Welche Bilder erzielen bei Auktionen und Privatverkäufen die höchsten Summen? Diese Liste zeigt die zehn teuersten Gemälde der Welt (Stand: Oktober 2025), basierend auf öffentlich bekannten Auktionszuschlägen und verlässlich berichteten Privatdeals. Die Angaben verstehen sich als gerundete US-Dollar-Werte und sollen vor allem die Größenordnung des Kunstmarkts verdeutlichen – nicht jede Transaktion wird offiziell bestätigt.
Übersicht
- Salvator Mundi – Leonardo da Vinci
- Interchange – Willem de Kooning
- The Card Players – Paul Cézanne
- Nafea Faa Ipoipo – Paul Gauguin
- Number 17A – Jackson Pollock
- Les Femmes d’Alger (Version O) – Pablo Picasso
- Nu Couché – Amedeo Modigliani
- Portrait of Adele Bloch-Bauer I – Gustav Klimt
- Three Studies of Lucian Freud – Francis Bacon
- No. 6 (Violet, Green and Red) – Mark Rothko
| Rang | Gemälde | Künstler | Entstehung | Preis (ca. Mio. USD) |
Verkauf | Art des Verkaufs |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Salvator Mundi | Leonardo da Vinci | um 1500 | 450,3 | 2017, New York | Auktion (Christie’s) |
| 2 | Interchange | Willem de Kooning | 1955 | 300 | 2015, USA | Privatverkauf |
| 3 | The Card Players | Paul Cézanne | 1890–1895 | 250 | 2011, Katar | Privatverkauf |
| 4 | Nafea Faa Ipoipo | Paul Gauguin | 1892 | 210 | 2015, Katar | Privatverkauf |
| 5 | Number 17A | Jackson Pollock | 1948 | 200 | 2015, USA | Privatverkauf |
| 6 | Les Femmes d’Alger (Version O) | Pablo Picasso | 1955 | 179,4 | 2015, New York | Auktion (Christie’s) |
| 7 | Nu Couché | Amedeo Modigliani | 1917–1918 | 170,4 | 2015, New York | Auktion (Christie’s) |
| 8 | Portrait of Adele Bloch-Bauer I | Gustav Klimt | 1907 | 135 | 2006, New York | Privatverkauf |
| 9 | Three Studies of Lucian Freud | Francis Bacon | 1969 | 142,4 | 2013, New York | Auktion (Christie’s) |
| 10 | No. 6 (Violet, Green and Red) | Mark Rothko | 1951 | 186 | 2014, Europa | Privatverkauf |
Hinweis: Beträge beruhen auf Medienberichten und Auktionsangaben; bei Privatverkäufen handelt es sich teilweise um Schätzungen.
Salvator Mundi – Leonardo da Vinci
Rang: 1
„Salvator Mundi“ ist das umstrittenste und zugleich teuerste Gemälde der Welt. Das Bild zeigt Christus frontal im Halbfigur-Porträt, die rechte Hand zum Segen erhoben, in der linken eine Kristallkugel als Symbol der Welt. Über Jahrhunderte galt das Werk als verschollen, tauchte nur als stark übermalte Kopie in Sammlungen auf und wurde erst Anfang der 2000er-Jahre aufwendig restauriert und neu zugeschrieben. 2011 war es in einer Leonardo-Ausstellung der National Gallery in London zu sehen – ein Schlüsselmoment für seine heutige Berühmtheit. 2017 kam es bei Christie’s in New York unter den Hammer und erzielte inklusive Aufgeld den Rekordpreis von 450,3 Millionen US-Dollar. Die Zuschreibung an Leonardo selbst ist bis heute Gegenstand fachlicher Debatten: Einige Experten sehen ein Hauptwerk des Meisters, andere eher starke Werkstattbeteiligung. Auch der aktuelle Aufenthaltsort sorgt für Spekulationen; das Bild wurde für eine saudische Sammlung bzw. das Louvre Abu Dhabi erworben, ist aber seit der Auktion nicht mehr öffentlich gezeigt worden. Unabhängig von der Zuschreibungsdebatte markiert „Salvator Mundi“ den vorläufigen Höhepunkt der Preisexplosion auf dem globalen Kunstmarkt.
