Die 10 wichtigsten Präsidenten der USA

Die 10 wichtigsten Präsidenten der USA

47 Präsidentschaftsnummern, 45 verschiedene Amtsinhaber und mehr als zwei Jahrhunderte politischer Entscheidungen: Nur wenige Präsidenten der USA haben das Land so grundlegend verändert, dass ihre Politik bis heute Verfassung, Wirtschaft, Bürgerrechte oder Weltordnung prägt. Diese Top 10 bewertet daher nicht persönliche Beliebtheit und auch nicht ausschließlich moralische Vorbildlichkeit. Entscheidend sind historische Wirkung, Führung in nationalen Krisen, institutionelle Veränderungen, außenpolitische Folgen und die Dauerhaftigkeit wichtiger Gesetze oder Präzedenzfälle. Ein hoher Rang kann deshalb auch eine kontroverse Präsidentschaft kennzeichnen. Andrew Jackson und Woodrow Wilson gehören nicht wegen einer uneingeschränkt positiven Bilanz in die Auswahl, sondern weil ihre Entscheidungen Demokratieverständnis, Bundesgewalt, Rassenpolitik und Außenpolitik langfristig beeinflussten. Ausgeschlossen wurden Präsidenten, deren wichtigste historische Bedeutung überwiegend vor oder nach ihrer Amtszeit lag. Die Einordnung berücksichtigt außerdem, dass Erfolge häufig vom Kongress, von sozialen Bewegungen, Gerichten, Militärs und internationalen Partnern mitgestaltet wurden. Datenstand ist Juli 2026. Der Beitrag gehört zur Kategorie Gesellschaft.

So wurde gewertet

Die Rangfolge basiert auf fünf Kriterien: erstens langfristige Veränderung der staatlichen Institutionen, zweitens Bewältigung existenzieller Krisen, drittens Einfluss auf Wirtschaft und Gesellschaft, viertens internationale Wirkung und fünftens Dauerhaftigkeit der politischen Folgen. Historische Fachrankings wurden als Orientierung genutzt, aber nicht einfach übernommen. Berücksichtigt wurden auch negative Folgen wie Sklaverei, Vertreibung indigener Völker, Rassentrennung, Kriegsausweitung oder Einschränkungen von Bürgerrechten. Amtsdauer und Zahl gewonnener Wahlen fließen als Kontext ein, sind aber kein eigenes Qualitätsurteil. Gezählt werden Präsidenten nach der offiziellen Nummerierung; weil Grover Cleveland und Donald Trump jeweils zwei nicht aufeinanderfolgende Amtszeiten begannen, ist die höchste Ordnungszahl größer als die Zahl der verschiedenen Personen.

Übersicht

  1. Abraham Lincoln
  2. George Washington
  3. Franklin D. Roosevelt
  4. Thomas Jefferson
  5. Theodore Roosevelt
  6. Harry S. Truman
  7. Lyndon B. Johnson
  8. Ronald Reagan
  9. Woodrow Wilson
  10. Andrew Jackson
Rang Präsident Amtszeit Partei Wahlen gewonnen Prägende Wirkung
1 Abraham Lincoln 1861–1865 Republikaner 2 Union erhalten, Sklaverei politisch beendet
2 George Washington 1789–1797 Parteilos 2 Präzedenzfälle für das Präsidentenamt
3 Franklin D. Roosevelt 1933–1945 Demokrat 4 New Deal und Führung im Zweiten Weltkrieg
4 Thomas Jefferson 1801–1809 Demokratisch-Republikanisch 2 Louisiana Purchase und territoriale Expansion
5 Theodore Roosevelt 1901–1909 Republikaner 1 als Präsident Starker Bundesstaat, Regulierung und Naturschutz
6 Harry S. Truman 1945–1953 Demokrat 1 Grundordnung des Kalten Krieges
7 Lyndon B. Johnson 1963–1969 Demokrat 1 Bürgerrechte, Medicare und Great Society
8 Ronald Reagan 1981–1989 Republikaner 2 Konservative Neuordnung und Kalter Krieg
9 Woodrow Wilson 1913–1921 Demokrat 2 Internationalismus, Bundesreformen und Segregation
10 Andrew Jackson 1829–1837 Demokrat 2 Massendemokratie und Ausbau präsidentieller Macht

„Wichtig“ bedeutet nicht automatisch „gut“

Historische Bedeutung misst die Stärke und Dauer einer Wirkung. Ein Präsident kann die USA entscheidend geprägt und zugleich schweres Unrecht verursacht haben. Besonders deutlich wird dies bei Jefferson, Jackson und Wilson. Jefferson formulierte universelle Freiheitsideale, hielt aber versklavte Menschen. Jackson stärkte die politische Beteiligung vieler weißer Männer, während seine Vertreibungspolitik indigene Gesellschaften zerstörte. Wilson entwarf eine internationale Friedensordnung und verschärfte gleichzeitig die Rassentrennung im Bundesdienst. Diese Widersprüche gehören zur Bewertung und werden nicht als Randnotizen behandelt.

