16,492 Millionen US-Dollar für ein Stück bedruckten Karton: Seit Februar 2026 hält eine Pikachu-Illustrator-Karte nicht nur den Rekord als teuerste Pokémon-Karte, sondern als teuerste jemals öffentlich versteigerte Sammelkarte überhaupt. Hinter diesem Ausnahmeverkauf folgen Turnierpreise, frühe Testdrucke und Glurak-Karten, deren Wert aus einer Kombination von Seltenheit, Zustand, Geschichte und weltweiter Nachfrage entsteht.
Dieses Ranking ordnet die zehn teuersten Pokémon-Karten nach dem höchsten öffentlich dokumentierten Verkaufspreis einer jeweiligen Kartenvariante. Berücksichtigt wurden abgeschlossene Auktionen und nachvollziehbare private Transaktionen; Schätzpreise, laufende Angebote und unverifizierte Marktplatzanzeigen wurden ausgeschlossen. Mehrfachverkäufe derselben Variante erscheinen nur mit ihrem höchsten belegten Preis. Die Beträge sind nominale US-Dollarwerte zum Zeitpunkt des Verkaufs und enthalten, soweit vom Auktionshaus ausgewiesen, das Käuferaufgeld. Kartenqualität und Authentizität wurden meist durch PSA oder CGC bestätigt. Datenstand ist Juli 2026. Da der Sammlermarkt stark schwankt, beschreibt die Liste historische Rekordverkäufe und keine Garantie für den heutigen Wiederverkaufswert.
So wurde gewertet
Entscheidend war der höchste live überprüfbare Verkaufspreis einer einzelnen Kartenvariante. Kartenpakete, vollständige Decks, ungeschnittene Druckbögen und Sammlungen wurden ausgeschlossen. Bei gleichartigen Trophäenkarten gelten unterschiedliche Turnier-, Jahres- und Platzierungsvarianten als eigenständige Karten. Käuferaufgelder wurden einbezogen, wenn der veröffentlichte Endpreis sie enthält. Neben dem Preis wurden Ausgabejahr, Grading, Verwendungszweck, bekannte Auflage und historische Bedeutung verglichen. Dollarwerte wurden nicht inflationsbereinigt oder in Euro umgerechnet, da Wechselkurse und Kaufkraft den direkten Vergleich verzerren würden.
Übersicht
| Rang | Karte | Rekordpreis | Verkauf | Jahr der Karte | Grading | Auflage/Bekanntheit | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Pikachu Illustrator | 16.492.000 US-Dollar | Goldin, Februar 2026 | 1998 | PSA 10 | 41 ausgegebene Exemplare; einziges PSA-10-Exemplar | Teuerste öffentlich versteigerte Sammelkarte der Welt |
| 2 | Kangama Family Event Trophy | 640.507 US-Dollar | Goldin, März 2026 | 1998 | CGC Pristine 10 | Turnier-Promokarte für Eltern-Kind-Teams | Rekordpreis für diese Familien-Trophäenkarte |
| 3 | Glurak 1st Edition Base Set | 550.000 US-Dollar | Heritage, Dezember 2025 | 1999 | PSA 10 | 125 PSA-10-Exemplare zum Verkaufszeitpunkt | Wertvollste regulär aus einem Booster ziehbare Karte der Liste |
| 4 | Topsun Glurak Blue Back ohne Nummer | 493.230 US-Dollar | Goldin, Januar 2021 | 1997, teils als 1995 bezeichnet | PSA 10 | Einziges bekanntes PSA-10-Exemplar dieser Variante beim Verkauf | Frühe Kaugummi-Beilage vor dem internationalen TCG-Erfolg |
| 5 | Pikachu No. 1 Trainer Gold | 450.000 US-Dollar | Heritage, Dezember 2025 | 1998 | PSA 9 | Extrem wenige Turnierpreise | Goldene Siegerkarte des Lizardon Mega Battle |