- Rekordpreis: 450,3 Mio. USD (inkl. Aufgeld)
- Stark restauriertes, lange übersehenes Altmeisterwerk
- Zuschreibung an Leonardo weiterhin umstritten
- Künstler
- Leonardo da Vinci (zugeschrieben)
- Entstehung
- um 1499–1510
- Medium
- Öl auf Holztafel (Walnuss)
- Preis
- 450,3 Mio. USD
- Verkauf
- 2017, Christie’s New York
- Aktueller Status
- Privatsammlung, nicht öffentlich ausgestellt
- Quelle
- Wikipedia – Salvator Mundi
Interchange – Willem de Kooning
Rang: 2
Willem de Koonings „Interchange“ gilt als Schlüsselwerk des abstrakten Expressionismus und markiert den Übergang des Künstlers von figurativen zu stärker abstrakten Kompositionen. Das 1955 entstandene Bild ist geprägt von energischen Pinselzügen, überlagerten Farbfeldern und einem vibrierenden Rosaton im Zentrum, der an eine abstrahierte Figur erinnert. De Kooning reagierte in diesen Jahren stark auf die urbane Dynamik New Yorks – viele Kritiker lesen die Leinwand als „Stadtlandschaft im Umbruch“. 2015 wurde „Interchange“ zusammen mit Pollocks „Number 17A“ in einem spektakulären Privatdeal verkauft. Käufer war der US-Investor Kenneth C. Griffin, der das Werk als Dauerleihgabe dem Art Institute of Chicago überließ. Mit einem geschätzten Preis von rund 300 Millionen US-Dollar ist es eines der teuersten Gemälde, die je den Besitzer wechselten. Der Verkauf unterstrich die enorme Wertschätzung für den abstrakten Expressionismus am internationalen Kunstmarkt und verankerte de Kooning endgültig in derselben „Preis-Liga“ wie Picasso oder Monet.
- Meilenstein des abstrakten Expressionismus
- Privatverkauf um ca. 300 Mio. USD
- Heute als Leihgabe im Art Institute of Chicago
- Künstler
- Willem de Kooning
- Entstehung
- 1955
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- ca. 300 Mio. USD
- Verkauf
- 2015, Privatverkauf (USA)
- Aktueller Standort
- Art Institute of Chicago (Leihgabe)
- Quelle
- Wikipedia – Interchange
The Card Players – Paul Cézanne
Rang: 3
„The Card Players“ gehört zu einer Serie von fünf Gemälden, mit denen Paul Cézanne in den 1890er-Jahren das Motiv kartenspielender Bauern immer wieder variiert hat. Die Version, die Anfang der 2010er-Jahre an den Staat Katar verkauft wurde, gilt als die bedeutendste und kompositorisch ausgewogenste Fassung. Zwei Männer sitzen sich an einem Tisch gegenüber, vertieft in ihr Spiel, die Gesichter konzentriert, die Körper ruhig und wie plastische Volumen im Raum modelliert. Cézanne reduziert Details zugunsten klarer Formen und gedämpfter Farbakkorde – ein Ansatz, der den Weg zur Moderne und zum Kubismus ebnete. Über den genauen Verkaufspreis wurde nie offiziell gesprochen, seriöse Quellen nennen jedoch rund 250 Millionen US-Dollar. Damit zählte das Werk lange als teuerstes je verkauftes Gemälde, bevor es von „Interchange“ und „Salvator Mundi“ übertroffen wurde. Heute ist das Bild ein Symbol für die Sammelambitionen Katars und für den Trend, dass Museums-Bestandswerke zunehmend durch staatlich finanzierte Sammlungen im Nahen Osten erworben werden.