Abraham Lincoln – Bewahrer der Union und Präsident der Emanzipation

Rang: 1 Krisenpräsident

Abraham Lincoln trat sein Amt am 4. März 1861 in einer Situation an, in der mehrere Südstaaten bereits ihren Austritt aus der Union erklärt hatten. Wenige Wochen später begann mit dem Angriff auf Fort Sumter der Amerikanische Bürgerkrieg. Lincoln musste deshalb nicht nur einen Krieg führen, sondern die grundsätzliche Frage beantworten, ob eine demokratisch gewählte Bundesregierung die Auflösung des Staates hinnehmen musste. Seine Entscheidung, die Union militärisch zu erhalten, begründet den ersten Platz dieses Rankings.

Lincolns Bedeutung geht jedoch über den militärischen Sieg hinaus. Mit der Emanzipationsproklamation vom 1. Januar 1863 erklärte er versklavte Menschen in den rebellierenden Gebieten für frei und veränderte damit den Charakter des Krieges. Aus einem Kampf um den Fortbestand der Union wurde ausdrücklich auch ein Kampf gegen die Sklaverei. Die Proklamation befreite nicht unmittelbar alle versklavten Menschen, stärkte aber die politische Grundlage für den 13. Verfassungszusatz, der die Sklaverei 1865 abschaffte. Rund 180.000 afroamerikanische Soldaten dienten bis Kriegsende in der Unionsarmee.

Lincoln erweiterte zugleich die Macht des Präsidenten erheblich. Er berief Truppen ein, verfügte Blockaden und setzte zeitweise das Recht auf richterliche Haftprüfung aus. Diese Maßnahmen gelten teils als notwendige Krisenführung, teils als gefährliche Ausdehnung exekutiver Gewalt. Sein Vorsprung vor Washington entsteht daraus, dass unter Lincoln sowohl das Fortbestehen des Landes als auch die rechtliche Zukunft von Millionen Menschen entschieden wurden. Seine Ermordung am 15. April 1865 verhinderte, dass er den Wiederaufbau des Südens selbst gestalten konnte.

  • Lincoln war der 16. Präsident und der erste Republikaner im Amt.
  • Er gewann die Präsidentschaftswahlen von 1860 und 1864.
  • Während seiner Amtszeit traten der Homestead Act und der Pacific Railway Act in Kraft.
  • Die Emanzipationsproklamation galt zunächst nur für Gebiete in Rebellion gegen die Union.
Präsidentennummer
16
Amtszeit
4. März 1861–15. April 1865
Amtsdauer
4 Jahre und 42 Tage
Partei
Republikanische Partei
Geboren
12. Februar 1809 in Kentucky
Wahlen gewonnen
1860 und 1864
Wahlmänner 1860
180 von 303
Zentrale Entscheidung
Erhaltung der Union im Bürgerkrieg
Dauerhafte Folge
Abschaffung der Sklaverei durch den 13. Verfassungszusatz
Kontroverse
Ausweitung exekutiver Notstandsbefugnisse
Quelle
Miller Center – Abraham Lincoln: Impact and Legacy

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George Washington – der Präsident, der das Amt erfand

Rang: 2 Staatsgründer

George Washington konnte sich bei seinem Amtsantritt 1789 auf kaum ein praktisches Vorbild stützen. Die Verfassung beschrieb die Befugnisse des Präsidenten, erklärte aber nicht im Detail, wie sich ein republikanisches Staatsoberhaupt im Alltag verhalten sollte. Washingtons wichtigste Leistung bestand deshalb nicht in einem einzelnen Gesetz, sondern in der Schaffung belastbarer Gewohnheiten. Er bildete ein Kabinett, arbeitete mit dem Senat bei Ernennungen und Verträgen zusammen, hielt sich von monarchischen Titeln fern und akzeptierte die friedliche Machtübergabe.

Seine Regierung setzte die junge Bundesverfassung praktisch um. Finanzminister Alexander Hamilton schuf ein nationales Finanzsystem, übernahm unter bestimmten Bedingungen Schulden der Einzelstaaten und stärkte die Kreditwürdigkeit der Bundesregierung. Washington unterstützte außerdem die Gründung einer Nationalbank. In der Whiskey-Rebellion von 1794 demonstrierte er, dass Bundesgesetze notfalls durchgesetzt werden konnten. Anders als die britische Krone reagierte die Regierung jedoch nicht mit einer dauerhaften Militärherrschaft.

Washingtons Rückzug nach zwei Amtszeiten wurde zu einem der wichtigsten ungeschriebenen Präzedenzfälle der US-Geschichte. Erst Franklin D. Roosevelt brach diese Tradition; seit 1951 begrenzt der 22. Verfassungszusatz die Wahl eines Präsidenten auf zwei Amtszeiten. Washington steht hinter Lincoln, weil seine Präsidentschaft keine vergleichbare nationale Existenzkrise lösen musste. Ohne seine freiwillige Begrenzung der eigenen Macht hätte sich das neue Amt jedoch leichter in Richtung eines gewählten Königtums entwickeln können. Seine Bilanz bleibt zugleich durch seine Rolle als Sklavenhalter belastet.