| 6 | Pikachu No. 2 Trainer Silver | 444.000 US-Dollar | Goldin, September 2023 | 1998 | PSA 10 | Nur an Zweitplatzierte vergeben | Silberne Trophy-Pikachu-Karte mit Mitsuhiro-Arita-Motiv |
| 7 | Turtok Presentation Galaxy Star | 360.000 US-Dollar | Heritage, Januar 2021 | 1998 | CGC 8.5 | Zwei produzierte Testkarten; Verbleib der zweiten unklar | Präsentationsdruck für die geplante englische Kartenausgabe |
| 8 | Pikachu No. 3 Trainer Bronze | 300.000 US-Dollar | Heritage, April 2023 | 1997 | PSA 8 | Nur vier Exemplare dieser Ausgabe PSA-zertifiziert | Preis des ersten offiziellen Pokémon-Kartenturniers |
| 9 | Pokémon Snap Pikachu | 270.000 US-Dollar | Privatverkauf, dokumentierter Rekord | 1999 | Individuell abhängig | Gewinnerkarte eines Fotowettbewerbs | Motiv stammt aus einem Spielerfoto im Nintendo-64-Spiel |
| 10 | Signierte Ishihara-GX-Promokarte | 247.230 US-Dollar | Goldin, April 2021 | 2017 | PSA 7, Autogramm PSA 9 | Nur an Mitarbeiter und Gäste verteilt | Von Pokémon-Präsident Tsunekazu Ishihara signiert |
1. Pikachu Illustrator: 16,492 Millionen Dollar für die einzige PSA 10
Rang: 1 Weltrekord
Die Pikachu-Illustrator-Karte steht mit 16.492.000 US-Dollar weit außerhalb jeder normalen Pokémon-Preisskala. Logan Paul ließ sein Exemplar am 16. Februar 2026 bei Goldin versteigern. Der Verkauf übertraf den vorherigen Pokémon-Rekord um mehr als das Dreißigfache und wurde von Guinness World Records zugleich als teuerste jemals öffentlich versteigerte Sammelkarte bestätigt.
Die Karte wurde 1998 an Gewinner von Illustrationswettbewerben des japanischen Magazins CoroCoro Comic vergeben. Insgesamt kamen 41 Exemplare in Umlauf. Statt der üblichen Bezeichnung „Trainer“ trägt sie das Wort „Illustrator“ und zeigt Pikachu beim Zeichnen. Das Motiv stammt von Atsuko Nishida, die auch am ursprünglichen Design von Pikachu beteiligt war.
Entscheidend für den Rekord ist nicht nur die Seltenheit, sondern der Zustand: Das versteigerte Exemplar ist die einzige bekannte Karte mit PSA Gem Mint 10. Paul hatte sie 2021 durch eine Kombination aus vier Millionen Dollar und einer niedriger bewerteten Pikachu-Illustrator-Karte erworben. Dass dasselbe Exemplar fünf Jahre später mehr als 16 Millionen Dollar erzielte, zeigt zugleich die extreme Volatilität des Spitzenmarkts.
- Die Karte war kein Booster-Inhalt, sondern ein Wettbewerbspreis.
- Sie ist die einzige offizielle Pokémon-Karte mit der Bezeichnung „Illustrator“.
- Der Preis von 2026 schloss das Käuferaufgeld ein.
- Karte
- Pikachu Illustrator CoroCoro Promo
- Ausgabejahr
- 1998
- Rekordpreis
- 16.492.000 US-Dollar
- Verkaufsdatum
- 16. Februar 2026
- Grading
- PSA Gem Mint 10
- Illustratorin
- Atsuko Nishida
- Quelle
- Guinness World Records: Teuerste Pokémon-Karte bei einer Auktion
2. Kangama Family Event Trophy: Rekord für eine Familien-Turnierkarte
Rang: 2 Pristine-Rekord
Die Kangama Family Event Trophy erreichte im März 2026 einen Verkaufspreis von 640.507 US-Dollar. Das von CGC mit Pristine 10 bewertete Exemplar setzte damit einen neuen öffentlichen Rekord für diese Kartenvariante und verdrängte mehrere berühmte Glurak- und Pikachu-Trophäenkarten.