- Teil einer berühmten Serie von fünf Kartenspieler-Gemälden
- Privatdeal um ca. 250 Mio. USD
- Gilt als Schlüsselmoment des Übergangs zur Moderne
- Künstler
- Paul Cézanne
- Entstehung
- um 1890–1895
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- ca. 250 Mio. USD
- Verkauf
- 2011, Privatverkauf an Katar
- Serie
- „The Card Players“ (5 Gemälde)
- Quelle
- Wikipedia – The Card Players
Nafea Faa Ipoipo – Paul Gauguin
Rang: 4
„Nafea Faa Ipoipo (Wann heiratest du?)“ gehört zu den berühmtesten Tahiti-Gemälden Paul Gauguins. Das Bild zeigt zwei junge Frauen in traditioneller Kleidung vor einer idealisierten tropischen Landschaft. Die Komposition verbindet flächige Farbigkeit, vereinfachte Umrisse und symbolische Anspielungen – alles Merkmale des Postimpressionismus, mit denen Gauguin sich bewusst von der europäischen Maltradition absetzte. Das Werk befand sich lange im Besitz der Familie des Basler Sammlers Rudolf Staechelin und hing als Leihgabe im Kunstmuseum Basel, bevor es 2015 in einem Aufsehen erregenden Privatdeal verkauft wurde. Der Käufer steht offiziell nicht fest; Medienberichte nennen katarische Sammler als wahrscheinliche Erwerber und beziffern den Preis auf rund 210 Millionen US-Dollar. Der Verkauf löste in der Museumswelt eine Debatte über die Privatisierung ikonischer Meisterwerke aus, die zuvor als quasi „öffentlicher“ Bestand wahrgenommen worden waren.
- Ikonisches Tahiti-Bild des Postimpressionismus
- Leihgabe des Kunstmuseums Basel bis zum Verkauf
- Privatdeal um ca. 210 Mio. USD, mutmaßlich nach Katar
- Künstler
- Paul Gauguin
- Entstehung
- 1892
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- ca. 210 Mio. USD
- Verkauf
- 2015, Privatverkauf
- Motiv
- Tahitianische Szene, zwei junge Frauen
- Quelle
- Wikipedia – Nafea Faa Ipoipo
Number 17A – Jackson Pollock
Rang: 5
Jackson Pollocks „Number 17A“ ist ein Paradebeispiel seines berühmten „Drip Painting“. Statt klassisch zu pinseln, ließ Pollock Farbe über eine am Boden liegende Leinwand tropfen und schleuderte sie mit Stöcken oder direkt aus der Dose – eine radikale Abkehr von traditionellen Maltechniken. Das 1948 entstandene Werk zeigt ein scheinbar chaotisches Gewirr aus Linien, Farbspritzern und Flecken, das dennoch eine innere Balance und Rhythmik besitzt. Die Bedeutung solcher Arbeiten für die Entwicklung der abstrakten Kunst ist kaum zu überschätzen: Pollock machte den Malprozess selbst zum Ereignis und prägte das Bild des „Action Painters“. 2015 wechselte „Number 17A“ in einem Privatdeal den Besitzer; Käufer war erneut Kenneth C. Griffin. Zusammen mit de Koonings „Interchange“ soll er rund 500 Millionen US-Dollar gezahlt haben, wobei für Pollocks Werk etwa 200 Millionen veranschlagt werden. Damit gehört das Bild zu den teuersten abstrakten Gemälden der Geschichte und unterstreicht den Stellenwert des New Yorker Abstrakten Expressionismus auf dem globalen Kunstmarkt.
- Ikonisches „Drip Painting“ Pollocks
- Teil eines Doppel-Deals mit „Interchange“
- Geschätzter Einzelpreis: ca. 200 Mio. USD
- Künstler
- Jackson Pollock
- Entstehung
- 1948
- Medium
- Öl auf Faserplatte
- Preis
- ca. 200 Mio. USD
- Verkauf
- 2015, Privatverkauf
- Stilrichtung
- Abstrakter Expressionismus / Action Painting
- Quelle
- Wikipedia – Number 17A
Les Femmes d’Alger (Version O) – Pablo Picasso
Rang: 6
Picassos „Les Femmes d’Alger (Version O)“ ist der Höhepunkt einer 15-teiligen Serie, mit der der Künstler Mitte der 1950er-Jahre das Motiv orientalischer Frauen nach Eugène Delacroix neu interpretierte. In „Version O“ verdichten sich kubistisch gebrochene Formen, leuchtende Farben und verschachtelte Figuren zu einer komplexen, fast kaleidoskopischen Komposition. Das Gemälde zeigt mehrere Frauen in einem Interieur, inspiriert von der Idee des Harems, zugleich aber klar in Picassos moderne Bildsprache übertragen. Im Mai 2015 wurde „Version O“ bei Christie’s in New York versteigert und erzielte 179,4 Millionen US-Dollar – damals ein Rekord für ein bei Auktion verkauftes Kunstwerk. Der Verkauf unterstrich einmal mehr Picassos Sonderstellung am Markt: Kaum ein anderer Künstler ist mit so vielen Werken in Listen der teuersten Gemälde vertreten. Zudem zeigte die Auktion, wie stark Nachfrage nach musealen Meisterwerken des 20. Jahrhunderts ist, insbesondere bei internationalen Sammlern und Stiftungen.