  • Washington war der einzige Präsident, der einstimmig durch das Wahlmännerkollegium gewählt wurde.
  • Er ernannte das erste Kabinett mit vier zentralen Ressorts.
  • Sein Rückzug nach zwei Amtszeiten prägte die Präsidentschaft bis 1940.
  • Die Hauptstadt Washington wurde während seiner Amtszeit geplant, war aber noch nicht Regierungssitz.
Präsidentennummer
1
Amtszeit
30. April 1789–4. März 1797
Amtsdauer
Knapp 8 Jahre
Partei
Parteilos
Geboren
22. Februar 1732 in Virginia
Wahlen gewonnen
1788/89 und 1792
Wahlmänner
Jeweils einstimmige Zustimmung aller abstimmenden Wahlmänner
Institutionelle Neuerung
Einrichtung des ersten Präsidentenkabinetts
Wichtiger Präzedenzfall
Freiwilliger Rückzug nach zwei Amtszeiten
Kontroverse
Besitz versklavter Menschen und Bemühungen zur Rückführung Geflohener
Quelle
United States Senate – Formative Years of the Senate

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Franklin D. Roosevelt – Umbau des Staates in Depression und Weltkrieg

Rang: 3 vierfach gewählt

Als Franklin D. Roosevelt im März 1933 Präsident wurde, befanden sich die USA im vierten Jahr der Großen Depression. Banken brachen zusammen, Millionen Menschen waren arbeitslos und das Vertrauen in Regierung und Wirtschaftssystem war erschüttert. Roosevelt reagierte mit einer außergewöhnlichen Serie von Gesetzen und Behörden. In den ersten 100 Tagen stabilisierte seine Regierung Banken, schuf Arbeitsprogramme und begann den New Deal, der die Rolle des Bundes dauerhaft vergrößerte.

Programme wie die Works Progress Administration, der Civilian Conservation Corps und die Tennessee Valley Authority verbanden Arbeitsbeschaffung mit Infrastrukturprojekten. Der Social Security Act von 1935 schuf eine bundesweite Altersvorsorge und Arbeitslosenversicherung. Finanzmarktregeln und Einlagensicherung veränderten das Bankensystem. Der New Deal beendete die Depression nicht vollständig; erst die Kriegsproduktion beseitigte die Massenarbeitslosigkeit. Dennoch entstand unter Roosevelt das Grundmodell des modernen amerikanischen Sozial- und Regulierungsstaates.

Nach 1939 verlagerte sich der Schwerpunkt auf den Zweiten Weltkrieg. Roosevelt unterstützte Großbritannien vor dem formellen Kriegseintritt und führte die USA nach Pearl Harbor in den globalen Konflikt. Er war der einzige Präsident, der vier Wahlen gewann, und amtierte 12 Jahre, einen Monat und acht Tage. Diese Machtfülle führte später zur Begrenzung auf zwei gewählte Amtszeiten. Zur Bilanz gehört auch Executive Order 9066: Mehr als 120.000 Menschen japanischer Abstammung wurden interniert, die Mehrheit von ihnen US-Bürger. Roosevelt steht deshalb hinter Lincoln und Washington, obwohl kein anderer Präsident Wirtschaft, Sozialstaat und internationale Rolle der USA zugleich so umfassend veränderte.

  • Roosevelt gewann die Wahlen von 1932, 1936, 1940 und 1944.
  • Er war mit mehr als zwölf Jahren der am längsten amtierende US-Präsident.
  • Der Social Security Act von 1935 schuf ein dauerhaftes nationales Sicherungssystem.
  • Unter seiner Regierung entstanden 31 als „Fireside Chats“ identifizierte Radioansprachen.
Präsidentennummer
32
Amtszeit
4. März 1933–12. April 1945
Amtsdauer
12 Jahre, 1 Monat und 8 Tage
Partei
Demokratische Partei
Geboren
30. Januar 1882 in New York
Wahlen gewonnen
Vier
Größter Wahlsieg
523 von 531 Wahlmännern im Jahr 1936
Zentrale Innenpolitik
New Deal und Social Security
Zentrale Außenpolitik
Führung der USA im Zweiten Weltkrieg
Kontroverse
Internierung japanischstämmiger Menschen
Quelle
Franklin D. Roosevelt Presidential Library – FDR’s Presidency

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Thomas Jefferson – Verdopplung des Staatsgebiets und ungelöster Freiheitswiderspruch

Rang: 4 Expansion

Thomas Jefferson war bereits vor seiner Präsidentschaft Autor der Unabhängigkeitserklärung, doch auch seine Amtszeit von 1801 bis 1809 veränderte die USA grundlegend. Der wichtigste Schritt war der Louisiana Purchase von 1803. Für rund 15 Millionen US-Dollar erwarben die Vereinigten Staaten von Frankreich ein riesiges Gebiet zwischen Mississippi und Rocky Mountains. Die Landfläche des Landes wurde dadurch ungefähr verdoppelt.

