt. Dazu kommt ein Ton, der oft zwischen Teenie-Klamauk und „romantischer Ernsthaftigkeit“ pendelt, ohne sich zu entscheiden. Dadurch wirkt jede Szene wie ein eigener kleiner Versuch, statt wie ein Teil einer Geschichte. Viele Zuschauer erleben das als unangenehm, weil der Film nicht nur schlecht ist, sondern auch nicht weiß, wofür er eigentlich stehen will. Genau das schlägt sich in der Nutzerwahrnehmung nieder: Auf IMDb liegt die Bewertung bei 2,0/10 – ein extrem niedriger Wert, der anzeigt, dass die Ablehnung nicht nur von Kritiken, sondern auch von einem großen Teil des Publikums getragen wird. Und damit trifft der Film einen besonderen Nerv dieser Liste: Er ist nicht spektakulär genug, um „lustig schlecht“ zu sein, sondern eher die Sorte Film, die man nebenbei schaut und trotzdem das Gefühl hat, Zeit zu verlieren. „The Hottie & the Nottie“ landet deshalb nicht ganz oben, aber eindeutig in den Top 10: als Beispiel dafür, wie eine klassische Genreformel komplett ohne Charme auskommen kann.
- IMDb weist für den Film eine sehr niedrige Nutzerwertung von 2,0/10 aus.
- Häufig kritisiert: fehlendes Timing und schwache Chemie.
- Typisches RomCom-Gerüst, aber ohne emotionalen „Klebstoff“.
- Nutzerwertung
- IMDb: 2,0/10
- Hauptkritik
- Formel erfüllt, Wirkung verfehlt
- Quelle
- IMDb
Catwoman (2004)
Rang: 7
„Catwoman“ ist ein spannender Fall, weil der Film heute oft in zwei Sätzen gleichzeitig existiert: als teure, berüchtigte Fehlzündung – und als Projekt, das in Teilen eine Diskussion über Erwartungen, Repräsentation und Zeitgeist ausgelöst hat. Rein filmisch wird „Catwoman“ häufig für seine Tonalität kritisiert: Der Film wirkt, als wolle er cool, sexy, comicartig und ernst zugleich sein, ohne eine klare Linie zu finden. Actionsequenzen fühlen sich teils künstlich an, Dialoge kippen in Pathos, und die Welt wirkt weniger wie ein überzeugendes Universum als wie eine Kulisse für Stilposen. Genau deshalb blieb bei vielen Zuschauern das Gefühl, dass hier nicht „ein mutiger Sonderfilm“ entstand, sondern ein Produkt, das nicht wusste, wer es sein wollte. Gleichzeitig ist der Titel ein Paradebeispiel dafür, wie hart die öffentliche Reaktion sein kann: Der Film wurde zum Symbol für „schlechte Comicverfilmungen“, und über Jahre wurde er fast reflexhaft als Referenz für missglückte Superheldenfilme genutzt. Interessant ist, dass die Rezeption später nicht nur aus Spott bestand: Rund um Jubiläen wird „Catwoman“ auch als kulturelles Ereignis betrachtet, inklusive Blick hinter die Kulissen und dem Nachhall der damaligen Kritik. Diese Mischung – filmisch umstritten, kulturell aber weiter diskutiert – macht den Film für eine „schlechteste Filme“-Liste besonders geeignet. Denn er zeigt: Ein Film kann nicht nur „schlecht ankommen“, sondern auch eine dauerhafte Erzählung über Scheitern, Erwartungsdruck und Medienmechanik mitbringen. Genau deshalb steht „Catwoman“ hier – nicht an der Spitze der Scores, aber als einer der bekanntesten und am längsten nachwirkenden Flops des Genres.
- Der Film gilt als eines der bekanntesten Beispiele für eine missglückte Superhelden-Umsetzung.
- Die öffentliche Reaktion wurde über Jahre Teil des „Mythos“ um den Film.
- Spätere Rückblicke diskutieren Produktion, Backlash und Nachwirkung.
- Rezeption
- Langjährig als Flop-Referenz im Superhelden-Genre diskutiert
- Warum in der Liste?
- Berühmter Fall von teurem Projekt mit dauerhaft negativer Wahrnehmung
- Quelle
- Entertainment Weekly
Dragonball: Evolution (2009)
Rang: 8
„Dragonball: Evolution“ steht exemplarisch für das, was bei großen Adaptionen schiefgehen kann: Man hat eine beliebte Vorlage, eine riesige Fanbasis und eine klare Erwartung an Ton und Figuren – und liefert am Ende etwas, das sich für viele wie eine Verwechslung anfühlt. Der Film wird häufig dafür kritisiert, dass er das Grundgefühl der Vorlage verliert. Statt einer überzeichneten, energiegeladenen Welt wirkt vieles geerdet, blass und austauschbar. Figuren erscheinen „umgebaut“, Konflikte werden vereinfacht, und das Ergebnis sieht weniger nach einer eigenständigen Vision aus als nach einer generischen Teen-Action-Schablone mit bekannten Namen. Das Problem ist nicht, dass eine Adaption Änderungen vornimmt – das ist normal. Das Problem ist, dass die Änderungen kaum etwas Besseres ersetzen: Wenn Humor, Mythologie und Stil weichen, braucht man eine starke neue Idee. Viele Zuschauer finden diese nicht. Dadurch entsteht der berühmte Fan-Frust: Nicht nur „schlechter Film“, sondern „verpasste Chance“. Als messbarer Wert spiegelt sich das in der Kritikerbewertung wider. Rotten Tomatoes listet „Dragonball: Evolution“ mit einem Tomatometer von 14% – ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Kritiken überwiegend negativ ausfallen. Und genau so fühlt sich der Film für viele an: nicht als lustiger Trash, sondern als fader Kompromiss. In dieser Liste landet er deshalb nicht wegen einzelner peinlicher Szenen, sondern wegen seiner Symbolkraft: Er ist eine der bekanntesten „So bitte nicht“-Geschichten des Adaptionen-Kinos.