Die Promokarte wurde 1998 beim japanischen Parent/Child Mega Battle vergeben. Teilnehmen konnten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern. Wer eine bestimmte Zahl an Siegen erzielte, erhielt die Karte als Auszeichnung. Das Motiv mit Kangama und seinem Jungtier im Beutel passt deshalb direkt zum Familienkonzept des Wettbewerbs.
Im Unterschied zu vielen teuren Karten wurde Kangama nie regulär in Boostern verkauft. Die bekannte Stückzahl ist klein, und makellose Exemplare sind besonders selten, weil Turnierpreise ursprünglich nicht als Millionenobjekte behandelt wurden. Der Status CGC Pristine 10 liegt über dem üblichen Gem-Mint-Niveau und bescheinigt außergewöhnlich saubere Oberfläche, Kanten, Ecken und Zentrierung. Rang 2 entsteht daher aus drei Faktoren: historische Exklusivität, ein familienbezogenes Turnierformat und ein nahezu perfekter Erhaltungszustand.
- Die Karte wurde nur an erfolgreiche Eltern-Kind-Teams vergeben.
- Das Kangama-Motiv spiegelt das Turnierkonzept unmittelbar wider.
- Der Verkauf stellte den bisherigen Rekord dieser Variante deutlich ein.
- Karte
- Kangaskhan beziehungsweise Kangama Family Event Trophy Card #115
- Ausgabejahr
- 1998
- Rekordpreis
- 640.507 US-Dollar
- Verkauf
- Goldin, März 2026
- Grading
- CGC Pristine 10
- Verteilung
- Preis beim Parent/Child Mega Battle
- Quelle
- CGC Cards: Kangaskhan erzielt 640.507 US-Dollar
3. Glurak 1st Edition Base Set: der Klassiker aus dem Booster
Rang: 3 Booster-Rekord
Ein englisches Glurak aus der ersten Base-Set-Auflage erzielte im Dezember 2025 bei Heritage Auctions 550.000 US-Dollar. Damit setzte die PSA-10-Karte einen neuen öffentlichen Rekord für diese Variante und übertraf den bekannten Verkauf von 420.000 Dollar aus dem Jahr 2022.
Im Gegensatz zu den beiden höheren Plätzen war diese Karte grundsätzlich aus regulären Boosterpacks ziehbar. Ihre heutige Seltenheit entsteht aus der Kombination von erster Auflage, fehlendem Schatten am Bildrahmen und perfektem Zustand. Viele Karten wurden Ende der 1990er-Jahre gespielt, getauscht oder ohne Hülle aufbewahrt. Entsprechend wenige überstanden diese Zeit ohne Kratzer, abgegriffene Ecken oder Druckfehler.
Glurak war schon beim Erscheinen eines der begehrtesten Pokémon. Die Karte besaß 120 Kraftpunkte und einen Angriff mit 100 Schadenspunkten, was sie für Kinder besonders eindrucksvoll machte. Hinzu kamen Gluraks prominente Rolle in Videospielen, Anime und Merchandise. Zum Verkaufszeitpunkt waren lediglich 125 Exemplare von PSA mit der Bestnote 10 bewertet. Rang 3 zeigt damit, dass starke Popkultur-Nostalgie selbst eine reguläre Serienkarte in die Preisregion seltener Turnierpreise bringen kann.
- „1st Edition“ und der schattenlose Bildrahmen kennzeichnen die frühe Druckvariante.
- Das Glurak war regulär in Boostern erhältlich, anders als Trophäenkarten.
- Der Preis hängt stark vom Grading ab; niedrigere Zustände erzielen deutlich weniger.