Der Kauf war politisch wirkungsvoll, aber verfassungsrechtlich widersprüchlich. Jefferson hatte zuvor eine enge Auslegung der Bundesbefugnisse vertreten, obwohl die Verfassung keine ausdrückliche Erwerbsklausel für neue Gebiete enthielt. Als sich die historische Gelegenheit bot, handelte er pragmatisch. Der Senat ratifizierte den Vertrag mit 24 zu 7 Stimmen. Die anschließende Lewis-und-Clark-Expedition kartierte Teile des Westens, dokumentierte Natur und Handelswege und unterstützte den Anspruch der USA auf eine kontinentale Zukunft.

Jeffersons Präsidentschaft markierte außerdem den ersten friedlichen Machtwechsel zwischen rivalisierenden Parteien. Dieser Erfolg der Wahl von 1800 war für die Stabilität der jungen Republik entscheidend. Seine zweite Amtszeit verlief weniger erfolgreich: Der Embargo Act von 1807 sollte Großbritannien und Frankreich wirtschaftlich unter Druck setzen, traf aber den amerikanischen Handel schwer. Vor allem bleibt Jeffersons Freiheitsverständnis von einem fundamentalen Widerspruch geprägt. Er hielt während seines Lebens mehr als 600 Menschen in Sklaverei. Die territoriale Expansion erleichterte zudem die Verdrängung indigener Nationen und verschärfte später den Streit über die Ausbreitung der Sklaverei.

  • Der Louisiana Purchase umfasste etwa 2,14 Millionen Quadratkilometer.
  • Der Kaufpreis entsprach ungefähr sieben US-Dollar je Quadratkilometer.
  • Die Lewis-und-Clark-Expedition dauerte von 1804 bis 1806.
  • Jeffersons Amtseinführung folgte auf den ersten friedlichen Machtwechsel zwischen Parteien.
Präsidentennummer
3
Amtszeit
4. März 1801–4. März 1809
Amtsdauer
8 Jahre
Partei
Demokratisch-Republikanische Partei
Geboren
13. April 1743 in Virginia
Wahlen gewonnen
1800 und 1804
Louisiana-Kaufpreis
Rund 15 Millionen US-Dollar
Gebietszuwachs
Etwa 2,14 Millionen km²
Größter Misserfolg
Embargo Act von 1807
Kontroverse
Sklavenhaltung und Folgen der Expansion für indigene Nationen
Quelle
Thomas Jefferson’s Monticello – The Presidency

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Theodore Roosevelt – der moderne Präsident als Regulierer und Weltpolitiker

Rang: 5 Progressive Era

Theodore Roosevelt wurde 1901 nach der Ermordung William McKinleys mit 42 Jahren Präsident und ist bis heute der jüngste Mensch, der das Amt übernahm. Er verstand die Präsidentschaft nicht als zurückhaltende Verwaltungsposition, sondern als öffentliche Führungsplattform. Wo die Verfassung eine Handlung nicht ausdrücklich verbot, sah Roosevelt politischen Spielraum. Dieses Amtsverständnis machte ihn zu einem Wegbereiter der modernen, medienwirksamen Exekutive.

Innenpolitisch stand sein „Square Deal“ für eine stärkere Regulierung großer Unternehmen, Verbraucherschutz und einen Ausgleich zwischen Kapital und Arbeit. Während des Kohlenstreiks von 1902 vermittelte die Bundesregierung erstmals sichtbar zwischen Unternehmen und Gewerkschaften. Der Hepburn Act stärkte die Aufsicht über Eisenbahntarife, während der Pure Food and Drug Act und der Meat Inspection Act von 1906 den Verbraucherschutz ausbauten. Roosevelt war kein Gegner großer Firmen an sich; er unterschied zwischen aus seiner Sicht nützlichen und missbräuchlichen Konzernen.

Besonders dauerhaft war sein Naturschutzerbe. Während seiner Präsidentschaft wurden ungefähr 230 Millionen Acres, rund 930.000 Quadratkilometer, unter Bundesschutz gestellt. Dazu gehörten 150 National Forests, 51 Vogelreservate, fünf Nationalparks und 18 National Monuments. Außenpolitisch unterstützte Roosevelt den Bau des Panamakanals und vermittelte im Russisch-Japanischen Krieg, wofür er 1906 als erster US-Präsident den Friedensnobelpreis erhielt. Kritisch bewertet werden seine imperial geprägte Außenpolitik, sein Umgang mit Panama und seine rassistischen Vorstellungen. Rang 5 ergibt sich aus der dauerhaften Verbindung von starker Präsidentschaft, Regulierung, Naturschutz und globalem Machtanspruch.