- Abschließende und bedeutendste Version der Serie „Les Femmes d’Alger“
- Auktionsrekord für Picasso im Jahr 2015
- Beispiel für späten, farbintensiven Kubismus
- Künstler
- Pablo Picasso
- Entstehung
- 1955
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- 179,4 Mio. USD
- Verkauf
- 2015, Christie’s New York
- Serie
- „Les Femmes d’Alger“ (Versionen A–O)
- Quelle
- Wikipedia – Les Femmes d’Alger
Nu Couché – Amedeo Modigliani
Rang: 7
„Nu Couché“ ist das berühmteste Aktgemälde Amedeo Modiglianis und eines der ikonischsten Bilder der Moderne. Die liegende nackte Frau erstreckt sich nahezu über die gesamte Bildbreite, der Körper leicht verdreht, die Hände hinter dem Kopf – eine Pose, die an klassische Vorbilder erinnert, aber mit Modiglianis typisch verlängerten Proportionen und klaren Konturen radikal modernisiert wird. Die Serie von Aktbildern, zu der „Nu Couché“ gehört, sorgte zur Entstehungszeit für Skandale; 1917 musste eine Ausstellung in Paris wegen „Anstößigkeit“ vorzeitig schließen. Heute gelten diese Werke als Höhepunkt seines Schaffens. 2015 wurde „Nu Couché“ bei Christie’s in New York versteigert und erzielte 170,4 Millionen US-Dollar – ein Rekordpreis für den Künstler. Käufer war ein chinesischer Sammler, der das Bild später an Museen verlieh. Die Auktion zeigte eindrucksvoll, wie stark sich der Fokus des Kunstmarkts nach Asien verlagert und wie sehr westliche Moderne dort nachgefragt wird.
- Berühmtester Akt Modiglianis
- Skandalträchtige Motive, heute Museumsikonen
- Auktionspreis 2015: 170,4 Mio. USD
- Künstler
- Amedeo Modigliani
- Entstehung
- 1917–1918
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- 170,4 Mio. USD
- Verkauf
- 2015, Christie’s New York
- Motiv
- Liegender weiblicher Akt
- Quelle
- Wikipedia – Nu Couché
Portrait of Adele Bloch-Bauer I – Gustav Klimt
Rang: 8
Gustav Klimts „Portrait of Adele Bloch-Bauer I“ ist eines der berühmtesten Werke des Wiener Jugendstils und wird oft schlicht „Die Goldene Adele“ genannt. Die Wiener Salon-Dame Adele Bloch-Bauer ist in einem Meer aus ornamentalem Gold und abstrakten Formen dargestellt; nur Gesicht, Hände und Dekolleté sind naturalistisch ausgearbeitet. Klimt verband hier Porträtmalerei mit byzantinisch anmutender Goldtechnik und moderner Flächenornamentik – ein Stil, der seine sogenannte „Goldene Periode“ prägt. Das Gemälde war ursprünglich im Besitz der Familie Bloch-Bauer, wurde während der NS-Zeit enteignet und hing lange in der Österreichischen Galerie Belvedere. Nach einem vielbeachteten Restitutionsverfahren wurde es 2006 an die Erbin Maria Altmann zurückgegeben. Im selben Jahr erwarb der New Yorker Sammler Ronald Lauder das Bild für seine Neue Galerie; der Kaufpreis von rund 135 Millionen US-Dollar war damals Rekord und machte Klimt schlagartig zum Marktstar. Heute ist die „Goldene Adele“ eines der bekanntesten Porträts der Kunstgeschichte und ein Schlüsselwerk der Diskussion um Raubkunst und Restitution.