- Karte
- 1999 Pokémon Base Set Charizard #4, 1st Edition Shadowless
- Rekordpreis
- 550.000 US-Dollar
- Verkauf
- Heritage Auctions, Dezember 2025
- Grading
- PSA Gem Mint 10
- Seltenheitsfaktor
- Erste englische Auflage und perfekte Erhaltung
- Illustrator
- Mitsuhiro Arita
- Quelle
- Heritage Auctions: Glurak-Rekord von 550.000 US-Dollar
4. Topsun Glurak Blue Back: frühe Kaugummikarte mit Datierungsstreit
Rang: 4 Vorläuferkarte
Die nummernlose Topsun-Glurak-Karte mit blauem Rücken wurde im Januar 2021 für 493.230 US-Dollar verkauft. Das Exemplar war mit PSA 10 bewertet und galt damals als einziges bekanntes Exemplar dieser speziellen Variante in der Bestnote.
Topsun-Karten wurden in Japan zusammen mit Kaugummi vertrieben und entstanden noch vor dem weltweiten Durchbruch des offiziellen Pokémon-Sammelkartenspiels. Auf den Karten steht ein Copyright-Hinweis von 1995, weshalb sie häufig als „1995 Topsun“ angeboten werden. Tatsächlich wird die Veröffentlichung meist auf 1997 datiert. Dieser Unterschied sorgt bis heute für Missverständnisse in Auktionskatalogen.
Die erste Druckserie besaß einen blauen Kartenrücken und teilweise noch keine Kartennummer. Glurak ist unter diesen Frühdrucken besonders gesucht. Technisch handelt es sich nicht um eine spielbare Karte des Pokémon Trading Card Game, sondern um eine Sammel- und Werbekarte. Gerade dieser Vorläuferstatus macht sie historisch interessant. Rang 4 erklärt sich daher weniger durch Turniererfolg als durch den seltenen ersten Druckzustand, die ikonische Figur und das einmalige PSA-10-Grading.
- Die Karte wurde zusammen mit Kaugummi und nicht in einem TCG-Booster verkauft.
- Der Copyright-Aufdruck 1995 ist älter als das wahrscheinliche Veröffentlichungsjahr.
- Nummernlose Blue-Back-Ausgaben gelten als besonders frühe Topsun-Variante.
- Karte
- Topsun Charizard Blue Back, No Number
- Veröffentlichung
- Wahrscheinlich 1997; Copyright-Aufdruck 1995
- Rekordpreis
- 493.230 US-Dollar
- Verkauf
- Goldin, Januar 2021
- Grading
- PSA Gem Mint 10
- Kartentyp
- Werbe- und Sammelkarte, keine reguläre TCG-Spielkarte
- Quelle
- Public: Guide zur Topsun-Glurak-Karte
5. Pikachu No. 1 Trainer Gold: der Siegerpreis des Mega Battle
Rang: 5 Turniersieger
Die goldene Pikachu-No.-1-Trainer-Karte aus dem zweiten Lizardon Mega Battle wurde im Dezember 2025 für 450.000 US-Dollar versteigert. Das PSA-9-Exemplar war der zweitteuerste Einzelposten einer Heritage-Auktion, die mehrere neue Pokémon-Rekorde hervorbrachte.
Diese Karte konnte weder gekauft noch aus einem Booster gezogen werden. Sie wurde 1998 ausschließlich an Turniersieger vergeben. Pikachu hält auf dem Motiv einen goldenen Pokal, während der Rand die Platzierung zusätzlich hervorhebt. Die Ausgabe gehört zu einer dreiteiligen Trophäenserie für Platz eins, zwei und drei.
Der hohe Wert entsteht aus der extrem kleinen ursprünglichen Verteilung und der historischen Nähe zu den ersten organisierten Pokémon-Kartenturnieren. Anders als moderne Meisterschaftspromos wurden die Karten zu einer Zeit ausgegeben, in der niemand den späteren Millionenmarkt vorhersehen konnte. Viele Exemplare dürften gespielt, transportiert oder ohne professionelle Schutzhülle aufbewahrt worden sein. Trotz „nur“ PSA 9 erreichte die Karte fast eine halbe Million Dollar. Sie liegt damit knapp vor der silbernen No.-2-Trainer-Karte, obwohl diese mit PSA 10 bewertet wurde.