  • Roosevelt war bei Amtsantritt 42 Jahre und 322 Tage alt.
  • Er schützte ungefähr 230 Millionen Acres öffentlichen Landes.
  • 1906 erhielt er den Friedensnobelpreis.
  • Er war 1906 der erste amtierende US-Präsident, der während der Amtszeit ins Ausland reiste.
Präsidentennummer
26
Amtszeit
14. September 1901–4. März 1909
Amtsdauer
7 Jahre, 5 Monate und 18 Tage
Partei
Republikanische Partei
Geboren
27. Oktober 1858 in New York
Wahl gewonnen
1904; 1901 durch Amtsnachfolge Präsident geworden
Wahlmänner 1904
336 von 476
Geschützte Bundesflächen
Rund 230 Millionen Acres
Internationale Auszeichnung
Friedensnobelpreis 1906
Kontroverse
Imperialismus und Unterstützung der Abspaltung Panamas
Quelle
National Park Service – Theodore Roosevelt Biography

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Harry S. Truman – Architekt der amerikanischen Nachkriegsordnung

Rang: 6 Kalter Krieg

Harry S. Truman war erst 82 Tage Vizepräsident, als Franklin D. Roosevelt am 12. April 1945 starb. Innerhalb weniger Monate musste Truman Entscheidungen über das Ende des Zweiten Weltkriegs, die Atombombe und die Beziehungen zur Sowjetunion treffen. Die Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki trugen zur japanischen Kapitulation bei, töteten aber bis Ende 1945 schätzungsweise weit mehr als 100.000 Menschen und eröffneten das Atomzeitalter. Bis heute wird diskutiert, ob die Bomben militärisch notwendig waren und welche Alternativen bestanden.

Trumans langfristige Bedeutung liegt vor allem in der Ordnung des Kalten Krieges. Die Truman-Doktrin von 1947 versprach Unterstützung für Staaten, die unter kommunistischen Druck gerieten. Der Marshallplan stellte zwischen 1948 und 1952 mehr als 13 Milliarden US-Dollar für den Wiederaufbau Europas bereit. 1949 gehörten die USA zu den Gründungsmitgliedern der NATO. Während der Berlin-Blockade versorgten westliche Flugzeuge die eingeschlossene Bevölkerung über eine Luftbrücke.

Auch innenpolitisch setzte Truman Maßstäbe. Mit Executive Order 9981 ordnete er 1948 die Gleichbehandlung in den Streitkräften an. Im Koreakrieg entschied er sich für eine Intervention unter UN-Mandat und entließ General Douglas MacArthur, als dieser öffentlich die politische Führung herausforderte. Damit bestätigte Truman den Vorrang ziviler Kontrolle über das Militär. Seine Regierung betrieb jedoch zugleich ein Loyalitätsprogramm, das Verdächtigungen und politische Ausgrenzung förderte. Rang 6 beruht darauf, dass Truman die Grundlinien amerikanischer Außen- und Sicherheitspolitik für mehrere Jahrzehnte festlegte.

  • Truman amtierte von April 1945 bis Januar 1953.
  • Der Marshallplan stellte mehr als 13 Milliarden US-Dollar bereit.
  • Die NATO wurde 1949 mit zwölf Gründungsmitgliedern geschaffen.
  • Executive Order 9981 leitete die Aufhebung der Rassentrennung im Militär ein.
Präsidentennummer
33
Amtszeit
12. April 1945–20. Januar 1953
Amtsdauer
7 Jahre, 9 Monate und 8 Tage
Partei
Demokratische Partei
Geboren
8. Mai 1884 in Missouri
Wahl gewonnen
1948
Wahlmänner 1948
303 von 531
Marshallplan
Mehr als 13 Milliarden US-Dollar
Prägende Bündnisgründung
NATO, 1949
Kontroverse
Atombombenabwürfe und Loyalitätsprogramm
Quelle
Harry S. Truman Presidential Library – Origins of the Cold War

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Lyndon B. Johnson – Bürgerrechtsrevolution und das Trauma Vietnam

Rang: 7 Great Society

Lyndon B. Johnson übernahm das Präsidentenamt am 22. November 1963 nach der Ermordung John F. Kennedys. Er nutzte seine jahrzehntelange Erfahrung im Kongress, um eine der umfangreichsten innenpolitischen Gesetzgebungsphasen der US-Geschichte durchzusetzen. Der Civil Rights Act von 1964 verbot Diskriminierung in öffentlichen Einrichtungen und großen Teilen des Arbeitslebens. Der Voting Rights Act von 1965 stärkte den Schutz des Wahlrechts, besonders in Südstaaten, die schwarze Bürger systematisch ausgeschlossen hatten.