- Ikone des Wiener Jugendstils und der „Goldenen Periode“ Klimts
- Zentral im Restitutionsfall Bloch-Bauer
- 2006 für ca. 135 Mio. USD an die Neue Galerie New York verkauft
- Künstler
- Gustav Klimt
- Entstehung
- 1903–1907
- Medium
- Öl und Blattgold auf Leinwand
- Preis
- ca. 135 Mio. USD
- Verkauf
- 2006, Privatverkauf an Ronald Lauder
- Aktueller Standort
- Neue Galerie New York
- Quelle
- Wikipedia – Portrait of Adele Bloch-Bauer I
Three Studies of Lucian Freud – Francis Bacon
Rang: 9
Francis Bacons Triptychon „Three Studies of Lucian Freud“ zeigt den befreundeten Maler Lucian Freud in drei Variationen, frontal und im Profil, jeweils auf einem Stuhl sitzend. Bacons typische verzerrte Physiognomien, kräftigen Farbkontraste und der isolierende, raumlose Hintergrund verleihen dem Werk eine existenzielle Intensität. Das Triptychon entstand 1969 in einer Phase, in der sich Bacon und Freud regelmäßig trafen und sich gegenseitig porträtierten – ihre Freundschaft zerbrach später. 2013 wurde das Werk bei Christie’s in New York angeboten und erzielte 142,4 Millionen US-Dollar – damals ein Rekord für ein zeitgenössisches Kunstwerk bei Auktion. Der Verkauf zog große Aufmerksamkeit auf sich, weil Bacon zwar in Museen hochgeschätzt war, seine Marktpreise aber lange unter denen von Picasso oder Warhol lagen. „Three Studies of Lucian Freud“ markierte einen Wendepunkt: Seitdem gelten Werke der Nachkriegskunst, insbesondere großformatige Triptychen und Porträts, als Top-Segmente des Marktes.
- Großformatiges Triptychon mit drei Porträts von Lucian Freud
- Auktionsrekord für Bacon im Jahr 2013
- Symbol für den Aufstieg der Nachkriegskunst im Markt
- Künstler
- Francis Bacon
- Entstehung
- 1969
- Medium
- Öl auf Leinwand (Triptychon)
- Preis
- 142,4 Mio. USD
- Verkauf
- 2013, Christie’s New York
- Motiv
- Porträt des Malers Lucian Freud in drei Ansichten
- Quelle
- Wikipedia – Three Studies of Lucian Freud
No. 6 (Violet, Green and Red) – Mark Rothko
Rang: 10
Mark Rothkos „No. 6 (Violet, Green and Red)“ ist ein typisches Beispiel seiner Farbfeldmalerei: Große, weich begrenzte Farbflächen schweben übereinander und scheinen im Betrachten zu pulsieren. Rothko ging es weniger um Abstraktion als um Emotion – seine Bilder sollen Betrachterinnen und Betrachter in eine kontemplative, fast spirituelle Stimmung versetzen. „No. 6“ von 1951 kombiniert ein kühles Violett mit einem grünlichen und einem roten Feld; die scheinbar einfache Anordnung lebt von subtilen Lasuren, Überlagerungen und Farbnuancen. 2014 wurde das Gemälde in einem Privatverkauf für rund 186 Millionen US-Dollar erworben und zählt damit zu den teuersten abstrakten Werken überhaupt. Der Deal war Teil einer größeren Auseinandersetzung zwischen Sammlern und Kunstberatern, die jahrelang durch Gerichtsprozesse nachhallte und Fragen nach Transparenz und Preisbildung im oberen Segment des Kunstmarkts aufwarf. Unabhängig davon bleibt „No. 6“ ein Schlüsselwerk für das Verständnis von Rothkos Einfluss auf die Malerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
- Icon der Farbfeldmalerei mit drei schwebenden Farbblöcken
- Privatverkauf um ca. 186 Mio. USD
- Symbolfall für Intransparenz im High-End-Kunstmarkt
- Künstler
- Mark Rothko
- Entstehung
- 1951
- Medium
- Öl auf Leinwand
- Preis
- ca. 186 Mio. USD
- Verkauf
- 2014, Privatverkauf
- Stil
- Farbfeldmalerei / Abstrakter Expressionismus
- Quelle
- Wikipedia – No. 6 (Violet, Green and Red)