- Die Karte wurde nur an Sieger eines frühen japanischen Turniers vergeben.
- Der goldene Pokal unterscheidet sie von den Silber- und Bronzevarianten.
- Der Verkaufspreis zeigt, dass Seltenheit ein niedrigeres Grading ausgleichen kann.
- Karte
- Pikachu No. 1 Trainer, 2nd Tournament Gold Trophy
- Ausgabejahr
- 1998
- Rekordpreis
- 450.000 US-Dollar
- Verkauf
- Heritage Auctions, Dezember 2025
- Grading
- PSA Mint 9
- Vergabe
- Erster Platz beim Lizardon Mega Battle
- Quelle
- Heritage Auctions: Pikachu No. 1 Trainer Gold
6. Pikachu No. 2 Trainer Silver: 444.000 Dollar für den zweiten Platz
Rang: 6 Silber-Trophäe
Eine Pikachu-No.-2-Trainer-Karte aus dem zweiten Lizardon-Turnier erzielte im September 2023 bei Goldin 444.000 US-Dollar. Das Exemplar trug die Bestnote PSA 10 und stellte einen neuen Rekord für diese silberne Trophäenvariante auf.
Die Karte wurde an zweitplatzierte Teilnehmer der japanischen Lizardon Mega Battle Turnierserie 1997/98 vergeben. Pikachu hält einen silbernen Pokal und lächelt vor einem holografischen Hintergrund. Das Motiv stammt von Mitsuhiro Arita, einem der bekanntesten Künstler der frühen Pokémon-Karten. Er zeichnete unter anderem auch das berühmte Base-Set-Glurak.
Preislich liegt die Karte nur 6.000 Dollar hinter der goldenen No.-1-Trainer-Ausgabe. Das zeigt, dass die Reihenfolge der sportlichen Platzierungen nicht automatisch die Reihenfolge der Marktwerte bestimmt. Zustand, Zahl verfügbarer Exemplare und konkrete Bieterkonkurrenz können wichtiger sein als Gold oder Silber. Die PSA-10-Bewertung macht dieses Exemplar besonders attraktiv, weil kleinste Druckspuren oder Randfehler bei fast drei Jahrzehnte alten Turnierkarten häufig sind.
- Die Karte war ausschließlich als Turnierpreis erhältlich.
- Das Motiv zeigt Pikachu mit einem silbernen Pokal.
- Sie wurde nur 6.000 Dollar günstiger verkauft als die goldene No.-1-Karte.
- Karte
- Pikachu No. 2 Trainer Silver Trophy, 2nd Tournament
- Ausgabejahr
- 1998
- Rekordpreis
- 444.000 US-Dollar
- Verkauf
- Goldin, September 2023
- Grading
- PSA Gem Mint 10
- Vergabe
- Zweiter Platz bei der Lizardon Mega Battle Turnierserie
- Quelle
- Goldin: Pikachu No. 2 Trainer Silver
7. Turtok Presentation Galaxy Star: ein Prototyp für den englischen Markt
Rang: 7 Testdruck
Die Turtok Presentation Galaxy Star Hologram wurde im Januar 2021 für 360.000 US-Dollar versteigert. Der Preis ist besonders bemerkenswert, weil es sich nicht um eine regulär veröffentlichte Karte handelt, sondern um einen Präsentationsdruck aus der Entstehungsphase der englischen Pokémon-Ausgabe.
Wizards of the Coast ließ 1998 zwei Exemplare bei Cartamundi produzieren, um Nintendo das geplante englische Kartendesign vorzustellen. Die Vorderseite zeigt Turtok mit englischem Text und einem holografischen Galaxy-Muster. Die bekannte Karte trägt die Bewertung CGC 8.5. Ob das zweite Exemplar noch existiert, ist nicht gesichert.