Johnsons Great Society ging weit über Bürgerrechte hinaus. Medicare schuf eine Krankenversicherung für ältere Menschen, Medicaid unterstützte einkommensschwache Gruppen. Bundesmittel für Schulen, Hochschulen, Lebensmittelhilfen, Nahverkehr, Umweltschutz und Armutsbekämpfung veränderten das Verhältnis zwischen Bund und Einzelstaaten. Allein die Liste bedeutender Gesetze seiner Regierung umfasst Dutzende Programme. Johnson ernannte mit Robert C. Weaver außerdem das erste afroamerikanische Kabinettsmitglied und mit Thurgood Marshall den ersten schwarzen Richter am Supreme Court.

Der siebte Rang spiegelt jedoch eine der widersprüchlichsten Bilanzen aller Präsidenten. Während Johnson im Inland Rechte und soziale Sicherung erweiterte, eskalierte er den Vietnamkrieg. Die Zahl amerikanischer Soldaten in Vietnam stieg von rund 16.000 Ende 1963 auf mehr als 500.000 im Jahr 1968. Der Krieg kostete Zehntausende US-Soldaten und weit mehr vietnamesische Zivilisten und Soldaten das Leben. Proteste und Vertrauensverlust überschatteten die innenpolitischen Reformen. Im März 1968 verzichtete Johnson überraschend auf eine weitere Kandidatur.

  • Johnson unterzeichnete den Civil Rights Act von 1964 und den Voting Rights Act von 1965.
  • Medicare und Medicaid entstanden 1965.
  • Er gewann 1964 mit 486 von 538 Wahlmännern.
  • Die US-Truppenstärke in Vietnam überschritt während seiner Amtszeit 500.000.
Präsidentennummer
36
Amtszeit
22. November 1963–20. Januar 1969
Amtsdauer
5 Jahre, 1 Monat und 29 Tage
Partei
Demokratische Partei
Geboren
27. August 1908 in Texas
Wahl gewonnen
1964
Wahlmänner 1964
486 von 538
Zentrale Programme
Medicare, Medicaid, War on Poverty und Bildungsförderung
Bürgerrechtsgesetze
Civil Rights Act 1964, Voting Rights Act 1965 und Civil Rights Act 1968
Kontroverse
Eskalation des Vietnamkriegs
Quelle
LBJ Presidential Library – Landmark Laws

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Ronald Reagan – konservative Neuordnung der amerikanischen Politik

Rang: 8 konservative Wende

Ronald Reagan übernahm 1981 ein Land mit hoher Inflation, schwachem Wachstum und einem schweren Vertrauensverlust nach Vietnam, Watergate und der Geiselnahme im Iran. Seine Antwort war eine politische Neuorientierung: niedrigere Steuern, weniger Regulierung, höhere Verteidigungsausgaben und eine schärfere Rhetorik gegenüber der Sowjetunion. Damit verschob Reagan die Grenzen dessen, was in der amerikanischen Wirtschafts- und Sozialpolitik als mehrheitsfähig galt.

Der Economic Recovery Tax Act von 1981 senkte die Einkommensteuersätze über drei Jahre um 25 Prozent. Die Inflation fiel von 13,5 Prozent im Jahr 1980 auf 5,1 Prozent 1982 und blieb später niedriger. Ein großer Teil dieser Entwicklung beruhte allerdings auf der restriktiven Geldpolitik der unabhängigen Federal Reserve. Die Wirtschaft erlebte nach der schweren Rezession von 1981/82 eine lange Expansion, während Staatsverschuldung und Haushaltsdefizite deutlich stiegen. Die Steuerreform von 1986 senkte den höchsten Einkommensteuersatz von 50 auf 28 Prozent und verbreiterte zugleich die Bemessungsgrundlage.

Außenpolitisch erhöhte Reagan den militärischen und wirtschaftlichen Druck auf die Sowjetunion, verhandelte später aber intensiv mit Michail Gorbatschow. Der INF-Vertrag von 1987 beseitigte eine ganze Klasse nuklearer Mittelstreckenraketen. Reagan war nicht alleiniger Verursacher des sowjetischen Zusammenbruchs, prägte aber die Schlussphase des Kalten Krieges. Seine Bilanz umfasst auch die Iran-Contra-Affäre, eine zunächst zögerliche Reaktion auf die AIDS-Krise und wachsende soziale Ungleichheit. Rang 8 erhält er, weil praktisch jede spätere republikanische Präsidentschaft an seinem wirtschaftlichen und kulturellen Programm gemessen wurde.