- Rotten Tomatoes weist einen Tomatometer von 14% aus.
- Der Film ist berüchtigt für Fan-Enttäuschung bei einer großen Vorlage.
- Häufige Kritik: Ton, Stil und Figuren passen nicht zur Erwartung an „Dragon Ball“.
- Kritiker-Score
- Tomatometer: 14%
- Adaption-Problem
- Vorlage stark, Umsetzung generisch und tonal verschoben
- Quelle
- Rotten Tomatoes
Birdemic: Shock and Terror (2008)
Rang: 9
„Birdemic: Shock and Terror“ ist weniger ein Film als ein Ereignis – ein Beweis dafür, dass Scheitern manchmal so sichtbar ist, dass es in Unterhaltung umkippt. Wer „Birdemic“ zum ersten Mal sieht, versteht schnell, warum er so oft als „so schlecht, dass gut“ beschrieben wird: Die Effekte wirken wie aus einer anderen Realität, Dialoge laufen an der Situation vorbei, und Szenen haben einen Rhythmus, der eher zufällig erscheint. Gerade dadurch entsteht aber eine bizarre Sogwirkung. Man schaut nicht, weil es spannend ist, sondern weil man wissen will, wie der Film als Nächstes gegen seine eigenen Regeln verstößt. Das macht „Birdemic“ zu einem Kultobjekt: Nicht, weil er unterschätzt wäre, sondern weil sein Scheitern so offensichtlich ist, dass Zuschauer daraus ein Gemeinschaftserlebnis bauen. Gleichzeitig darf man die Kritikerwerte nicht ignorieren: Rotten Tomatoes weist für „Birdemic: Shock and Terror“ einen Tomatometer von 19% aus. Das ist deutlich negativ, aber nicht der absolute Tiefstwert – und genau das passt: Einige Kritiken sehen offenbar wenigstens einen kuriosen Reiz, der ihn „merkbar“ macht. Im Kontext dieser Liste landet „Birdemic“ deshalb weiter unten als die reinen Null-Scores, aber er bleibt ein zentraler Name in „Worst Movie“-Diskussionen, weil seine Berühmtheit nicht aus Qualität, sondern aus unfreiwilliger Komik entstanden ist. Wer die Mechanik von Kult-Trash verstehen will, muss „Birdemic“ nicht lieben – aber er wird verstehen, warum Menschen ihn gemeinsam schauen: Er ist ein Film, der in jeder Minute so wirkt, als hätte niemand auf dem Set denselben Film im Kopf gehabt. Und genau das ist, auf eine seltsame Art, unvergesslich.
- Rotten Tomatoes weist einen Tomatometer von 19% aus.
- Der Film ist ein bekanntes Beispiel für „so schlecht, dass gut“.
- Berühmt für extrem einfache Effekte und unfreiwillige Komik.
- Kritiker-Score
- Tomatometer: 19%
- Kultfaktor
- Gemeinschaftserlebnis durch „unfassbares“ Scheitern
- Quelle
- Rotten Tomatoes
The Room (2003)
Rang: 10
„The Room“ ist der wohl berühmteste „schlechte Film“ der Welt – und genau deshalb ist er ein Sonderfall. Während viele Titel in dieser Liste einfach vergessen werden, hat „The Room“ das Gegenteil geschafft: Er lebt, weil er scheitert. Das beginnt bei den grundlegenden Bausteinen: Dialoge klingen oft, als wären sie aus dem Nichts gefallen, Figuren verhalten sich sprunghaft, und emotionale Höhepunkte wirken, als hätte jemand das Drehbuch in der falschen Reihenfolge gelesen. Gleichzeitig ist da eine eigentümliche Ernsthaftigkeit, die alles noch komischer macht. „The Room“ wirkt nicht wie eine absichtliche Parodie, sondern wie ein Film, der wirklich bedeutend sein wollte – und genau daran bricht er. Dadurch entsteht der berühmte Effekt: Zuschauer lachen nicht über Witze, sondern über die Lücken zwischen Absicht und Ergebnis. Trotzdem ist es wichtig, bei all dem Kult nicht zu vergessen, dass die kritische Einordnung extrem hart ausfällt. Metacritic weist für „The Room“ einen Metascore von 9 aus – also eine Bewertung, die in der Kritikerlogik nahe am Boden liegt. Und doch ist das Faszinierende: Genau dieser Kontrast macht ihn so langlebig. „The Room“ ist nicht nur „schlecht“, er ist ein sozialer Code. Menschen gehen in Mitternachtsvorstellungen, werfen Zitate in den Saal, bauen Rituale daraus. In einer Liste der schlechtesten Filme verdient er deshalb einen Platz, auch wenn er für manche inzwischen „zu kultig“ wirkt: Er zeigt, dass ein Film gleichzeitig misslungen und kulturgeschichtlich relevant sein kann. Das ist selten. Und genau deswegen steht „The Room“ hier als Schlusspunkt – als legendäres Beispiel dafür, wie ein filmischer Unfall zum Dauerphänomen wird.
- Metacritic weist einen Metascore von 9 aus.
- Der Film ist weltberühmt als „Best Worst Movie“ und Kult-Phänomen.
- Die Komik entsteht vor allem aus dem Kontrast zwischen Ernst und handwerklichem Scheitern.
- Kritiker-Score
- Metascore: 9
- Besonderheit
- Kultstatus trotz (oder wegen) sehr schlechter Bewertung
- Quelle
- Metacritic