Historisch dokumentiert die Karte den Übergang von einem japanischen Sammelspiel zu einem globalen Massenphänomen. Wizards of the Coast veröffentlichte das englische Base Set schließlich 1999. Der Testdruck unterscheidet sich in Layout und Details von der späteren Serienkarte. Rang 7 beruht damit nicht auf Turniererfolg oder perfektem Zustand, sondern auf seiner Rolle als Entwicklungsartefakt. Kaum eine andere Pokémon-Karte zeigt so unmittelbar, wie die internationale Version vorbereitet wurde.
- Die Karte sollte Nintendo vom englischen Kartendesign überzeugen.
- Nur zwei Präsentationsexemplare wurden hergestellt.
- Der Aufenthaltsort beziehungsweise Erhalt des zweiten Exemplars ist unklar.
- Karte
- Blastoise beziehungsweise Turtok #009/165R Presentation Galaxy Star Hologram
- Hersteller
- Cartamundi im Auftrag von Wizards of the Coast
- Rekordpreis
- 360.000 US-Dollar
- Verkauf
- Heritage Auctions, Januar 2021
- Grading
- CGC NM/Mint+ 8.5
- Bekannte Auflage
- Zwei produzierte Präsentationskarten
- Quelle
- Heritage Auctions: Turtok Presentation Galaxy Star
8. Pikachu No. 3 Trainer Bronze: Preis des ersten offiziellen Turniers
Rang: 8 erstes Turnier
Die bronzene Pikachu-No.-3-Trainer-Karte wurde im April 2023 für 300.000 US-Dollar verkauft. Sie stammt aus dem ersten offiziellen Pokémon Card Game Tournament, das 1997 in Japan stattfand. Damit ist sie historisch älter als die höher platzierten Gold- und Silberkarten der zweiten Turnierserie.
Die Karte wurde ausschließlich an Drittplatzierte vergeben. Auf dem Motiv hält Pikachu einen bronzenen Pokal. Das verkaufte Exemplar war mit PSA 8 bewertet und gehörte zu nur vier von PSA zertifizierten Exemplaren dieser konkreten Turnierausgabe. Dass eine Karte mit einem Grading unterhalb von Mint dennoch 300.000 Dollar erreichte, verdeutlicht die Bedeutung der ursprünglichen Verteilung.
Für Sammler repräsentiert sie den Beginn organisierter Pokémon-Turniere. Spätere Weltmeisterschaften produzierten zahlreiche Promokarten, doch die frühen japanischen Trophäen entstanden noch vor dem globalen Erfolg des Spiels. Ihre Empfänger waren Kinder und Jugendliche, die sie häufig wie normale Spielkarten behandelten. Perfekte Erhaltung war damals kein Ziel. Rang 8 entsteht deshalb vor allem aus historischer Einmaligkeit und extrem geringer Verfügbarkeit.
- Die Karte wurde beim ersten offiziellen Pokémon-Kartenturnier vergeben.
- Sie kennzeichnet den dritten Platz durch einen bronzenen Pokal.
- Selbst das PSA-8-Exemplar erreichte einen sechsstelligen Spitzenpreis.
- Karte
- Pikachu No. 3 Trainer Bronze, 1st Tournament
- Ausgabejahr
- 1997
- Rekordpreis
- 300.000 US-Dollar
- Verkauf
- Heritage Auctions, April 2023
- Grading
- PSA NM-MT 8
- Vergabe
- Dritter Platz beim ersten offiziellen Pokémon-Kartenturnier
- Quelle
- ComicBook: Trophy Pikachu erzielt 300.000 US-Dollar
9. Pokémon Snap Pikachu: ein Spielerfoto wird zur Luxuskarte
Rang: 9 Fotowettbewerb
Die Pokémon-Snap-Pikachu-Karte erreichte einen dokumentierten Spitzenwert von 270.000 US-Dollar. Ihre Besonderheit liegt nicht in einem Turniersieg oder einer frühen Boosterauflage, sondern in einem Wettbewerb zum Nintendo-64-Spiel Pokémon Snap.