  • Reagan gewann 1984 525 von 538 Wahlmännern.
  • Der höchste Einkommensteuersatz sank bis 1988 auf 28 Prozent.
  • Der INF-Vertrag von 1987 beseitigte landgestützte nukleare Mittelstreckenraketen.
  • Während seiner Amtszeit stieg die Staatsverschuldung deutlich.
Präsidentennummer
40
Amtszeit
20. Januar 1981–20. Januar 1989
Amtsdauer
8 Jahre
Partei
Republikanische Partei
Geboren
6. Februar 1911 in Illinois
Wahlen gewonnen
1980 und 1984
Wahlmänner 1984
525 von 538
Inflation
Von 13,5 Prozent 1980 auf 5,1 Prozent 1982 gesunken
Zentrale Steuerreform
Tax Reform Act von 1986
Kontroversen
Iran-Contra, Defizite und verspätete Reaktion auf AIDS
Quelle
Ronald Reagan Presidential Library – The Reagan Presidency

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Woodrow Wilson – Internationalismus, Reformen und institutionalisierter Rassismus

Rang: 9 widersprüchliches Erbe

Woodrow Wilson regierte von 1913 bis 1921 und veränderte sowohl den amerikanischen Bundesstaat als auch die Vorstellung internationaler Ordnung. Innenpolitisch entstanden unter ihm das Federal Reserve System, die Federal Trade Commission und eine bundesweite Einkommensteuer auf Grundlage des 16. Verfassungszusatzes. Diese Institutionen prägen Wirtschafts- und Wettbewerbspolitik bis heute. Der 17. Zusatz führte die Direktwahl der Senatoren ein, während der 19. Zusatz 1920 das Frauenwahlrecht verfassungsrechtlich absicherte.

Im Ersten Weltkrieg versuchte Wilson zunächst, die Neutralität der USA zu bewahren. 1917 führte er das Land jedoch in den Krieg gegen Deutschland. Seine Vierzehn Punkte verbanden Friedensbedingungen mit Selbstbestimmung, offener Diplomatie und der Idee eines Völkerbundes. Wilson nahm persönlich an den Pariser Friedensverhandlungen teil und erhielt 1919 den Friedensnobelpreis. Der US-Senat verweigerte allerdings die Zustimmung zum Völkerbund. Das Land, dessen Präsident die Organisation maßgeblich entworfen hatte, trat ihr nicht bei.

Wilson ist zugleich ein besonders klares Beispiel dafür, weshalb historische Wichtigkeit nicht mit moralischer Größe gleichzusetzen ist. Seine Regierung führte in Teilen des Bundesdienstes eine verschärfte Rassentrennung ein und degradierte schwarze Beschäftigte. Während des Krieges schränkten Espionage Act und Sedition Act Meinungs- und Pressefreiheit ein. Wilsons Internationalismus beeinflusste spätere Institutionen wie die Vereinten Nationen, doch seine Selbstbestimmungsrhetorik galt keineswegs gleichberechtigt für kolonialisierte und nichtweiße Bevölkerungen. Rang 9 würdigt diese enorme, aber tief widersprüchliche Wirkung.

  • Das Federal Reserve System wurde 1913 geschaffen.
  • Die USA traten 1917 in den Ersten Weltkrieg ein.
  • Wilson erhielt 1919 den Friedensnobelpreis.
  • Der Senat lehnte die Mitgliedschaft der USA im Völkerbund ab.
Präsidentennummer
28
Amtszeit
4. März 1913–4. März 1921
Amtsdauer
8 Jahre
Partei
Demokratische Partei
Geboren
28. Dezember 1856 in Virginia
Wahlen gewonnen
1912 und 1916
Wahlmänner 1912
435 von 531
Wichtige Institution
Federal Reserve System
Internationales Projekt
Völkerbund
Kontroversen
Segregation im Bundesdienst und Einschränkung von Bürgerrechten
Quelle
President Woodrow Wilson House – Wilson’s Legacy

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Andrew Jackson – Massendemokratie, Präsidentenmacht und Indian Removal

Rang: 10 prägend und umstritten

Andrew Jackson präsentierte sich als Vertreter des „gewöhnlichen Mannes“ gegen etablierte Eliten. Seine Wahlsiege von 1828 und 1832 fielen in eine Phase, in der viele Bundesstaaten Eigentumsvoraussetzungen für weiße männliche Wähler abschafften. Wahlbeteiligung, Parteiorganisation und öffentliche Kampagnen gewannen stark an Bedeutung. Jackson war nicht alleiniger Urheber dieser Demokratisierung, wurde aber zu ihrem mächtigsten Symbol. Aus seiner politischen Bewegung entwickelte sich die moderne Demokratische Partei.

Jackson stärkte das Präsidentenamt durch einen offensiven Einsatz des Vetorechts. Frühere Präsidenten hatten Vetos überwiegend bei verfassungsrechtlichen Bedenken genutzt; Jackson setzte sie ausdrücklich als politisches Instrument ein. Im sogenannten Bank War bekämpfte er die Second Bank of the United States und verhinderte ihre erneute Zulassung. Anhänger sahen darin einen Angriff auf privilegierte Finanzinteressen, Kritiker warfen ihm wirtschaftliche Instabilität und Machtkonzentration vor. In der Nullifikationskrise widersetzte er sich South Carolinas Anspruch, Bundesgesetze einseitig außer Kraft zu setzen, und verteidigte damit die Autorität der Union.

Seine schwerwiegendste Hinterlassenschaft war der Indian Removal Act von 1830. Die Politik führte zur gewaltsamen Vertreibung indigener Nationen aus dem Südosten auf Gebiete westlich des Mississippi. Beim „Trail of Tears“ starben Tausende Cherokee; auch Choctaw, Muscogee, Chickasaw und Seminolen wurden entrechtet, vertrieben oder militärisch bekämpft. Jackson steht daher nicht wegen einer positiven Gesamtbilanz auf Rang 10, sondern weil er Massendemokratie, Parteipolitik, Präsidentenmacht und indigene Vertreibung in einer Weise prägte, deren Folgen bis heute sichtbar sind.

  • Jackson gewann 1828 178 von 261 Wahlmännern.
  • Er setzte das Präsidentenveto häufiger ein als alle sechs Vorgänger zusammen.
  • Der Indian Removal Act wurde am 28. Mai 1830 unterzeichnet.
  • Seine Anhänger formten die Demokratische Partei zu einer nationalen Massenpartei.
Präsidentennummer
7
Amtszeit
4. März 1829–4. März 1837
Amtsdauer
8 Jahre
Partei
Demokratische Partei
Geboren
15. März 1767 in den Carolinas
Wahlen gewonnen
1828 und 1832
Wahlmänner 1828
178 von 261
Zentraler Machtkonflikt
Bank War gegen die Second Bank of the United States
Verfassungskrise
Nullifikationskrise 1832/33
Schwerste Folge
Indian Removal und gewaltsame Vertreibung indigener Nationen
Quelle
Library of Congress – Andrew Jackson Timeline

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Was einen bedeutenden US-Präsidenten ausmacht

Die einflussreichsten Präsidenten reagierten nicht nur auf ihre Zeit, sondern veränderten die Handlungsmöglichkeiten ihrer Nachfolger. Washington schuf Regeln für ein neues Amt, Lincoln definierte Union und Freiheit neu, Franklin D. Roosevelt machte den Bund zum zentralen Akteur in Wirtschaft und Sozialpolitik. Truman organisierte die Nachkriegsordnung, Johnson erweiterte Bürgerrechte und soziale Sicherung, Reagan verschob die wirtschaftspolitische Debatte nach rechts. Zugleich zeigt die Liste, dass Macht fast immer ambivalente Folgen hat. Dieselben Präsidenten, die Institutionen stärkten oder Rechte erweiterten, konnten andere Gruppen entrechten, Kriege eskalieren oder staatliche Befugnisse überdehnen. Historische Größe lässt sich deshalb nicht sinnvoll anhand einzelner Reden, Wahlsiege oder Sympathiewerte bestimmen. Entscheidend ist, welche Strukturen, Konflikte und Handlungsmuster Jahrzehnte später noch erkennbar sind.

Häufige Fragen zu den wichtigsten Präsidenten der USA

Wer gilt als wichtigster Präsident der USA?

In diesem Ranking steht Abraham Lincoln auf Rang 1. Er bewahrte die Union während des Bürgerkriegs und machte die Abschaffung der Sklaverei zu einem zentralen Kriegsziel. George Washington und Franklin D. Roosevelt folgen wegen ihrer institutionellen und gesellschaftlichen Langzeitwirkung.

Warum steht George Washington nicht auf Rang 1?

Washington schuf unverzichtbare Präzedenzfälle für das Präsidentenamt. Lincoln steht dennoch vor ihm, weil während seiner Amtszeit sowohl die staatliche Existenz der USA als auch das Ende der Sklaverei entschieden wurden. Der Unterschied ist eine redaktionelle Gewichtung, kein allgemein verbindliches Urteil.

Warum fehlen John F. Kennedy und Barack Obama?

Beide gehören zu den bekanntesten Präsidenten. Kennedy prägte unter anderem die Kubakrise und das Raumfahrtprogramm, während Obama als erster afroamerikanischer Präsident und durch die Gesundheitsreform historische Bedeutung besitzt. Für die Top 10 wurden jedoch Präsidenten bevorzugt, deren Amtszeiten noch umfassendere institutionelle oder geopolitische Veränderungen bewirkten.

Welcher Präsident war am längsten im Amt?

Franklin D. Roosevelt amtierte vom 4. März 1933 bis zu seinem Tod am 12. April 1945 und damit länger als zwölf Jahre. Er gewann vier Präsidentschaftswahlen. Seit dem 22. Verfassungszusatz von 1951 kann ein Präsident grundsätzlich höchstens zweimal gewählt werden.

Warum sind auch kontroverse Präsidenten in der Liste?

Das Ranking bewertet historische Bedeutung und nicht nur positive Leistungen. Andrew Jackson und Woodrow Wilson veränderten Politik und Institutionen dauerhaft, verursachten oder verschärften zugleich aber gravierendes Unrecht. Eine Liste der „besten“ Präsidenten würde deshalb anders aussehen.

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