Spieler konnten im virtuellen Pokémon-Park Fotos aufnehmen und ausgewählte Motive für Wettbewerbe einreichen. Die besten Aufnahmen wurden anschließend als echte Sammelkarten gedruckt. Jede Gewinnerkarte verwendete das Foto des jeweiligen Spielers. Dadurch entstanden mehrere Pokémon-Snap-Promos mit individuell ausgewählten Motiven und nur sehr kleinen Auflagen.
Die Pikachu-Version ist besonders gesucht, weil sie das bekannteste Pokémon der Marke mit einer außergewöhnlichen Entstehungsgeschichte verbindet. Anders als eine Serienkarte lässt sie sich nicht einfach durch den Kauf ungeöffneter alter Booster finden. Die wenigen Exemplare gingen direkt an Wettbewerbssieger und deren Umfeld. Rang 9 verdeutlicht, wie stark Provenienz den Wert beeinflusst: Die Karte ist zugleich Videospielergebnis, Wettbewerbsbeleg und offizielles Pokémon-Sammlerstück.
- Das Kartenmotiv basiert auf einem im Videospiel aufgenommenen Foto.
- Die Karten wurden nicht regulär verkauft, sondern im Rahmen eines Wettbewerbs verteilt.
- Verschiedene Pokémon erhielten jeweils eigene Gewinnerkarten.
- Karte
- Pokémon Snap Contest Pikachu
- Ausgabejahr
- 1999
- Rekordpreis
- 270.000 US-Dollar
- Herkunft
- Fotowettbewerb zum Nintendo-64-Spiel Pokémon Snap
- Motiv
- Von einem Wettbewerbsteilnehmer aufgenommenes Pikachu-Foto
- Seltenheitsfaktor
- Sehr kleine, individuell verteilte Gewinnerauflage
- Quelle
- CBR: Rekordpreise wertvoller Pokémon-Karten
10. Signierte Ishihara-GX-Promokarte: der Pokémon-Präsident als Spielfigur
Rang: 10 signiertes Unikat
Eine von Tsunekazu Ishihara signierte Ishihara-GX-Promokarte wurde im April 2021 für 247.230 US-Dollar versteigert. Die Karte selbst erhielt PSA 7, das schwarze Autogramm auf der Vorderseite PSA 9. Trotz des vergleichsweise niedrigen Kartengradings reicht der Verkauf für Rang 10.
Die ungewöhnliche Promokarte zeigt keinen klassischen Pokémon-Charakter, sondern Tsunekazu Ishihara, den Präsidenten der Pokémon Company. Sie wurde 2017 anlässlich seines 60. Geburtstags an Mitarbeiter und ausgewählte Gäste verteilt. Text und Fähigkeiten greifen seine Rolle im Unternehmen humorvoll auf. Einen regulären Verkauf oder Boostervertrieb gab es nicht.
Das versteigerte Exemplar ist zusätzlich wertvoll, weil Ishihara es persönlich signierte. Dadurch verbindet es Unternehmensgeschichte, Promokarten-Seltenheit und authentifiziertes Autogramm. Im Gegensatz zu Glurak oder Pikachu beruht die Nachfrage weniger auf spielerischer Nostalgie als auf der Person hinter dem weltweiten Pokémon-Erfolg. Die Karte zeigt außerdem, dass ein Autogramm den Wert erheblich steigern kann, sofern Echtheit und Herkunft nachvollziehbar sind.
- Die Karte zeigt den Präsidenten der Pokémon Company als GX-Figur.
- Sie wurde 2017 nur an Mitarbeiter und ausgewählte Gäste verteilt.
- Das versteigerte Exemplar trägt Ishiharas authentifizierte Unterschrift.
- Karte
- Tsunekazu Ishihara GX Black Star Promo
- Ausgabejahr
- 2017
- Rekordpreis
- 247.230 US-Dollar
- Verkauf
- Goldin, April 2021
- Grading
- PSA 7; Autogramm PSA 9
- Anlass
- 60. Geburtstag von Tsunekazu Ishihara
- Quelle
- CBR: Signierte Ishihara-Karte erzielt 247.230 US-Dollar
Warum manche Pokémon-Karten Millionen kosten
Der Wert einer Pokémon-Karte entsteht nicht allein durch ihr Alter. Entscheidend ist zunächst die tatsächliche Verfügbarkeit. Frühe Turnierpreise und Wettbewerbskarten wurden oft nur in ein- oder zweistelligen Stückzahlen verteilt. Eine normale Base-Set-Karte kann dagegen selbst nach Jahrzehnten noch in großer Menge existieren. Glurak bildet die Ausnahme, weil enorme Nachfrage und wenige perfekt erhaltene Erstauflagen zusammentreffen.
Das Grading verstärkt die Preisunterschiede. PSA und CGC prüfen Oberfläche, Ecken, Kanten und Zentrierung. Bei einer Karte mit sehr kleiner Auflage kann ein einzelnes PSA-10- oder CGC-Pristine-10-Exemplar den Markt dominieren. Dabei bedeutet eine Zehn nicht, dass jede andere Karte derselben Ausgabe annähernd denselben Wert besitzt.
Auch Provenienz ist wichtig. Wettbewerbsgewinner, Testdrucke, Autogramme und bekannte Vorbesitzer schaffen eine dokumentierbare Geschichte. Zugleich bleibt der Markt spekulativ: Rekordpreise entstehen in einzelnen Auktionen und können bei einem späteren Verkauf unterschritten werden. Gebühren, Versicherung, Fälschungsrisiko und begrenzte Käuferkreise machen seltene Karten nicht automatisch zu sicheren Geldanlagen. Weitere Rankings zu Popkultur, Sammeln und gesellschaftlichen Trends finden Sie in der Kategorie Gesellschaft.
Häufige Fragen zu den teuersten Pokémon-Karten
Welche ist die teuerste Pokémon-Karte der Welt?
Die teuerste Pokémon-Karte ist die Pikachu Illustrator in PSA 10. Sie wurde am 16. Februar 2026 für 16.492.000 US-Dollar bei Goldin versteigert und hält zugleich den Rekord als teuerste öffentlich versteigerte Sammelkarte.
Warum ist Pikachu Illustrator so teuer?
Die Karte wurde nur an Gewinner japanischer Illustrationswettbewerbe vergeben. Insgesamt kamen 41 Exemplare in Umlauf, und die 2026 versteigerte Karte ist das einzige bekannte Exemplar mit PSA 10.
Welche normale Pokémon-Karte ist besonders wertvoll?
Das englische Glurak aus dem Base Set in erster Auflage und PSA 10 gehört zu den wertvollsten regulär aus Boostern ziehbaren Karten. Ein Exemplar wurde 2025 für 550.000 US-Dollar versteigert.
Macht ein PSA-Grading jede alte Pokémon-Karte wertvoll?
Nein. Das Grading bestätigt Zustand und Authentizität, schafft aber keine Seltenheit oder Nachfrage. Häufige Karten können selbst mit PSA 10 deutlich weniger wert sein als seltene Promokarten mit niedrigerem Grading.
Wie erkennt man wertvolle Pokémon-Karten?
Wichtig sind Kartennummer, Setzeichen, Sprache, Edition, Hologramm, Druckvariante und Zustand. Besonders wertvoll können Erstauflagen, Turnierpreise, Wettbewerbspromos, Testdrucke und authentifizierte Autogramme sein. Für hochpreisige Karten ist eine Prüfung durch einen anerkannten Gradingdienst sinnvoll.







